Alle von der LEZ geförderten Projekte lassen sich in der Projektdatenbank finden und filtern.
| Jahr | Träger | Projektname | Land | Finanzen | Homepage | ||||||
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| 2015 | Gesellschaft für internationale Entwicklung Berlin e. V. | Aufbau und Betrieb einer entwicklungspolitisch orientierten Schülerfirma für fair & nachhaltig produzierte Textilien - Eine Möglichkeit für ökologisch nachhaltiges und faires Wirtschaften | Deutschland |
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BeschreibungDas Projekt ist Teil eines 3-jährigen Co-Finanzierungsprojektes (1.10.2015 -31.12.2017). Die Projektidee einer Schülerfirma für fair & nachhaltig produzierte Textilien ist aus einem Impuls von teilnehmenden SchülerInnen an einem in 2014 von FEB/BMZ und der LEZ Berlin co-finanzierten Projekts zum "virtuellen Wasser-verbrauch" entstanden. Es hat SchülerInnen bereits in 2015 dazu ermutigt und befähigt, sich konkret für globale Gerechtigkeit einzusetzen. Zusammen mit unseren in- und ausländischen Partnern und der Schulgemeinschaft hat das Projekt begonnen, einen Austausch zu initiieren, der über den Verkauf ökologisch nachhaltig produzierter und fair gehandelter Textilprodukte (v.a. Schulhoodies) zu einer solidarischen Verbindung zwischen einer wohlhabenden Schulgemeinschaft des globalen Nordens mit einer weniger wohlhabenden Gemeinschaft in Indien führt. Dabei stehen die SchülerInnen und deren sozialer, kognitiver und auch emotionaler Erkenntniszuwachs im Austausch mit sich selbst und den PartnerInnen und der ganz praktischen Auseinandersetzung mit Fragen des fairen Handels im Mittelpunkt dieses Projekts. |
Ziel
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| 2015 | SONED (southern networks for environment and development) in Friedrichshain e.V. | Beteiligungsmöglichkeiten im Kiez und weltweit erfahrbar machen | Deutschland |
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www.soned.de |
BeschreibungMit dem Projekt haben wir verschiedene Bildungsformate (Infoabende, Theorie- und Praxisworkshops, Planungsrunden, ein Lernspiel und das Weltfest) angeboten, um diverse Zielgruppen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen zu integrieren. Dabei war uns besonders wichtig, die Themen Klimawandel und Migration miteinander zu verknüpfen und nachhaltiges Wirtschaften als Handlungsoption herauszuarbeiten. Besonders freut uns, dass wir damit auch Geflüchtete einbeziehen konnten. Einerseits haben Geflüchtete ihre eigene Fluchtgeschichte vorgetragen und Unterstützer-Initiativen konnten von ihrer Arbeit und den aktuellen Herausforderungen berichten, andererseits hat ein Geflüchteter an all unseren Permakultur-Kursen teilgenommen und hat Projektkonzepte für sein Heimatland entwickelt. Während die regelmäßigen Info-Abende ein niederschwelliges Angebot für entwicklungspolitische Neulinge darstellten, haben wir mit den Action-Learning-Workshops Praxiswissen vermittelt, das die Teilnehmer in ihrem Alltag anwenden können, um einen nachhaltigeren Lebensstil zu verfolgen und die Auswirkungen ihres Handelns auf den globalen Süden zu erkennen. Mit den Multiplikatoren-Workshops konnten wir entwicklungspolitisch aktiven Menschen das Konzept der Permakultur als holistischen Ansatz partizipativer nachhaltiger Entwicklung vermitteln sowie Methoden und Konzepte integrativer Gemeinschaftsbildung, Projektentwicklung und Konfliktlösung vorstellen und erproben. Neben der direkten Wissensvermittlung entwicklungspolitischer Nachhaltigkeitsthemen wurde auch Raum geschaffen zum Vernetzen der unterschiedlichen Akteure und der Erkundung zukünftiger Zusammenarbeit |
ZielBeteiligungsmöglichkeiten im Kiez und weltweit für eine nachhaltige Entwicklung durch die Verknüpfung von EZ und BNE in der EPB aufzeigen und motivierend wirken. 1. Stufe Sensibilisieren und Transfer guter Praxisbeispiele: Zielgruppe(ZG) sind über 300 Menschen aus dem Kiez, besonders Jugendliche und junge Erwachsene. Ziel ist es neue ZG zu erreichen und ihnen durch den Vergleich der Lebenssituationen im Globalen Norden und Süden einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen und die Klimawandel-Problematik zu erschließen und globale Zusammenhänge zu verstehen. Wir wollen einen Beitrag leisten, dass die ZG den globalen Süden weniger als Opfer des Klimawandels sehen und an Good Practice Beispielen lernen Probleme nachhaltig, gemeinschaftlich zu lösen, ihr Interesse und ihre Neugier geweckt werden sich zu engagieren. 2.Stufe Stärkung und Vernetzung der Akteure: ZG sind 70 Multiplikatoren. Wir wollen unsere Erfahrungen aus der EZ weitergeben und globale Kooperationen anregen, das Gemeinschaftsgefühl stärken, Netzwerkmöglichkeiten bieten und sie gleichzeitig in ihrer Multiplikatorenrolle stärken. Multiplikatoren kombinieren Umweltbildung und globales Lernen(BNE), wenden nachhaltige Planungs- und Gestaltungsmethoden an und vernetzen sich mit Akteuren aus anderen Handlungsfeldern. 3.Stufe Verstärkung von Kooperationen und Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung: ZG sind 6000 Stadtteilbürger*innen und 40 lokale Initiativen. Plattform für Nachhaltigkeitsaktivisten zum Kennenlernen und Austauschen schaffen. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass Kooperationen zwischen Projekten und Akteuren im Kiez zunehmen und synergetische Wirkungen erzeugen. Die Netzwerkstrukturen des Kiezes und Einsatzmöglichkeiten werden sichtbar. |
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| 2015 | Förderkreis an der Carl-von-Linné-Schule für Körperbehinderte e. V. | Unser Globales Klassenzimmer II | Deutschland |
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BeschreibungDas Projekt „Globales Lernen“ (GL) an der Carl-von-Linné-Schule (CvL) besteht seit mittlerweile fünf Jahren in einer strukturierten und nachhaltigen Form. Seit ca. 2,5 Jahren gibt es ein Globales Klassenzimmer, welches einen zentralen Anlaufpunkt für die vielfältigen Projekte innerhalb der Schule darstellt. Seit mittlerweile fast fünf Jahren besteht eine zunächst lose, später jedoch sehr intensive Zusammenarbeit mit dem ASET e.V. Ziel der Zusammenarbeit ist neben der Etablierung auch die Verstetigung des Globalen Lernens an der Carl-von-Linné-Schule, die bereits vielfach prämiert wurde (zuletzt als Dekadeprojekt der Bildung für nachhaltige Entwicklung und „Faire Schule“/EPIZ). Seit Ende des vergangenen Schuljahres wurde durch eine schuleigene Honorarstelle die interne Kommunikation für globale Themen und Anliegen verbessert, um das Konzept des GL mit allen Beteiligten fest im Schulprogramm zu etablieren. Die dazu nötigen Kompetenzen sollen zwischen der Schule und ASET e.V. gemeinsam erarbeitet werden, so dass ASET e.V. eine beratende Funktion einnimmt. Das hiermit beantragte Projekt soll eben diesen Prozess im laufenden und kommenden Schuljahr 2015/16 unterstützen. Dabei ist auch an die Erfahrungen mit inklusivem Unterricht anzuknüpfen und auf die Stärkung des peer-Ansatzes abzuzielen. |
