Criando e Editando o Futuro - Die Zukunft gestalten und verändern - Erweiterung von Lern- und Einkommensmöglichkeiten, Brasilien
Brasilien
Projektsumme:
13.500,00 €
Fördersumme:
10.000,00 €
Criando e Editando o Futuro - Die Zukunft gestalten und verändern - Erweiterung von Lern- und Einkommensmöglichkeiten, Brasilien
„Die Zukunft gestalten und bearbeiten“ wurde von der Gruppe NÓS DO MORRO in drei Modulen konzipiert, mit dem Ziel, den Schülern, die alle drei Phasen absolvieren, die Erfahrung der Entste-hung und Realisierung eines Films zu vermitteln.
Nach Abschluss von Modul 1 – Drehbuch-Workshops und Einführung in den Schnitt – wurden folgende Ergebnisse erzielt: 8 bereits in Sequenzen entwickelte Drehbücher für Kurzfilme sowie 4 Schnittübungen (Kamera, Dokumentarfilm und Spielfilm), wodurch 4 junge Menschen praktische Erfahrungen am Filmset und bei Postproduktionsfirmen auf dem Markt sammeln konnten.
Im Rahmen von MODUL 2 – PROJEKTLABOR bieten wir Folgendes an:
• Workshop zur Erstellung des Präsentationsdossiers für die Filme (4 Monate / 8 Unterrichtsstunden pro Monat / insgesamt 96 Stunden) Das Labor, in dem die entwickelten Drehbücher in vollständige Präsentationsprojekte umgewandelt werden, die Folgendes enthalten: Logline, Synopsis, Vorstel-lung des Universums, ästhetische Vision des Regisseurs, Profile der Hauptfiguren, Drehbuch in Sequenzform sowie visuelle Referenzen, Zeitplan und Budget.
• Produktionsworkshop zur Erstellung von Zeitplan und Budget für das Filmdossier-Projekt (2 Monate / 4 Unterrichtseinheiten pro Monat / insgesamt 48 Stunden)
• Schnitt-Workshop – Mittelstufe – (4 Monate / 8 Unterrichtsstunden pro Monat / insgesamt 96 Stunden) Technische Vertiefung im Bereich audiovisueller Schnitt mit praktischen Übungen, bei denen Präsentationsvideos der Projekte erstellt werden, die dem Dossier beigefügt werden.
• Kamera-Workshop (1 Monate / 4 Unterrichtseinheiten pro Monat / insgesamt 48 Stunden) – Vorstellung der Ausrüstung und der am Bereich Fotografie beteiligten Einrichtungen.
• Pitching-Workshop mit Übungen zur Projektpräsentation zur Auswahl der Werke, die im folgenden Modul realisiert werden.
Alle Aktivitäten sind für die Begünstigten kostenlos.
Im Rahmen des Projekts werden 4 Fachleute eingestellt, die direkt an der Entwicklung des Projekts arbeiten, sowie 2 Dienstleister - eine Buchhaltungsberatung und ein technischer Berater.
Die Begleitung von AbsolventInnen bei der Arbeitssuche ist ebenfalls Teil des Projektes (coaching und Unterstützung bei den ersten Schritten in die Branche).
Im Mai und Juni 2026 wollen wir drei öffentliche Veranstaltungen in Leipzig, Berlin, Oranienburg umsetzen, in der wir eine Vertreterin der indigenen Bewegung des Cauca / CRIC zu Gast haben: Rosalba Velasco war 2023-2025 oberste Vertreterin des CRIC. Wir möchten mit ihr über aktuelle Themen und Herausforderungen der Bewegung sprechen und einordnen, welche Perspektiven die anstehenden Präsidentschaftswahlen in Kolumbien bringen. Außerdem ist sie seit vielen Jahren aktiv für die Rechte von Frauen und jungen Menschen in der Bewegung und wird über diese Erfahrungen sprechen. Die Veranstaltungen bieten die Möglichkeit des direkten Austauschs mit einer Aktivistin der indigenen Bewegung. Wir wollen in den Veranstaltungen gemeinsam Perspektiven und Möglichkeiten zur Solidarität erarbeiten.Unser Solidaritäts-Projekt mit der indigenen Bewegung im Cauca soll indigenen Stimmen mehr Gehör verschaffen und globale Zusammenhänge sichtbar machen. Dazu sollen die o.g. Veranstaltungen beitragen.
