Alle von der LEZ geförderten Projekte lassen sich in der Projektdatenbank finden und filtern.
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| 2014 | Gesellschaft für internationale Entwicklung Berlin e. V. | Virtueller Wasserverbrauch – ein schulübergreifendes Schülerprojekt | Deutschland |
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BeschreibungIn Zeiten der Globalisierung bedarf es neuer innovativer Instrumente, um Zusammenhänge zwischen der Entwicklung des Globalen Nordens mit dem Globalen Süden transparent aufzuzeigen. Ein solches Instrument ist das Konzept des „virtuellen Wasserverbrauchs“. Das Projekt von SID Berlin verfolgte das Ziel, SchülerInnen den Zusammenhang zwischen (eigenem) Konsum, indirektem Wasserverbrauch in Deutschland und anderen Ländern und daraus entstehende ökologische und soziale Negativwirkungen verstehen zu lassen. Konkret wurden diese Zusammenhänge z.B. am wasserintensiven Tomatenanbau in der Trockenregion Almeria /Spanien und der „durstigen“ Baumwollpflanze aus der Aralseeregion und Indien sowie dem Endprodukt Kleidung erarbeitet. Hat mein Klamottenkonsum etwa mit dem Austrocknen des Aralsees zu tun? Geht mein Schnäppcheneinkauf bei H&M, Primark und Co. etwa auf Kosten von Mensch und Natur in Indien und anderen Baumwoll- und Textilproduzierenden Ländern? Letztendlich ging es um die Frage, wer bezahlt eigentlich für unseren hohen Lebensstandard? Darüber hinaus versuchte das Projekt SchülerInnen zu Handlungsorientierung zu verhelfen, indem sich die SchülerInnen Optionen und Kompetenzen erarbeiteten, wie auf das Problem des virtuellen Wasserverbrauchs aufmerksam gemacht werden kann bzw. wie der virtuelle Wasserverbrauch bestimmter Produkte transparenter gemacht werden könnte. Dazu wurden schulische Projektwochen sowie ausserschulische Seminare, Workshops und Exkursionen, z.B. zu einem wassersparenden Tomatengewächshaus Forschungsprojekt an der FU Berlin) durchgeführt. Die TeilnehmerInnen haben das notwendige Wissen erworben, um im Rahmen eines Plan- und Simulationsspiels einen Entwurf für ein "virtuelles Wasser Label" zu entwickeln. |
Ziel
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| 2014 | Interkulturelles Atelier Angelo Soliman - Echanges - Treffpunkt e. V. Berlin-Brandenburg | Ein Globales Klassenzimmer III | Deutschland |
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www.aset-ev.de |
BeschreibungSeit 2010 begleitet ASET e.V. die Carl-von-Linné-Schule (CvL) bei der Verankerung des Globalen Lernens (GL) im Schulprofil. Das in der letzten Projektphase installierte Globale Klassenzimmer hat sich inzwischen konsolidiert, ist vom Kollegium und der Schülerschaft akzeptiert und wird vielfach im Unterricht und im Freizeitbereich genutzt – auch unter Einbeziehung externer ReferentInnen. Fortbildungen und Beratung tragen zu passgenauen Angeboten im GL bei, so dass inzwischen die KollegInnen angeben, mit GL etwas Konkretes für ihren Un-terricht anfangen zu können. Darüber hinaus berichtete ein regelmäßiger Newslet-ter über die stattgefundenen Aktivitäten und unterstützte nicht nur die interne Kommunikation sondern auch die Weiterverbreitung der Erfahrungen über die Schule und den Bezirk hinaus. Vielfache Auszeichnungen (z.B. als Dekadeprojekt, als „Faire Schule“) und Preise (Wettbewerb des Bundespräsidenten, „bridge-it“, „Gemeinsam für Afrika“, „Jugend Hilft!“) stärken das Selbstbewusstsein der SchülerInnen – auch bei ihrem Engagement für Partner im Senegal oder für Fairen Handel in der Schule. Ins Schulprogramm wurde das GL als wichtiges Schwerpunktthema integriert. |
ZielDas Globale Lernen soll in der Schule so verankert werden, dass es für die Mehrzahl der KollegInnen ein selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts und der Freizeitangebote wird. Dazu werden aufgrund der prozessbegleitenden Evaluierung fördernde Impulse gesetzt. Die Lehrkräfte und ErzieherInnen erweitern ihre Kompetenzen im GL. Sie engagieren sich kreativ im Kollegium und im Schulleben für Menschenrechte und die Verbreitung des Fairen Handels sowie für Aktionen, die helfen, den Klimawandel oder globale Armut zu reduzieren. Dabei nehmen sie gern die Angebote des Globalen Klassenzimmers sowie der Beratung an und nutzen externe ReferentInnen und (schulinterne) Fortbildungen. Globales Lernen findet auch seinen Niederschlag im Schulprogramm. Das Globale Klassenzimmer wird sukzessive mit einer Bodenweltkarte, einem (von der Schule gestellten) interaktiven Whiteboard und aktuellen Materialien ausgestattet. Die Schüler erleben zunehmend globale Inhalte als ‚normal’ in Unterricht und Freizeit und setzen sich für soziale Gerechtigkeit lokal und global ein. Dieser Prozess wird unterstützt durch konkrete Austauschangebote mit Senegal, die etlichen SchülerInnen die Realität von Gleichaltrigen im Globalen Süden nahe bringen. Dabei erfahren sie selbst ein ‚empowerment’, das auch durch peer-to-peer-Einsätze gestärkt wird. Die Schule gewinnt öffentliche Anerkennung für ihre Arbeit und gilt als good-practice-Beispiel, wodurch andere Schulen Anregungen erfahren. ASET-Mitarbeitende sind in Netzwerken aktiv und nutzen Chancen für eigene Qualifizierung. |
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| 2014 | Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Umwelt und Entwicklung BLUE 21 e. V. | Hindernis für nachhaltige Entwicklung: Konsum und Produktion von Tabak im Globalen Süden | Deutschland |
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www.blue21.de |
BeschreibungAuf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung ist Tabak ein großes Hindernis. Sowohl der Tabakkonsum als auch die Tabakproduktion haben sozioökonomische, ökologische und gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung im Globalen Süden. Wesentliche Aspekte des Tabakkonsums sind die gesundheitlichen Risiken, die Einkommenseinbußen durch Krankheiten, Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit durch hohe Kosten des Konsums und der Behandlung der assoziierten Krankheiten sowie Umweltschäden durch Verpackungsmüll und Zigarettenkippen. Hauptaspekte der Tabakproduktion sind wirtschaftliche Abhängigkeit von transnationalen Konzernen bzw. Großgrundbesitzer_innen, Kinderarbeit und Verlust der Bildung, Armut, Umweltzerstörung durch Bodenverarmung und Waldabholzung sowie gesundheitliche Schäden durch Pestizide und das Nikotin der Tabakpflanze. Schon in den 1960er Jahren wurde die Tabakproduktion in Länder des Südens verlagert. In den letzten 20 Jahren zeichnet sich außerdem eine rasante Ausbreitung des Tabakkonsums im Globalen Süden ab. Die mit dem Tabakkonsum verbundenen Risiken sind in Ländern des Südens ungleich gravierender als in Industrieländern. Die Erschließung neuer Absatzmärkte im Globalen Süden steht im Kontext internationaler Handels- und Investitionsschutzabkommen. Hier stehen sich Strategien der Genussmittelindustrie und staatliche Maßnahmen zum Gesundheitsschutz gegenüber. Die e-pol. Folgen des sich ausbreitenden Tabakkonsums im Globalen Süden sind sowohl in der Fach- als auch der allgemeinen Öffentlichkeit bisher noch wenig beachtet worden. Doch deutsche und europäische Unternehmen der Genussmittelindustrie spielen eine wichtige Rolle auf den Weltmärkten und sind insofern Akteure des globalen Konsumwandels. Damit werden auch Fragen nach der e-pol. Kohärenz der deutschen Außenwirtschaftspolitik und den extraterritorialen Staatenpflichten Deutschlands aufgeworfen. Neben dem Menschenrecht auf Gesundheit betrifft dies insbesondere das Recht auf ausreichende Nahrung. Im ersten Jahr des zwei-jährigen Projektes wurde das Thema mit 3 Publikationen, 6 öffentlichen Veranstaltungen, 1 Fachworkshop, 12 Unterrichtseinheiten und 3 Ausstellungen an Schulen in Berlin und Bad Waldsee, 4 Angeboten für Multiplikator/innen und starker Internetpräsenz für die deutsche Öffentlichkeit aufgearbeitet. |
