Geförderte Projekte LEZ

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JahrTrägerProjektnameLandFinanzenHomepage
2026Gesellschaft für Humanistische Fotografie e. V.Konflikte im Wandel: Medien + Digitalisierung im globalen FokusDeutschland
Projektsumme: 45.427,00 €
Fördersumme: 13.000,00 €
www.humanistischefotografie.de

Beschreibung

In den vergangenen 30 Jahren haben sich die medialen Darstellungen globaler Konflikte stark verändert. Medien spielen eine entscheidende Rolle bei der Berichterstattung über Konflikte, Konfliktparteien, Hintergründe und Betroffene sowie aktuelle und mögliche zukünftige Auswirkungen. Sie beeinflussen maßgeblich die öffentliche Wahrnehmung und das Verständnis von Konflikten. Gleichzeitig hat sich auch die Medienlandschaft drastisch verändert, vor allem sind durch die zunehmende Kapitalisierung des Journalismus verkürzt dargestellte Inhalte und der Wegfall differenzierter (und damit kostspieliger) Berichterstattung in Wort und Bild als Problem zu benennen. Besonders der Aufstieg der künstlichen Intelligenz (KI) hat jedoch das Potenzial, die Art und Weise, wie Konflikte analysiert und Medieninhalte erstellt und verbreitet werden, grundlegend zu verändern.

Das auf 3 Jahre angelegte Projekt kombiniert Bildung, Medienkompetenz und die Kraft der Fotografie, um komplexe Themen anschaulich zu vermitteln. Es beinhaltet gezielte Bildungsmaßnahmen und interaktive Workshops für Jugendliche ab 12 Jahren und die Weiterbildung von Fotograf:innen zu Referent:innen. Die breite Öffentlichkeit wird durch Fotoaustellungen und Expert:innentalks erreicht. Der Schwerpunkt liegt auf Nord-Süd-Fragestellungen sowie auf der kritischen Betrachtung des Einflusses von Digitalisierung in der Berichterstattung und die Enttarnung von Fake News und Propaganda. Wir arbeiten unter anderem mit konkreten Beispielen, wie z.B. dem Fall von Amnesty International bei dem KI-erstellte Fotos genutzt werden, um auf die Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien aufmerksam zu machen. Das Projekt schafft eine Plattform für den Dialog und den Austausch zwischen verschiedenen Perspektiven und fördert die Zusammenarbeit und das gegenseitige Verständnis. Es handelt sich um ein Bildungsprojekt im Bereich des Globalen Lernens, das inhaltlich so aufgebaut ist, dass es aktiv die Einbindung von Menschen unterschiedlicher ethnischer Hintergründe, sozialer Schichten, Geschlechter oder kultureller Identitäten fördert.

Ziel

Das Projekt "Konflikte im Wandel: Medien + Digitalisierung im globalen Fokus" soll das Bewusstsein der Teilnehmenden für globale Konflikte schärfen, Perspektivwechsel und die inhaltliche Auseinandersetzung fördern sowie die Medienkompetenzen der ZG in Bezug zu globalen Themen stärken. Der Einsatz von Fotografie als wirkmächtiges Medieninstrument und Informationsquelle für die breite Öffentlichkeit ist ein kritischer Faktor in der Darstellung von globalen Prozessen und Konflikten. Deshalb trägt das Projekt im Besonderen dazu bei, die Teilnehmenden darin zu schulen, Realität, Fälschung und künstlich erzeugte Bilder einzuordnen und kritisch zu betrachten. Das Gesamtprojekt trägt so im besonderen zur Umsetzung der folgenden SDGs bei: Frieden und Geschlechtergerechtigkeit.

2026Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Umwelt und Entwicklung BLUE 21 e. V.Nachhaltiger Wandel: Wie kann das für Tabak aussehen?Deutschland
Projektsumme: 82.032,00 €
Fördersumme: 19.000,00 €
www.blue21.de

Beschreibung

Die sozioökonomischen, ökologischen und gesundheitlichen Folgen von Anbau, Produktion, Vermarktung und Konsum von Tabak behindern die Erreichung der SDGs und laufen ihnen zum Teil sogar stark zuwider. Für einen globalen nachhaltigen Wandel ist im Tabaksektor deshalb langfristig ein Ausstieg aus dem Tabakanbau und eine starke Reduzierung des Tabak- und Nikotinkonsums wichtig. Dies spiegelt sich im SDG 3.a wider, das eine schnellere Umsetzung des globalen Gesundheitsvertrags zur Tabakkontrolle (WHO FCTC) fordert.

Aufbauend auf den Ergebnissen der Vorgängerprojekte beschäftigt sich das Vorhaben damit, wie ein nachhaltiger Wandel bei Tabak aussehen kann, im Globalen Süden wie im Globalen Norden. Zum einen geht es um Verbesserungen für Menschen und Umwelt im Tabakanbau und um den Umstieg auf andere Einkommensmöglichkeiten. Zum anderen geht es um Lösungen für den Tabakmüll und um Freizeitgestaltung ohne Tabakkonsum. Dabei werden Themen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Gesundheit und Umwelt miteinander in Verbindung gebracht und globale Zusammenhänge am Beispiel des Tabaksektors gezeigt.

Unsere Zielgruppen sollen die einzelnen Aspekte und deren globale Zusammenhänge verstehen. Sie werden Schritte des Wandels weltweit kennenlernen und bewerten. So sollen sie befähigt werden, sich kreativ mit Handlungsmöglichkeiten in ihrer eigenen Lebensrealität auseinanderzusetzen.