Hintergrund: Im Laufe des Jahres 2025 haben wir eine Broschüre erstellt, in der die indigene Bewegung und ihr organisatorischer Ausdruck, der indigene Regionalrat CRIC im Cauca, Kolumbien in verschiedenen Aspekten vorgestellt wird. Wir denken, dass es bisher viel zu wenig deutschsprachige Informationen über diese beeindruckende und bedeutende Bewegung gibt. Die Artikel der Broschüre wurden zu großen Teilen von Autorinnen geschrieben, die selbst Teil der Bewegung sind. Uns ist besonders wichtig, dass die Autorinnen selbst zur Sprache kommen und somit diese Stimmen in Deutschland präsenter werden. Zeitgleich mit dem Druck der Broschüre im Dezember 2025 wurde eine Homepage veröffentlicht, auf der die Artikel der Broschüre und weiterführende Informationen zugänglich gemacht werden.
Der Arbeitsbereich "Klima, Eine Welt und Migration" bei ESTAruppin e.V: will sensibilisieren für die nachhaltigen Entwicklungsthemen, schwerpunktmäßig für Klimawandel und Nachhaltigkeit, so wie Globale Entwicklungsthemen, schwerpunktmäßig für Klimawandel und die Folgen des Kolonialismus. Dabei ist es uns ein Anliegen die Menschen zunächst mit ihren eignenen Anliegen abzuholen und unsere Angebote auf die jeweilige Zielgruppe zuzuschneiden. Wir regen an zu solidarischem Handeln und wollen praktisch zeigen, wie gelebte Weltoffenheit aussehen kann.
2026
Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e. V., Berlin
Dinner for one oder für alle – Unsere Welt zwischen Hunger und Überfluss
2006 war die Geschwister-Scholl-Schule Dabendorf zum ersten mal Gastgeberin einer Gruppe von Lehrkräften aus Sansibar, die im Rahmen einer gemeinsamen Fortbildung für LehrerInnen in Brandenburg waren. Seitdem gibt es eine Arbeitsgemeinschaft Sansibar, die kontinuierlich mit PartnerInnen in Sansibar im Austausch ist. Eine Gruppe von SchülerInnen hat mit Gleichaltrigen in Uzini zusammen gearbeitet und immer wieder waren die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Gastgebende für Gruppen aus Sansibar.
Seit 2019 engagieren sich Jugendliche aus Sansibar und Brandenburg/ Dabendorf gemeinsam für eine ökologisch nachhaltige und faire Welt. Dazu haben verschiedene Projekte der RAA Brandenburg in Kooperation mit OMF und Twende Pamoja Zanzibar stattgefunden. 2025 haben Schülerinnen aus Dabendorf und Potsdam mit AkteurInnen vom „Grünen Klassenzimmer“ in Sansibar/ Kizimbani zusammen gearbeitet. In diesem Projekt lernten sie Ali Malik (NRO-Vertreter der kleinen Gruppe) kennen, der als Lehrer an der Hifadhi Secondary School in Fuoni arbeitet. Gemeinsam entwickelten sie erste Ideen für ein gemeinsames Projekt 2026 mit SchülerInnen seiner Schule.
Ali Malik ist seit 2016 in der Partnerschaftsarbeit aktiv (zunächst als Schüler, dann als Student und jetzt als Lehrer und Vorstandsmitglied im Partnerverein Twende pamoja). Er hat das Interesse an einem Austausch in beiden Schulen gestärkt. Seit der Begegnung 2025 in Deutschland gibt es eine WhatsApp-Gruppe in der Dabendorferinnen und SchülerInnen aus Fuoni sich regelmäßig austauschen.
