Alle von der LEZ geförderten Projekte lassen sich in der Projektdatenbank finden und filtern.
| Jahr | Träger | Projektname | Land | Finanzen | Homepage | ||||||
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| 2014 | Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung e. V. | Ernährung Global- Nutrición global | El Salvador, Nicaragua |
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www.kate-berlin.de |
BeschreibungIm Projekt "Ernährung Global - Nutrición global" setzten sich Jugendliche und junge Erwachsene aus Deutschland, Nicaragua und El Salvador mit der globalisierten Lebensmittelproduktion auseinander. Sie wurden erhielten Kompetenzen um ihre Lebenssituation selbst zu verändern und tragen so zur Armutsbekämpfung in ihren Ländern aktiv bei. Im Zentrum des Projektes stand die inhaltliche Auseinandersetzung mit unserem Ernährungssystem: Woher kommt unser Essen? Wie wird es produziert und welche Auswirkungen hat das auf Umwelt, Klima und Menschen? Was bedeutet Ernährungssouveränität und wie kann dieses Konzept zur Armutsbekämpfung beitragen? Neben der Vermittlung von Sachinformationen kam der Partizipation der Jugendlichen aus den drei Ländern eine große Rolle zu. Mit spannenden öffentlichkeitswirksame Aktionen wie einem Flashmobs machten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf ihr Anliegen aufmerksam, sie setzten sich für Veränderungen in der Gesellschaft ein legten Schulgärten an, deren Erträge die Lebenssituation der Schüler*innen unmittelbar verbesserten. |
ZielZiel 1: Jugendliche und jungen Erwachsenen sind zum verantwortungsbewussten Handeln in Bezug auf Ernährungsthemen im globalen Kontext sensibilisiert. Durch Workshops haben sie neue Kenntnisse erlangt und Handlungsmöglichkeiten zu folgenden Themen abgeleitet: a) globalisierte Produktion von Nahrungsmitteln, b) Verpackung von Nahrungsmitteln, c) Konsum und Nachhaltigkeit am Beispiel der Ernährung, d) Nahrungsmittelverschwendung und Nahrungsmittelverlust und e) Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität. Ziel 2: Die Fähigkeit zu Empathie und zum Perspektivwechsel von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist durch persönlichen interkulturellen Austausch mit Hilfe von Begegnungsreisen (u.a. ENSA) und Austauschprojekten (ASA-Süd-Nord) gestärkt. Ziel 3: Süd-Nord-Schulpartnerschaften sind gestärkt und werden unterstützt. |
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| 2014 | FairBindung e. V. | Golden Globe – filmreife Ideen für eine zukunftsfähige Welt | Deutschland |
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www.fairbindung.org |
BeschreibungAlle im Projekt durchgeführten Bildungsveranstaltungen (Projektwochen und Seminarfahrt) behandelten das Thema „Klimafreundliche Ernährung und Fleischkonsum“. Dabei erarbeiteten sich die Schüler/innen Perspektiven auf die Themen Klimawandel, Regenwaldabholzung, Massentierhaltung und Sojaanbau. Das Lernmedium und die Hauptmethode des Projektes war die Erstellung eines Kurzfilms durch die Teilnehmenden. Im Projekt entstanden insgesamt 14 Filme. Diese wurden im Rahmen von Schulabschlussfeiern, Einschulungen, Tagen der offenen Tür, einem Sommerfest und einem Elternabend ausgestrahlt und von den Schüler/innen vorgestellt. Durch den Einsatz des Films als Lernmedium bekamen die Schüler/innen die Möglichkeit, sich nicht nur inhaltlich sondern auch kreativ und emotional mit einem Thema des Globalen Lernens auseinanderzusetzen. Mit den Filmen erschufen sie Produkte, auf die auch im weiteren Unterricht Bezug genommen werden kann. |
ZielNeben dem neuen Wissen zu globalen Zusammenhängen lernten die Schüler/innen verschiedene Handlungsmöglichkeiten (Informationsverbreitung, Demonstrationen, Änderung des eigenen Konsumverhaltens, Kampagnen etc.) und die Rolle der Medien in diesem Feld kennen. Durch die Erschaffung eigener Filme gewannen die Teilnehmenden einen persönlichen und positiv besetzten Zugang zu den behandelten Themen und möglichen Lösungsansätzen. Die Schüler_innen, die sich selbst oft als machtlos gegenüber globalen Herausforderungen sehen, erlebten so, dass sie selber zu Akteuren in diesem Spannungsfeld werden können. Entgegen der ursprünglichen Erwartung, dass der Kurzfilm als Instrument und Handlungsoption angesichts globaler Herausforderungen dienen kann, hat dieser rückblickend eher die Funktion eines Lernmediums angenommen. Die Handlungsmöglichkeiten, die die Teilnehmenden während des Projektes kennenlernten, bezogen sich vor allem auf zivilgesellschaftliches und politisches Engagement. |
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| 2014 | FairBindung e. V. | Endlich Wachstum | Deutschland |
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www.fairbindung.org |
BeschreibungMit dem Projekt "Endlich Wachstum" soll die Möglichkeit geschaffen und erweitert werden die Auseinandersetzung zum Thema zukunftsfähiges Wirtschaften im allgemeinen und Wachstum und Ernährung im speziellen, insbesondere auch im Bildungskontext zu verankern, eine breitere Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren. Dabei soll neben dem Verständnis der Zusammenhänge vor allem auch der Blick auf eine wünschenswerte Zukunft gelegt werden. Hierfür wird auf vier verschiedenen Ebenen gearbeitet: In Kooperation mit dem INKOTA-Netzwerk und anderen Partnern wird ein Themenheft entstehen, dass sich dem Thema Wachstum und Ernährung widmet, um diese beiden sehr großen und komplexen Themen auf praktische und integrierende Weise miteinander zu verbinden.Daneben steht die Befähigung von Multiplikatorinnen, das Thema selbständig im spezifischen Arbeitskontext sowohl mit Hilfe des Methodensets „Endlich Wachstum! - Wirtschaftswachstum – Grenzen – Alternativen, Materialien für die Bildungsarbeit“, als auch mit dem neu entstehenden Themenheft zu Wachstum und Ernährung anwenden zu können, um diese in ihrem Engagement für das Globale Lernen zu stärken. Als weiterer Baustein wird die direkte Nutzung des Methodensets und des Themenheftes in der Arbeit mit jungen Erwachsenen zur Ermöglichung einer intensiven thematischen Auseinandersetzung und der Entwicklung von Handlungskompetenzen angestrebt. Hierfür werden mehrtägige Seminare für junge Menschen zwischen 15 und 32 Jahren angeboten. Ebenfalls werden Tagesworkshops angeboten, in denen mit Hilfe der beiden Methodenhefte eine Auseinandersetzung mit der Thematik erfolgt. Um auch diejenigen Menschen zu erreichen, die nicht direkt im Bildungssystem verankert sind, werden interaktive Stadttouren in Berlin angeboten, die sich insbesondere mit positiven Praxisbeispielen einer nachhaltigen Wirtschaft beschäftigen und für die breite Öffentlichkeit, Kiezbewohnerinnen oder bspw. Touristen offen stehen. |
ZielDas Projekt „endlich Wachstum – Perspektiven für eine nachhaltige Wirtschaft“ trägt gezielt dazu bei, die Thematik nachhaltiges Wirtschaften im Allgemeinen und den Zusammenhang von Wachstum und Ernährung im Speziellen stärker in das Globale Lernen/die Bildung für Nachhaltige Entwicklung zu verankern sowie in das öffentliche Bewusstsein zu bringen. In der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit bietet das Projekt geeignete Zugänge zu dieser komplexen Thematik. |
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| 2014 | Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Kreuzberg-San Rafael del Sur e. V. | Essen macht hungrig- Der globalisierten Ernährung auf der Spur | Deutschland |