ZielDas Vorhaben hat im deutschsprachigen Raum erstmals die e-pol. Aspekte von Tabakkonsum im Globalen Süden thematisiert und mit den e-pol. Aspekten der Tabakproduktion verknüpft. Die Debatte zum Leitbild der nachhaltigen Entwicklung wurde bzgl. der e-pol. Folgen des Tabakkonsums und der Tabakproduktion und bzgl. der e-pol. Einordnung von Nichtraucherschutz und Gesundheitsvorsorge befördert. Alternative Handlungsansätze, die sowohl den Risiken des sich ausbreitenden Tabakkonsums (z.B. Aufklärung von Verbraucher/innen) als auch den Folgen der Tabakproduktion (z.B. Alternativen zum Tabakanbau) begegnen, wurden vermittelt. Damit wurden – neben der allg./e-pol. interessierten Öffentlichkeit – Akteur/innen von e-pol. NRO u. aus dem Bereich Gesundheit, politische Entscheidungsträger/innen, Vertreter/innen der Medien, Multiplikator/innen d. e-pol. Bildungsarbeit u. Lehrkräfte, Schüler/innen und Jugendliche angesprochen. |
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| 2014 | Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Kreuzberg-San Rafael del Sur e. V. | Förderung der beruflichen Ausbildung in San Rafael del Sur | Nicaragua |
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www.staepa-berlin.de |
BeschreibungIm Rahmen des Projekts wurde auf dem Gelände der Secundaria in San Rafael del Sur eine Halle zur technischen Ausbildung in der KFZ-Technik gebaut. Die teilweise vorhandene Ausstattung mit Maschinen, Werkbänken und Werkzeug wurde ergänzt, um einen angemessenen praktischen Unterricht am Modell zu ermöglichen. An einem Runden Tisch Berufsausbildung Mitte März diskutierten Vertreter_innen der Kommunalverwaltung, des Erziehungsministeriums, des Familienministeriums, des nationalen Instituts für berufliche Bildung und lokaler Arbeitgeber eine potenzielle und den lokalen Bedürfnissen angepasste Erweiterung der technischen Ausbildung. Das Treffen wurde zum Anlass genommen, über die Realisierung weiterer Angebote zur beruflichen Bildung in San Rafael del Sur zu diskutieren. Von März bis Mai wurden verschiedene öffentliche und schulische Informationsveranstaltungen unter Einsatz von Lautsprecherwagen, Transparenten und 5.000 Flyern durchgeführt. Um das Interesse der Schülerinnen der Secundaria (und ihrer Eltern) an einer zusätzlichen technischen Ausbildung zu erhöhen, wurden vom Lehrpersonal der Secundaria an einem Tag der Offenen Tür ausführliche Informationen zur technischen Ausbildung angeboten. Als Informationsmaterial wurde ein informativer Flyer erstellt. Vertreterinnen lokaler Industriebetriebe (Zuckerfabrik, Zementfabrik) und Werkstätten informierten vor Ort über ihre Bedarfe, entsprechende Einsatzmöglichkeiten und Arbeitsangebote. |
ZielProjektziel war, Rahmenbedingungen für die Wiederaufnahme der dreijährigen technischen Ausbildung im KFZ-Bereich an der Secundaria San Rafael del Sur zu schaffen. Die technische Ausbildung im Rahmen der Curricula der Secundaria in San Rafael del Sur wurde nach der Einrichtung der Werkhalle wieder aufgenommen. Neben dem von zwei Berufsschullehrern angebotenen theoretischen Unterricht nutzen die Auszubildenden nun die Möglichkeiten praktischer Anwendung des Gelernten in der Werkhalle und erwerben umfassende handwerkliche Kenntnisse der KFZ-Technik. Mit der Ausbildung erlangen sie einen zertifizierten Berufsschulabschluss, der ihre Chancen, als qualifizierte Fachkräfte auf dem lokalen Arbeitsmarkt nachgefragt zu werden, deutlich erhöht. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, auf Dauer mit angemessen entlohnter Arbeit den Lebensunterhalt zu sichern. |
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| 2014 | PowerShift - Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- & Weltwirtschaft e. V. | Internationale Investitionspolitik für zukunftsfähige Entwicklung | Deutschland |
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www.power-shift.de |
BeschreibungAusländische Direktinvestitionen und die Internationale Investitionspolitik haben einen großen – potenziell sowohl positiven wie negativen – Einfluss auf ökonomische, soziale und ökologische Entwicklungen in Nord und Süd. Die UNCTAD hat 2012 ein neues „Investment Policy Framework for Sustainable Development“ (IFPSD) vorgelegt, in dessen Rahmen die bisherigen Erfahrungen des internationalen Investitionsgeschehens (hinsichtlich seiner Entwicklungswirkungen) sowie der internationalen Investitionspolitik (insbes. in Form der Internationalen Investitionsabkommen, IIAs) analysiert, diskutiert und je nach Erfordernis in neue zukunftsfähige Investitionspolitiken überführt werden sollen. Das Projekt hat aktiv dazu beigetragen, diesen Ansatz der UNCTAD in der deutschen entwicklungs-, umwelt- und wirtschaftspolitischen Debatte bekannt zu machen und die Zielgruppen zu eigenem Handeln im Sinne einer zukunftsfähigen Investitionspolitik zu befähigen. Den Zielgruppen (a) NGOs; (b) Akademiker & Studierende einschlägiger Fachrichtungen (Investitionsrecht, Wirtschaft) und (c) politische Entscheidungsträger u. KandidatInnen für Bundestag u. Europaparlament) wurde mit den schriftlichen Materialien (Briefing, Offener Brief) sowie den Bildungs- und Diskussionsforen (Gesprächskreise, Workshop, Advocacytermine) ein einzigartiges Informations- und Diskussionsangebot gemacht. Dieses hat sie in die Lage versetzt, die spezifische Rolle Deutschlands und Europas in der Investitionspolitik gegenüber Entwicklungsländern kritisch zu reflektieren. Investitionspolitik wurde im Projektverlauf nicht mehr einseitig nur als reine Absicherung von Investoreninteressen präsentiert, sondern in den Kontext ‚zukunftsfähiger Entwicklung gestellt, um einen Perspektivwechsel auf diesem zentralen Feld ökonomisch-politischer Verflechtung zwischen OECD-Staaten und Entwicklungs- sowie Schwellenländern zu befördern. Entwicklungspolitische Handlungsoptionen für NGOs, Akademiker und politische Akteure wurden insbesondere im Hinblick auf laufende und zukünftige Verhandlungen Deutschlands und der EU zu neuen Investitionskapiteln in Handelsabkommen bzw. zu neuen eigenständigen bilateralen Investitionsverträgen mit Entwicklungsländern aufgezeigt. Das Projekt stand im Kontext eines größeren, dreijährigen EU-Projektes zahlreicher europäischer Organisationen und dient dessen Umsetzung in Berlin (u. Dtschld.) sowie der Kofinanzierung des EU-Vorhabens. |
ZielDas übergeordnete Ziel des Projektes war es, die deutsche und EU-Auslandsinvestitionspolitik kohärent zu machen mit entwicklungspolitischen Zielen, der MDG-Erreichung, mit einer zukunftsfähigen Entwicklung sowie der Realisierung der Menschenrechte in Entwicklungsländern. Das spezifische Projektziel war es, bei MultiplikatorInnen in NGOs, bei (Nachwuchs-) WissenschaftlerInnen sowie bei politischen Entscheidungsträgern ein Bewusstsein für die entwicklungspolitischen Dimensionen der Internationalen Investitionspolitik aufzubauen und bei diesen Zielgruppen eine aktive Unterstützung für eine deutsche und EU-„Investitionspolitik für zukunftsfähige Entwicklung“ (UNCTAD) zu befördern. |
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| 2014 | World University Service - Deutsches Komitee e. V. | Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd | Deutschland |
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www.wusgermany.de |