Wir möchten diese Projekte weiter begleiten, um dazu beizutragen, dass junge Menschen aus dem Globalen Norden und dem Globalen Süden im Miteinander mehr über globale Zusammenhänge lernen und gemeinsam aktiv werden können.
2026
Shorten the Distance e. V., Berlin
Bau einer Bibliothek und eines Gemeinschaftsraumes, Malawi
Malawi
Projektsumme:
26.640,00 €
Fördersumme:
10.000,00 €
Bau einer Bibliothek und eines Gemeinschaftsraumes, Malawi
Unser Hauptziel ist die Errichtung einer Bibliothek und eines Gemeinschaftsraumes mit solartechnischer Energieversorgung. Wir wollen den Kindern und Jugendlichen einen sicheren Ort bieten, an dem sie sich treffen, austauschen und Hausaufgabenbetreuung erhalten können. Auf den erworbenen 2 Hektar großen Grundstück in Kasungu wurde das erste Modul einer Kulturküche erfolgreich errichtet, unterstützt und finanziert durch den Kooperationspartner Basaid. Ingenieure ohne Grenzen haben zugesagt, eine Photovoltaikanlage sowie Sanitäranlagen für die Kulturküche zu installieren.
Die Kulturküche umfasst drei Module, wobei das erste den Koch- und Essbereich darstellt. Der Förderantrag bezieht sich auf das zweite Modul, das eine Bibliothek und einen Gemeinschaftsraum enthalten wird. Der lokale Partner „Shorten the Distance Trustees“ (SDT) arbeitet eng mit der Gemeinde und der Baufirma Mwanjakwa Construction zusammen. Der Bau wird regelmäßig vom SDT-Vorsitzenden überwacht, und die Fortschritte werden durch Fotos, Videos und Berichte dokumentiert und nach Berlin weitergeleitet. Die Gemeinde ist aktiv in den Planungs- und Entscheidungsprozess eingebunden und unterstützt unter anderem bei der Ziegelproduktion und dem Fundamentbau.
2026
ABiD-Institut Behinderung & Partizipation e. V., Berlin
Barrierefreie Sanitäranlage für Behindertenwerkstatt in Bischkek, Kirgisistan
Barrierefreie Sanitäranlage für Behindertenwerkstatt in Bischkek, Kirgisistan
Die Behindertenwerkstatt, die die „Kirgisische Republikanische Gesellschaft der Behinderten“ (KROI) betreibt, verfügt über keine Sanitäranlagen, die diesen Namen verdienen und schon gar nicht über barrierefreie. Die ca. 100 Personen, die dort eine Ausbildung erhalten bzw. arbeiten, müssen mit äußerst prekären Bedingungen klarkommen – es fehlen Waschmöglichkeiten und es gibt nur eine vom hygienischen Standard weit entfernte „Toilette“, die insbesondere die Rollstuhlfahrer nicht ohne Hilfe nutzen können. KROI ist in absehbarer nicht in der Lage, diesen Zustand mit eigenen Mitteln grundlegend zu ändern. Das Projekt hat das Ziel, für die dort tätigen Menschen (darunter 70 Prozent mit überwiegend schweren körperlichen Beeinträchtigungen) eine kleine barrierefreie Sanitäranlage mit zeitgemäßen Waschbecken, Duschen und Toiletten in einem vorhandenen älteren Gebäude auf dem Werkstattgelände zu schaffen. Damit soll ihnen eine Teilhabe am Arbeitsleben in Würde ermöglicht werden. Das Projekt wurde gemeinsam durch KROI und das IB&P sorgfältig vorbereitet - von der Idee über die Entwicklung des Konzeptes, der Grobplanung mit den Beschäftigten der Werkstatt sowie einem kirgisischen Architekten und einem deutschen Architekten, der ein ausgewiesener Experte für barrierefreies Bauen ist, mit bauvorbereitenden Maßnahmen durch KROI in Eigenleistung bis hin zur gemeinsamen Erarbeitung des Antrages. Nach der Bewilligung des Projektes sind geplant: die detaillierte Bauplanung im Zusammenwirken mit Experten aus Deutschland für barrierefreies Bauen, die Auftragsvergabe für die Baumaßnahmen an kirgisische Firmen, die Ausführung der Arbeiten durch die Fachfirmen mit Unterstützung eigener Mitarbeiter aus der Werkstatt, die Bauabnahme und feierliche (medienwirksame) Übergabe des Projektes sowie eine deutsch-kirgisische Konferenz zur Schaffung von barrierefreien Sanitäranlagen in Arbeitsstätten und im öffentlichen Raum.