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www.staepa-berlin.de |
BeschreibungDurch die zunehmende Relevanz des Themas Welternährung im Rahmen des Globalen Lernens bekommen auch die Begriffe der Ernährungssouveränität (Food Sovereignty) und der Ernährungssicherheit (nutrition security) eine immer stärkere Bedeutung. Diese Begriffe zeichnen sich allerdings durch eine große globale Komplexität aus. Ernährungssicherheit umfasst neben dem Zugang zu quantitativ und qualitativ angemessener Nahrung auch den Zugang zu ausreichender Gesundheitsversorgung und sozialer Fürsorge einschließlich einer gesunden Umwelt, sauberem Trinkwasser und sanitärer Einrichtungen.Für die Gewährleistung von Ernährungssicherheit sind insbesondere die Landwirtschaft, das Gesundheitssystem und das Bildungswesen gefragt. Während der Begriff Ernährungssicherheit sich ausschließlich auf den Zugang zu Nahrung bezieht und eher technischer Natur ist, fragt das Konzept der Ernährungssouveränität weitergehend danach, wo die Nahrungsmittel herkommen, wer sie produziert und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Anders als Ernährungssicherheit ist Ernährungssouveränität als politisches Konzept zu verstehen, das verschiedene Politikfelder miteinbezieht. Hier wären beispielsweise die geltenden Bedingungen der Agrarpolitik oder die Strukturanpassungsauflagen des Internationalen Währungsfonds und andere internationale Regelwerke zu nennen, welche negativen Einfluss auf die Arbeitsbedingungen der Landarbeiter haben. Eine umfassende Analyse des Begriffs findet im schulischen Kontext jedoch in den seltensten Fällen statt. Allerdings wirken sich nicht nur die zurzeit in der Agrarpolitik bestehenden politischen Rahmenbedingungen negativ auf die Herstellung einer weltweiten Ernährungssouveränität aus, sondern auch das Konsumverhalten jedes/r Einzelnen spielt eine Rolle. Um den Schülerinnen die Folgen der globalisierten Lebensmittelproduktion, und dabei insbesondere die ungleichen Bedingungen für Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität, zu verdeutlichen sowie ein Bewusstsein für den eigenen Beitrag zu globalen Entwicklungen zu schaffen, stellt der direkte Nord-Süd-Dialog im Rahmen eines internationalen Austauschprogramms ein sehr geeignetes Instrument dar. Um die Lehrerinnen bei der Vermittlung der differenzierten Sachverhalte zu unterstützen, sind jedoch externe Expertinnen erforderlich, die die Bedeutung von Ernährungssouveränität aus eigener Anschauung schildern und in lebendige Unterrichtseinheiten und Projekttage umsetzen können. Mit einem von den beteiligten NRO begleiteten sechsmonatigen Einsatz von kompetenten Referentinnen aus Berlin und Nicaragua an den jeweiligen Partnerschulen im Rahmen eines ASA-Süd-Nord-Projekts werden diese Bedingungen in idealer Weise erfüllt. Das Projekt bedarf jedoch einer entsprechenden Kofinanzierung, da ASA lediglich eine Teilfinanzierung gewährleistet. |
Ziel2 deutsche und 2 nicaraguanische ASA-Teilnehmende haben sich während eines jeweils dreimonatigen Arbeitseinsatzes im Rahmen des Globalen Lernens an Berliner bzw. nicaraguanischen Schulen umfassend mit den Themen globalisierte Lebensmittelproduktion, Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität auseinandergesetzt und weit reichende Kenntnisse zu den Themen erlangt. Sie kennen die globalen sozialen Auswirkungen ihres Handelns und orientieren ihr Konsumverhalten sowie ihr gesellschaftspolitisches Verhalten an diesem Wissen. 120 Berliner Schülerinnen und 180 nicaraguanische Schülerinnen haben sich im Rahmen eines begleiteten ASA-Süd-Nord-Projekts in Kooperation mit 4 entwicklungspolitischen NRO in Berlin und Nicaragua intensiv mit globalen und lokalen Aspekten der Lebensmittelproduktion, Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität beschäftigt. Sie kennen den Zusammenhang zwischen dem eigenen Konsumverhalten und dessen Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Nicaragua und in Deutschland und sind befähigt auf Grundlage des erworbenen Wissens ihre eigenen Interessen und die aus ihren Handlungen entstehenden Konsequenzen zu analysieren. 15 Lehrer_innen in Berlin und Nicaragua haben Grundkenntnisse zu den Themen globalisierte Lebensmittelproduktion, Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität erworben. Teile der Berliner Öffentlichkeit wurden im Rahmen einer von den ASA-Teilnehmenden durchgeführten öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung über das Thema informiert. |
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| 2014 | LISTROS e. V. | LIGHT MY MIND | Deutschland |
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BeschreibungIn dem dreitägigen Workshop LIGHT MY MIND konnten den Schülerinnen der Klassenstufe 5 bis 8 Impulse zu einem Perspektivwechsel gegeben werden: trotz der materiellen Benachteiligung der äthiopischen Jugendlichen gegenüber den deutschen Schülerinnen haben sie viele Träume, Werte und Wünsche gemeinsam. Mit dem Projekt konnte Toleranz und Offenheit für Anderslebende generell gefördert werden. Dieser Ansatz des globalen Denkens wurde auch auf energie- und entwicklungspolitische Fragen anhand der Solarenergie in Deutschland und Äthiopien angewandt. Die Schülerinnen fanden nicht nur heraus, wieviel Strom sie verbrauchen und wie er gewonnen wird, sondern verglichen die Resultate mit Äthiopien, wodurch ein Bewusstsein für die Notwendigkeit des verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen geschaffen werden konnte. Anhand von Beispielen im entwicklungspolitischen Kontext konnten die Schülerinnen die Vorteile der Nutzung von Solarenergie sowohl in Deutschland als auch in Äthiopien nachvollziehen. Den Höhepunkt des Projektes bildete die Gestaltung einer eigenen Solarlampe, die sowohl die emotional- emphatischen als auch die rational-praktischen Erkenntnisse der Workshoptage in sich vereinte. Beispielland Äthiopien LISTROS e.V. hat als Arbeitsschwerpunkt den Dialog zwischen Deutschland und Äthiopien und zielt auf gegenseitige Verständigung, das Entdecken von Gemeinsamkeiten und einen Perspektivwechsel zwischen den Menschen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die jugendlichen Listros in Äthiopien, die aufgrund der gesellschaftlichen Bedingungen dort neben der Schule arbeiten, um für ihre Bildung und damit für eine bessere berufliche Zukunft Geld verdienen. Respekt und Wertschätzung ihrer Eigeninitiative leiten unsere Arbeit. Informationen über und authentische Materialien von äthiopischen Jugendlichen ermöglichen innerhalb der Projekttage einen empathischen Bezug für die Berliner SchülerInnen. Nahe am Äquator gelegen wird es in Äthiopien gegen 18 Uhr dunkel und gegen 6 Uhr morgens hell. In den Großstädten sind Stromausfälle alltäglich. Außerdem sind die Stromkosten im Vergleich zum Einkommen sehr hoch und für viele Familien nicht erschwinglich. Die eingesetzten Medien, praktische Übungen und Informationsvermittlung zeit, dass es für den bestehenden Mangel in Äthiopien eine Ressource (Sonne) gibt, die in der Nutzung als Solarenergie hervorragend zur Lösung des Problems geeignet ist. Ihr Einsatz verbessert den Lebensalltag auch von Jugendlichen, schafft neue Möglichkeiten in der abendlichen Kommunikation und eröffnet neue Berufszweige. Die kognitive Wissenvermittlung wird durch die kreative Gestaltung von Plakaten und einer Solarlampe vertieft. |
