No Boundaries - Literature . Music . Arts e. V., Berlin
Zweidrittel FM - Die Welten in uns
BRD
Projektsumme:
23.930,00 €
Fördersumme:
2.150,00 €
Zweidrittel FM - Die Welten in uns
ZweiDrittel FM ist ein Podcast über den Alltag im Gefängnis. Ein Team, bestehend aus Inhaftierten, Pädagog:innen, Journalist:innen und Musiker:innen produzieren in der Helmuth-Hubener-Schule der Jugendstrafanstalt Berlin ein Hörformat, das in 20-30 Minuten pro Folge den Menschen draußen vermittelt, wie sich das Leben hinter den Gefängnismauern abspielt. Die Beiträge sind ein Sprachrohr, um selbstbestimmt die Geschichten aus dem Alltag in Haft zu erzählen und Perspektiven darzustellen. Das hier beantragte Projekt trägt sowohl zur ku nstlerischen als auch zur politischen Bildung der Teilnehmer bei. Der Selbstwert wird dadurch gesteigert, dass die TN erleben, dass sich Menschen außerhalb des Gefängnisses fu r ihre Problemlagen und Meinungen interessieren. Der Podcast wird komplett in Eigenregie produziert und setzt sich im Jahr 2025 zum Ziel, alle zwei Monate eine ca. 30-minu tige Folge zu einem speziellen Thema zu Inhalten des globalen Su den zu produzieren. Die Folgen umfassen Diskussionen in der Redaktion, Interviews mit Fachleuten und Interviews mit Mitinhaftierten sowie eine musikalische Auseinandersetzung mit dem Thema.
In der hier beantragten Staffel legen wir das Augenmerk auf folgende Themen: Ursachen von Flucht und Migration; Sport im Gefängnis (und ganz konkret die Frage: woher kommt eigentlich ein Fußball); Ernährung im Gefängnis (Ist Fair Food möglich?); Krieg und Aufwachsen in Konfliktregionen.
2026
Great Africa Network for Women e. V., Berlin
Das Schweigen brechen: Stärkung ländlicher Gemeinden zur Beendigung der weiblichen Genitalverstümmelung, Nigeria
Das Schweigen brechen: Stärkung ländlicher Gemeinden zur Beendigung der weiblichen Genitalverstümmelung, Nigeria
Dieses Projekt zielt darauf ab, die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen in ländlichen Gemeinden zu verhindern und zu reduzieren. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Sensibilisierung für die mit FGM verbundenen Gesundheitsrisiken und Menschenrechtsverletzungen sowie auf der Förderung von Initiativen der Gemeinden zur Abschaffung dieser Praxis.
Die Initiative wird mit Mädchen, Eltern, Gemeindevorstehern, Lehrern und Gesundheitspersonal zusammenarbeiten, um schädliche kulturelle Überzeugungen, die FGM unterstützen, in Frage zu stellen. Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören Sensibilisierungskampagnen in den Gemeinden, schulische Bildungsprogramme, Schulungen für lokale Führungskräfte und Gesundheitspersonal sowie die Einbeziehung von Männern und Jungen zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter.
Das Projekt wird auch psychosoziale Unterstützung und Überweisungsdienste für Frauen und Mädchen bereitstellen, die von FGM betroffen sind, um ihnen den Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung und Beratung zu gewährleisten. Durch die Stärkung des Dialogs innerhalb der Gemeinschaft und die Befähigung von Mädchen durch Wissen und Lebenskompetenzen soll das Projekt die Gemeinschaften dazu ermutigen, die Rechte und die Gesundheit von Mädchen zu schützen.
Durch die Zusammenarbeit mit Interessengruppen in den Gemeinden und die Unterstützung von Partnern möchte das Projekt nachhaltige Veränderungen bewirken und zur langfristigen Abschaffung von FGM in ländlichen Gebieten beitragen.
Umfassendes Initiativmodell für benachteiligte Witwen in der ländlichen Gemeinde Itigidi, Nigeria
Die meisten Witwen, insbesondere in ländlichen Gebieten, stehen vor enormen Schwierigkeiten, darunter Nahrungsmittelknappheit, die Unmöglichkeit, ihre Kinder zur Schule zu schicken, mangelnde medizinische Versorgung und Schwierigkeiten bei der Zahlung der Miete. Sie sehen sich in der Regel mit erheblichen Hindernissen bei der Teilnahme an allgemeinen wirtschaftlichen und sozialen Aktivitäten konfrontiert, insbesondere in ländlichen Gebieten, in denen Ressourcen und Unterstützungsnetzwerke möglicherweise begrenzt sind.