BeschreibungDie Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd (IS) fungiert als Schnittstelle für die gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Ländern, Europäischer Union und Nichtregierungsorganisationen, die schulische und außerschulische entwicklungsbezogene Bildungsarbeit und das Globale Lernen zu stärken. Die IS zielt darauf, die Bedeutung entwicklungsbezogener Bildungsarbeit sowie die vorhandenen Strukturen und Inhalte möglichst vielen Multiplikator/-innen, Entscheidungsträger/-innen und anderen Interessierten zu vermitteln. Sie bietet dafür ein sehr breites Leistungsspektrum, das von Beratungs- und Vernetzungstätigkeiten über Öffentlichkeitsarbeit, Publikationen bis hin zur Unterstützung von Veranstaltungen reicht. So unterstützt/arbeitet die Informationsstelle als Sekretariat für die Bund-Länder-AG Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit. Auf europäischer Ebene arbeitet sie im Netzwerk der Global Education Week. Vierteljährlich gibt sie das Printmagazin Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd heraus. Der monatliche Online-Newsletter informiert über neue einschlägige Aktivitäten, Materialien etc. Der bundesweite umfangreichste Eine-Welt-Veranstaltungskalender bietet Multiplikator/-innen und anderen Interessierten einen Überblick über das Angebot zur Eine-Welt-Thematik. Die EU-weite Datenbank ENGLOB fördert die Sichtbarkeit und Vernetzung einschlägiger Organisationen. Die Broschüre zur Entwicklungszusammenarbeit der Länder steht aktualisiert auf der Homepage bereit. Die Informationsstelle führte ihre regelmäßig stattfindenden Aktivitäten auch 2014 durch. So wurde im Jahr 2014 eine Linkliste zum letzten Jahresthema der BNE-Dekade „Brücken in die Zukunft“ erstellt, die einen Überblick über aktuelle Aktivitäten sowie die Zukunft des Themas BNE gab. Der vorletzte Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd des Jahres 2014 im September befasste sich schwerpunktmäßig ebenfalls mit der Zukunft von BNE. Auch 2014 hat die Informationsstelle die Global Education Week, welche auf europäischer Ebene durch das Nord-Süd-Zentrum des Europarates veranstaltet wird, in Deutschland koordiniert und somit auch ihr Engagement auf europäischer Ebene fortgesetzt. |
ZielAls benutzerorientierte Informations- und Servicestelle für Multiplikator/-innen der entwicklungsbezogenen Bildung dokumentiert und strukturiert die Informationsstelle Materialien, Literatur, themenrelevante Nachrichten, Fortbildungsangebote und Aktionen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und gibt diese Informationen systematisch und zielgerichtet über elektronische und gedruckte Medien sowie persönliche Kontakte weiter. Sie wird im Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit dabei weiterhin ihre Scharnierfunktion zwischen Länder-, Bundes- und EU-Ebene erfüllen und ausbauen. Insbesondere die Kommunikation der Länder untereinander soll gefördert werden. Die genannten Zielgruppen haben fast ausnahmslos Multiplikatorenfunktion und sind somit besonders geeignet, Breitenwirkung zu erzielen. |
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| 2014 | Farafina Afrika-Haus e. V. | Afrika Mitte(n) in Berlin 2014 | Deutschland |
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www.afrikahaus-berlin.de |
BeschreibungMit der Fortsetzung einer bereits im Vorjahr gezeigten Ausstellung über die OAU präsentierten wir Denker und Politiker, die mit ihren Ideen wesentlich zur Debatte um die politische Zukunft Afrikas beitragen. Die Podiumsveranstaltungen starteten im Oktober. Das Afrikahaus war Gastgeber einer Speakers-Tour des Gewerkschafters und Umweltaktivisten Thomas Mnguni und der Schriftstellerin, Sozialwis-senschaftlerin und UN-Beraterin Liepollo Lebohang Pheko aus Südafrika. Thema waren u.a. Druck auf die Sozialstandars im Kohlebergbau wegen der chronischen Energieknappheit in Südafrika. Die günstigen Bedingungen für regenative Energiegewinnung in Südafrika (Windenergie u.a.) gäben Herrn Mnguni zufolge Anlass zur Hoffnung auf gemeinsame Aktionsperspektiven der Bergarbeitergewerk-schaft, mit Umweltorganisationen und Menschenrechtl*innen. Frau Pheko betonte die Notwendigkeit, dass die Initiative für nachhaltige Entwicklung in den Ländern Afrikas, die tatsächlich ökologische, soziale und ökonomische Ziele integriert, in erster Linie aus den Ländern selber kommen muss. Es folgte die Vorstellung des im Peter Hammer Verlag herausgegebene Sammelbands über Visionäre Afrikas. Das sind 20 Portraits mit Frauen und Männern, „die bewundert werden, geachtet und geliebt, weil sie eine Vision hatten und nicht von ihr ließen, bis sie ihr Ziel erreicht hatten“, darunter Erfinder, Universitätsgründer, Widerstandskämpferinnen, Popmusiker, Umweltaktivisten oder Schriftstellerinnen. Der anwesende Herausgeber Herr Dr. Moustapha Diallo hob hervor, dass die Beiträge allesamt von Afrikaner*innen geschrieben wurden. Der Politologe, Philosoph und Germanist Professor Dr.Dr. Emmanuel Mabe, der in den Abend einführte, lobte den Band als einen wichtigen Beitrag auch zur Weckung von Aufmerksamkeit für die philosophischen Leistungen Afrikas. Den Abschluss bildete ein Podium mit u.a. drei Vertretern der Afrikanischen Diaspora, die aus ihrer speziellen Sicht als Bundestagsabgeordneter (Dr. Karamba Diaby, SPD), als Mitarbeiter einer entwicklungspolitischen NGO (Dr. Boniface Mabanza, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika, KASA) und Philosoph (Prof. Dr. Dr. Jacob Emmanuel Mabe, u.a. FU, der in den vergangenen Jahrzehnten auch als Hochschullehrer in mehreren Ländern Afrikas tätig war. Die Diskussion fokussierte sich letztlich auf die besonderen Fähigkeiten von Personen der Afrikanischen Diaspora, im Hinblick auf die globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts als Mittler zwischen den Welten zu wirken. Man nahm sich vor, zur Vertiefung dieser Perspektive im folgenden Jahr erneut im Afrikahaus zusammenzukommen. |
ZielDie mit dem Projekt verfolgte Absicht war, das Bild von Afrika als ein „verlorener Kontinent“ und den damit einher gehenden Konnotationen postkolonialer Natur (Abwertung auch in der Form des Helfer-Paternalismus) etwas entgegen zu setzen. Es ging darum, zu differenzieren, Ressourcen aufzeigen, Ansätzen zu Verbesserungen nachgehen. Insbesondere von den Podiumsgästen wurde die Notwendigkeit dessen immer wieder bestätigt und, soweit von uns feststellbar, von den anwesenden Gästen auch die dafür eröffneten Anhaltspunkte positiv aufgenommen. |
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| 2014 | Weltfriedensdienst e. V. | Durst! Stoppt den Wasserraub | Deutschland |
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www.wfd.de |
BeschreibungDas Projekt „DURST! Stoppt den Wasserraub“ verbindet entwicklungspolitische Bildungs-arbeit mit Kampagnen- und Advocacyelementen. Es widmet sich den Zusammenhängen von Nahrung, Wasser und Konflikt. Projektlaufzeit: Jan 2013 – Dez 2014. Elementarer Bestandteil des Projekts ist das „Lernen vom Süden“. Partner des Weltfrie-densdienstes aus dem Senegal, aus Simbabwe und Argentinien erleben massive ökologi-sche und soziale Probleme durch Land- und Wasserraub durch internationale Konzerne. In der deutschen Öffentlichkeit hingegen wird das Thema noch kaum wahrgenommen. Die Südpartner geben dem Thema Wasserraub „ein persönliches Gesicht“, indem sie anschau-lich aus dem Alltag in Regionen berichten können. Dabei handelt e sich um unterschiedliche Schwerpunkte: Beim Rat der Indigenen Organisationen von Jujuy (COAJ) in Argentinien geht es besonders um Wasserverseuchung durch Bergbau für den Abbau von Lithium, bei Protection Naturelle im Senegal dreht es sich vor allem um Land- und Wasserraub durch internationale Investoren, die Land erwerben für den Anbau von Agrartreibstoffen und den Abbau des Rohstoffs Zirkon. Aktivitäten sind u. a.: Rundreisen von Südpartnern. Auf dem Programm stehen div. öffentlichen Veranstaltungen, Gespräche mit Parlamentariern, Schulveranstaltungen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. (siehe auch www.wasserraub.de) Aktions- und Engagementworkshops Workshops und Unterrichtseinheiten in Berliner Schulen |