ZielDas übergeordnete Ziel des Projektes ist, GL im Schulprofil der CvL zu verankern, sowohl strukturell als auch praktisch im Unterrichts- und Freizeitbereich. Daraus leiten sich Wirkungen nach innen (innerhalb der CvL) und nach außen (über die Schule hinaus) ab. Grundsätzlich geht es darum GL nicht mehr als punktuell einsetzbares Thema zu sehen, sondern als ein grundsätzliches Bildungskonzept. Ziel soll es sein, dass das GL mit all seinen Zielstellungen, wie sie auch im Orientierungsrahmen für den Lernbereich "Globale Entwicklung" der KMK und im Berlin/Brandenburger Curriculum „Lernen in globalen Zusammenhängen“ beschrieben werden, von der Mehrzahl der KollegInnen sowohl im Unterrichts- als auch im Freizeitbereich angewendet wird. Eine Wirkung des Projektes soll darum sein, dass, neben dem Einsatz von ReferentInnen, die PädagogInnen sich in die Lage versetzt fühlen, selbst globale Themen im Unterricht zu bearbeiten. Dazu bedarf es unterstützender Maßnahmen: Hierzu gehört, dass das Globale Klassenzimmer noch besser als bislang nutzbar gemacht wird, indem es eine zentrale Ansprechperson gibt, welche einen Überblick über vorhandenes und neu erscheinendes Material und die Einsatzmöglichkeiten von ReferentInnen im Rahmen der Curricularen Vorgaben geben kann. Eine zentrale Person, welche die Abläufe koordiniert und kommuniziert. Diese Honorarkraft wird auch dazu beitragen, die Erfahrungen nach außen zu tragen und sich mit anderen auszutauschen, z.B. über den schuleigenen Newsletter, der einen zunehmenden Verteiler hat. |
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| 2015 | Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung - WEED e. V. | „Ich kaufe öko und fair! - und meine Stadt?“ Berlin be fair! | Deutschland |
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www.weed-online.org |
BeschreibungBerlin hat seit 2010 ein Vergabegesetz (BerlAVG), welches in Punkto Nachhaltigkeit zu den weitreichendsten in Deutschland gehört. Eine der größten Herausforderungen besteht jedoch in seiner Umsetzung. Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung setzt sich deshalb seit 2010 dafür ein, dass das Gesetz auch voll und ganz umgesetzt wird. Im Projekt „Berlin be fair“ haben wir verschiedene Ansätze verfolgt, um dieses Ziel zu erreichen. Politisch wurde sowohl durch Einzelgespräche mit wirtschaftspolitischen Sprechern als auch im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Vertreter/innen aller Fraktionen auf die Aspekte hingewiesen, die noch nicht vollständig umgesetzt sind. WEED e.V. koordinierte auch in diesem Jahr die Arbeit des Berliner FAIRgabe-Bündnis, mit dem auch die eben genannte Veranstaltung durchgeführt wurde. Ein Dialog zwischen Beschaffungsverantwortlichen, Zivilgesellschaft und Anbieterseite wurde auf dem „Fachdialog für den Einkauf nachhaltiger Natursteine“ erfolgreich angestoßen. Auf einer Schulung, die wir in der Verwaltungsakademie Berlin angeboten haben, wurde den Beschaffer/innen praktisch gezeigt, wie Nachhaltigkeitskriterien in Ausschreibungen im Rahmen des BerlAVG verankert werden können. WEED e.V. wurde auch 2015 regelmäßig für Vorträge zu nachhaltiger öffentlicher Beschaffung angefragt, war in Expertengremien der Bundesregierung zum Thema nachhaltige Beschaffung vertreten und war und ist bundesweit vernetzt (z. B. im CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung). So konnten noch mehr Beschaffer/innen und Vertreter/innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft erreichen und über die Notwendigkeit der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien im öffentlichen Einkauf, also der Umsetzung des BerlAVG sowie der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, informieren. WEED e.V. konnte seine Kontakte zu Berliner Beschaffungsverantwortlichen weiter ausbauen und hat sich zudem mit der Kontrollgruppe der Senatsverwaltung für Wirtschaft, deren Einrichtung ein wichtiger Schritt in der Umsetzung des BerlAVG war, vernetzt. Mit der Publikation „Gute Gründe für nachhaltige Beschaffung“ wurde eine Argumentationshilfe für Beschaffungsverantwortliche in Berlin und bundesweit geschaffen, die sowohl ihre eigenen Fragen beantwortet als auch eine Unterstützung dabei ist, Kolleg/innen und Vorgesetzte von den Vorteilen einer nachhaltigen Einkaufspraxis zu überzeugen. |
ZielWesentliches Ziel war, eine breite Unterstützung für öko-faire Beschaffung zu gewinnen und insbesondere die in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verantwortlich Handelnden über ihren möglichen Beitrag zur Überwindung der ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in Sektoren, bei denen die öffentliche Hand einkauft, informieren und einen Dialogprozess anstoßen. Außerdem verfolgte WEED e.V. das Ziel, die Umsetzung einer öko-fairen Vergabepraxis in Berlin weiterhin kritisch zu begleiteten und Beschaffungsstellen hinsichtlich einer sozialverantwortlichen Ausschreibungspraxis zu sensibilisieren und zu unterstützen. Diese Ziele wurden alle erreicht |
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| 2015 | German Toilet Organization e. V. | Klobalisierte Welt 2015 - der etwas andere Einblick in die Entwicklungszusammenarbeit | Deutschland |
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www.germantoilet.org |
Beschreibung„Klobalisierte Welt“ ist ein entwicklungspolitisches Bildungsprogramm, bei dem Grund- und SekundarschülerInnen aktiv die Arbeitsweise der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) am Beispiel der Sanitärversorgung erleben können. Anhand der eigenen Schultoiletten setzen sich die SchülerInnen mit dem sanitären Notstand in vielen Ländern der Welt und dessen Auswirkungen auf unterschiedlichste Lebensbereiche (z.B. Bildung, Gesundheit, Umwelt) auseinander. Sie erfahren die Bedeutung einer adäquaten Sanitärversorgung für ein gesundes und würdevolles Leben und machen die Erfahrung, dass die Verbesserung einer Situation nur unter Mitwirkung aller Beteiligten erreicht werden kann. Das Verstehen globaler Zusammenhänge wird anhand konkreter Beispiele ermöglicht und die SchülerInnen sollen dazu angeregt werden, sich gemeinsam mit anderen entwicklungspolitisch zu engagieren. Anhand des tabubehafteten Themas der Sanitärversorgung verleiht das Projekt den SchülerInnen einen recht besonderen Einblick in die EZ. Die „geheime Zutat“ des Projekts bildet hierbei der eigene Bezug der SchülerInnen zu dem Thema Das Reflektieren der eigenen Grundbedürfnisse – der oftmals prekäre Zustand der eigenen Schultoiletten regt die SchülerInnen an, Eindrücke zum weltweiten Sanitärmissstand zu verinnerlichen und ein lebendiges Interesse an Lebensbedingungen in anderen Ländern zu entwickeln. Der Perspektivwechsel wird außerdem durch die Simulation des Auftakts eines EZ-Projekts an der eigenen Schule (Identifikation der Stakeholder, Situationsanalyse mit partizipativen Elementen -Transect Walk, Stakeholderdiskussion, etc.) ermöglicht. Gepaart mit Filmeindrücken von ähnlichen Projekten in Afrika und Asien, im Feld der Wasser-Sanitär-und Hygiene (WASH), werden die SchülerInnen überdies befähigt, das Erlernte als Botschaft medienwirksam in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Freiheiten, das Erlernte in einer eigenen Demonstration oder Kundgebung um-zusetzen, fördert die weiterführende Auseinandersetzung mit dem Thema und motiviert zu bürgerschaftlichem Engagement. Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, SchülerInnen, Lehrkräften, deren Umfeld und der breiten Öffentlichkeit einen Einblick in die Entwicklungszusammenarbeit zu ermöglichen und die Notwendig-keit einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungs-arbeit zu vermitteln. Mit der Arbeit an Schulen wollen wir das Bewusstsein, die Akzeptanz sowie das Engagement für die EZ in der deutschen Gesellschaft steigern. Gleichzeitig soll die Bedeutung des stark vernachlässigten Themas der Sanitärversorgung zur Erreichung der Nachhaltigen Entwick-lungsziele (SDGs) hervorgehoben werden. |
Ziel
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| 2015 | Berlin Postkolonial e. V. | „Far, far away? Kolonialismus im Unterricht | Globales Geschichtslernen vor Ort“ | Deutschland |
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www.berlin-postkolonial.de |
BeschreibungDie rasant fortschreitende Globalisierung erfordert von Kindern und Jugendlichen neues Wissen und den Erwerb von Kompetenzen zum selbstständigen Begreifen, Bewerten und Agieren in der sich immer schneller verändernden Welt. Globales Lernen wird daher immer bedeutsamer für die Ausbildung von verantwortungsbewusst handelnden Menschen. Dabei muss es einerseits um mehr als um die geografische Horizonterweiterung der Schüler_innen gehen, denn die weltweiten Zusammenhänge der Gegenwart sind unbestreitbar nur aus ihrer globalen Geschichte heraus zu verstehen. Zum anderen können Kompetenzen zum eigenständigen Erkennen, Beurteilen und Handeln in der globalisierten Welt nur durch ein ganzheitliches und lebensweltbezogenes Lernen entwickelt werden, dass den schulischen Unterricht ergänzt und anbindet an den Alltag in der Migrationsgesellschaft. Eben dort setzte das entwicklungspolitische Bildungsprojekt „Far, far away? Kolonialrassismus im Unterricht | Globales Geschichtslernen vor Ort“ an. Im intensiven Fachdialog diskutierten migrantisch-diasporische Expertinnen und Aktivistinnen mit weißen Berliner Pädagoginnen und Multiplikatorinnen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit über die Gründe für die offenkundige Vernachlässigung und eurozentrische Ausrichtung der Kolonialgeschichte im Schulunterricht. Gemeinsam wurden ergänzende außerschulische Bildungsangebote für verschiedene Klassenstufen und Schultypen entwickelt, erprobt und vorgestellt. Diese ermöglichen den Schüler_innen eine intensive, kritische und gegenwartsbezogene Auseinandersetzung mit migrantisch-diasporischen Perspektiven auf den Kolonialismus vor Ort. |
ZielIm Dialog mit migrantisch-diasporischen Bildungsreferent/innen erkennen Kinder, Jugendliche und Pädagogen die enorme Bedeutung des Kolonialismus für alle Regionen der Welt einschließlich der ehemals kolonisierenden Länder. Im postkolonialen Berlin entdecken sie konkrete Spuren des brandenburgisch-preußischen Versklavungshandels, der Verbindung Berlins zur Plantagensklaverei in den Amerikas, der Berliner Afrika-Konferenz und der „Kolonialmetropole Berlin“. Aus diversen Perspektiven heraus erfahren sie vom anhaltenden Widerstand der Kolonisierten und ihrer Nachfahren gegen Kolonialrassismus in Berlin und in allen Teilen der Welt. Die Zielgruppen des Projekts finden so nicht nur zu einer differenzierteren und kritischeren Haltung zum Kolonialismus. Sie erkennen auch, dass der schulische Unterricht in Berlin die Prinzipien des Globalen Geschichtslernens bislang noch wenig berücksichtigt und warum speziell der Kolonialismus in der Regel nur oberflächlich und einseitig thematisiert wird. Sie entwickeln ein global- bzw. kolonialhistorisches Verantwortungsbewusstsein, das als Voraussetzung für den respektvollen Umgang von Europäer/innen mit den Nachfahren Kolonisierter betrachtet werden muss. Aus diesem Verantwortungsbewusstsein heraus werden Pädagog/innen im Sinne des Globalen Lernens aktiv. Sie setzen sich für eine intensivere und reflektiertere Behandlung der Berliner Kolonialgeschichte im schulischen und außerschulischen Unterricht ein. Kinder und Jugendliche werden selbst aktiv und setzen sich kritisch mit dem Kolonialismus auseinander. |
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| 2015 | Facing Finance e. V. | Geld oder Leben? Ein Planspiel zu Banken und Menschenrechten | Deutschland |
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www.facing-finance.org |
BeschreibungArmut, Klimawandel und Menschenrechtsverletzungen sind auch heute noch ungelöste Herausforderungen. Oftmals werden sie durch multinationale Unternehmen aus dem globalen Norden verursacht, die ihre Geschäftstätigkeit in den globalen Süden verlagern oder ausdehnen, wobei dies in eine Vielzahl von Sektoren umfasst wie Energie, Bergbau, Textil, Elektronik, Nahrungsmittel, Pharma oder Rüstung. Auf politischer Ebene gibt es kaum durchsetzungsfähige Instrumente, um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen. Ein weiterer Akteur ist der Finanzsektor, der durch die Finanzierung von Projekten, Vorhaben oder Produktionsstätten der multinationalen Unternehmen diese erst möglich macht. Die Rolle des Finanzsektors steht jedoch noch weniger als die multinationaler Unternehmen im Fokus einer kritischen Öffentlichkeit, was teilweise auch einer geringen Kenntnis über seine Funktionsweisen geschuldet ist. Facing Finance analyisiert Hintergründe der Unternehmensaktivitäten und legt Finanzierungsverflechtungen mit den Akteuren des Finanzsektors offen. Hierzu werden Bildungsmaßnahmen geplant und durchgeführt, welche der Zielgruppe SchülerInnen der Sekundarstufe II an diese Themen heranführen soll und ein kritisches Bewusstsein für die globalen Zusammenhänge von Wirtschafts- und Finanzaktivitäten auf Gesellschaften in Ländern des Globalen Südens schärfen sollen und die eigene Rolle in diesen Zusammenhängen kritisch zu hinerfragen bzw. Verhaltensmuster zu ändern und Handlungskompetenz zu erwerden.. Das Planspiel „Und Schuld war der Hedgefondsmanager“ führt SchülerInnen der Sek II an die Zusammenhänge zwischen Armut, Menschenrechtsverletzungen oder fortschreitendem Klimawandel, den Geschäftstätigkeiten multinationaler Unternehmen und der Rolle des Finanzsektors heran. In einem fiktiven Konflikt um Land in Afrika nehmen die SchülerInnen die Rollen verschiedene Akteursgruppen - von der betroffenen Bevölkerung über politische Entscheidungsträger bis zum Vorstand, den Aktionären und den Finanziers eines Unternehmens - ein, erleben die Dynamiken des Konflikts und diskutieren Lösungswege. Zusätzlich werden sie aufgefordert, konkrete Handlungsoptionen zu erarbeiten und umzusetzen. |