Ziel
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| 2014 | Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e. V. | Alternative Rohstoffpartnerschaften zwischen Nord und Süd: Erfahrungen und Perspektiven | Deutschland |
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www.fdcl-berlin.de |
BeschreibungDie in Deutschland, der EU und anderen Industriestaaten in der jüngsten Zeit ergriffenen rohstoffpolitischen Maßnahmen konzentrieren sich zumeist auf Aspekte der Versorgungssicherheit, während die sozialen, menschenrechtlichen und ökologischen Folgen des Abbaus von energetischen und mineralischen Rohstoffen in den Lieferländern unterbelichtet bleiben. Doch tragen Deutschland und die EU in dieser Hinsicht eine ganz besondere Verantwortung: Die EU ist der größte Rohstoffimporteur der Welt und innerhalb Europas ist Deutschland als wichtigster Industriestandort der größte Rohstoffverarbeiter. Die offizielle deutsche Rohstoffstrategie wird mittlerweile durch erste bilaterale Rohstoffpartnerschaften mit Erzeugerländern ergänzt. Die soziale und ökologische Nachhaltigkeit des Minensektors wird in diesen Dokumenten zwar angesprochen, aber nicht als verbindliches Kriterium verankert. Vor diesem Hintergrund beginnt in der Zivilgesellschaft von Export- und Importländern eine Diskussion darüber, wie alternative Rohstoffpartnerschaften aussehen könnten, die Entwicklungs-, Menschenrechts- und Umweltfragen gleichrangig und verbindlich in die offiziellen Maßnahmen integrieren, so dass sie nicht dem dominanten Versorgungsinteresse geopfert werden. Während hinsichtlich der finanziellen Transparenz zwar erste Fortschritte erzielt wurden, bleiben die sozialen, menschenrechtlichen und ökologischen Folgen des Bergbaus auf internationaler Ebene jedoch noch immer weitgehend unreguliert, seien es die Verschmutzung von Wasserquellen durch Abraum und chemische Rückstände, Gesundheitsbelastungen von AnwohnerInnen und ArbeiterInnen, die Vertreibung oder Umsiedlung ganzer Dörfer, die Ernährungsunsicherheit durch Landnahmen für Minen oder die Verletzung von Gewerkschaftsrechten. Die folgenden Aktivitäten wurden im Rahmen des Vorhabens in 2014 durchgeführt: 1 x Hintergrundbroschüre, 1 x Entwicklungspolitischer Fachworkshop, 1 x MultiplikatorInnen-Workshop, 6 x Film- u. Diskussionsveranstaltung, 4 x Einzelveranstaltung(inkl. externe Vorträge). |
Ziel1) In der deutschen Öffentlichkeit ein besseres und realistischeres Verständnis für die Notwendigkeit und die Möglichkeiten einer nachhaltigen Regulierung des Rohstoffsektors zu erreichen, 2) angesichts der Grenzen traditioneller Verbraucherpolitik die Notwendigkeit einer sozial-ökologisch nachhaltigen Regulierung des Bergbausektors zu vermitteln und dazu zu ermuntern, sich an diesbezüglichen Initiativen und Kampagnen zu beteiligen, 3) die Vorschläge von Betroffenen von Bergbaukonflikten in den Andenländern in die Diskussion um alternative Rohstoffpartnerschaften hier in Deutschland einzuspeisen, 4) das in den Andenländern vorhandene Meinungsspektrum sowie die dortigen gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse über den Umgang mit dem Bergbausektor hier in Deutschland bekannt und transparent zu machen. |
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| 2014 | Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag e. V. | Entwicklungsmetropole Berlin | Deutschland |
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www.eineweltstadt.berlin |
BeschreibungIm Bildungs- und Öffentlichkeitsprogramm des BER 2014 wurden in verschiedenen Veranstaltungen die Berliner Herausforderungen der laufenden internationalen entwicklungspolitischen Diskurse diskutiert und konkrete Handlungsoptionen für Zivilgesellschaft, Politik und Öffentlichkeit erarbeitet. Die einzelnen Projektelemente betonen inhaltlich wie strukturell die besondere Rolle Berlins als Hauptstadt und unterstreichen den entwicklungspolitischen Ansatz, dass eine glaubwürdige Entwicklungszusammenarbeit „vor der eigenen Haustür“, aber auch „in den eigenen Köpfen“ beginnen muss. Dabei haben die Maßnahmen insbesondere dazu beigetragen für entwicklungspolitische Implikationen auf Landesebene (Berlin) zu sensibilisieren, die öffentliche und fachliche Diskussion dazu anzuregen und zu entwicklungspolitischen Engagement zu motivieren. |
ZielDie hier in den einzelnen Projektelementen betonten Ziele verstehen sich als Teil laufender entwicklungspolitischer Debatten und Aktivitäten zum „Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft“ (MDG 8). |
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| 2014 | glokal - globalisierung und politisches handeln lernen e. V. | Postkoloniale Perspektiven auf entwicklungspolitische Praxis | Deutschland |
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www.glokal.org |
BeschreibungDie Reproduktion von Vorurteilen, kolonialen Stereotypen und Rassismus in der entwicklungspolitischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Partnerarbeit und dem Fairen Handel ist nach wie vor präsent. Die Inlandsarbeit von entwicklungspolitischen NRO erreicht viele Menschen in Deutschland und prägt das Bild von Menschen aus dem Süden, von Schwarzen Menschen und People of Color in Deutschland. Glokal e.V. hat mit dem LEZ-FEB kofinanzierten Projekt eine postkoloniale Perspektive in die Arbeit entwicklungspolitischer NRO eingebracht und Veränderungsprozesse hin zu weniger diskriminierender Praxis angestoßen. Die Postkoloniale und rassismuskritische Perspektive diente als Analysebrille, die den Fokus auf Machtverhältnisse legt. Im Mittelpunkt der Perspektive stehen historisch gewachsene Strukturen und hierauf basierendes, erlerntes diskriminierendes Verhalten von Menschen untereinander. Unterstützt durch Inputs und eine historische Einbettung der Geschichte von „Entwicklung“ wurden diese Mechanismen durch Referent_innen verdeutlicht. Im weiteren Verlauf der Veranstaltungen wurden die Teilnehmenden dazu befähigt eigene Fragen zu formulieren, ihre Arbeit daraufhin selbst zu analysieren und somit diese langfristig verändern zu können. Einzelne Aktivitäten des Projektes waren die
Zudem wurde an der Erstellung eines Ressourcenportals gearbeitet, das aber erst 2015 zur Veröffentlichung kommen wird. |
ZielZiel des Projektes war es, eine Reflexion der Arbeit von Organisationen der Zivilgesellschaft, die im entwicklungspolitischen Bereich tätig sind, anzuregen, zu unterstützen und auszuweiten. Weiter wurde zusammen mit am Projekt teilnehmenden NRO an einer Unterbrechung von rassistischen und stereotypen Repräsentationsmustern gearbeitet. Es wurden sowohl Handlungsoptionen erarbeitet, als auch Möglichkeitsspielräume für einzelne Arbeitsbereiche (z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Bildungsarbeit, Partnerschaftsarbeit) ausgelotet, diese Muster zu durchbrechen. Das Projekt hat Problembewusstsein schaffen und Veränderungsprozesse anstoßen können. Die Workshops und Fortbildungen haben aber auch gezeigt, dass eine längerfristige Beschäftigung mit postkolonialen Fragen für entwicklungspolitische NROs unumgänglich und bei weitem noch nicht abgeschlossen ist. Diese wurde mit einer NRO mithilfe der Prozessbegleitung begonnen, der Prozess wird 2015 weitergeführt. Das Ressourcenportal wird Bildungsmaterialien, die eine dezidiert postkoloniale Perspektive einnehmen, bündeln und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. |