ZielDURST richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen mit entsprechender Zielsetzung: Parlamentarier sind sensibilisiert, welche konkreten sozialen und ökologischen Folgen durch Wasserraub internationaler Konzerne entstehen. Sie nutzen ihre Handlungsoptionen und haben das Thema ins Parlament eingebracht. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit in Presse, Internet und durch Veranstaltungen ist der deutsche Verbraucher befähigt, das eigene Konsumverhalten zu bewerten und zu verändern. Er erkennt und nutzt sein Hand-lungspotenzial, sich an der Kampagne DURST! zu beteiligen. Siehe auch www.wasserraub.de. Vernetzung mit anderen Organisationen und Experten, die zu Wasser, Landraub arbeiten und/oder Kampagnenarbeit durchführen. Berliner SchülerInnen (vorwie-gend aus Sekundarschulen) und Erwachsene/Multiplikatoren sind in Workshops zu den Zusammenhängen von Wasser/Ernährungssicherung mit Konflikt und Frieden sensibilisiert und in der Lage, ihren eigenen Lebensstil und dessen Wirkung zu hinterfragen. Sie erkennen und nutzen ihre Ressourcen zur Einflussnahme. Sie sind mobilisiert, die Kampagne DURST! zu unterstützen |
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| 2014 | Afrikanischer Muslim Kreis e. V. | Hèrè Dòròn- Nur Frieden in Mali | Deutschland |
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www.amk-berlin.de/ |
BeschreibungDas Projekt „Hèrè Dòròn – Nur Frieden in Mali“ (in Bambara Sprache „nur Frieden“) beschäftigt sich mit dem Thema Frieden und Entwicklung in Mali. Ziel ist es, verschiedene Zielgruppen über die aktuelle Situation in Mali, die durch wieder aufflammende Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen der malischen Armee und Rebellengruppen gekennzeichnet ist, zu sensibilisieren und zu informieren. Das Projekt gliedert sich in zwei Maßnahmenpakete, einerseits ist eine Sensibilisierungskampagne und andererseits eine Fachtagung zum oben genannten Thema geplant. Hintergrund des Projekts ist die Feststellung, dass Krisen und Konflikte die Entwicklung von Ländern hemmen. Die Schaffung von Frieden und die Stabilisierung der Länder ist daher ein enorm wichtiger Faktor für die Entwicklung der Länder. Dies wird auch bei der Betrachtung der akuten Lage der Menschen im Flüchtlingscamp in Berlin-Kreuzberg deutlich, die die globale Dimension der Krise aufzeigt und worauf in dem Projekt ebenfalls eingegangen werden soll. Themen der:
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ZielIn der Situationsbeschreibung für das Projekt wurde deutlich, dass vor allem die Öffentlichkeit derzeit wenig über die wieder aufflammenden Auseinandersetzungen zwischen der malischen Armee und den Rebellen informiert ist. Derzeit werden sie aber mit den Folgen solcher Auseinandersetzungen, vor allem durch ver-stärkte Flüchtlingsströme, konfrontiert. Daher sind die Ziele des Projektes:
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| 2014 | INKOTA-netzwerk e. V. | Make Chocolate Fair! | Deutschland |
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www.inkota.de |
BeschreibungAnhand der Kakaoproduktion thematisierte das Projekt Möglichkeiten einer gerechteren Gestaltung der Nord-Süd-Beziehungen und verankerte den Fairen Handel als Best-Practice-Alternative im Verbraucherbewusstsein. Kakao ist eines der wichtigsten Agrarhandelsgüter weltweit. Kakao wird auf 4-5 Millionen Farmen angebaut und der Kakaosektor beschäftigt 10,5 Millionen Menschen. Er trägt so zum Lebensunterhalt von mehreren Zehnmillionen Menschen bei. Der Kakaosektor ist daher von hoher entwicklungspolitischer Relevanz und die Zukunft von Millionen von Familien hängt vom Kakao ab. Die Mehrheit der Kakaobauern leidet unter Armut, Hunger und schlechten Arbeitsbedingungen bis hin zu ausbeuterischer Kinderarbeit. Trotz verschiedener Selbstverpflichtungen von Unternehmensseite und Vereinbarungen wie dem Harkin-Engel Protocol hat es in den letzten 12 Jahren kaum nachhaltige Veränderungen in der Kakaoproduktion gegeben. Der Anteil fair gehandelten Kakaos ist in Deutschland nach wie vor gering, obwohl Deutschland nach den USA der zweitwichtigste Importeur von Kakao ist und die Deutschen zu den Spitzenreitern beim Verzehr von Schokolade zählen. Mit der Kampagnenelementen konnte “Make Chocolate Fair!” junge Erwachsene dazu mobilisieren, sich für eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kakaobauern einzusetzen. Daneben wurden Unternehmen adressiert, um sie zur Verantwortungsübernahme entlang der Zulieferkette zu ermutigen und sie bei der Umstellung auf Rohstoffimporte aus nachhaltiger Kakaoproduktion zu unterstützen. Mit einem Paket aus ansprechenden Informationsmaterialien, zahlreichen Veranstaltungen und kreativen Aktionen wurden KonsumentInnen für die Problematik im Kakaosektor sensibilisiert und dazu mobilisiert, sich bei Schokoladenunternehmen für eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kakaobauern einzusetzen. Zur aktiven Beteiligung von KonsumentInnen aktiv bot das Projekt verschiedene Handlungsoptionen, die von niederschwellige Mitmach-Angeboten wie beispielsweise einer Petition bis zu öffentlichkeitswirksamen Aktionen von Aktivisten an. Neben der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit traten wir mit Politik und Wirtschaft in einen Dialog über alternative Einkaufspraktiken in den Kakao-Wertschöpfungsketten im Rahmen des 2012 gegründeten „Forum Nachhaltiger Kakao“ treten. Hautaktivitäten des Projekts waren:
- Erstellung zielgruppengerechter Bildungs- und Informationsmaterialien
- Durchführung von Bildungs- und Informationsveranstaltungen zu Kakao, Fairem Handel und Unternehmensverantwortung
- Entwicklung von Mitmach-Angeboten und Handlungsoptionen für VerbraucherInnen |
Ziel
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| 2014 | INKOTA-netzwerk e. V. | Unternehmen und Menschenrechte in der globalisierten Welt | Deutschland |
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www.inkota.de |
BeschreibungDas Projekt trug dazu bei, innerhalb einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland ein Bewusstsein für die Bedeutung von Unternehmensverantwortung und der Einhaltung globaler Arbeits- und Menschenrechte vor dem Hintergrund globaler Wertschöpfungsketten zu schaffen. Dies erfolgte am Beispiel der globalen Textilproduktion. Informierte Verbraucher können als Kunden ein stärkeres Engagement der Unternehmen für die Einhaltung sozialer Standards entlang der gesamten Lieferkette und eine nachhaltige Wirtschaftsweise einfordern. Dabei spielt die Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Schlüsselrolle. Sie wurden durch das Projekt informiert und motiviert sich zu engagieren. Dabei erreichten wir die angesprochenen Verbrauchergruppen und die interessierte Öffentlichkeit direkt oder indirekt durch im Projekt adressierte und geschulte Multiplikatoren, um aufbauend auf der Informationsvermittlung Handlungsoptionen aufzuzeigen. Daneben wurde auf aktivierende und mobilisierende Maßnahmen gesetzt, zu denen u.a. die Begleitung der ehrenamtlichen Berliner Aktionsgruppe der CCC gehört, die mit ihren Aktivitäten zur einer größeren öffentlichen Wahrnehmung des Themas beigetragen hat. Mit Eilaktionen informierten wir über aktuelle Fälle von Arbeitsrechtsverletzungen in Zulieferbetrieben deutscher Bekleidungskonzerne und setzten uns im Dialog mit den verantwortlichen Unternehmen und ggf. Unterstützung von VerbraucherInnen für Abhilfe bzw. Entschädigungen der betroffenen ArbeiterInnen in konkreten Fällen wie z.B. für die Opfer