ZielMit der Methode „Planspiel“ ermöglicht das Projekt die Rollenübernahme der SchülerInnen in einem internationalen, unausgewogenen Konflikt und erleichtert ihr Verständnis für diese Rollen. Insbesondere wird auf den Finanzsektor als Akteur eingegangen, der durch die Finanzierung von Unternehmen einen erheblichen Einfluss auf Umwelt, Klima und Menschenrechte nimmt. Die SchülerInnen werden über Mechanismen dieses Sektors informiert und können seine Funktionen besser einschätzen. Sie können zudem seine Rolle bewerten und angemessene Handlungsoptionen erarbeiten. |
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| 2015 | Förderverein Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick e. V. | Öffentlichkeitsarbeit der Städtepartnerschaft 2015 | Deutschland |
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www.staepa-cajamarca.de |
BeschreibungSeit der offiziellen Vertragsunterzeichnung 1998 ist die im Rahmen der Lokalen Agenda 21 in beiden Städten abgeschlossene Städtepartnerschaft des Berliner Bezirks Treptow-Köpenick mit der nordperuanischen Provinz Cajamarca aktiv u.a. in den Bereichen Gesundheit / Erziehung / Behindertenarbeit, Jugend / Bildung, Städtische Infrastruktur / Umwelt und Verwaltungszusammenarbeit. Während der Reise des Bezirksbürgermeisters Oliver Igel, des Vorstehers der Bezirksverordnetenversammlung Peter Groos sowie weiterer Mitglieder der AG StäPa nach Cajamarca im Mai 2015 ergaben sich zahlreiche neue Aspekte der Zusammenarbeit. Unter anderem zeigte sich die Partnerschule Colegio San Vicente de Paúl (SVP), mit der wir seit 2005 freundschaftliche Kontakte pflegen, sehr an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert. Verwaltungsseitig wurde bei dem Besuch im Mai u.a. eine stärkere Kooperation im Umweltsektor vereinbart. Bei einem kurzen Besuch der Leiter der Umweltverwaltung Cajamarca sowie des Colegio SVP in Berlin im Novem-ber 2015 anlässlich ihrer Teilnahme an einer Konferenz von Engagement Global lernten sich die beteiligten Partner kennen. In weiteren Bereichen wie z.B. mit einem Senior/innenaustausch zwi-schen zwei Kiezclubs in Friedrichshagen / Rahnsdorf und einer aktiven Seniorengruppe in Urubamba bei Cajamarca und zwischen dem Krankenhaus Hedwigshöhe und dem Provinzkrankenhaus Cajamarca wurden bereits erste Schritte zum Aufbau weiterer partnerschaftlicher Beziehungen unternommen. Bereits Anfang des Jahres konnten wir in der Volkshochschule Baumschulenweg unsere Fotoausstellung „Menschen aus Cajamarca – so fern und doch so nah“ über mehr als zwei Monate einem interessierten und zahlreichen Publikum zeigen. Etwa zur Hälfte der Ausstel-lungszeit haben wir am 25.02.2015 in einer gut besuchten Veranstaltung über das Leben der Menschen in Cajamarca berichtet. Über die Ergebnisse der Cajamarca-Reise im Mai 2015 und sich daraus ergebende neue Ansätze zur Projektzusammenarbeit sowie wie über unsere weiteren Aktivitäten haben wir in den beiden Broschüren des Jahres 2015 (Juli und Dezember) berichtet. In der Dezembernummer kam noch ein ausführlicher Teil zu den Möglichkeiten dazu, selbst aktiv zu werden und vorhandene Finanzierungsinstrumente für die StäPa-Projekte zu nutzen. Unter den weiteren Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit der AG StäPa im abgelaufenen Jahr sollen an dieser Stelle unsere Teilnahme beim bezirklichen Fest für Demokratie und Toleranz sowie mehrere Peruabende, u.a. in den Kiezclubs in Friedrichshagen / Rahnsdorf und im Rahmen einer Peru-Ausstellung in der kommunalen Galerie Grünstraße genannt werden. Projektziele: * Informationen über die Arbeit der Städtepartnerschaft sowie über Ereignisse, Alltagsleben und gesellschaftspolitische Realität in der Partnerstadt und ihrer Region * Stärkung der Bekanntheit der Städtepartnerschaft * Sensibilisierung für entwicklungspolitische Themen und globale Zusammenhänge * Mobilisierung für ein ehrenamtliches Engagement in den Bereichen Nachhaltigkeit / kommunale Entwicklungszusammenarbeit * Bewusstseinsbildung für Werte wie Toleranz, interkulturelles Ver-ständnis, Gleichberechtigung der Partnerschaft und Demokratie in beiden Partnerstädten * Wissenszuwachs, der letztlich dabei helfen kann, Fremdes und Fremde nicht als Bedrohung zu sehen sondern als Bereicherung und willkommen zu heißen, in Gedanken und im Handeln. Projektkosten: Gesamtvolumen: 2.554,03 EURO Senat: 2.000,00 EURO |
Ziel |
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| 2015 | Mama Afrika e. V. | Konferenz zur Ebola-Epidemie | Deutschland |
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BeschreibungIm Rahmen der Feierlichkeiten zum Internationalen Frauentag am 08. März 2015 lud Mama Afrika zwei Referentinnen ein, um am 14.03.2015 in Berlin über Ebola zu sprechen. Die Referentinnen klärten über die Gefahren der Ebola Epidemie auf, insbesondere wurde die damit einhergehende Herausforderung für die afrikanische Frau aufgezeigt. Die Ebolafieber-Epidemie forderte unzählige Opfer. Daher bedarf es umfassender Öffentlichkeitsarbeit um die afrikanische Community bezüglich des Krankheitsverlaufs, Präventions- und Pflegemaßnahmen aufzuklären. Trotz der geographischen Distanz darf das Virus nicht unterschätzt werden. Gestiegene Mobilität und engen Kontakt mit den in den Krisengebieten verbliebenen Verwandten und Freunden begünstigen seine Verbreitung. Zusätzlich luden wir VertreterInnen aus Politik und Medizin ein, da Ebola zu einer internationalen und facettenreichen Gefahr gereift ist. In der afrikanischen Kultur und Tradition ist die Frau der Stützpfeiler der Familie. Ihre Rolle als Krankenpflegerin, Köchin, Mutter, Ehefrau u.v.m. stellt sie in die Mitte des familiären Geschehens. Gleichzeitig wird das Ebola Virus durch die Zubereitung und den Verzehr bestimmter Tiere, Traditionen, durch Schmier- und Tröpfeninfektionen übertragen. Diese Faktoren machen sie empfänglicher für den Virus. Jedoch kann sie auch gerade aufgrund dieser Stellung präventive Maßnahmen für die ganze Familie einleiten. Mama Afrika und die Frauenbeauftragten setzten hier an und thematisiere insbesondere die gesellschaftliche und kulturelle Problematik. Neben den Vorträgen und einer Podiumsdiskussion wurde die Problematik mit Kurzfilmen visualisiert. Zusätzlich wurd die afrikanische Community eingeladen, sich in dieser heimischen Atmosphäre rege an einer Fragerunde zu beteiligen. Die Teilnehmer der Veranstaltung wurden damit optimal aufgeklärt, sodass sie ihr Wissen nicht nur in Deutschland anwenden, sondern es auch an ihre Freunde, Verwandte und Bekannte in Afrika weitergeben. |