2026
Orientierungszentrum für Migrant_innen und Flüchtlinge e. V., Berlin
Promotor*in Entwicklungspolitisches Empowerment von MDO-MSO / Flucht und Migration als entwicklungspolitische Themen (Tandem mit Venrob e.V.)
Mit der Radebeuler Kleidertauschparty wird ein erfolgreiches Format entwickelt, wodurch Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Handlungsfeld non-formales/informelles Lernen vermittelt wird. Das große Potenzial dieses Projekts liegt in der Verbindung von Bildungsveranstaltung und Eventcharakter. Die Radebeuler Kleidertauschparty lädt Teilnehmende dazu ein bis zu 10 aussortierte, aber gut erhaltene Kleidungsstücke abzugeben und gegen eine unbegrenzte Anzahl an Kleidungsstücken von anderen zu tauschen. Um eine größere Zielgruppe anzusprechen, wird ein Wohlfühlcharakter durch ansprechendes Ambiente (u.a. durch Präsentation der Kleidungsstücke auf Kleiderstangen, Vintage-Dekoration, Umkleide) und ein saisonal-regionales Fingerfood-Buffet geschaffen. Dabei entsteht ein Freiraum, welcher den Teilnehmenden erlaubt, sich sowohl neu einzukleiden als auch sich mit dem fokussierten BNE-Problem (SDG 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen) selbstgesteuert und kreativ zu befassen.
Die Vermittlung der Bildungsinhalte wird durch die Implementierung von Informationstafeln im Veranstaltungsraum sowie durch angeleitete Impulse im Programmablauf unterstützt. Zusätzlich wird in unserer vhs-Schauwerkstatt gezeigt wie kaputte Kleidungsstücke (kunstvoll) repariert werden können (u.a. Kunststopfen).
Hervorzuheben ist außerdem, dass bei der Ausstattung der Veranstaltung fast ausschließlich durch die Verwendung von geliehenen oder gebrauchten Gegenständen (z.B. Kleiderstangen, Spiegel, Dekoration) realisiert wird.
Das Feedback der Teilnehmenden wird über eine interaktive Methode am Ende der Veranstaltung eingeholt und wird im Sinne der Qualitätssicherung und -entwicklung bearbeitet.
2026
Moving Mountains e. V., Berlin
Nepals junge Generation – Lokale Jobs und Unternehmensgründungen, Nepal
Nepals junge Generation – Lokale Jobs und Unternehmensgründungen, Nepal
25 marginalisierte junge Nepalis (18–29 Jahre), darunter angestrebt mindestens 50 % Frauen, erhalten in diesem sechsmonatigen Folgeprojekt der Hope Innovation Academy (HINA) eine konkrete Perspektive auf lokale Beschäftigung oder Selbstständigkeit in Nepal. Viele sind durch Armut, Kastendiskriminierung oder fehlende Bildungs- und Arbeitsmarktchancen benachteiligt und sehen Arbeitsmigration bisher als einzigen Ausweg.