des Rana Plaza Unglücks ein. Durch zielgerichtete Bildungs- und Dialogangebote sowie die fachliche und inhaltliche Beratung u.a. innerhalb des Textilbündnisses wurden Handlungskompetenzen von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden im Bezug verantwortliches unternehmerisches Handeln gestärkt. Eine begleitende Öffentlichkeits- und Pressearbeit zum Thema kommunizierte die Impulse in breitere Teile der Gesellschaft. Das Projekt knüpfte an Aktivitäten und Erfolge von INKOTA im Bereich Unternehmensverantwortung in der Textilwirtschaft der vergangenen Jahre an. Ein Fokus lag dabei auf Möglichkeiten zur Durchsetzung eines existenzsichernden Lohns (Living Wage) in globalen Wertschöpfungsketten. Die im vergangenen Jahr begonnen Arbeit zu Produktions- und Arbeitsbedingungen bei der Herstellung des Vorprodukts Baumwolle wurde fortgesetzt und ausgebaut. Hautaktivitäten des Projekts waren: - Erstellung von Informations- und Aktionsmaterialien - Präsentation der Wanderausstellung „Discover Fairness! Aktiv für Menschenrechte“ mit begleitenden Workshops - Ausbildung von MultiplikatorInnen - Informationsveranstaltungen und Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung - Öffentlichkeitswirksame Aktionen - Dialog mit Verantwortlichen aus Politik, Unternehmen und Gewerkschaften - Begleitende Pressearbeit |
Ziel
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| 2014 | NARUD e. V. (Network African rural and urban development e. V.) | Globales Lernen trifft deutsch- französische Europaschule | Deutschland |
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www.narud.org |
BeschreibungLernen in globalen Zusammenhängen wird an Schulen immer wichtiger. Die besondere Relevanz zeigt die Empfehlung der Kultusministerkonferenz und der Deutschen UNESCO-Kommission vom 15. Juni 2007 zur "Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule". Auch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg 2012 curriculare Vorgaben entwickelt, welche den Aufbau und Ablauf des fächerübergreifenden Unterrichts näher erläutern und die Lernziele beschreiben. Diese pädagogischen Arbeitsvorgaben sind sehr wertvolle Ergebnisse, die jedoch an vielen Berliner Schulen noch keine Anwendung finden. NARUD e.V. hat 2011 im Rahmen des Projekts „Entsorgungspolitik Nord-Süd“ (FEB-047-088/11) eine Befragung in 150 Berliner Haushalten durchgeführt. Bei der Datenauswertung wurde eine klare Korrelation zwischen dem Bildungsniveau und dem Wissen zu entwicklungspolitischen Themen festgestellt. Dies zeigt deutlich, dass Menschen mit einem hohen Bildungsniveau das angesprochene Thema besser analysieren und reflektieren konnten. NARUD e.V. entschloss sich 2012 Schulveranstaltungen zu organisieren, um das Lernen in globalen Zusammenhängen mit den SchülerInnen der Sekundarstufe I zu thematisieren. Im Rahmen des Projektes wurde an der deutsch-französischen Sekundarschule Georg von Giesche in Berlin eine Arbeitsgemeinschaft „Globales Lernen“ ins Leben gerufen, welche ausgewählte Themen der globalen Entwicklung behandelt und ein tolerantes Miteinander in einer Einwanderungsgesellschaft anregt. Die Zielgruppe bildete SchülerInnen der 7. bis 10. Klasse, welche größtenteils den deutsch-französischen Zweig der Integrierten Sekundarschule besuchen. Mittwochs zwischen 13.30 und 15.30 Uhr besuchten insgesamt 19 SchülerInnen(Ø15) die AG. Die behandelten Themen wurden im Vorfeld mit dem zuständigen Lehrer besprochen und mit den Schülerinnen abgestimmt bzw. ausgearbeitet. Die Themen wurden in acht Themenblöcke eingegliedert: Biodiversität / Wasserknappheit, Landwirtschaft/Nahrungsmittel, (Un-)Gerechtigkeit/Gender in Afrika, Fußball trifft Entwicklung, Textilindustrie, Fremdsein, Zukunftswerkstatt und Bräuche in Afrika. Insgesamt wurden die Themenblöcke in 35 AG-Termine behandelt. Die SchülerInnen erlangten neues Basiswissen über globale Zusammenhänge und wurden geschult die Themen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und ihr eigenes Verhalten zu reflektieren. |
Ziel
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| 2014 | Berlin Postkolonial e. V. | Just 4 Years? Deutschlands Erster Weltkrieg 1884–1918 | Deutschland |
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www.berlin-postkolonial.de |
BeschreibungEuropaweit wurde im Sommer 2014 an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren erinnert. In Staatsakten gedachte man der Millionen von Europäer_innen, die in der “Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts” ihr Leben ließen. Dass auch Millionen von Menschen aus Afrika, Asien und den Amerikas in diesem von Europa ausgehenden Weltkrieg zu Tode kamen, findet dabei kaum Beachtung. Die Alliierten schickten nicht nur zehntausende Männer aus den Kolonien in die europäischen Schützengräben. 1914-18 erfolgte auch der Zusammenbruch des deutschen Kolonialreichs, dessen “Verteidigung” zahllosen Menschen das Leben kostete. Doch Deutschlands verbrecherische Kriegsführung in den Kolonien bildete nur das düstere Schlusskapitel einer dreißigjährigen Gewaltpolitik, die in der bundesdeutschen Erinnerungskultur bis heute als kurz und bedeutungslos abgetan wird. Dabei waren die Auswirkungen der von permanenten Eroberungskriegen bestimmten Kolonialzeit 1884-1918 nicht nur für die kolonisierten Gesellschaften gravierend. Die Beteiligung der Deutschen an der Aufteilung der Welt schuf auch die Basis für kolonialrassistische Denk- und Gesellschaftsstrukturen in der Gegenwart. Wir haben regelmäßige Fortbildungsrundgänge zu postkolonialen Erinnerungsorten in Berlin durchgeführt. Erfahrene migrantisch-diasporische Referent_innen mit verschiedenen Schwerpunkten berichteten aus ihrer Perspektive über Deutschlands Ersten Weltkrieg - der schon 1884 begann. |
ZielZielsetzung des entwicklungspolitischen Bildungsprojekts „Just 30 Years?” war es, den Dialog von Nachfahren Kolonisierter und Kolonisierender über die Kolonial-, Migrations- und Widerstandsgeschichte und das “koloniale Erbe” sowohl im materiellen als auch im strukturellen und geistigen Bereich zu befördern. Dieses Anliegen wird durch eine lebensweltbezogene Informations- und Bildungsarbeit, die vorrangig von migrantisch-diasporischen Referentinnen geleistet wird, verfolgt. Aus ihrer eigenen Perspektive heraus verdeutlichten sie an postkolonialen Erinnerungsorten der Stadt globalhistorische Zusammenhänge und tragen damit zum Empowerment von Schwarzen Teilnehmerinnen und PoC sowie zur Ausprägung eines gegenwartsbezogenen Unrechts- und Verantwortungsbewusstseins bzgl. der jahrhundertelangen Gewaltherrschaft Europas über weite Teile der Welt bei weißen Teilnehmenden bei. “Just 30 Years?” machte deutlich, wie erinnerungspolitisches, rassismus- und machtkritisches Engagement vor Ort und in der Gegenwart aussehen und zu einer gleichberechtigten Entwicklungszusammenarbeit beitragen kann. |
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| 2014 | Förderverein Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick e. V. | Bürgeraktivierung am Beispiel von Bürgerhaushalten und der Ortsteilbeteiligung | Deutschland |
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www.staepa-cajamarca.de |