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| 2014 | Afrika Medien Zentrum e. V. | Kenako-Afrika-Festival Berlin | Deutschland |
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www.amz-berlin.de |
BeschreibungUnter dem Motto "Migration und Vielfalt" führten wir vom 28.-31. Mai 2014 das KENAKO Afrika Festival auf dem Berliner Alexanderplatz durch. Mit Hilfe vielfältiger Veranstaltungen konnten wir den Bürger_innen Themen der Süd-Nord-Beziehungen mit besonderem Fokus auf Migration näher bringen und ihr Interesse an der Vielseitigkeit des afrikanischen Kontinents wecken. Durch differenzierte Auseinandersetzungen wurden die Teilnehmenden zu einem Perspektivenwechsel und zur Hinterfragung eigener Sichtweisen in Bezug auf Migration und Afrika angeregt. Um ein möglichst großes und breites Publikum anzusprechen, beruhte das Festival auf vier unterschiedlichen Formaten: 1. globales Lernen, bei dem in Podiumsdiskussionen, Workshops und Filmvorführungen kritisch diskutiert wurde; 2. Bühnenprogramm, das durch ein abwechslungsreiches kulturelles Programm und Vorstellung von Afrika-Initiativen das Interesse an der Vielfalt Afrikas weckte; 3. der Marktplatz als ideale Plattform für Kontakt und Austausch zwischen Menschen mit und ohne afrikanische Wurzeln, und 4. "Messe der Brückenbauer", auf der Afrika-Organisationen aus ganz Deutschland ihre wertvolle Arbeit in Deutschland und afrikanischen Ländern einem großen Publikum vorstellten und sich vernetzten. Zusätzlich veranstalteten wir vom 4.-5.10.2014 die ersten "Afrika-Tage der offenen Tür" ("KENAKO Reversed“), bei denen über 20 Afrika-Organisationen in ganz Berlin den Bürger_innen mit kleinen Veranstaltungen ihre Arbeit vorstellten. |
ZielDas KENAKO Afrika Festival diente in erster Linie dazu, Interesse für Afrika sowie Themen der Nord-Süd-Beziehungen und der Entwicklungspolitik zu wecken bzw. einen vertiefenden Einblick in diese zu gewähren. Indem sie sich mit diesen Thematiken beschäftigten, konnten sich die Besucher_innen von einseitigen Darstellungen und einem undifferenzierten Afrikabild distanzieren. Ebenso wichtig war es, die Besucherinnen und die Akteurinnen der Diaspora miteinander in Kontakt zu bringen und so für die Perspektiven anderer sensibilisiert zu werden. Hierbei wurde auf verschiedenste Perspektiven zum jeweiligen Thema eingegangen, weshalb der Austausch nicht selten sehr kontrovers verlief – gerade das entsprach unserem Ziel, von einseitigen Betrachtungen wegzuführen. Zudem wurden Lösungsmöglichkeiten/ Handlungsoptionen diskutiert und aufgezeigt. Ein Anliegen war es uns auch, stets den Bezug und damit die Relevanz entwicklungspolitischer und Nord-Süd-Fragen für das Leben des (der) Einzelnen deutlich zu machen. Dass unsere Ziele bezüglich Sensibilisierung, Austausch und Lerneffekt für die Besucher_innen definitiv erreicht bzw. teils sogar übertroffen wurden, bestätigten die Rückmeldungen der Teilnehmenden (über Evaluationsbögen, mündliche Befragungen, Gespräche). Den Zielen des Kenako Afrika Festivals verschrieben sich auch die „Afrika-Tage der offenen Tür“ in Berlin, wobei hier verstärkt auf die Vernetzung der bestehenden Afrika-Organisationen und die Generierung von neuem Engagement eingegangen wurde. |
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| 2014 | Hope Foundation e. V. | Bridging Cultures 2014 | Deutschland |
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www.hope-found.org |
Beschreibung„Bridging Cultures“ ist als interkulturelles Bildungsprojekt für Berliner Gymnasien und Oberschulen konzipiert und richtet sich dabei an SchülerInnen im Alter von 15 bis 20 Jahren der Sekundarstufe II. Es findet alljährlich von September bis Oktober an bis zu 12 Schulen statt und hat eine potentielle Reichweite von 720 SchülerInnen. Konkret für dieses Jahr kann berichtet werden, dass sieben Schulen mit insgesamt acht Workshops und hierbei insgesamt 415 erreicht werden konnten. Die jeweils zweitägigen Workshops waren in verschiedene Einheiten unterteilt: in der ersten präsentieren die ReferentInnen jeweils ihr Herkunftsland – dieses Jahr Brasilien, Ghana und Kirgisistan – und dessen Besonderheiten und die vorherrschenden Problematiken. Gleichzeitig wird allgemein der jeweilige Heimatkontinent – also Lateinamerika, Afrika und Asien – vorgestellt. Dies diente als Grundlage für die Entscheidung der SchülerInnen in welchem Workshop sie in den darauffolgenden anderthalb Tagen teilnehmen möchten. In dieser zweiten Einheit des ersten Tages werden in Workshopatmosphäre Hintergründe zur Globalisierung und den Millenniumentwicklungszielen um vertiefend auf länderspezifische Problemstellungen der jeweiligen Länder diskutieren zu können. Am zweiten Tag werden die Hintergründe zu den Problemstellungen vertieft um darauffolgend die SchülerInnen in Gruppen von bis zu sechs Personen selbstständig arbeiten zu lassen. Insgesamt waren wir während der gesamten Workshop-Zeit bemüht, die geschilderten globalen Zusammenhänge so neutral wie möglich darzustellen, ohne den SchülerInnen Perspektiven aufzuzwingen. Verschiedene Ansichten der SchülerInnen unter sich führten zu sehr interessanten Debatten. Vor allem bei den Themen Frauenquoten und Korruption war das der Fall. Das Thema Frauenquoten ist auch hierzulande und allgemein im globalen Norden ein sehr umstrittenes Thema und die Tatsache, dass man im globalen Süden, beispielsweise im Senegal und Tansania eine Frauenquote für die nationalen Parlamente hat, hat die SchülerInnen überrascht. Die Frage, ob solche Maßnahmen gut oder schlecht sind, wurde an fast jeder Schule als Grundsatzfrage scharf debattiert. Auf der anderen Seite lag es den ReferentInnen sehr am Herzen, das Nord-Süd-Gefälle und die globalen Zusammenhänge klischeefrei und offen und ehrlich darzustellen. Es sollte vermieden werden, dass stereotypenhafte, schematische Darstellungen der einzelnen Kontinente und Länder gemacht wurden. Wie die Präsentationen der SchülerInnen am Ende der Workshops zeigten, wurde ihr Verständnis für das facettenreiche Nord-Süd-Gefälle verbessert und darauffolgende Gespräche und Diskussionen scheinen zu belegen, dass für die Problematik insgesamt ein Interesse geweckt werden konnte. Projektpartner: Georg-Herwegh-Oberschule Paulsen-Gymnasium Herder-Gymnasium Max-Planck-Gymnasium Melanchthon-Gymnasium Jüdisches Gymnasium Otto-Nagel-Gymnasium |
ZielDas Ziel von Brigdging Cultures ist die Verbesserung des Verständnisses für globale Zusammenhänge und entwicklungspolitische Herausforderungen, sowie der Abbau von Vorurteilen bzw. der Aufbau interkultureller Beziehungen. Die SchülerInnen erlangen ein besseres Verständnis für fremde Kulturen und können sich bewusster mit internationalen Einflüssen in ihrem Alltag auseinandersetzen. Sie sind durch den Workshop motivierter, sich sozial zu engagieren. Darüber hinaus werden sie für die verantwortungsvolle Rolle der BRD und anderer Länder des Nordens im Hinblick auf die entwicklungspolitische Zusammenarbeit sensibilisiert. Langfristig kann angenommen werden, dass die SchülerInnen, die sich an der Schwelle zu ihrem Berufs- bzw. Universitätsleben befinden, zukünftig als MultiplikatorInnen für dieses globale Bewusstsein fungieren. Dies kann sowohl der Freiwilligendienst im Ausland, ehrenamtliche Mitarbeit bei Nichtregierungsorganisationen im Inland oder ein entwicklungspolitisch ausgerichtetes Berufsfeld sein. Durch gewecktes bzw. intensiviertes Interesse an entwicklungspolitischen Problemstellungen beschäftigen sich auch die in den Workshop eingebundenen Lehrkräfte der involvierten Schulen stärker mit diesen Thematiken und binden sie folglich vermehrt in den Unterricht ein. Dies führt letztendlich zu einer Aufnahme entwicklungspolitischer Problemfelder in den schulischen Lehrplan. |