Ziel |
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| 2015 | LISTROS e. V. | Light my mind | Deutschland |
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BeschreibungIn dem dreitägigen Workshop LIGHT MY MIND sollen den SchülerInnen der Klassenstufe 5 bis 8 Impulse zu einem Perspektivwechsel gegeben werden: trotz der materiellen Benachteiligung der äthiopischen Jugendlichen gegenüber den deutschen SchülerInnen, haben sie viele Träume, Werte und Wünsche gemeinsam. Es soll mit dem Projekt Toleranz und Offenheit für Anderslebende generell gefördert werden. Dieser Ansatz des globalen Denkens wird auch auf energie- und entwicklungspolitische Fragen anhand der Solarenergie in Deutschland und Äthiopien angewandt. Die SchülerInnen finden nicht nur heraus, wieviel Strom sie verbrauchen und wie er gewonnen wird, sondern vergleichen die Resultate mit Äthiopien, wodurch ein Bewusstsein für die Notwendigkeit des verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen geschaffen werden soll. Anhand von Beispielen im entwicklungspolitischen Kontext können die SchülerInnen die Vorteile der Nutzung von Solarenergie sowohl in Deutschland als auch in Äthiopien nachvollziehen. Den Höhepunkt des Projektes bildet die Gestaltung einer eigenen Solarlampe, die sowohl die emotional- emphatischen als auch die rational-praktischen Erkenntnisse der Workshoptage in sich vereint. |
ZielIndem wir das globale Lernen mit erneuerbaren Energien, insbesondere der Solarenergie in Verbindung setzen, soll aufgezeigt werden, dass sowohl für die Berliner Schüler als auch für die äthiopischen Jugendlichen Solarenergie eine alltagstaugliche Alternative ist. Durch den direkten Vergleich des eigenen Stromverbrauchs und des Verbrauchs von Deutschland im Vergleich zu Äthiopien, soll ein Bewusstsein für die Verantwortung eines jeden einzelnen geschaffen werden: wie würde die Erde aussehen, wenn jeder so viel Energie verbrauchen würde wie wir? Es ist essentiell, dass die Schüler/innen als Erwachsene von Morgen ein Verständnis für das eigene Handeln im globalen Kontext erwerben; dass ihnen bewusst wird, dass ein Umdenken vonnöten ist, um die Erderwärmung einzudämmen, die Natur zu schützen und Ressourcen zu schonen. Gleichzeitig wird durch das Beispiel der Stiftung Solarenergie anschaulich gemacht, wie Entwicklungszusammenarbeit funktioniert. Die Schüler/Innen sind eingeladen ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, wie sie niedrigschwellig durch das Einsparen von Energie, das Benutzen von solarbetriebenen Aufladegeräten etc. einen Beitrag zum Klimaschutz liefern können. Den verantwortungsbewussten, schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen lernen sie nicht nur durch Informationen, sondern durch eigene Erfahrung anhand des Baus und der Gestaltung einer eigenen Solarlampe. |
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| 2015 | Solidaritätsdienst International e. V. (SODI) | 20. Jahrestag Städtepartnerschaft Lichtenberg-Kamubukwana | Deutschland |
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www.sodi.de |
BeschreibungIm Rahmen des Projektes wurden drei Maßnahmenpakete durchgeführt. 1) Beim Delegationsbesuch von 8 Entscheidungsträger/innen der Administration und von Institutionen aus Kamubkwana in Lichtenberg erfolgte eine Vielzahl von Begegnungen, Gesprächen und Veranstaltungen. Beispielhaft seien hier die Fachdiskussion mit Jahrestagsfeier, Workshops an Schulen, der Besuch der Kleingärtnern/innen und des Sana-Klinikums hervorgehoben. 2) Über das gesamte Jahr 2015 wurde die Ausstellung zur Städtepartnerschaft in diversen Einrichtungen in Lichtenberg gezeigt und z.T. mit Veranstaltungen (Vernissagen) begleitet. 3) In der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit wurde über die Städtepartnerschaft, Kambukwana und aktuelle Entwicklungen in Mosambik informiert. |
Ziel
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| 2015 | Freunde des FEZ e. V. | Afrika. Facetten eines Kontinents (AFK) | Deutschland |
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www.freunde-des-fez.de |
BeschreibungDas Projekt vom Frühherbst 2015 hatte sowohl die Vermittlung detaillierten Wissens über Länder und Entwicklungen auf den afrikanischen Kontinent als auch die Information über die Post-2015-Entwicklungsangenda (SDG) zum Gegenstand. Es war ein Vorhaben, mit dem wir die UN-Tagung zum Nachfolgeprozess zu den MDG (25. bis 27. September 2015) ins öffentliche Bewusstsein brachten. Die Aktivitäten richteten sich an Kinder und Jugendlichen in Lernzusammenhänge sowie an Familien mit Kindern bis 12 Jahre. Gearbeitet wurde mit 2 Maßnahmen: Zum einen Projekttage für Lernende aller Altersgruppen und Schularten/ Klassenstufen. Hier gab es 37 Aktivitäten, v. a. in der Woche vom 29/09 bis 02/10/15, die von rd. 750 Schüler/innen in Anspruch genommen wurden. Themen waren u. a. Leben in ausgewählten Regionen und Ländern Afrikas, Afrika in der Globalisierung (Wirtschaft, Migration), Menschen-/ Kinderrechte sowie Praxis der MDG/ SDG. Zum anderen wurde am 12. und 13. September ein Themenwochenende durchgeführt. Rd. 15 Aktionsbereiche (Infostände, Kreativstationen, Ausstellungen etc.) ermöglichten Familien (rd. 500 Personen) eine Sicht auf die Vielfalt Afrikas, auf viele entwicklungspolitische Problemlagen wie auch Erfolge, die EP/ EZ mit den MDG erreichten, sowie in das Leben von Berliner/innen mit afrikanischen Hintergrund in unserer Stadt. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem FEZ-Berlin und vielen in der Stadt lebenden Referenten/innen des Globalen Lernens und Vereinen mit Bezug zu Afrika geplant und umgesetzt. |
ZielHauptziele waren zum einen die Förderung einer differenzierten Kenntnis des Kontinents Afrika und den dort entwicklungspolitisch relevanten Prozessen, zum anderen die Information über den Post-Agenda-Prozesse (UN-Gipfel). Weiterhin ging es um ein besseres Verständnis der Zielgruppen von der Afrikanischen Diaspora in Deutschland. Diesen Zielen waren Unterziele subsumiert wie:
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| 2015 | AfricAvenir International e. V. | Aufnahmen einer Gesellschaft in Bewegung „Devoir de mémoire“ | Deutschland |
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www.africavenir.org |
BeschreibungDie Fotoausstellung „Devoir de mémoire“ dokumentiert sowohl das Leben und Werk der drei großen senegalesischen Musiker Gilbert Diop, Samba Sock und Makhtar Ndiaye, die über 30 Jahre in Berlin lebten und arbeiteten und zwischen 2013 und 2014 verstorben sind, als auch den Alltag der senegalesischen Community in Berlin. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Filmreihe sowie ein Konzert und eine Modenschau. Die Filme zeigen eindrucksvoll unterschiedlichste Sichtweisen auf die senegalesische Gesellschaft und ihre Entwicklung. |
ZielAnliegen des Projekts „Devoir de mémoire“ war das Leben und (Kunst)Schaffen der senegalesischen Community in Berlin sichtbarer zu machen. In Berlin leben zahlreiche senegalesische KünstlerInnen, die sich mit unterschiedlichsten Mitteln sowohl mit der deutschen als auch der senegalesischen Gesellschaft auseinandersetzen. Ein großer Teil dieses künstlerischen Schaffens ist jedoch weder der deutschen Mehrheitsgesellschaft noch der senegalesischen Community selbst bekannt. Durch die Fotoausstellung sowie eine begleitende Filmreihe soll diese Thematik aus dezidiert senegalesischen Perspektiven einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. |
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| 2015 | NARUD e. V. (Network African rural and urban development e. V.) | So fremd und doch so nah -Solidarität mit Flüchtlingen jetzt! | Deutschland |
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www.narud.org |
BeschreibungSeit dem zweiten Weltkrieg gab es auf der Welt nicht mehr so viele Flüchtlinge wie heute. Das stellt nicht nur die einzelnen Nationalstaaten vor eine Herausforderung. Insbesondere die Europäische Union scheint im Feld der Asyl- und Migrationspolitik überfordert und lässt wirksame Reformen und die Einrichtung einer gemeinsamen Asyl- und Migrationspolitik vermissen. Die Folgen sind heute nicht eindeutig absehbar, doch ist vielerorts bereits ein gesellschaftlicher Rechtsruck zu verzeichnen, welcher von der politischen Tatenlosigkeit noch weiter geschürt wird. Das Projekt behandelt in unterschiedlichen Maßnahmen die Ursachen und Folgen internationaler Migration und die europäischen Hintergründe der Flüchtlingsproblematik, um einerseits die Vielfalt an bereits tätigen Flüchtlingsorganisationen weiter zu stärken, die Diaspora als zivilgesellschaftlichen Akteur zu fördern und andererseits ein gesellschaftlich differenziertes Bewusstsein und eine Akzeptanz gegenüber der Problematik und den Flüchtlingen zu schaffen und somit einen Beitrag zur Vermeidung bzw. Eindämmung eines gesamtgesellschaftlichen Rechtsrucks zu leisten. |
ZielUnser Ziel war die Bewusstseinsbildung: Wir konnten durch die entwicklungspolitische Bildungsarbeit insbesondere das Ziel erreichen, Flucht und Migration als ein entwicklungspolitisches Thema in der Zivilgesellschaft weiter zu verankern. Durch die Informationsstände und Banneraktion auf dem Fußballturnier wurden sowohl Teilnehmende als auch Zuschauer mit dem Thema Flucht und Solidarität mit Flüchtlingen konfrontiert, auch die Informationstafeln ermöglichten bei der jeweiligen Ausstellung eine Auseinandersetzung mit der Fluchtproblematik. In den Veranstaltungen des Projektes wurde auch immer die Rolle gemeinnütziger Initiativen reflektiert, d.h. bei den Workshops wurde gezielt auf fehlende Initiativen zur Erreichung einer einheitlichen Migrationspolitik innerhalb der EU eingegangen sowie auf mangelnde Kohärenz entwicklungspolitischer, militärischer außenpolitischer Handlungen hingewiesen. Auch das Rollenspiel an der Schule trug zum besseren Verständnis der Gesamtsituation sowie zur Sensibilisierung der SchülerInnen zum Thema und der Reflektierung der eigenen Rolle bei. Wichtig war außerdem ein aktiver Dialog mit allen Zielgruppen, der auch auf Verständnisfragen oder Vorurteile eingeht. Für einige Veranstaltungsteilnehmende der Projektaktivitäten hat sich sicherlich ein Perspektivwechsel ergeben, für viele kam zumindest ein Gewinn an neuen Kompetenzen bzw. Wissen dazu. Handlungsoptionen bieten zudem die Möglichkeit eines bewussteren eigenen Engagements. Mit der zunehmenden Kompetenzvermittlung und Bewusstseinsschaffung innerhalb der Bevölkerung kann langfristig schließlich auch ein größerer Einfluss auf die politischen Ent-scheidungsträger erfolgen, die wiederum bspw. die in der Problemanalyse dargestellten Misstände in der Migrationspolitik beheben können. |
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| 2015 | Gesellschaft für Humanistische Fotografie e. V. | „No Women, No Future“ – Bildungsprogramm für Jugendliche ab 14 Jahren über das Leben von Frauen in Afghanistan | Deutschland |
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www.humanistischefotografie.de |
BeschreibungDie Multimedia-Ausstellung „Die Unbeugsamen: Vier Frauen in Kabul“ thematisiert das Le-ben von vier afghanischen Frauen unterschiedlicher sozialer Schichten und verschiedenen Alters, deren Geschichten stellvertretend für die Situation der Frauen kurz vor dem Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan stehen. Die Fotografin und Filmemacherin Lela Ahmadzai, selbst in Afghanistan geboren, wanderte mit 17 Jahren nach Deutschland aus. Seit über 10 Jahren reist sie regelmäßig in ihre Heimat zurück, begleitet die Frauen dort und lässt sie in Wort und Bild ihre persönliche Geschichte erzählen. Porträtiert werden so unterschiedliche Frauen wie die Parlamentsabgeordnete Shinkai Karokhail, die Bäckerin Reza Guel, die Polizistin Saba Sahar und die Sängerin Pary Kholamy. Begleitend zu der Ausstellung, die im November/Dezember 2015 im Berliner Willy-Brandt-Haus zu sehen war, wurden 15 Workshops für Jugendliche sowie zwei themenspezifische Abendveranstaltungen durchgeführt. Die Bildungsmodule wurden auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten. Das Bildungsprogramm lieferte den Teilnehmenden detaillierte und differenzierte Hinter-grundinformationen zu den vorgestellten Frauen aus Afghanistan, zu ihrer Arbeit und den Lebensumständen in ihrem Land. Die komplexe Situation in der Region, die geprägt ist von jahrzehntelangen ethnischen und religiösen Konflikten, territorialen und wirtschaftlichen Interessen alteingesessener Herrscherfamilien und den Rivalitäten russischer wie westlicher Mächte, wurde den Teilnehmenden verständlich vermittelt. Die Hintergründe, die zu der aktuellen Situation geführt haben, wurden analysiert. Das Programm hatte zum Ziel, konkretes faktisches Wissen zu vermitteln: Länderinformati-onen; die Situation und Rechte der Frauen in der afghanischen Gesellschaft; Globalisie-rungsaspekte im Nord-Süd-Kontext wie die Wechselwirkungen zwischen den Politiken der westlichen Länder und der Länder des Südens; Entwicklungspolitik; Entwicklungszusam-menarbeit der öffentlichen wie auch privaten Hand; Eigenverantwortung/Partizipation an zivilgesellschaftlichen Prozessen und sollte die Fähigkeit der Zielgruppen zur kritischen Be-wertung von Medieninformationen fördern. |