BeschreibungDDas ASA Kommunal-Projekt „Bürgerhaushalte leben von der Beteiligung – Bürgeraktivierung in Peru und Deutschland“ wurde vom Förderverein Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick e.V. – AG Stäpa Cajamarca in enger Kooperation mit dem Bezirksamt Treptow-Köpenick und der Provinzverwaltung von Cajamarca durchgeführt. Die Nordphase fand vom 31. März bis 26. Juni 2014 in Berlin statt. Über das ASA-Programm wurden Laura Brachmann, Studentin der Transkulturellen Studien, sowie Nuria Maria Hoyer Sepúlveda, Studentin der Lateinamerikastudien, für das Projekt ausgewählt. Die beiden peruanischen Teilnehmerinnen Nancy Villanueva Abanto und Jessica Valderrama Delgado arbeiten in der Systemanalyse bzw. -entwicklung der Provinzverwaltung von Cajamarca. Im Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin ist das Thema Bürgeraktivierung / Kiezkassen in der Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination (SPK) angesiedelt und deshalb erfolgte der Einsatz der vier ASA-Teilnehmenden dort. In der ersten Phase stellten die beiden Teil-nehmerinnen aus Cajamarca das Bürgerbeteiligungsmodell und seine Merkmale sowie die Formen der Bürgeraktivierung vor und es war Aufgabe des Projektteams, Erfahrungen der Süd- und Nord-strategien zu analysieren, zu vergleichen und daraus Vorschläge zur Intensivierung der Bürgerbeteiligung abzuleiten. Als Methode für diesen Vergleich haben sich die Projekt-TN für eine Evaluation in Form eines Fragebogens entschieden, in dem die Kiezpaten zu ihren Erfahrungen bei der Durchführung des Kiezkassenverfahrens befragt wurden. Ergänzend dazu führte das Projektteam Interviews und Expertengespräche mit Akteuren/innen aus verschiedenen Bezirksregionen, Bezirksverordne-ten und Verwaltungsfachleuten durch. Als Fazit dieser Untersuchung erarbeiteten die ASA-TN einen Ergebnisbericht und präsentierten in der Abschlussveranstaltung der Nordphase am 19. Juni erste Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Methoden der Bürgeraktivierung am Beispiel von Bürgerhaushalten und Kiezkassenverfahren. Darüber hinaus war das ASA-Projektteam aktiv in die verschiedenen Aktivitäten der AG Stäpa eingebunden. |
ZielZiel war der gegenseitige Erfahrungsaustausch, das Kennenlernen von Instrumenten und Strategien und der Austausch von bewährten Praktiken bei der dezentralen Erstellung und Anwendung des Bürgerhaushalts und anderer Methoden zur Bürgeraktivierung. Es ging um die Erarbeitung und den Vergleich von Maßnahmen zur Aktivierung von Bürger/innen für ihr Gemeinwesen und um die nachhaltige Förderung der Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Verwaltung und den Bürger/innen. In beiden Kommunen wurden die Kompetenzen zum Thema Bürgeraktivierung verbessert; die Städtepartnerschaft gefestigt. |
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| 2014 | Gesellschaft für internationale Entwicklung Berlin e. V. | 5 Vorträge im Rahmen der Ringvorlesung Entwicklungspolitik XXIII | Deutschland |
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BeschreibungDas Projekt umfasste 5 Vorträge im Rahmen der Ringvorlesung Entwicklungspolitik zu Wasserkooperationen. Die Ringvorlesung richtete sich an Mitglieder internationaler Organisationen, an die Öffentlichkeit und an Studierende. Sie bot ExpertInnen die Möglichkeit, Vorträge zu aktuellen Themen zu halten, zu hören und zu diskutieren, sowie jungen international interessierten Menschen einen Einstieg in die Thematik und einen Überblick über die entwicklungspolitische Landschaft zu vermitteln. Da der Erwerb von Leistungspunkten und Teilnahmebescheinigungen möglich ist, wurde das Angebot im Bereich des Studium Generale für Studierende sinnvoll ergänzt. Dies nehmen jedoch nur - wie die Erfahrung zeigt- die wenigstens in Anspruch. Der Großteil der durchschnittlich 80 bis 100 Teilnehmenden interessiert sich für die angebotenen Themen ohne Studienpunktzwang. Die Vorlesung konzentrierte sich auf das Thema Wasserkonflikte und Wasserkooperationen (2013 war das UN Jahr der Wasserkooperationen). Die Referenten aus Politik, Politikberatung, Wissenschaft, Durchführungs- und Nicht-Regierungsorganisationen konnten das facettenreiche Thema Wasser umfassend beleuchten. |
Ziel
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| 2014 | Das Afghanistan-Komitee für Frieden und Wiederaufbau und Kultur e. V. | Entwicklung durch Bildung – gegen Gewalt und Diskriminierung Chancen und Risiken deutscher Struktur- und Aufbauhilfe für Afghanistan | Deutschland |
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www.facebook.com/afghanistankomiteeberlin |
Beschreibung2014 endet die ISAF-Mission in Afghanistan. Das Land muss sich im Jahr der Präsidentschaftswahlen nicht nur weiterhin erheblichen sicherheitspolitischen Herausforderungen stellen, sondern steht auch zahlreichen sozial- wirtschafts- und infrastrukturpolitischen Aufgaben gegenüber. Bildung spielt diesbezüglich eine entscheidende Rolle. Insbesondere die Modernisierung des afghanischen Hochschulwesens stellt eine unverzichtbare Grundlage für das Gelingen des zivilen Wiederaufbaus in Afghanis-tan dar. Zwar hat sich das afghanische Hochschulsystem seit dem Ende des Taliban-Regimes deutlich verbessert, doch gilt es, diese positive Entwicklung weiterzuführen. Die internationale Gemeinschaft wie auch der afghanische Staat selbst hat im Zuge des Wiederaufbaus erheblich in das Hochschulwesen des Landes investiert. Heute studieren laut dem afghanischen Ministerium für Hochschulbildung mehr als 250.000 junge Frauen und Männer an 31 staatlichen und 70 privaten Hochschulen. Der Frauenanteil liegt dabei bei ca. 20 Prozent. 2001, im letzten Jahr der Taliban-Herrschaft, gab es landesweit nur ca. 8.000 Studierende. Das sind einerseits ermutigende Zahlen. Andererseits schlossen im Jahr 2013 ca. 300.000 afghanische Schülerinnen und Schüler ihre Schulausbildung mit einer Hochschulzugangsberechtigung ab, die Hochschulen Afghanistans konnten jedoch nur 120.000 davon einen Studienplatz anbieten. Die Anzahl derjenigen jungen Afghaninnen und Afghanen, die studieren wollen, wird aufgrund der jungen Bevölkerungsstruktur des Landes und des sich verbessernden, wenn auch immer noch unzureichenden Schulwesens in den kommenden Jahren kontinuierlich steigen, was die Hochschulen zusätzlich unter Druck setzt. Hierbei kann die internationale Gemeinschaft, staatliche wie nichtstaatliche Akteure, einen erheblichen Beitrag leisten, nicht nur auf bloßer finanzieller Ebene, sondern auch mit beispielhaften und punktuellen Projekten zur Verbesserung einzelner Aspekte der Lehre, Forschung, Verwaltung und Infrastruktur der Hochschulen, u.a. in Form von Universitätskooperationen oder Austauschprogrammen und Stipendien für Studierende und Lehrkräfte. Unbestritten ist, dass Bildung ein wichtiges Fundament zur Schaffung einer stabilen und friedlichen Gesellschaft sein kann. |
ZielHauptziel der Veranstaltung war, bei den politisch Verantwortlichen, aber insbesondere auch bei allen in Bezug auf die Lage Afghanistans interessierten zivilgesellschaftlichen Akteuren und demokratischen Parteien in Berlin verlässliche Informations- und Handlungsgrundlagen für eine Ziel führende zivile Entwicklungsstrategie und wirksame Maßnahmen einer langfristig angelegten Struktur- und Aufbauhilfe zu schaffen bzw. zu festigen. Wesentlicher Teil der intendierten Aufklärungsarbeit war die Herausarbeitung eines realistischen Bildes der Chancen und fortbestehenden Gefährdungen für eine Entwicklungsstrategie, die individuellen Aufstieg und gesellschaftlichen Fortschritt durch Bildung in den Mittelpunkt stellt ohne die widersprüchlichen Erfolgsbedingungen einer solchen Strategie, nach denen persönliche und kollektive Entwicklung durch Bildung einerseits von Fortschritten im Bereich der Sicherheit abhängt, andererseits aber mit der Förderung der Fähigkeit und Bereitschaft zur zivilen Konfliktregelung auch ein Mehr an persönlicher und kollektiver Sicherheit hervorbringt, aus den Augen zu verlieren. Die Adressatinnen und Adressaten wurden auf einem Lernprozess mitgenommen, dessen Lernziel die Fähigkeit eines ergebnisorientierten Umgang mit einer widersprüchlichen Gesamtsituation in Afghanistan ist, die einerseits von Rückschlägen bei der Sicherheitslage und Defiziten beim Aufbau rechenschaftsfähiger Staatsorgane, anderseits aber von einer spürbaren Erweiterung des individuellen und gesellschaftlichen Entwicklungspotentials insbesondere durch den Ausbau des Bildungs- und Hochschulwesen, zunehmende Möglichkeiten der Mediennutzung und einen besseren internationalen Austausch geprägt ist. |