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| 2014 | moveGLOBAL - Berliner Verband migrantischer-diasporischer Organisationen in der Einen Welt e. V. | Migrant/innen handeln fair und nachhaltig | Deutschland |
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www.moveglobal.de/ |
BeschreibungDie Diskussion unter Migrant/innen über das Handlungsfeld „Entwicklungspolitik“ zeigt, dass das Engagement der Diaspora in Deutschland bei dem Entwicklungsprozess im Süden als ein unabdingbares Voraussetzung voranzukommen angesehen wird. Der Mangel an Wahrnehmung und Partizipation von MDO in entwicklungspolitischen Inlandsarbeit ist nicht zu übersehen. Das Projekt zielte darauf, diesem Mangel entgegenzuwirken und letzten Endes zu überwinden. In dieser Hinsicht erweist sich Fairer Handel als ein geeignetes Handlungsfeld. Um die obigen Ziele zu verwirklichen, fokussierte sich das Projekt in erster Linie auf die Qualifizierung von Migran/tinnen zu Multiplikator/innen im Fairen Handel. Da der Faire Handel global agiert, war es notwendig zusätzlich außerplanmäßige Begleitworkshops einzubauen, um den Globalisierungseffekt zu entsprechen. Demzufolge wurde das Programm des Auswertungstages um den Workshop “Globalisierung des Handels: Fluch oder Segen für den Süden?“ ergänzt. Das Gelingen der Entwicklungspolitik fordert ein tatkräftiges Engagement der Menschen von den beiden Erdteilen, dem Süden und dem Norden. Auch Fairer Handel fordert dieses gemeinsame Handeln ein. Um möglichst viele der im Fairen Handel Mitwirkenden anzusprechen, wurde der Fachtag im Programm aufgenommen. Rückblickend kann gesagt werden, das alle Zielgruppen bis auf migrantische Gewerbetreibende wurden erreicht und gehen gestärkt heraus. Bei migrantischen Gewerbetreibenden ist noch viel Überzeugungsarbeit zu bewerkstelligen. In der nächsten Stufe soll auf diesen Sektor intensiver eingegangen werden. |
ZielDas Projekt verfolgte entsprechend der beschriebenen Probleme und entsprechend der Möglichkeiten eines Projekts dieser Größe und Dauer folgende Ziele:
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| 2014 | Unabhängiges Institut für Umweltfragen e. V. | Nachhaltige Energiebildung im Rahmen der Klimapartnerschaft Buenos Aires-Berlin | Deutschland |
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BeschreibungIm Rahmen der Klimapartnerschaft Buenos Aires - Berlin unterstützt das UfU die Stadt Buenos Aires in Fragen von Energiemanagement, erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Energiesparen in öffentlichen Bildungseinrichtungen. Parallel zu dieser Beratungstätigkeit werden Maßnahmen zur Energiebildung mitentwickelt, begleitet und öffentlichkeitswirksam verbreitet. Neben der Entwicklung von Bildungsmaterialien und Energiekoffern wird an einer Pilotschule in La Boca, Buenos Aires, ein Energielabor eingerichtet, welches die Nutzung erneuerbarer Energien sowie Möglichkeiten des Energiemanagements und der Energieeinsparung durch Nutzerverhalten veranschaulicht. Auf diese Weise entsteht ein innovativer Erfahrungsraum mit Vorbildcharakter für Lehrkräfte, technisches Personal und Schulklassen, der parallel zu einer stadtentwicklungspolitische Aufwertung des sozial marginalisierten Stadtteils La Boca beiträgt. Im partnerschaftlichen Austausch mit dem Bildungsministerium der Stadt Buenos Aires und der städtischen Umweltschutzagentur sowie in enger Kooperation mit der Berliner Senatskanzlei und der Berliner Energie Agentur wurden neue Standards für eine nachhaltige Energienutzung an Schulen erarbeitet, ins Bildungsprogramm „Escuelas Verdes“ der Stadt Buenos Aires aufgenommen und über die bezirklichen Bildungsmentorinnen und -mentoren in die Schulen getragen. |
ZielMit dem Projekt sollte ein Beitrag zum Klimaschutz in der Stadt Buenos Aires geleistet und die globale Verantwortung für die Umwelt in der Einen Welt gestärkt werden. Die unmittelbare Umsetzung des Programms vor Ort durch das Bildungsministerium der Stadt zielt auf eine Verbesserung des Energiemanagements an Schulen, die mit konkreten Energieeinsparungen des Strom-, Gas- und Wasserverbrauchs einhergeht. Öffentliche Bildungseinrichtungen können auf diese Weise Schritt für Schritt zum Vorbild für gesellschaftlichen Wandel werden – durch die Aufarbeitung von Klimaschutzthemen im Unterricht (Sensibilisierung und Wissenserwerb), ihren nachhaltigen Umgang mit Energie, der sich in konkreten Einsparungen manifestiert (Aktivierung und Handlung) und ihre Öffnung nach außen mittels öffentlichkeitswirksamer Kampagnen, Wettbewerbe und Stadtteilarbeit (Verbreitung und Multiplikationseffekt). |
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| 2014 | PowerShift - Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- & Weltwirtschaft e. V. | Energie und Rohstoffe als neue Themen der Handelspolitik- Umwelt-& Entwicklungsarbeit | Deutschland |
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www.power-shift.de |
BeschreibungDas Projekt "Energie und Rohstoffe als neue Themen der Handelspolitik - Umwelt- & Entwicklungsanliegen auf dem Weg von Berlin nach Brüssel" knüpfte an aktuelle Entwicklungen in der EU-Außenwirtschaftspolitik an. Im Jahr der Europawahl 2014 und in der Anfangsphase des neuen Europaparlamentes sowie der neuen EU-Kommission (Herbst/Winter 2014/2015) sollen Berliner und bundesdeutsche Akteure über wichtige ökologische und entwicklungspolitische Dimensionen der EU-Außenhandels- und Investitionspolitik informiert und zu sozial-ökologischem Reformverhalten motiviert werden. Ein für Deutschland und die EU dabei besonders wichtiges Anliegen ist die Formulierung neuer verbindlicher Handelsregeln zu Rohstoffen und Energie. Diese Sektoren sind aus der Perspektive der Klimagerechtigkeit, aber auch in ihren ökonomischen, sozialen, menschenrechtlichen und ökologischen Dimensionen von enormer entwicklungspolitischer Brisanz (z.B. Handel mit Fracking-Gas; Kohle-Importe aus USA, Kolumbien, Südafrika). Gegenüber einer rein auf Freihandel und Investorenschutz abzielenden Politik versuchte das Projekt, über Reformmöglichkeiten im Sinne eines zukunftsfähigen Rohstoff- und Energiehandels aufzuklären und entwicklungspolitische Handlungsoptionen zwischen Berlin und Brüssel aufzuzeigen. Für die Zielgruppen (a) handels-, energie- und rohstoffpolitische NGOs; (b) energiepolitisch aktive BürgerInnen und Initiativen (des Berliner Energietisches und der großen bundesweiten Fracking-kritischen Szene) c) sowie politische Entscheidungsträger u. Berliner (u. Brandenburger) KandidatInnen/Mitglieder des nächsten Europaparlamentes wurde mit den schriftlichen Materialien sowie einer intensiven Vernetzungs-, Informations- und Lob-byarbeit ein Diskussions- und Handlungsangebot gemacht. Die Zielgruppen wurden motiviert, die Rolle Deutschlands und Europas in der energie- und rohstoffbezogenen Handels- und Investitionspolitik zu überdenken. |