ZielAllgemeines Projektziel war die Vermittlung wenig bekannter Sichtweisen und Informationen im entwicklungspolitischen Kontext am Beispiel von Frauen in Afghanistan. Darüber hinaus sollte ein Beitrag zur differenzierten und ganzheitlichen Darstellung Afghanistans als bei-spielhaft für die Länder des Südens sowie seiner BewohnerInnen geleistet werden. Außer-dem sollte mit unserem Projekt zur Aufklärung über die Wirkung medialer Darstellungen bei-getragen werden. Zudem haben wir folgende Teilziele festgelegt: • Verankerung eines Bewusstseins für entwicklungspolitische Inhalte bei den Zielgruppen. Stärkung der interkulturellen Kompetenz der Zielgruppen. • Bewusstwerdung von Einflussmöglichkeiten als BürgerInnen auf Politik und Gesellschaft (dadurch direkter Einfluss auf Dritte). • Förderung der Fähigkeit zur kritischen Bewertung von und Auseinandersetzung mit Ereig-nissen im entwicklungspolitischen Kontext. • Förderung eines Perspektivwechsels durch eine Darstellung der Frauen auf Augenhöhe, der die Identifizierung der BetrachterInnen mit den Abgebildeten ermöglicht und zum Dialog einlädt. |
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| 2015 | 14 Kilometers – the shortest distance between North Africa and Europe e. V. | 14km Film- und Diskussionsreihe 2015 | Deutschland |
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BeschreibungDie Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens standen in den letzten Jahren vor allem durch die Revolutionen und teils auch Konterrevolutionen in einigen Staaten, durch Bürgerkriege, durch den Terrorismus des IS und zuletzt besonders durch die immensen Flüchtlingsströme nach Europa im Fokus deutscher Medien. Die 14km Film- und Diskussionsreihe möchte tiefergehende Informationen vermitteln. Jede Veranstaltung soll sich einem einzelnen Land oder einem spezifischem Thema widmen und mittels eines aktuellen Films einen künstlerisch-dokumentarischen Einblick ermöglichen. Anschließend soll das Thema in einem offenen Publikumsgespräch mit einer Person aus Berlin mit persönlichen Erfahrungen (Zeitzeuge, Migrationshintergrund) sowie einem/r Referent/in aus der Wissenschaft intensiv erörtert werden. 14km e.V. setzt sich für Austausch und Verständigung der beiden Nachbarregionen nördlich und südlich des Mittelmeeres ein, um die Distanz der Meerenge von Gibral-tar (14km) symbolisch zu überwinden. Seit 2013 wurden jährlich je vier Film- und Diskussionsabende in Berlin zu ausgewählten aktuellen Themen einzelner Länder veranstaltet. Darin vertieften themenbezogene Filme und Diskussionen des Publi-kums mit Wissenschaftler/innen und Migranten/innen (-verteter/innen) das Wissen des Publikums und ermöglichten zeitgleich einen intensiven persönlichen Austausch zwischen Migranten/innen und Berliner/innen ohne Migrationshintergrund. Die erfolgreiche 14km Film- und Diskussionsreihe soll auch in diesem Jahr fortgesetzt und gleichzeitig weiter etabliert werden. Für dieses Jahr werden ab Juni 8 Veranstaltungen im 4-Wochen-Rhythmus angestrebt. |
ZielZielgruppen:
Die Zielgruppen sind persönlich oder durch ihr Umfeld betroffen oder am Thema/Film interessiert, sei es aus politisch-sozialem oder kulturell-cineastischem Interesse. Beide Zielgruppen sollen erreicht werden und in etwa die Hälfte des Publikums stellen. Dabei soll insbesondere - ein reger und intensiver Austausch zwischen den beiden Zielgruppen und den Referenten/innen zu aktuellen politischen, sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen Themen entstehen - gegenseitiges Interesse gefördert werden (durch kulturell-cineastische und wissenschaftlich-informative Mittel) - ein gedanklicher Perspektivwechsel im Publikum angeregt werden - Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem europäischen Norden und dem nordafrikanischen/nahöstlichen Süden sowie daraus resultierenden interregionale Folgen greifbar werden - persönliche Erfahrungen und Meinungen der Migranten/innen artikuliert werden. |
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| 2015 | Mayadin al-Tahrir e. V. | Arabische Filmreihe: Beyond Spring | Deutschland |
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www.mayadinaltahrir.org |
BeschreibungIm Jahr 2010 haben die Proteste in Tunesien eine Welle von Aufständen im Nahen Osten und Nordafrika ausgelöst, die als „arabischer Frühling“ bekannt wurden. Die Filmreihe „Beyond Spring“ konnte einen Blick über den sogenannten Frühling hinaus bieten. Mit einer speziellen Auswahl an Dokumentar- und Spielfilmen stellte diese Filmreihe Werke aus verschiedenen arabischen Ländern vor. Sie beleuchtete soziale und politische Verhältnisse in der Region und bot durch Behandlung verschiedener Aspekte - sei es Klassenverhältnisse, Geschlecht oder Politik - ein tiefgründiges Verständnis von Entwicklungen und andauernden revolutionären Prozessen in der Region an. Im Anschluss jedes Films folgte eine Diskussion mit EUME-Experten (Europe in the Middle East – The Middle East in Europe). ---Programm--- 21.05.2015 Thema: Syrien, das syrische Kino und die Alawiten: Film: The Immortal Sergeant, ReferentInnen der anschließenden Diskussion: - Salam Said (syrische Wissenschaftlerin und Aktivistin) - Refqa Abu-Rumeileh (EUME-Fellow) - Dara Abdallah (kurdisch-syrischer Autor und Journalist) Afterparty mit Dj Amr Hammer 28.05.2015 Thema: Die Situation der Frau in Tunesien nach der Revolution: Film: Tomorrow was Better, ReferentIn der anschließenden Diskussion: Leyla Dakhli (EUME-Fellow und Historikerin am Institut de Recherche et d’études sur le monde arabe et musulman) 04.06.2015 Thema: Frauen und die politische Geschichte Ägyptens, Film: Four Women from Egypt, ReferentIn der anschließenden Diskussion: Clare Phyllis Davies (Irmgard Coninx Prize Fellow of the Forum Transregionale Studien 2014-15) 11.06.2015 Thema: Irak und der Schatten der Diktatur; Film: Leaving Baghdad, ReferentIn der anschließenden Diskussion: Saleem Al-Bahloly (University of California, Berkeley und EUME Fellow 2014-15) |