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| 2014 | Paulo Freire Gesellschaft e. V. | Lernen im gegenseitigen Austausch chilenischer und deutscher Lehrer_innen | Deutschland |
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www.pfg-berlin.org |
BeschreibungDie Paulo Freire Gesellschaft e.V. (PFG) in Zusammenarbeit mit dem Paulo Freire Institut (PFI) führt seit 16 Jahren erfolgreich Fortbildungskurse für chilenische Lehrer/innen zu den Themen „Berücksichtigung sozialer Probleme in Unterricht und Schule“ durch. Eine Mischung aus der Notwendigkeit für solche Programme, die in der Situation der chilenischen Bildungslandschaft begründet liegt, und einem hohen Interesse und persönlichen Einsatz der beteiligten Lehrerinnen und Dozentinnen auf beiden Seiten haben dazu geführt, dass dieses Projekt stetig ausgeweitet werden konnte und auf ein wachsendes Netzwerk von engagierten Lehrerinnen, Dozentinnen und Helferinnen zurückgreifen kann. So entstand beispielsweise aus Rückbesuchen in Chile 2003 die Organisation der Lehrerfortbildung „Vagamundos“ und unter Federführung des PFI die Initiative „Lehrerinnen ohne Grenzen“. 2013 fand ein zweiter, drei-wöchiger Rückbesuch von 19 chilenischen Lehrer_innen nach Berlin statt, der das Thema "Zum Zusammenhang von Erinnerungsarbeit und Inklusion"hatte. Ein weiterer Schritt war in 2014 die Etablierung verlässlicher Schulpatenschaften von chilenischen und Berliner Schulen. Mit verbindlichen Schulpatenschaften strebt das PFG einen kontinuierlichen gegenseitigen Austausch von Lehrerinnen und Schülerinnen an und will zu diesem ausdrücklich ermutigen. Die Lehrer_innen von den teilnehmenden Berliner und Brandenburger Schulen können auf diesem Wege mit den Kollegien von verschiedenen Schulen in Chile in einen längerfristigen Austausch auf Augenhöhe kommen und sich über didaktische und ethische Grundlagen von Bildung auseinandersetzen. Hierbei ging es nicht primär um eine wissenschaftlich theoretische Auseinandersetzung, sondern um ein erfahrungsorientiertes Lernen, immer ausgehend von der konkreten Unterrichtspraxis. Zur Zielerreichung eines längerfristigen Austausches auf Augenhöhe von Kolleg_innen verschiedener Länder war das Modell von Schulpatenschaften „Lernen im gegenseitigen Austausch“ ein konkreter Ansatz. Auf dem Hintergrund der anhaltenden Proteste von Schülerinnen gegen die Privatisierung von Bildung und der Kritik von mehr als 100 Hochschuldozentinnen gegen den politischen Missbrauch der Ergebnisse von Vergleichsprüfungen haben wir bei dieser Reise stärker das Problem der Vergleichsprüfungen aufgriffen. Seitdem Chile 2010 der OECD beigetreten ist, werden die Prüfungen zur Selektion der besten Schülerleistungen genutz und von den Politikern als Machtinstrument zur Kontrolle und Einschüchterung der Lehrer_innen eingesetzt. Heute kann sich kaum eine Schule leisten auszuscheren, alle lernen für die Prüfungen und die Auseinandersetzung mit Bildung für eine friedvolle Zukunft geht immer mehr verloren. |
ZielAllgemeines Ziel: Chilenische und deutsche Lehrer_innen, die sich über Fortbildungen in Deutschland und in Praktika an Berliner Schulen kennengelernt haben, tauschen sich über ihre Erfahrungen aus und reflektieren die kulturellen und ethischen Grundlagen von Bildung; Spezifische Ziele:
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| 2014 | JOLIBA - Interkulturelles Netzwerk in Berlin e.V. | Kinderbuch: Joliba heißt großer Fluß | Deutschland |
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www.joliba.de |
BeschreibungDas Buch enthält fantasievolle Darstellungen verschiedenster Flüsse der Welt, welche durch Lieder, Geschichten und liebevoll gemalte Kunstwerke von Kindern unterstrichen werden. Das Kinderbuch „Joliba heißt großer Fluss“ hat viele Elemente, die es Erzieherinnen, Lehrerinnen, Eltern und anderen Erwachsenen ermöglichen, mit ihren Kindern über kulturelle Vielfalt und Verbindungen zwischen den Kulturen zu sprechen. Für Kinder ist es wichtig sich selbst und ihre Erfahrung im öffentlichen Raum gespiegelt zu sehen, was besonders in der frühkindlichen Erziehung eine große Rolle spielt. Hierbei will unser Kinderbuch unterstützen und anregen. Dieses Kinderbuch ist ein wichtiges Werkzeug zur interkulturellen Erziehung und hilft die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer Religion und Kultur zu überwinden. Das Kinderbuch Joliba heißt großer Fluss! Entstand als Ergebnis eines Kindermalkurses im Joliba e.V. Das Projekt lief über zwei Jahre (2006-2008) und wurde im ersten Jahr von der jfsb und im zweiten Jahr durch Aktion Mensch - 5000x5000 Programm gefördert. 6-10 Kinder überwiegend mit afro-deutschen Wurzeln trafen sich in diesem Zeitraum jeden Samstag mit der Malerin Naomi Bendt um gemeinsam zu malen, Geschichten zu erzählen und im zweiten Jahr auch zu Tanzen. Sie malten sehr schöne Bilder mit Tieren und Pflanzen. Die Gruppenarbeit wurde auch photographisch dokumentiert. Aus den gemalten Bilder und den Fotos, ergänzt durch geografische Karten der Kontinente wurde ein Kinderbilderbuch gestaltet. |
ZielIn Deutschland gibt es kaum Kinder- und Jugendliteratur, in der schwarze oder interkulturelle Kinderbuchhelden und -heldinnen vorkommen. Immer wieder werden wir im Joliba nach solchen Büchern gefragt. Das Buch "Joliba heißt großer Fluss!" hat viele Elemente, die es Erzieher/innen, Lehrer/innen und Eltern ermöglichen mit ihren Kindern über kulturelle Vielfalt und Verbundenheit zwischen den Kulturen zu sprechen. Für Kinder ist es wichtig sich selbst und ihre Erfahrung im öffentlichen Raum gespiegelt zu sehen. Hier spielen Bilderbücher für die kleinen Kinder bis 10 Jahre eine große Rolle. A) Das vorliegende Buch bietet mit den Fotos der malenden Kinder, die an dem Projekt teilgenommen haben, Identifikationsvorbilder für schwarze Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund. B) Mit den Gedichten und Liedertexten über die Flüsse Niger und Nil werden den Kindern kulturelle Einblicke in die Gedankenwelt afrikanischer Kulturen gewährt und ihnen, durch die philosophische Tiefe und lyrische Form der Texte Respekt für afrikanische Kulturen vermittelt. C) Der Teil über die Kontinente und deren größte Flüsse bietet einen Anlass mit Kindern über geographische und kulturelle Aspekte von Flüssen zu sprechen. Flüsse verbinden Menschen und Kulturen. Sie sind Handels- und Transportwege, dienen als Nahrungsquelle und bieten Wasser zum Waschen und für Handwerksbetriebe. |
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| 2014 | Solidaritätsdienst International e. V. (SODI) | Bildungs-, Vernetzungs- u. Informationsreise zu Frauen u. LSBTIQ-Rechten in Namibia | Deutschland |
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www.sodi.de |