ZielDas übergeordnete Ziel des Projektes war es, die deutsche und EU-Außenwirtschaftspolitik kohärent zu machen mit entwicklungs- und klimapolitischen Zielen, der MDG-Erreichung, mit einer zukunftsfä-higen Entwicklung sowie der Realisierung der Menschenrechte in Entwicklungsländern. Das spezifische Projektziel war es, bei MultiplikatorInnen in NGOs, bei energiepolitisch aktiven BürgerInnen sowie bei politischen Entscheidungsträgern ein Bewusstsein für die entwicklungs- und umweltpolitische Brisanz neuer Handels- und Investitionsregeln für Rohstoffe und Energie zu wecken und sie zu aktiver Unterstützung eines zukunftsfähigen Rohstoff- u. Energiehandels zu befähigen. |
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| 2014 | arche noVa e. V. | Eine Welt=Deine Welt-Globales Lernen an Schulen | Deutschland |
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www.arche-nova.org |
BeschreibungGlobale Zusammenhänge verständlich machen und ein Bewusstsein für globale Fragestellungen fördern - das war das Hauptanliegen des Projektes „Eine Welt = Deine Welt – Globales Lernen an Schulen“. Anhand verschiedener Themen - wie beispielsweise der Umgang mit der Ressource Wasser, das Menschenrecht auf Wasser, Zugang zu sauberem Wasser, Ursachen von Hunger, Überfluss und Mangel an Lebensmitteln - haben wir die globalen Verflechtungen sowie bestehende Machtverhältnisse zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden aufgezeigt. Dies geschah zielgruppenorientiert mit verschiedenen Projekttagsangeboten, die nach Altergruppen differenziert waren. Unsere Bildungsangebote richteten sich an Schüler/-innen der 3.-12. Klasse. Wir führten Projekttage zu den Themenfeldern „Wasser“, „Essen“, „Globalisierung“, „Klima“ und „Humanitäre Hilfe“ durch (die Angebote sind unter www.arche-nova.org beschrieben). Ein Projekttag umfasste in der Regel 6 Unterrichtseinheiten. Alle Projektangebote behandelten aus unterschiedlichen Blickwinkeln die zentralen Themen des „Globalen Lernens“: Globalisierung, nachhaltige Entwicklung, Menschenrechte, Migrationsprozesse, demokratische Rechtsstaatlichkeit, Toleranz, Konfliktursachen, präventive Maßnahmen bei der Erhaltung des Friedens sowie solidarisches und Ressourcen schonendes Verhalten. Wir haben insbesondere die Probleme hier und in den Ländern des Südens in ihren wechselseitigen Verflechtungen dargestellt und die Bedeutung des eigenen Engagements und der Entscheidung für bestimmte Handlungsoptionen (z.B. Konsum- und Konfliktverhalten) auch für Teilnehmende herausgehoben. Methodisch legten wir in unserer Arbeit Wert auf Handlungsorientierung, Abkehr vom Frontalunterricht und Methodenvielfalt (Rollenspiele, Podiumsdiskussionen, Visualisierungen, Kleingruppenarbeit, Auflockerungsspiele). Wir möchten Schüler/-innen und Lehrenden eine Alternative zum üblichen Unterricht bieten und auf neue Art Lernerfolge erzielen. Die Bildungsveranstaltungen werden von jungen, engagierten Menschen durchgeführt, die wir im Rahmen eines Mentoringprogramms zu Teamenden des Globalen Lernens ausbildeten. |
ZielMit unseren Bildungsangeboten zum Globalen Lernen möchten wir einen Beitrag leisten, damit Teilnehmende: - befähigt werden, sich eigener Bedürfnisse bewusst zu werden und sich in die Bedürfnisse anderer Menschen einzufühlen - für globale Probleme und Ungleichheiten in der Welt sensibilisiert werden und zu deren Analyse angeregt werden - sich über die Verantwortung der Industrieländer gegenüber den sogenannten „Entwicklungsländern“ bewusst werden - befähigt werden, eine eigene, unabhängige Meinung zu entwickeln - motiviert und befähigt werden, sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen und sich sozial zu engagieren. Die langfristige Wirkung der Maßnahme ist, dass sich Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv in die Gestaltung einer gerechten und zukunftsfähigen Weltgemeinschaft einbringen. |
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| 2014 | Förderkreis an der Carl-von-Linné-Schule für Körperbehinderte e. V. | Unser Globales Klassenzimmer | Deutschland |
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BeschreibungDas Projekt "Globales Klassenzimmer" wird seit mittlerweile über vier Jahren an der Carl-von-Linné-Schule für Körperbehinderte (CvL) umgesetzt. Dieses in der Region einmalige Projekt zielt auf die kontinuierliche Verankerung des Globalen Lernens (GL) in der Schule ab: Im Globalen Klassenzimmer finden regelmäßig Projekttage, Klassenveranstaltungen und Fortbildungen z.T. mit externen Referentinnen aus verschiedenen Ländern statt, die den Schülerinnen und Lehrkräften (der CvL und anderer Schulen) authentisch globale Zusammenhänge schildern und Handlungsoptionen aufzeigen. Im Globalen Klassenzimmer gibt es eine Vielzahl an Materialien, Medien und Unterrichtsbeispielen sowie Originalgegenständen aus verschiedenen Weltregionen, die für kreative Projekte genutzt werden und der Veranschaulichung und Anregung dienen. Darüber hinaus ist der Raum auch ein Ort für Seminare, welche sich an PädagogInnnen der CvL und anderer Schulen richten, die sich mit Themen des Globalen Lernens und BNE auseinandersetzen möchten. Außerdem wird das GL weiter in das Schulprogramm und das schulinterne Curriculum integriert – durch Unterrichtseinheiten, die die Lehrenden selbst durchführen und durch die Diskussionen in den Gesamt- und Fachkonferenzen. Ein regelmäßiger Newsletter informiert über stattgefundene Aktionen des Globalen Lernens und Fairen Handels und gibt weitere Anregungen. Dadurch und auch auf Tagungen und Netzwerktreffen werden die Erfahrungen rund um das Globale Klassenzimmer anderen Schulen zugänglich gemacht. 2014 ging es darum, die Organisation und Wirkung dieses Raumes in die Hände der Schule zu nehmen. Dazu wurde eine Honorarstelle für die Verbesserung der Koordination rund um das Globale Klassenzimmer eingerichtet. Die Honorarkraft unterstützt die Pädagog_innen bei ihren Vorhaben und konkretisiert Angebote für alle Klassenstufen. Nach krankheitsbedingten Startschwierigkeiten sind wir zuversichtlich, dass sich dieser Prozess weiter positiv beeinflussen lässt und breitere Kreise zieht. Eine enge Kooperation mit Berliner NGO’s und Netzwerken wird gepflegt. |
Ziel
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| 2014 | Baobab Berlin e. V. | Inklusive Bildung im Globalen Lernen 2014/2015 | Deutschland |
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www.baobab-berlin.de |
BeschreibungAls BAOBAB-Infoladen Eine Welt e.V. sind wir seit 25 Jahren in Berlin im Bereich der entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationsarbeit tätig. Auch 2014 wurden wir von engagierten Lehrer/innen kontaktiert, die sich für eine kritische Betrachtung von Entwicklungs- und Globalisierungsfragen interessierten. So konnten wir sowohl die Bildungsarbeit an Schulen als auch mit Multiplikator/innen in Weltläden intensivieren und führte ca. 30 Workshops bzw. Projekttage durch. Im Zuge der inklusiven Umstrukturierung des Bildungssystems begegnen wir in unserer Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen häufig sehr heterogenen Gruppen. Daher halten wir es für wichtig uns dazu weiterzubilden und unser Bildungsmaterial allen zugänglich zu machen. Die zunehmende Präsenz des Fairen Handels in den Medien und im Einzelhandel steigert das Bedürfnis der Konsumenten nach einer Auseinandersetzung mit den Hintergründen und Wirkungsweisen weltwirtschaftlicher Zusammenhänge. Ebenso steigt die Bereitschaft, eigene Konsumgewohnheiten zu überprüfen und über Handlungsalternativen nachzudenken. Wichtig war uns auch die stete Weiterbildung unserer Referent/innen sowie die Weiterentwicklung unserer Materialien, um zielgruppengerechte und qualitativ hochwertige Bildungsprogramme bieten zu können. Mit unseren Workshops erreichten wir ca. 700 Menschen. |