Bei diesem Projekt handelt es sich um eine landwirtschaftliche Gruppe, die darauf abzielt, Witwen im Dorf Itigidi im Verwaltungsbezirk Abi des Bundesstaates Cross River zu stärken, von denen die meisten keine Einkommensquelle oder Lebensgrundlage haben, um ihre Kinder zu versorgen. Diese landwirtschaftliche Gruppe von Witwen soll am Ende des Projekts in Genossenschaften umgewandelt werden, die einen ganzheitlichen Ansatz zur Bewältigung dieser Herausforderungen bieten und wirtschaftliche Stärkung, soziale Inklusion und nachhaltige Umweltpraktiken miteinander verbinden. Das Projekt zielt darauf ab, zur langfristigen Widerstandsfähigkeit, Selbstversorgung und zum Wohlergehen der Gemeinschaft beizutragen, indem es Witwen befähigt, durch kooperative Landwirtschaft, landwirtschaftliche Kenntnisse und Marketing-Schulungen als aktive Akteure des Wandels in ihrem lokalen Umfeld zu agieren.
Das Projekt „Migration x Climate Matters“ bringt die Themen Klimawandel, Migration und globale Ungleichheit in Berliner Schulen und macht ihre Zusammenhänge für Schüler:innen verständlich und greifbar. In insgesamt 4 interaktiven Workshops (je nach Format als Unterrichtseinheiten oder Projekttage) setzen sich Jugendliche mit zentralen Fragen auseinander: Wie hängen Klimawandel und Migration zusammen? Wer ist besonders betroffen – und warum? Welche Perspektiven fehlen in öffentlichen Debatten? Und welche Handlungsmöglichkeiten ergeben sich daraus?
Die Workshops werden als Unterrichtseinheiten (90–120 Minuten) oder Projekttage (3–4 Stunden) umgesetzt. Sie verbinden wissenschaftsbasierte Inhalte mit Storytelling und Perspektiven aus dem Globalen Süden und nutzen audiovisuelle Materialien wie Videos und Podcasts (u. a. „Voices on the Move“, „The Big Climate Movement“). Die Konzeption und Durchführung erfolgt gemeinsam mit Adam Levy (ClimateAdam) und baut auf einem Pilotworkshop (2024) auf. Externe Referent:innen aus Zivilgesellschaft und Forschung werden nach Bedarf einbezogen. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Reflexion und aktive Beteiligung. Die Workshops werden partizipativ gestaltet, in enger Abstimmung mit Lehrkräften vorbereitet und an die jeweilige Lerngruppe angepasst.
Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis globaler Zusammenhänge zu fördern, Perspektivwechsel anzuregen und erste Orientierung zu Handlungsmöglichkeiten im Kontext von Klimagerechtigkeit und globaler Verantwortung zu geben.
2026
Eine-Welt-Haus e. V. Jena, Jena
Pädagogisch und ökologisch nachhaltige Dorfschulen (Comunidad educativa sostenible), Nicaragua
Pädagogisch und ökologisch nachhaltige Dorfschulen (Comunidad educativa sostenible), Nicaragua
1 - # 4 Bildungsarbeit: Sowohl unterrichtsbezogene als auch außerschulische Aktivitäten haben das Ziel, den Schülern Lerninhalte in Bezug auf Gesundheit, inklusive Erziehung, Nachhaltigkeit und Resilienz angesichts des Klimawandels zu vermitteln. Weitere Themen sind die Förderung der Kreativität, des bürgerschaftlichen Engagements und des kritischen Denkens.
Mittel -und langfristiges Ziel ist dabei eine qualitativ bessere Bildung der Kinder und Jugendlichen, vor allem zu den Themen, die üblicherweise im Unterricht nicht behandelt werden (Inklusion, ökologisches und gemeinschaftsdienliches Verhalten im Alltag).
5 und # 6 Infrastrukturmaßnahmen: Beide Bildungseinrichtungen verfügen auf ihrem Gelände über betonierte Freiflächen für Versammlungen, Feiern, Projekttage und Sportunterricht, die während der Trockenzeit (Sonneneinstrahlung) und der Regenzeit nur eingeschränkt nutzbar sind. Neben schulischen Aktivitäten werden die Areale für kommunale Veranstaltungen (Dorfversammlungen, Durchführung von Wahlen usw.) genutzt.