Das Projekt baut zeitnah auf dem erfolgreichen ersten SNSB-geförderten Programm „Empowering Nepal’s Youth to Build Their Future at Home“ auf (P25-135). Von 25 Teilnehmenden fanden 9 formelle digitale Einstiegsjobs, zwei Kleinstunternehmen wurden gegründet – die Grundlogik des Ansatzes wurde damit bestätigt.
Das neue Programm entwickelt den Ansatz aber gezielt weiter, indem es einen stärkeren Fokus auf inklusive und ökologisch relevante Unternehmensgründungen legt. Es wird ausdrücklich angestrebt, dass mindestens eines der entstehenden Unternehmen von einer Frau (mit-)gegründet wird und mindestens eines einen klaren Klima- oder Umweltbezug aufweist. Damit wird berücksichtigt, dass Nepal zu den besonders klimavulnerablen Ländern gehört, in denen Extremwetterereignisse wie Starkregen, Trockenheit und Erdrutsche sowie Umweltveränderungen die Lebensgrundlagen vieler Menschen gefährden. Unternehmerische Aktivitäten sollen daher nicht nur individuelle Einkommensperspektiven schaffen, sondern auch einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Bis Ende 2026 sollen mindestens 8 Teilnehmende in formelle Beschäftigung vermittelt und mindestens 3 Micro-Enterprises gegründet werden.
Das Programm folgt wieder einem zweistufigen Modell: In Phase 1 erwerben die Teilnehmenden grundlegende Soft Skills sowie digitale und finanzielle Kompetenzen und erkunden die Bereiche Kommunikation & Organisation, Content & Visibility sowie Entrepreneurship. In Phase 2 werden sie entweder gezielt in Beschäftigung vermittelt oder bei der Entwicklung, Validierung und Gründung eigener Unternehmen begleitet.
Das ganztägige Programm findet im Gebäude des kommunalen Jugendclubs in Shankharapur statt, das HINA mietfrei nutzen kann. Transportkosten und Verpflegung werden übernommen, um auch Jugendlichen aus entlegenen Regionen die Teilnahme zu ermöglichen. Erfahrungen aus dem ersten Projekt – insbesondere höhere reale Transportkosten – wurden in der Planung berücksichtigt, ebenso der Bedarf an deutlich höherem Startkapital für Unternehmensgründungen sowie an stärkerer Öffentlichkeitsarbeit zur Darstellung des Ansatzes und der Ergebnisse.
2026
Stiftung Nord-Süd-Brücken, Berlin
Begleitung und Qualifizierung im Rahmen des Programms "Weltoffen, Solidarisch, Dialogisch"
BRD
Projektsumme:
22.250,00 €
Fördersumme:
22.250,00 €
Begleitung und Qualifizierung im Rahmen des Programms "Weltoffen, Solidarisch, Dialogisch"
2026
Netzwerk für Demokratische Kultur e. V., Wurzen
Regionalpromotor*in für die Landkreise Leipzig und Nordsachsen
Das Projekt richtet sich an Berufsbildende Schulen in Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) und spricht Ausbildende verschiedener Branchen an, die in ihrer Rolle als Gestalter:innen am Arbeitsplatz wahrgenommen werden. In Projekttagen werden mittels dynamischer und interaktiver Methoden Hintergründe zu den großen Herausforderungen der Arbeitswelt aufgezeigt (Klimawandel, Migration, Ressourcenknappheit, wirtschaftliche Abhängigkeiten etc.) und Lösungen bzw. Handlungsoptionen aufgezeigt und diskutiert (Nachhaltigkeitswende, Stakeholderdialog, Transparenz, Wirkungsorientierung). Dabei werden die Teilnehmenden als Expert:innen ihres Berufsfeldes verstanden, mit denen man gemeinsam nach Lösungen sucht (Dialog auf Augenhöhe). Nachhaltigkeitsstandards (DNK, global compact) werden diskutiert, "gute" Beispiele werden analysiert und Aspekte nachhaltiger Unternehmensführung erörtert.
