Bericht über die Vermögensverwaltung 2025

2025 war ein sehr gutes Jahr in der Vermögensverwaltung der Stiftung. Mit einem Überschuss in der Vermögensverwaltung von 654 T€ lag das Ergebnis erheblich höher als im Vorjahr (+105 T€)

Die ordentlichen Erträge aus Wertpapieren, Ausleihungen und Zinserträgen stiegen weiter an auf 592 T€ und lagen damit um 68 T€ höher als im Vorjahr. Aufgrund der positiven Entwicklung am Finanzmarkt konnten erneut die Wertpapiere um 70 T€ zugeschrieben werden. Abschreibungen fielen fast gar nicht an (2 T€). Auch die weiteren Aufwendungen für Personal und die Anlage des Vermögens hielten sich in Grenzen (6 T€). Es gab nur wenige Neuanlagen, da keine Wertpapiere endfällig wurden. Investitionen erfolgten aus vorhandener Liquidität.

Anfang des Jahres beschloss der Vorstand die Investition von 400 T€ in den von der gls-Bank angebotenen SANAD-Fonds – der in kleinste, kleine und mittlere Unternehmen der Region Mittlerer Osten & Nordafrika investiert. Durch die Schaffung eines Finanzierungsangebotes für diese Unternehmen sollen formelle Arbeitsplätze in der Region gefördert werden. Weitere Zielsetzungen sind zudem die Finanzierung von Landwirtschaft sowie die Schaffung von Wohnraum. Ergänzt wird die Kreditvergabe durch Technische Assistenz der Partnerinstitute aus anderen öffentlichen Quellen. Über den Erwerb eines solchen Fonds versucht die Stiftung ihren inhaltlichen Auftrag auch im Bereich der Vermögensverwaltung umzusetzen.

Um ausschüttungsfähige Erträge zu erzielen und das Zinsniveau zu sichern, wurde eine längerfristige Festzinsanleihe der Landesbank Baden-Württemberg erworben.

Des Weiteren vergab die Stiftung zur Unterstützung zweier ostdeutscher NRO erstmals kleinere zinsfreie Förderdarlehen zur Zwischenfinanzierung von EU-Geldern, die erst am Ende der Projektlaufzeit ausgezahlt werden. Die Stiftung möchte damit die Chancen der ostdeutschen NRO unterstützen, EU-Gelder in Anspruch zu nehmen, bzw. ihre Finanzierungsgrundlagen zu differenzieren.

Ein weiteres positives Ergebnis 2025 war, dass sich Geduld doch manchmal auszahlt. Mehr als 10 Jahre nach der Insolvenz eines Immobilienfonds, der durch betrügerische Aktivitäten des Eigentümers ab 2013 abgewickelt wurde, erhielt die Stiftung im Rahmen von Sammelklagen der Anleger einen 30%igen Schadenersatz, der den ursprünglichen Verlust in einen 20%igen Gewinn umwandelte.

Für den ideellen Bereich der Stiftung wurden 249 T€ an Erträgen aus der Vermögensverwaltung eingesetzt.

Insgesamt wurden Anlagen in Höhe von 972 T€ getätigt. Diesen Zugängen standen lediglich Abgänge von knapp 70 T€ gegenüber, sodass sich das bilanzielle Anlagevermögen aufgrund von weiteren Zuschreibungen im Jahresverlauf um rund 970 T€ erhöhte.

Das reale Stiftungsvermögen (Kurswerte der Wertpapiere einschließlich liquider Mittel) stieg im Haushaltsjahr um 591 T€ an. Unter Berücksichtigung der Ausschüttung für den ideellen Bereich ergibt sich eine Gesamtrendite des Stiftungskapitals von rund 4,1%.

Zum Stichtag 31.12. verfügte die Stiftung inkl. liquider Mittel (Sach- und Finanzanlagen nach Kurswerten und Guthaben bei Banken) über ein Vermögen von 23,72 Mio. €. Nominal ist das Stiftungsvermögen damit ungeschmälert erhalten.

Der Aktienanteil am Gesamtvermögen (einschließlich der in Mischfonds enthaltenen Aktien) ist leicht auf 17 % gesunken.

Die Inflation lag 2025 erneut bei 2,6 %. Die Stiftung sollte daher Rücklagen von mindestens 441 T€ (gerechnet auf das nominale Vermögen) zur Stärkung des Stiftungskapitals bilden. Tatsächlich standen 276 T€ zur Verfügung, von denen 68 T€ der sonstigen Rücklage zur Abdeckung von Kursverlusten und 208 T€ der freien Rücklage zugeführt wurden. Der Inflationsausgleich konnte daher nur zu rund 62% erreicht werden.

Aufteilung der Finanzanlagen per 31.12.2019 nach Wertpapiertypen:

Struktur des Stiftungsvermögens zum 31.12.2025