BeschreibungLEZ 13/40 "Postkoloniale Perspektiven in der entwicklungspolitischen Praxis" Mit diesem Projekt wurde eine postkoloniale Perspektive auf die Arbeit entwicklungspolitischer NRO geworfen. Diese Perspektive diente als Analysekategorie, die den Fokus auf Machtverhältnisse, Diskriminierung und Stereotype legt. Machtverhältnisse werden dabei nicht als unabhängig voneinander gedacht, sondern als verschränkt verstanden. Rassismus stellt im postkolonialen Verhältnis und somit vor allem in den Projekten der Entwicklungszusammenarbeit eine wichtige Machtform dar, sie tritt aber immer verschränkt mit anderen Machtformen, wie beispielsweise Sexismus oder Klassismus, auf und muss also auch derart analysiert werden. Im Mittelpunkt der Perspektive stehen historisch gewachsene Strukturen und hierauf basierendes, erlerntes diskriminierendes Verhalten von Menschen untereinander. Das Projekt basierte auf dem von glokal e.V. im Jahr 2012 durchgeführten Projekt „Postkoloniale Perspektiven auf die Arbeit entwicklungspolitischer NRO“ und knüpft an dieses an. Durch drei Tagesworkshops sowie eine Wochenendfortbildung wurde der weiter bestehenden Bedarf hinsichtlich der Beschäftigung mit Machtverhältnissen in der Bildungs-, Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit von entwicklungspolitisch aktiven NRO bedient und gleichzeitig auf den Arbeitsbereich der sogenannten interkulturellen Öffnung erweitert. Mit dem Format der Inhouse-Workshops, die mit acht NGOs durchgeführt wurden, Einzelberatungen, von denen sechs durchgeführt wurden, wurde auf den Wunsch entwicklungspolitischer NRO eingegangen, individuell Beraten und Begleitet zu werden. Mit dem Projekt hat glokal e.V. eine macht- und rassismuskritische Auseinandersetzung mit der Arbeit von Organisationen der EZ befördert und alternative Handlungsmöglichkeiten zu diskriminierenden Praxen ermöglicht. So wurde eine Reduzierung von rassistischen und stereotypen Repräsentationsmustern erreicht, die in Deutschland immer noch präsent sind. Des Weiteren wurden auch strukturelle Machtverhältnisse offengelegen, um sie so verringern zu können. Durch das Projekt wurden Handlungsoptionen erarbeitet und Möglichkeitsspielräume ausgelotet, wie eine machtsensible und diskriminierungsfreie entwicklungspolitische Arbeit möglich gemacht werden könnte. Das Das Projekt hat das bestehende starke Interesse und die Rückmeldungen seitens ehemaliger Teilnehmender, die eigene Bildungs-, Öffentlichkeits- und Projektarbeit zu verbessern, aufgriffen und unterstützt. Durch eine praxisorientierte gemeinsame Reflexion der aktuellen Situation, der kritischen Reflexion der eigenen Arbeit sowie der Erarbeitung neuer Herangehensweisen wurde eine Vermeidung von Rassismus in seinem Zusammenspiel mit anderen Machtverhältnissen (in Bezug auf Geschlecht, Sexualität, ökonomische Situation, Gesundheit etc.) in entwicklungspolitischer NRO-Arbeit in Berlin und bundesweit angestoßen und befördert. Die Teilnehmenden wurden befähigt, ihre Arbeit eigenständig und selbstkritisch zu reflektieren. Das Projekt widmete sich diesem weiterhin dringenden Problem der Reproduktion von asymmetrischen Machtverhältnissen in der EZ auf mehreren Ebenen und in verschiedenen Bereichen von entwicklungspolitischem Engagement. |
ZielDurch die Ausstellung und Veranstaltungen wurde auf den Aktivismus von lesbischen Frauen und Menschenrechtsorganisationen wie dem WLC in Namibia hingewiesen und damit eine stärkere Aufmerksamkeit im Globalen Norden erreicht. Die öffentliche Ausstellung der von den lesbischen Frauen aufgenommenen Fotos informierte zum einen die deutsche Öffentlichkeit über die Situation der Frauen in Namibia. Gleichzeitig wurden damit auch die Sichtbarkeit und die Selbstachtung der Frauen gestärkt, da ihre Existenz und Situation international wahrgenommen und anerkannt wurden. Es ist davon auszugehen, dass dies die Identitätsarbeit und den Widerstand gegen Homophobie, Ausgrenzung und Gewalt der betroffenen Frauen stärkt. Darüber hinaus wurden Kontakte zwischen WLC als Vertreterinnen zivilgesellschaftlicher Akteure in Namibia und entwicklungs- und menschenrechtspolitischen Organisationen, die in Deutschland zu LSBTIQ-Themen arbeiten, hergestellt und gestärkt. Damit wird das Thema LSBTIQ in Afrika stärker als bisher in den hiesigen gesellschaftspolitischen Diskurs einbezogen. Gleichzeitig stärkt die Vernetzung mit deutschen Akteuren und eine mögliche daraus erwachsende Zusammenarbeit das WLC in seiner Arbeit und hat somit auch positive Auswirkungen auf das zivilgesellschaftliche Engagement zu Themen wie Feminismus und Homophobie in Namibia. |
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| 2014 | Gesellschaft für Humanistische Fotografie e. V. | Visionen für eine global gerechte Zukunft – Plakataktion und Workshops | Deutschland |
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www.humanistischefotografie.de |
BeschreibungZur Lösung globaler Herausforderungen ist es nötig, dass jede/r BürgerIn ihren/seinen Beitrag leistet. Jedoch mangelt es oft daran, Empathie für die weit entfernt scheinenden Menschen im globalen Süden und deren Lebenssituation zu entwickeln und daraus Konsequenzen für unser Handeln im Alltag zu ziehen. Mit Hilfe eines „Open Calls“ haben wir Fotografen/innen aus der ganzen Bundesrepublik dazu aufgerufen, uns Bildmaterial zu den Themen „Ernährung, Verkehr, Klima, Konsum, Migration und Zivilgesellschaft“ zuzusenden. Die Foto- und Textserien sollten nur den Status Quo in den Transformations- und Entwicklungsländern thematisieren. Sie sollten darauf abzielen, uns unse-re (Mit)-Verantwortung an den aktuellen Situationen zu verdeutlichen und realistische Handlungsoptionen formulieren, mit denen wir als KosumentInnen und BürgerInnen in einem westlichen Industrieland zu einer global gerechteren Welt beitragen können. Sie sollten Visionen, Konzepte und Ideen für eine andere, eine global gerechte Gesellschaft in Deutschland, Europa und der Welt aufzeigen. Aus allen eingesendeten Beiträgen wählte eine Jury diejenigen aus, die o.g. Thematiken am ein-drücklichsten visualisierten und denen es am besten gelang, eine Brücke zwischen dem Leben im globalen Norden und den Problematiken im globalen Süden zu schlagen. Präsentiert wurden die Ergebnisse, ergänzt durch Hintergrundinformationen, vom 21. Oktober bis zum 3. November 2014 im Rahmen des 6. Europäischen Monats der Fotografie auf 20 großformatigen Außenwer-beflächen im U-Bhf Berlin Alexanderplatz. Der stark frequentierte Präsentationsort unterstich die Wichtigkeit und Aktualität der Themen. Begleitet wurde die Ausstellung durch eine projekteigene Website, einen 5-minütigen Kurzfilm sowie einer Kampagne in den Sozialen Medien. CHANGING REALITIES erreichte so im Projektzeitraum etwa 2,06 Mio Personen. Parallel zu der Ausstellung veranstalteten wir einen 6-tägigen Workshop für Erwachsene im Alter von 28 - 42 Jahren. In dessen Rahmen entwickelten die Teilnehmenden eigene Fotoserien zu o.g. Themen. Die WS-Ergebnisse wurden online publiziert und können unter http://blog.gfhf.eu eingesehen werden. Zielgruppen des Projektes waren: – FAHRGÄSTE AM U-BHF. ALEXANDERPLATZ – BESUCHERINNEN UND BESUCHER DES 6. EUROPÄISCHEN MONATS DER FOTO-GRAFIE – VERTRETERINNEN UND VERTRETER VON MEDIEN – ERWACHSENE im Alter zwischen 28 und 42 Jahren: Gesamt 15 TN an dem Workshop Erreichte Personenzahl im Projektzeitraum: etwa 2,06 Millionen. |
ZielZIEL 1 Eine breite Öffentlichkeit wird auf den Zusammenhang zwischen den Problemen der Menschen im globalen Süden und der Lebensweise der Menschen im globalen Norden aufmerksam ge-macht. Eine Bewusstseinserweiterung soll angeregt sowie die Reflexion eigener Lebens- und Konsumgewohnheiten und möglichst auch eine Verhaltensänderung angestoßen werden. ZIEL 2 Die WS-TeilnehmerInnen werden sich der Bedeutung der globalen Herausforderungen und dringend notwendigen Lösungsmöglichkeiten bewusst, lernen konkrete Lösungsvorschläge, die von jeder/m einzelnen BürgerIn anwendbar sind, kennen und setzen sich intensiv mit The-matiken der Globalen Gerechtigkeit auseinander. ZIEL 3 Bei Teilen der Bevölkerung wird das Interesse geweckt, sich stärker mit epol. Themen auseinan-derzusetzen. Diese BürgerInnen haben die Möglichkeit, sich auf der Projektwebsite intensiv mit den Inhalten zu beschäftigen sowie ihre Kommentare und Anregungen dort zu posten. |