Die Projekttage haben eine Länge von 4 bis 8 Unterrichtseinheiten, die von jeweils zwei Referent:innen durchgeführt werden. Im Vorfeld der Projekttage werden umfangreiche Vorabsprachen mit den Schulen durchgeführt, um die Bedarfe und Erwartungen der TN in Erfahrung zu bringen. Es werden Materialien zur Nachlese bereitgestellt und die zentralen Ergebnisse des Projektes systematisiert. Zudem werden Handreichungen und Checklisten erstellt und diese an Fachkräfte und Multiplikator:innen in virtuellen Schulungen gemittelt.
2026
mwagni e. V., Berlin
Verbesserung der Sanitärinfrastruktur an der Grundschule L’École Catholique de Konvé, Bameka, Kamerun
Verbesserung der Sanitärinfrastruktur an der Grundschule L’École Catholique de Konvé, Bameka, Kamerun
Die Grundschule L’École Catholique de Konvé in der Gemeinde Bameka (Westkamerun) verfügt derzeit über drei Toilettenanlagen für rund 120 Schülerinnen und Schüler. Diese Kapazität entspricht nicht den empfohlenen Standards für schulische Sanitärversorgung und wird bei steigenden Schülerzahlen weiter unzureichend sein.
Ziel des Projekts ist die Verbesserung der hygienischen Bedingungen an der Schule durch den Bau von 5 zusätzlichen, geschlechtergetrennten Toilettenanlagen. Damit soll die Sanitärversorgung an die empfohlenen Standards angenähert und insbesondere für Mädchen ein sicherer und würdevoller Zugang zu hygienischen Einrichtungen gewährleistet werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Schaffung sicherer und hygienischer Bedingungen für Mädchen, um einen kontinuierlichen Schulbesuch auch während der Menstruation zu gewährleisten.
Das Projekt umfasst den Bau von 5 zusätzlichen Latrinenanlagen sowie begleitende Maßnahmen zur Sensibilisierung der Schulgemeinschaft für Hygiene und nachhaltige Nutzung der Infrastruktur.
Das Projekt trägt zur Verbesserung der Gesundheit, der Schulattendance und der Bildungsbedingungen bei und ist eine wichtige Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung der Schule.
2026
arche noVa e. V., Dresden
Fachpromotor*in „Globales Lernen/Bildung für nachhaltige Entwicklung“
Erweiterung der Grundschule L’École Catholique de Konvé in Bameka durch den Bau von zwei Klassenräumen, Kamerun
Ziel des Projekts ist die Verbesserung des Zugangs zu qualitativ hochwertiger Grundbildung im Ortsteil Konvé der Gemeinde Bameka. Die öffentliche Grundschule L’École Catholique de Konvé ist auf eine Kapazität von bis zu 180 Schülerinnen und Schülern ausgelegt. Aufgrund steigender Schülerzahlen und fehlender Klassenräume ist ein regulärer Unterrichtsbetrieb derzeit nur eingeschränkt möglich.
Zum Zeitpunkt der Antragstellung besuchen rund 120 Schülerinnen und Schüler die Schule in 4 Klassenräumen. Um Überbelegung zu vermeiden und mittelfristig weitere Kinder aufnehmen zu können, ist für das Jahr 2026 der Bau von zwei zusätzlichen Klassenräumen geplant. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner Connectica.cmr.
Die Planungs- und Vorbereitungsphase beginnt nach Projektbewilligung. Bauzeichnungen werden finalisiert, Kostenvoranschläge geprüft und erforderliche Genehmigungen eingeholt. Der Baubeginn ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Mit Abschluss der Baumaßnahme werden die neuen Klassenräume der Schulgemeinschaft offiziell übergeben. Das Projekt leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Bildungsinfrastruktur im ländlichen Raum und verbessert die Lernbedingungen für Kinder langfristig.