ZielDer „Arabische Frühling“ hat viel Medienaufmerksamkeit in Deutschland erhalten. Die Berichterstattung beschränkte sich jedoch oft auf eine bloße Beschreibung der Ereignisse, ohne den sozio-kulturellen Kontext der jeweiligen Länder, die die Proteste verursachten, zu beleuchten. Mit der speziellen Auswahl an Dokumentar- und Spielfilmen der Filmreihe „Beyond Spring“ wollen wir die komplexen Hintergründe und die bis heute andauernden revolutionären Prozesse des Arabischen Frühlings sichtbar machen und somit ein tieferes Verständnis für die Ursachen und Folgen der Demonstrationen in ihrem jeweiligen nationalen und kulturellen Kontext schaffen. Eine reflektierte Betrachtung der Ereignisse und Gesellschaften ist ausschlaggebend, um einer stereotypischen und vereinfachten Sichtweise, die Ressentiments schürt, entgegen zu wirken. |
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| 2015 | Gesellschaft für internationale Entwicklung Berlin e. V. | 14 Vorträge im Rahmen der Ringvorlesung Entwicklungspolitik | Deutschland |
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Beschreibung14 Vorträge mit anschließender Diskussion in offener Runde in der Ringvorlesung Entwicklungspolitik. Die Ringvorlesung Entwicklungspolitik richtet sich an die Mitglieder internationaler Organisationen, die Öffentlichkeit und an die Studierenden und läuft seit 2000 mit wechselnden Themen jeden Dienstag von 18.00 - 20.00 Uhr innerhalb der Semester in den Räumen der TU Berlin. Sie bietet ExpertInnen die Möglichkeit, Vorträge zu aktuellen Themen zu halten, zu hören und zu diskutieren, sowie jungen international interessierten Menschen einen Einstieg in die Thematik und einen Überblick über die entwicklungspolitische Landschaft. Der Schwerpunkt lag auf dem Thema „International Law and Development“. |
ZielInformation und Vernetzung für Publikum mit Interesse an entwicklungspolitischen Fragestellungen. |
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| 2015 | OWEN e. V. | Systematisierung von Erfahrung – Wie wir von unserer eigenen Praxis lernen können | Deutschland |
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www.owen-berlin.de/ |
BeschreibungMit dem Projekt “Systematisierung von Erfahrungen – Wie wir von unserer eigenen Praxis lernen können” wurde der in Lateinamerika in der Educación Popular entwickelte Ansatz zur Systematisierung von Erfahrungen für NGOs in der Friedens- und Entwicklungszusammenarbeit zugänglich gemacht. Zentral bei dieser Methode ist die Einbeziehung aller AkteurInnen, die an einem Prozess beteiligt waren. Die AkteurInnen reflektierten ihre eigene Praxis, um aus ihr zu lernen und sich der Prozesse und Dynamiken bewusst zu werden. Dies schließt kritische Diskussionen genauso ein, wie das gegenseitige Empowerment von AkteurInnen der Entwicklungs- und Friedensarbeit. Basierend auf Neugier und gegenseitiger Lernbereitschaft ermöglicht diese Herangehensweise neue Erkenntnisse insbesondere im Hinblick auf Möglichkeiten und Grenzen von Beteiligung verschiedener Bevölkerung an gesellschaftspolitischen Veränderungsprozessen hin zu einer gerechten und friedlichen Gesell-schaft. Kernstück des Projekts war eine Weiterbildung, die durch einen Experten aus dem globalen Süden geleitet wurde und VertreterInnen von berliner NGOs der Friedens- und Entwicklungszusammenarbeit dazu befähigte, die Methode der Systematisierung von Erfahrungen in ihrer (Bildungs-)Praxis anzuwenden und weiterzuvermitteln. Dieses Verfahren fördert eine Reflexion über einzelne Projekte hinaus und somit die Entwicklung einer langfristigen Strategie innerhalb der jeweiligen Organisationen. Dadurch wurde mittelfristig ein Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung von Friedens- und Entwicklungszusammenarbeit geleistet. Die beteiligten NGOs arbeiten seit Jahren in der lokalen und internationalen Friedens- und Entwicklungszusammenarbeit und haben internationale Partnerschaften in unterschiedliche Regionen aufgebaut, insbesondere nach Lateinamerika und den Nachfolgestaaten der UdSSR/Kaukasus. Durch diese besondere Kooperation ergab sich ein Süd-Nord-Ost Trialog. |
ZielDer Ansatz der Systematisierung von Erfahrungen wird in berliner NGOs der Friedens- und Entwicklungszusammenarbeit erprobt und etabliert. Die teilnehmenden Vertreter_innen der NGOs verfügen über Kenntnisse und Fähigkeiten für die Durchführung und Anleitung von partizipatorischen Prozessen der Systematisierung von Erfahrung. Ein Süd-Nord-Ost Trialog wird gefördert. Durch Anwendung und Weiterverbreitung des Verfahrens in der Praxis der NGOs wird mittelfristig die Friedens- und Entwicklungszusammenarbeit nachhaltig verbessert. |
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| 2015 | Unabhängiges Institut für Umweltfragen e. V. | Projekt „Faire Schule“ – Unterstützungsangebot für Schulen „Energie sparen“ | Deutschland |
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BeschreibungDas Schulentwicklungsprogramm „Faire Schule“ des EPIZ unterstützt Schulen dabei, das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung im lokalen Kontext umzusetzen. Ausgangspunkt ist der Gedanke, dass Menschen nur bereit sind, globale Verantwortung zu übernehmen, wenn sie ihr tägliches Miteinander als fair und respektvoll empfinden. Das Konzept der Fairen Schule verfolgt einen ganzheitlichen Anspruch und umfasst drei Zielebenen, die eng miteinander verwoben sind: • Fair zu allen Mitmenschen im schulischen Umfeld (demokratische Schulkultur) • Fair zu Menschen rund um den Globus (Übernahme globaler Verantwortung – Globales Lernen) • Fair zu Umwelt und Klima (Übernahme ökologischer Verantwortung) Zur Stärkung der demokratischen Schulkultur und zur Übernahme ökologischer Verantwortung arbeitet EPIZ mit verschiedenen KooperationspartnerInnen zusammen. UFU stellt sich mit seiner Expertise im Bereich Klimaschutz an Schulen als weiterer Kooperationspartner zur Verfügung. Die Unterstützung durch UfU kann als „Paket“ von Schulen abgerufen werden. Ein Paket beinhaltet jeweils drei Bausteine: einen Energierundgang an der Schule, einen Team-Workshops für das Kollegium und einen Projekttag für SchülerInnen. |
ZielIm Vordergrund steht die Bewusstmachung des täglichen Energiebedarfs unserer Gesellschaft sowie der damit verbundenen Wirkung auf Umwelt und Klima. Dafür werden Messgeräte eingesetzt, Messergebnisse ausgewertet und Beobachtungen vor Ort angestellt. Durch die geplanten Projektbausteine kann ein Beitrag zur Minderung des CO2-Ausstoßes und zur Reduzierung des Klimawandels, der besonders Menschen im Globalen Süden beeinträchtigt, geleistet werden. So kann durch die Übernahme ökologischer Verantwortung im schulischen Kontext ein konkreter Beitrag zur Klimagerechtigkeit und damit globaler Gerechtigkeit geleistet werden. |