Um eine ganzjährige und wetterunabhängige Nutzung der Flächen zu ermöglichen, sollen sie im Zuge des vorliegenden Projektes überdacht werden. Dazu hat sich in anderen Schulen eine landestypische Konstruktion mit Zinkplatten auf Metallpfosten bewährt.
Dabei wird die Konstruktion so ausgeführt, dass das von den Dachflächen abfließende Regenwasser in Sammelbecken geleitet wird. So kann es für Gärten und Beete in den Schulen, für Reinigungszwecke usw. genutzt werden. So wird neben den pädagogischen und sozialen Effekten des Projektes ein anschauliches und für jeden nachvollziehbares Beispiel zur Einsparung natürlicher Ressourcen und zum nachhaltigen Wirtschaften erbracht.
https://maps.app.goo.gl/AZHai7wSMLzXQ47r6 (Büro von APRODIM)
https://maps.app.goo.gl/p7U9aNMrSV2mGDxY7 (Schule in Fatima)
https://maps.app.goo.gl/4CQKZuiCb4BDGpt18 (Schule in Dulce Nombre)
2026
pen paper peace e. V., Berlin
(Post-)koloniale Stadtralley in Berlin zur deutsch-namibischen Kolonialgeschichte
(Post-)koloniale Stadtralley in Berlin zur deutsch-namibischen Kolonialgeschichte
Die (post-)koloniale Stadtrallye zur deutsch-namibischen Kolonialgeschichte durch Berlin für Kinder und Jugendliche ermöglicht neue Perspektiven auf die koloniale Geschichte des öffentlichen Raums und ihre Kontinuitäten bis heute. Die digitale Stadtrallye wird mit einem persönlichen Besuch der Orte verknüpft und kann individuell oder in Kleingruppen durchgeführt werden. Auf spielerische und interaktive, aber zugleich ernsthafte Weise, vermittelt die Stadtrallye Wissen zur deutsch-namibischen Kolonialgeschichte und regt zur aktiven Auseinandersetzung mit aktuellen Auswirkungen des Kolonialismus an. Dabei stehen die historischen Verflechtungen zwischen Deutschland und Namibia im Zentrum, von denen Spuren im Berliner Stadtbild zu finden sind. Hauptzielgruppe sind SchülerInnen der Sekundarstufe I in Berlin.
Unser Projekt trägt dazu bei, einen kritischen Blick auf den europäischen Kolonialismus zu fördern, eigene Positionen zu reflektieren, die Perspektive zu wechseln, Handlungsoptionen aufzuzeigen und den Dialog zwischen Ländern des Globalen Nordens und Südens zu fördern.
2026
Verein zur Förderung des Verständnisses für die Probleme der Einen Welt e. V. Aue, Aue
Bau eines Multifunktionsgebäudes zur Betreuung junger Menschen in Kenia
In dem Projekt soll ein Multifunktions-Gebäude nach dem Vorbild eines early childhood education centres gebaut werden. Das Dorf sowie das aktuelle Betreuungsgebäude befinden sich in einem defizitären Zustand. Das Gebäude wird primär für Waisen, gefährdete Kinder (2-5 Jahre), Kinder mit Behinderungen und Schulkindern bzw. Jugendliche gebaut. Übergeordnetes Ziel ist es, gleiche Bildungs- und Entwicklungschance für alle Kinder zu ermöglichen. Darüber hinaus soll durch die Betreuungsarbeit die Stärkung der Gesundheit, des Selbstbewusstseins und das soziale Miteinander gefördert werden. Der Projektstandort mit dem neuen Gebäude soll ein Ort sein, an dem Kinder Schutz, Förderung und Gemeinschaft erleben und langfristig bessere Zukunftsperspektiven durch Bildung, Gesundheit und digitale Kompetenzen erlangen können.