ZielUnser Ziel ist, dass Schüler/innen, junge Erwachsene und freiwillig Engagierte das Engagement für den Fairen Handel als eine Möglichkeit des Einsatzes für mehr globale Gerechtigkeit für sich erkennen. Diesen Zielen kommen wir mit unseren Workshops nach. Eins der Themen der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit ist das Interesse an Ländern des globalen Südens zu wecken und globale Zusammenhänge und ihre Einflüsse auf den Menschen zu verdeutlichen. Die Teilnehmenden des Inklusions-Workshops haben sich kritisch mit dem Zugang aller zu entwicklungspolitischen Themen und mit der Anwendbarkeit von Bildungsmaterialien zum Thema Globales Lernen auseinandergesetzt. Zu dem methodischen Selbstverständnis der entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationsarbeit gehört das prozessorientierte, lebenslange Lernen sowie das Lernen voneinander, das auf den individuellen Erfahrungen aller beruht. Mit unseren Weiterbildungen zur inklusiven Bildungsarbeit kommen wir diesen Zielen nah und erschließen neue Zielgruppen in Förderschulen. |
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| 2014 | Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung - WEED e. V. | Berlin be fair 2014- Siegeln und Standards auf der Spur | Deutschland |
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www.weed-online.org |
BeschreibungDas Projekt knüpfte an die Erfahrungen und Arbeitsergebnisse des seit zwei Jahren laufenden Projekts „Berlin be fair“ zur Begleitung und Förderung des sozialen und ökologischen Einkaufs in Berlin an. Das zentrale Ziel ist es weiterhin, zur nachhaltigen Verankerung einer sozial verantwortlichen und umweltverträglichen öffentlichen Beschaffung in Berlin beizutragen. Mit einem jährlichen Beschaffungsvolumen von rund 5 Mrd. Euro verfügt das Land Berlin über eine bedeutende Marktmacht. Durch gezielte Nachfrage nach ökologisch und sozial verträglich hergestellten Produkten und Dienstleistungen kann das Land Berlin zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und zu gerechten und sozialen Arbeitsbedingungen in Deutschland und weltweit beitragen. Das Projekt „Berlin be fair“ hat sich seit seiner Entstehung dafür eingesetzt, öffentliche Beschaffung als Thema in die Öffentlichkeit zu bringen, die Umsetzung des BerlAVG kritisch zu begleiten und Beschaffungsstellen in der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zu unterstützen. Diese drei Aspekte hat WEED in der dreijährigen Projektphase gut ausfüllen können. Dennoch zeigt uns die Praxis, dass die nachhaltige Umsetzung ökologischer und sozialer Kriterien in Ausschreibungen Durchhaltevermögen und Expertise braucht, welche WEED über die letzten Jahre aufbauen konnte. Das Projekt „Berlin be fair“ richtete sich an alle relevanten Akteure aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Medien und Öffentlichkeit in Berlin. Zentral für eine effektive Umsetzung öko-fairer Vergabe in Berlin ist die Fortführung der Beratungsangebote und Schulungsmaßnahmen für die Beschaffungsverantwortlichen in Berlin, die weiter für das Thema sensibilisiert und mit dem nötigen Fachwissen zur Anwendung öko-sozialer Kriterien ausgestattet werden sollen. In diesem Zusammenhang sollte auch die Informations- und Überzeugungsarbeit gegenüber den EntscheidungsträgerInnen in Politik und Verwaltung fortgeführt werden, um eine effektivere Umsetzung des öko-sozialen Einkaufs nach dem Berliner Vergabegesetz zu ermöglichen. Ebenso wichtig ist dabei die erfolgreiche zivilgesellschaftliche Vernetzungsarbeit im Rahmen des Berliner FAIRgabe-Bündnisses und die Informationsweitergabe an Berliner BürgerInnen – durch Informationsveranstaltungen und durch Pressearbeit – über ausbeuterische Arbeitsbedingungen im globalen Süden und den Zusammenhang mit der Verwendung ihrer Steuergelder. |
ZielZiel des Projekts war es, dass die im 2010 verabschiedeten Berliner Vergabegesetz geschaffenen Möglichkeiten zur öko-sozialen Beschaffung auch tatsächlich genutzt werden. Dem Ziel das Berliner Beschaffungswesen schrittweise nach sozialen und ökologischen Kriterien auszurichten, konnte durch einzelne Zwischenziele näher gekommen werden: (1) Beschaffungsverantwortliche nahmen die verschiedenen Beratungs- und Weiterbildungsangebote von „Berlin be fair“ in Anspruch. Die Umstellung ihrer Beschaffungspraxis benötigt aber viel Zeit und läuft langsam an. (2) Die politische Diskussion zu sozial-ökologischer Beschaffung in Berlin konnte durch die Veranstaltung „Öffentlichen Einkauf in Berlin verantwortungsvoll umsetzen“ wieder angestoßen werden. Einzelne politisch Verantwortliche unterstützen den umweltverträglichen und sozial verantwortlichen Einkauf in Berlin. Strukturelle Veränderungen stehen aber noch aus. (3) Relevante Berliner Organisationen sind übergreifend vernetzt und fördern den öko-sozialen Einkauf. (4) Die Berliner Öffentlichkeit (Medien und kritische Berliner BürgerInnen) wurde über den Zusammenhang von Produktionsbedingungen im globalen Süden und der Verwendung von Steuergeldern informiert. Sie begleitet die Umstellung auf einen öko-sozialen Einkauf der öffentlichen Hand. |
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| 2014 | AfricAvenir International e. V. | Postkoloniale Perspektiven zum Humboldtforum | Deutschland |
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www.africavenir.org |
BeschreibungStiftung Preußischer Kulturbesitz formuliert für das Vorhaben des Humboldt-Forums das Ziel: „So viel Welt mit sich verbinden als möglich“. Das Humboldt-Forum solle die Welt in der Mitte Berlins darstellen, ein „kulturelles Zentrum von nationaler und internationaler Ausstrahlung“ bilden. AfricAvenir begleitet gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern dieses Vorhaben kritisch und setzt den von Hermann Parzinger formulierten Anspruch des Humboldt-Forums in den Kontext historischer und gegenwärtiger realer Material- und damit Machtverteilungen zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden. Eines der zentralen Elemente des zukünftigen Humboldt-Forums werden die Sammlungen der Ethnologischen Museen aus Dahlem darstellen, wodurch die „außereuropäischen“ Sammlungen in den Mittelpunkt Berlins gerückt werden sollen. Aber welche Symbolik erzeugt es, wenn die ethnologischen Sammlungen hinter einer preußischen Fassade gezeigt werden? Der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses ist eine symbolische Rekonstruktion der Geschichte des Deutschen Kaiserreiches und damit des deutschen Imperialismus und Kolonialismus. Diese Symbolik erhält eine zusätzliche Virulenz, wenn die preußische Fassade die Hülle für die „außereuropäische“ Sammlungen bildet und an das Bild der „Wunderkammer“ anschließt, in der an den europäischen Herrscher Höfen „Kuriositäten“ aus aller Welt aufbewahrt wurden. Ein größerer Teil der ethnologischen Sammlungen wurde im Kontext der deutschen Kolonialgeschichte erworben bzw. in Einzelfallen auch geraubt. Immer wieder wird von unterschiedlichen Communities die Forderung nach Restitution dieser Artefakte erhoben, was die Stiftung Preußischer Kulturbesitz verweigert. Zahlreiche kritische Positionen zum Humboldtforum existieren inzwischen, sind aber einem breiten Publikum nicht bekannt. AfricAvenir International e.V. mochte deshalb diese Stimmen der Öffentlichkeit zuganglich machen, um in einen gleichberechtigten Dialog treten zu können. |