2026
Ashavadi Project e. V., Berlin
Empowerment und Einkommensförderung marginalisierter Frauen im Balkhu-Slum durch Qualifizierung in Snackproduktion und Existenzgründung, Nepal
Empowerment und Einkommensförderung marginalisierter Frauen im Balkhu-Slum durch Qualifizierung in Snackproduktion und Existenzgründung, Nepal
Das Balkhu-Slum zählt zu den am stärksten benachteiligten informellen Siedlungen in Kathmandu, in denen extreme Armut mit der hohen Anfälligkeit für Naturkatastrophen zusammenfällt. Nach den verheerenden Überschwemmungen entlang des Bagmati-Flusses in den Jahren 2024 und 2025 sind viele Familien in einen Kreislauf aus Verschuldung und existenzieller Unsicherheit geraten. Besonders betroffen sind Frauen, die ohne marktfähige Fähigkeiten einem erhöhten Risiko von Ausbeutung und Menschenhandel ausgesetzt sind. Das vorliegende Intensiv-Trainingsprogramm setzt genau hier an und eröffnet marginalisierten Frauen konkrete Wege in die wirtschaftliche Unabhängigkeit.
Im Fokus steht der stark nachgefragte Markt für nepalesische Snacks – insbesondere Produkte wie Momo, Chatpate und Samosa –, die mit vergleichsweise geringen Startkosten hergestellt werden können und einen schnellen Einkommenseinstieg und Cashflow ermöglichen. Im Rahmen des Projekts werden 60 Frauen durch die Vermittlung praktischer Kochfertigkeiten, die Einhaltung grundlegender Hygiene- und Qualitätsstandards sowie eine 15-tägige intensive Schulung im Bereich Unternehmertum qualifiziert. Ergänzend werden sogenannte Start-up-Kits bereitgestellt, um den unmittelbaren Einstieg in einkommensgenerierende Tätigkeiten zu erleichtern und eine nachhaltige wirtschaftliche Selbstständigkeit zu ermöglichen. Darüber hinaus wird die Gründung gemeinschaftlicher Snackstände unterstützt, die es den Teilnehmerinnen ermöglichen, Kosten zu teilen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu stärken. Ziel ist es, dass mindestens 80 % der Teilnehmerinnen unmittelbar nach Abschluss ein stabiles Einkommen erzielen und so langfristig ihre wirtschaftliche Situation verbessern und vor wirtschaftlicher Not geschützt sind.
Gleichzeitig trägt das Projekt maßgeblich zum Empowerment der Frauen bei, indem es ihnen ermöglicht, selbstbestimmt Einkommen zu generieren, ihr Selbstvertrauen zu stärken und Teil einer unterstützenden Gemeinschaft zu werden.
2026
Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e. V., Dresden
Das wichtigste Ziel der Fairhandelsberatung Sachsen ist es, dass Weltläden (WL) selbstbewusste und kompetente Akteure im Fairen Handel (FH) bleiben, weitere Kompetenzen erwerben und sich zunehmend als qualifizierten Lernorte entwickeln. Sie soll den Bekanntheitsgrad der WL und die Wirkung ihrer Arbeit steigern. Damit ist sie ein wichtiger Teil der Zukunftsfähigkeit der FH-Bewegung in Sachsen u. trägt dazu bei, ungerechte Handelspraktiken und alternative Handelsoptionen bekannt zu machen u. so ProduzentInnen im Globalen Süden zu unterstützen. Die FHB Sachsen stärkt auch die Gruppen u. Bewegung selbst, die die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit sind. Daraus ergeben sich 4 konkrete Projektziele:
Projektziel 1: Stärkung des Engagements und der Ladenorganisation
Projektziel 2: Qualifizierung u. Weiterbildung
Projektziel 3: Vernetzung und Erfahrungsaustausch
Projektziel 4: Steigerung der Sichtbarkeit
2026
Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e. V., Dresden