2026
México vía Berlín e. V., Berlin
Sister Cities in Action – Berlin, Windhoek, Jakarta, Mexico City - Sister Cities Wandbilder (Murals)
Sister Cities in Action – Berlin, Windhoek, Jakarta, Mexico City - Sister Cities Wandbilder (Murals)
Das Projekt "Sister Cities in Action" wurde als Kooperationsprojekt unter dem Dach vom Ber-liner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER) entwickelt. Es umfasst drei Süd-Nord-Partnertandems, bestehend aus je einer Berliner NGO (Afrika-Rat Berlin-Brandenburg, Méxi-co vía Berlín, Watch Indonesia!) und einer NGO in der entsprechenden Partnerstadt Berlins (CIIA – Creative Industry Institute Africa), UPC – Urban Poor Consortium, Casa Tochán) sowie einer Gesamtkoordination durch den Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag. Ziel ist es, internationale Nord-Süd-Kooperationen im Rahmen Berlins Städtepartnerschaften gleichberechtigt, nachhaltig und lebendig zu gestalten.
Das Modul 3 fördert die Sichtbarkeit der Berliner Städtepartnerschaften mit einem Wandbild in den Städten und deren Verbindung mit digitalen Technologien. Es schafft niedrigschwellige Formen der Bürgerbeteiligung und regt durch Dialoge zum bürgerschaftlichen Engagement für globale Themen und die Zukunft von Städten an. Die Wandbilder (Murals) tragen in diesem Kontext dazu bei positive Zukunftsvisionen einer global gerechten Stadt sichtbar zu machen sowie multilaterale (digitale) Austauschräume zu kreieren. Denn jedes Wandbild verfügt über QR Codes, die Verbindungen zu den jeweils drei anderen Städten herstellen.
Wir fördern generationenübergreifenden Wissenstransfer zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Mit Casual-Learning-Ansätzen wie dem Spendenparlament im Saale-Orla-Kreis bringen wir Themen und Inhalte der Agenda 2030 strukturell und (unter)bewusst in die Region. Durch Kooperationen mit Schulen arbeiten wir mit Kindern an BNE-Themen und erreichen ihre Familien über gemeinsame Aktionen, wie bspw. Gemeinsamen SDG-Festen. So erreichen wir Zielgruppen, die sonst keine oder wenige Berührungspunkte zu besagten Themenfeldern haben. Ergänzt wird dies durch Kooperationsprojekte mit anderen BNE-Akteuren und WSD-Trägern, die jährlich konzipiert und durchgeführt werden.
2026
Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit (GSE) e. V., Berlin
Der Schulgewächshaus – ein Ort, um gutes Leben wachsen zu lassen, Bolivien
Der Schulgewächshaus – ein Ort, um gutes Leben wachsen zu lassen, Bolivien
Das Ziel des Projekts ist es, die Philosophie des „guten Lebens“ zu fördern: in Harmonie mit der Umwelt und der Gesellschaft, sowohl in Schulen als auch in der Stadt El Alto.
Zu diesem Zweck wird Wintata einerseits die Wiederaufforstung der Queñua fördern, die ein zentrales Element des andinen Ökosystems darstellt, und andererseits den Anbau von Gemüse in Schulen unterstützen, um eine gesunde Ernährung der SchülerInnen zu stärken.
Durch die Wiederaufforstung mit Queñuas in El Alto soll das Bewusstsein für das einheimische Ökosystem geschärft und damit eine neue Beziehung der SchülerInnen und BürgerInnen von El Alto zur einheimischen Natur gefördert werden.
In den Workshops zum „guten Leben“ wird das Leben in Harmonie mit der Schulgemeinschaft, mit den Nachbarn und in der Stadt betont, um ein harmonisches Zusammenleben in der Gesellschaft zu fördern."
1. Bildungsprojekte mit ExpertInnen in Schulen und vor Ort (Zielgruppe: ca. 60 SchülerInnen aus ausgewählten Grundschulen).
2. Bau eines Lernpfades.
3. Bau einer Baumschule für Queñuabäume inklusive Materials.
4. Bau von Gemüsebeeten.
5. Erstellung eines Lernvideos.
6. Kurse zur Sensibilisierung der Bevölkerung für den Schutz der Queñua und für die Gemüseanbau in der Stadt El Alto.
7. Öffentlichkeitsarbeit in den örtlichen Medien.
8. Gemeinsame Pflanzung und Pflege von Queñuas.
9. Gemeinsame Gemüseanpflanzung und Pflege.
Vorrangige Zielgruppe sind SchülerInnen der Grundschule 4. Klasse. Dies schließt aber die strukturelle Verantwortung von Schule und umgebender Gemeinde mit ein.