ZielBei öffentlichen Diskussionsveranstaltungen lernen die TeilnehmerInnen die Plane zum Humboldt-Forum und kritische Positionen kennen, die dazu aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen heraus und von KünstlerInnen aus Postkolonialer Perspektive formuliert werden. 2013 haben die TeilnehmerInnen der Dialogforen und der Ausstellungspräsentationen ein relevantes Wissen uber die deutsche Kolonialgeschichte und ihre heute noch immer gegenwärtigen Konsequenzen erworben. Insbesondere die Eurozentrik des humanistischen Museums als auch Restitutionsforderungen aus den Herkunftsländern wurden besprochen. 2014 wurde der Blick auf die Themen „Globale Migration und das Humboldt-Forum“ gewendet, auch der Umgang mit „human remains“ in den Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz wurde diskutiert. |
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| 2014 | Radijojo e. V. Verein für globales und medienbasiertes Lernen e. V. | Global Green Kids-Kinder in aller Welt kämpfen gemeinsam für die Umwelt | Deutschland |
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www.radijojo.org |
BeschreibungGlobal Green Kids ist ein dreijähriges umweltpädagogisches Medien- und Partizipationsprojekt (Laufzeit: 2013-2015). Es ist UN-Dekade Projekt "Bildung für nachhaltige Entwicklung" 2013/2014. Das Projekt trägt dazu bei, auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene Aufmerksamkeit zu schaffen und Druck zu machen für die UN-Dekade, für die Erfüllung der MDGs sowie die damit verbundenen UN-Kinderrechte. Es regt zur Entstehung eines ökologischen „Eine-Welt-Bewusstseins“ bei den beteiligten Kindern in Deutschland und im globalen Süden an und fördert den Dialog zu Umwelt- und Entwicklungsfragen. Das hier anteilig beantragte Berliner Modul 2014 ist Teil des dreijährigen Projektes „Global Green Kids“. Es besteht im Kern aus einer Serie von jeweils 3 Twinning-Projekten, bei dem Kinder (mehrheitlich aus sozial schwachem Umfeld) und Kinder aus dem Süden gemeinsam an jeweils einem von globalen Zukunftsthemen wie MDGs, Post-2015-Agenda und Nachhaltigkeit arbeiten. Themen sind Fair Trade, Biodiversität, Klimawandel u.a. Mit dem Ihnen vorliegenden Antrag möchten wir an das von LEZ geförderte Berliner Modul "Global Green Kids" 2013 (LEZ13/13) anknüpfen. Das Projekt ist sehr erfolgreich verlaufen. (Siehe Anlage A2) Die Ergebnisse werden multimedial aufgearbeitet und über nicht-kommerzielle Medien verbreitet. Die Ergebnisse werden lokal (in der Schule), national (Botschaft an die jeweilige Regierung) und global (Botschaft an UN-Generalsekretär, Präsentation u.a. auf World Summit on Media for Children in Malaysia 2014) präsentiert. Wichtiger Kern der Berliner Öffentlichkeitsarbeit ist die Präsentation auf großen relevanten Events bei unserem Projektpartner FEZ Berlin (Weltkindertag, Europafest, Kinderstadt FEZitty) Die Inhalte stehen allen Schulen, Familien und Edukatoren weltweit über Internet kostenfrei zur Verfügung. Ein mehrsprachiges Tutorial eröffnet ihnen die Möglichkeit, mit eigenen Beiträgen an dem Projekt mitzuwirken. Das Projekt hat Pilot- und Referenzcharakter. Es ist so aufgebaut, dass Umwelt-, Kinder- und Jugendgruppen jederzeit, in Berlin und weltweit, an dem Projekt teilnehmen können. Das Projekt hat politische Signalwirkung: Es artikuliert Meinungen, Forderungen und Wünsche von Kindern gegenüber Entscheidungsträgern im Vorfeld von MDG 2015 und im Kontext der Post-2015-Agenda. Das Projekt steht im Kontext unserer langjährigen erfolgreichen Arbeit auf diesem Gebiet, für das wir u.a. mit dem World Summit Youth Award 2012 (Kanada), dem Communication for Sustainable Social Change Award 2012 (USA), dem BMZ-Medienpreis Entwicklungspolitik sowie von UNICEF Headquarters New York ausgezeichnet worden sind. |
ZielDas Projekt Global Green Kids: - vermittelt Kindern in Berlin, in Deutschland, Europa und im globalen Süden Einblick in wichtige globale Zusammenhänge im Umweltbereich, - eröffnet Berliner Kindern konkrete Chancen zur aktiven Mitgestaltung, zur Mitsprache und zur internationalen Vernetzung - es beliefert zivilgesellschaftliche Medien und Edukatoren-Netzwerke in Berlin mit mit innovativen, partizipativen und hochwertigen Inhalten aus dem Umweltbereich, - regt Berliner Schulen, Familien, nichtkommerzielle Medien zum Mit- und Nachmachen an, - trägt dazu bei, auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene Aufmerksamkeit zu schaffen und Druck zu machen für die Erfüllung der MDGs, die Post-2015-Agenda sowie die damit verbundenen UN-Kinderrechte |
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| 2014 | Bühne für Menschenrechte e. V. | Die Asyl-Monologe | Deutschland |
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buehne-fuer-menschenrechte.de |
BeschreibungDie Asyl-Monologe beinhalteten zahlreiche Themen der EZ bzw. EP, indem folgende Fluchtursachen beschrieben wurden: die Geschichte von Ali thematisiert mangelnde Gesundheitsversorgung, Bildung (als Grundvoraussetzung menschlicher Entwicklung), die Notwendigkeit von good governance, Stärkung demokratischer Prinzipien und Wahrung der Menschenrechte in Togo; Fellekes Biografie erzählte vom Zusammenhang von Hunger und Krieg, Amtsmissbrauch und der Situation von Minderheiten in Äthiopien. Trailer: perm.ly/asyl-monologe-trailer (2 Min.) Film "Behind the Scenes": perm.ly/asyl-monologe-behind-the-scenes (15 Min.) Bei den Asyl-Dialogen ging es insbesondere um Begegnungen: Begegnungen von Geflüchteten untereinander und Begegnungen von Geflüchteten mit Menschen in Deutschland ohne Fluchterfahrung. Beispielhaft ging es in unserer dokumentarischen Arbeit auf der Suche nach Geschichten von: • zunächst unpolitischen Menschen, die durch eine Zufallsbegegnung mit einem Menschen aus dem globalen Süden plötzlich mit der Frage konfrontiert werden, inwiefern deren eigenes Leben mit globalen Zusammenhängen verstrickt ist. • Menschen, die sich ihrer eigenen Privilegien und ihrer eigenen globalen Verantwortung zunächst nicht bewusst sind, durch einen direkten menschlichen, länger andauernden Kontakt jedoch lernen, wie „nahe“ globale Ungleichheiten an ihrer eigenen Lebenswelt sind. • zwei Menschen, die zunächst wenig miteinander verbindet, außer dass sie die gleiche Erfahrung der Entwurzelung und Flucht miteinander teilen und plötzlich mit denselben Herausforderungen konfrontiert sind und in der Folge zu gemeinsamen Kämpfern werden. |
ZielDie intendierte Wirkung der Darbietung der Asyl-Monologe mit anschließender Diskussion ist eine Aktivierung der Teilnehmerinnen zu weiterer inhaltlichen Beschäftigung mit entwicklungspolitischen Themen und zu zivilgesellschaftlichem Engagement vor Ort. Darüber hinaus finden durch das Zusammenbringen von Vertreterinnen entwicklungspolitischer Organisationen und Aktivistinnen, Flüchtlingen, Migrantinnen, lokalen Entscheidungsträger_innen und der ortsansässigen Bevölkerung Austausch und Vernetzung statt. |