Diese zeigt sich dann u.a. in der Gemeinschaftsarbeit zur Sanierung-Ökosystems (Schutz vor Plastikverschmutzung, Aufforstung) und der Sensibilisierung weiterer Kreise durch Öffentlichkeitsarbeit.
Das Projekt „The Green Bridge Project II" von Next Level e.V. setzt eine erfolgreiche Zusammenarbeit aus dem Jahr 2024 mit einem neuen Partner fort. In Kooperation mit der Nui Tuong Organization aus Vietnam — einem der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder der Welt — kommen drei Expert:innen nach Thüringen, um lokale
Jugendliche, Landwirtschaftspraktiker:innen und Multiplikator:innen mit ihren Erfahrungen zu klimaresistenter Permakulturlandwirtschaft, Biodiversitätsschutz und
gemeinschaftsbasierter Ernährungssouveränität zu erreichen.
Die Gäste gestalten als Trainer:innen und Wissensträger:innen aktiv Workshops, Farmbesuche und Fachgespräche und bringen ihre erprobten Ansätze aus der Praxis in
Vietnam in direkten Dialog mit lokalen Initiativen in Thüringen. Durch partizipative Workshops, Farmbesuche bei lokalen Initiativen (u.a. LebensGut Cobstädt, Farm
Moraboon, SoLawi Pippi Pflanzstrumpf), eine Fachveranstaltung für Multiplikator:innen sowie öffentliche Aktionen im Stadtraum Erfurt werden globale Zusammenhänge zwischen dem Globalen Süden und Thüringen erfahrbar gemacht.
Das Projekt adressiert SDG 2 (Kein Hunger), SDG 13 (Klimaschutz) und SDG 15 (Leben an Land) und ist eingebettet in laufende Erasmus+-Jugendaustausche von Next Level e.V.
Die Partnerschaft mit Nui Tuong besteht seit 2024 und wird durch gegenseitige Langzeitfreiwillige sowie persönliche Besuche strukturell verankert.
2026
Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit (GSE) e. V., Berlin
Schützt die Mangrovenwälder! Bildung für unser Klima, Indonesien
Schützt die Mangrovenwälder! Bildung für unser Klima, Indonesien
Die Mangrovenwälder auf der indonesischen Insel Bintan sind ein zentrales Ökosystem für Biodiversität, Küstenschutz und Klimaschutz. Gleichzeitig sind sie zunehmend durch Plastikverschmutzung, Abholzung und Bauxitabbau bedroht. Dadurch gehen wichtige Lebensräume für Fisch-, Krebs-, Weichtier- und Vogelarten verloren, während Küstenerosion und Überschwemmungsrisiken zunehmen.
Ein im vergangenen Jahr gestartetes Projekt zur Wiederaufforstung und zum Schutz der Mangroven zeigt bereits erste Erfolge: Auf zwei Hektar Fläche wurden 6.000 Mangrovensetzlinge gepflanzt. Durch regelmäßige Säuberungsaktionen können sich die jungen Pflanzen entwickeln, und erste Vogelarten sind bereits in die regenerierten Lebensräume zurückgekehrt. Gemeinsam mit der lokalen NGO ALIM und weiteren Partnern soll das Projekt nun fortgeführt und ausgebaut werden.
Ziel des Folgeprojekts ist es, Umweltbewusstsein, Wissen und Handlungskompetenzen für den Schutz der Mangroven langfristig in der lokalen Gemeinschaft zu stärken. Zentrale Zielgruppen sind Schülerinnen der umliegenden Grund- und Sekundarschulen, Kinder und Jugendliche mit geistigen und körperlichen Behinderungen aus Förderschulen sowie Lehrkräfte, die als Multiplikatorinnen wirken.
Zu den geplanten Aktivitäten gehören Umweltbildungsworkshops, Fortbildungen in Schulen, Studienfahrten in das Mangrovenreservat „Hutan Bakau Alami“, die Pflege von Mangroven-Baumschulen durch ein Schüler-Team, Aufforstungs- und Säuberungsaktionen sowie die Entwicklung von gedruckten und digitalen Lernmaterialien. Ergänzend entstehen wetterfeste Lernorte im Schulgarten der SMPN 10 und im Mangrovengebiet.
Das Projekt stärkt lokales Engagement, verankert Umweltbildung im Schulalltag und trägt langfristig zum Schutz der Mangroven sowie zur Reduzierung von Plastikverschmutzung bei.
Wochenendseminar zu PME-Themen: „Begleitung von Auslandsprojekten“, Qualifizierungsseminare inkl. Kurzseminare + Digitalisierung/Digitale Formate im EZ-Kleinprojektfonds
BRD
Projektsumme:
25.000,00 €
Fördersumme:
25.000,00 €
Wochenendseminar zu PME-Themen: „Begleitung von Auslandsprojekten“, Qualifizierungsseminare inkl. Kurzseminare + Digitalisierung/Digitale Formate im EZ-Kleinprojektfonds
In der Stadt Bab Bila, südlich von Damaskus, besuchen jährlich etwa 2.100 Schülerinnen und Schüler die erste Klasse. Die Rahmenbedingungen in den Schulen sind hier nicht optimal, sind doch 5/14 Schulen teilweise zerstört. So wird ein erfolgreicher Eintritt in das Bildungssystem behindert. Davon sind besonders bildungsferne, sozioökonomisch schwächere Familien betroffen, da hier kein Geld für den vorgelagerten Kindergartenbesuch existiert oder private Nachhilfe. Diese Kinder können als Zielgruppe ausgemacht werden. Um Kinder mit besonderen Förderbedarf (vor allem nach sozioökonomischen Kategorien) zu unterstützen, werden mit der Anmeldung auch Daten zum Elternhaus abgefragt. Basierend darauf werden transparent die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes ermittelt. Im Rahmen des Projektes soll sich
folgenden SDG-Zielen angenähert werden: 10 „Abbau von Ungleichheit“ und 5 „Geschlechtergleicheit“.
Konkret meint das die effektive Vorbereitung auf das Schulleben und die kostenlose schulergänzende Förderung während des Besuches der ersten Klasse. Hierbei wird die Unterstützung beim Erwerb von basalen lese-, rechtschreib-, mathematischen- und sozialen Kompetenzen avisiert. Die Maßnahmen lassen sich in zwei inhaltliche Phasen einteilen. Einerseits die Vorbereitungsphase. Hier werden mit 90 Kindern (sechs Gruppen á 15 TN) vor dem Eintritt in die erste Klasse das Bewegen in Gruppen und Gruppenlernen eingeübt. Hierfür sind drei-vier Monate vorgesehen. Auch wird in dieser Phase Vertrauensarbeit zwischen dem dreiköpfigen Team der Pädagoginnen und Pädagogen und den Teilnehmenden geleistet. Koordiniert wird das Projekt, durch eine vierte Stelle. Die zweite Phase beginnt mit dem Eintritt in die erste Klasse und begleitet diese 90 Kinder während des ersten Schuljahres. Hier wird der Erwerb von den oben erwähnten Kompetenzen unterstützt. Dies wird evaluiert. Das Projekt versteht sich als Teil eines Netzwerkes, wird sich also in das bereits existierende Hilfesystem integrieren und vernetzen. Dies wird die koordinierende Stelle ganzjährig vorantreiben.
Die hier beantragte Veranstaltungsreihe „Vom Verschwinden – Das entomonische Varieté“ soll die im Rahmen des Forschungsprojektes „Vom Verschwinden“ in 2025 begonnene öffentliche Forschungsarbeit zum Artensterben/Insektensterben im Jahr 2026 in einem breiteren kulturellen und gesellschaftlichen Rahmen mit ästhetischen Mitteln präsentieren und zur kreativen öffentlichen Diskussion stellen. Konkret soll es zwei öffentliche Abendveranstaltungen in Leipzig geben, die künstlerische Zugänge, wissenschaftliche Expertise und das gemeinsame Forschungsgespräch mit dem Publikum jeweils in einem künstlerisch-dramaturgischen Gesprächssetting miteinander verknüpfen. Die beiden Veranstaltungen sind inhaltlich miteinander verbunden: Am 6. Oktober 2026 soll es im Botanischen Garten der Universität Leipzig um 19 Uhr als Auftakt einen Botanischen Salon geben unter dem Titel: „Abwesen“. Dieser Salon beinhaltet eine Lesung mit interaktivem Gespräch mit dem Autor Udo Grashoff und der bildenden Künstlerin Clara S. Rueprich über ein von ihnen entwickeltes Kunstprojekt zum Artensterben. Den Höhepunkt und Kern des hier beantragten Projektes bildet dann der Theaterabend „Das Entomonische Varieté“ im Leipziger Theater LOFFT am 18. Dezember 2026 um 20 Uhr – unter Beteiligung von Künster:innen verschiedener Sparten, von Wissenschaftler:innen, Naturschutzaktivist:innen und Philosoph:innen (u.a. Simone Weißenfels, Dorit Löffler, Michael Berninger, Rainer Totzke aka Kurt Mondaugen, Guy Pe’er). Bei beiden Veranstaltungen ist das Publikum eingeladen, zu Mitforschenden zu werden. Das interaktive Theaterstück „Das Entomonische Varieté“ ist dabei als Referenzprojekt dafür geplant, wie man sich mit ästhetischen und partizipativen Mitteln und unter Einbeziehung von Wissenschaft, Philosophie und Zivilgesellschaft, drängenden ökologischen Weltproblemen stellen und dabei zugleich das Publikum ins Gespräch miteinander bringen kann. Das interaktive Theaterstück soll in Zukunft als Gastspiel in weiteren deutschen Städten in jeweils passenden Kontexten und mit jeweiligen Kooperationspartnern vor Ort aufgeführt werden.
Das Forschungsprojekt „Vom Verschwinden“ ist eng mit der Leipziger Naturschutz- und Nachhaltigkeitsszene verbunden – u.a. durch Michael Berninger mit LeipzigGrün, mit dem Projekt „VielfalterGarten“ des BUND und Guy Pe’er vom iDiv/UFZ Leipzig sowie dem Botanischen Garten der Universität Leipzig. Das Kulturamt der Stadt Leipzig wird das Projekt mit 6000,00 Euro fördern.
2026
Humboldtiana - Förderverein des Humboldt-Gymnasiums Radeberg e.V., Radeberg
Mit dem Projekt „Solar-Energy“ realisiert der Humboldtiana e. V. ein innovatives, fächerverbindendes Bildungsformat für die 10. Klassen des Humboldt-Gymnasiums Radeberg. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, die komplexen Herausforderungen der Energiewende zu verstehen, kritisch zu reflektieren und durch eigenes Handeln aktiv mitzugestalten. Das dreitägige Projekt verbindet fachliche Grundlagenvermittlung mit hohem Praxisanteil und konsequenter Lebensweltorientierung.
Am ersten Projekttag setzen sich die Lernenden ausgehend von ihrem eigenen Energieverbrauch mit den zentralen Fragestellungen der Energiewende auseinander. Im Fokus steht die Analyse des Energieverbrauchs der Schule. Mithilfe von Wattmetern erfassen die Lernenden reale Verbrauchsdaten, identifizieren Einsparpotenziale und entwickeln konkrete Maßnahmenvorschläge, die dem schulischen Green Team zur Weiterverfolgung übergeben werden. Im weiteren Baustein des ersten Tages erwerben sie grundlegendes Wissen zur Photovoltaik und setzen dieses unmittelbar praktisch um, indem sie ein Solarmodul eigenständig montieren. Dabei durchlaufen sie den gesamten praktischen Prozess vom Dachaufbau über die Installation auf Originalschienen bis hin zur Verkabelung mit einem Wechselrichter.
Der zweite Projekttag erweitert die Perspektive auf die Energiewende als gesamtgesellschaftliche Transformationsaufgabe. In einem realitätsnahen Planspiel planen und dimensionieren die Lernenden Solaranlagen unter Berücksichtigung von Standortfaktoren und technischen Rahmenbedingungen. Ergänzend werden weitere erneuerbare Energieformen, Fragen der Energiespeicherung und des Netzausbaus sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte wie Energiegenossenschaften, Suffizienz und Kreislaufwirtschaft behandelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf der Berufsorientierung im Bereich Energie- und Klimatechnik.
Am dritten Projekttag steht erneut das handlungsorientierte Lernen im Mittelpunkt. In einem Lötpraktikum fertigen die Schülerinnen und Schüler eigenständig ein solarbetriebenes Gerät (z. B. Miniaturboot oder Synthesizer). Dabei erwerben sie grundlegende technische Fertigkeiten und erleben Selbstwirksamkeit durch ein konkretes Produkt, das sie an die Inhalte des Projekts und ihre Selbstwirksamkeit erinnert.