Wir erstellen Publikationen und Bildungsmaterial, führen Bildungsangebote an Schulen und anderen Bildungsorten durch, bieten Veranstaltungen für Multiplikator*innen und die Öffentlichkeit an und klären in den sozialen Medien und durch unsere Webseite(n) auf.

Ziel

Alle Zielgrupppen sollen am Beispiel Tabak- und Nikotinprodukte darüber informiert werden, wie globale sozioökonomische und ökologische Nachhaltigkeit mit der Durchsetzung von Kinder- und Menschenrechten und mit dem Schutz der Umwelt und des Klimas zusammenhängt. Sie bewerten diese Verknüpfungen und diskutieren unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten, die zu einem nachhaltigen Wandel beitragen können. Dabei verstehen sie, wie positive Beispiele aus dem Globalen Süden zu einem Wandel im Globalen Norden beitragen können und ziehen Vergleiche zu anderen Konsumprodukten.

Schülerinnen und Jugendliche sollen durch interaktive Formate dazu motiviert werden, eigene kreative Ausdrucksformen für ein komplexes Thema zu finden. Akteurinnen aus dem Bereich Gesundheit (Suchtprävention, public health, Pflege), Multiplikatorinnen des Globalen Lernens und Lehrkräfte, erhalten neue Ansatzpunkte und Materialien für ihre Arbeit. Multiplikatorinnen, Akteurinnen Gesundheit, Vertreterinnen von NRO und Medien sollen dazu angeregt werden, die Informationen weiter zu verbreiten und sich in die Diskussionen und Veranstaltungen des Projekts mit ihrer Expertise einbringen.

2026Nachrichtenpool Lateinamerika e. V.Kompass durch die Krise: Lösungsorientierte entwicklungspolitische Bildungsarbeit und konstruktiver Journalismus unter globalen HerausforderungenDeutschland
Projektsumme: 122.116,00 €
Fördersumme: 17.000,00 €
www.npla.de

Beschreibung

In Zeiten globaler Krisen und gesellschaftlicher Spaltung sind konstruktiver Journalismus und lösungsorientierte entwicklungspolitische Bildungsarbeit wichtiger denn je. Menschenrechte geraten weltweit durch politische Entwicklungen und soziale Medien unter Druck. Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 sowie Klima- und Umweltschutzziele verlieren an Aufmerksamkeit. Viele sorgen sich um soziale und demokratische Errungenschaften. Hier setzt der NPLA mit dem Projekt „Kompass durch die Krise“ an. Wir zeigen in journalistischen Formaten und Bildungsangeboten Parallelen zwischen Europa und dem Globalen Süden auf – mit Fokus auf Lateinamerika. Unser Ziel: komplexe Themen verständlich und lebensnah erklären, um Menschen zur Teilhabe und Mitgestaltung einer inklusiven, friedlichen und demokratischen Welt zu motivieren. Im Zentrum stehen Themen wie Inklusion, Bildung, Frauen- und Genderrechte, beleuchtet aus verschiedenen Perspektiven. Unsere Zielgruppen reichen von Multiplikatorinnen und Medienschaffenden über Schülerinnen und Freiwillige bis hin zu Migrantinnen mit spanischsprachigem Hintergrund. Im aktuellen Projekt entwickeln wir vielfältige Formate: Medienbeiträge, Workshops, Veranstaltungen. Junge Freiwillige berichten aus Lateinamerika als Nachwuchs-Korrespondentinnen, in Deutschland lebende Lateinamerikanerinnen wirken als kulturelle Mittlerinnen. Ein neues Bildungsangebot für Ober- und Berufsschulen ist unser Audiowalk zu entwicklungspolitischen Themen in Berlin

Ziel

Wir stärken nachhaltige Berichterstattung und entwicklungspolitische Zusammenarbeit in Zeiten von Krisen. Das Projekt bringt globale Perspektiven, insbesondere aus Lateinamerika, in gesellschaftliche Debatten in Deutschland ein. Es zeigt Verbindungen zwischen lokalen und globalen Entwicklungen auf und sensibilisiert für entwicklungspolitische Zusammenhänge. Selbstermächtigung und Handlungsfähigkeit statt Ohnmachtsgefühl angesichts globaler Krisen: Die Zielgruppen sind angeregt, sich aktiv in zivilgesellschaftliche Prozesse einzubringen. Die angestrebten Wirkungen entfalten sich auf drei Ebenen: Information, Bildung und Partizipation Durch eine kontinuierliche, hintergründige Berichterstattung über relevante Themen wie Menschenrechte, Umwelt, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Teilhabe ist entwicklungspolitisches Wissen bei den Zielgruppen (ZG) vertieft. Fortschritte und Rückschläge sind dokumentiert, Lösungsansätze vorgestellt und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. So haben die ZG einen direkten Wissenszuwachs erfahren und Bezüge zum eigenen Leben erkannt.Ein besonderer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit Medienschaffenden und Multiplikator*innen (ZG 1 und 2) sowie der aktiven Einbindung junger Menschen (ZG 3, 4 und 5) in die Medienarbeit. Sie lernten Informationen kritisch zu hinterfragen und eigene Recherchen durchzuführen – das sind wichtige Kompetenzen für demokratische Teilhabe.Die angestrebten Resultate:Die ZG sind fundiert über entwicklungspolitische Debatten informiert.Lateinamerikanische Perspektiven sind verständlich aufbereitet und in deutsche Diskurse eingeflossen.Globale Zusammenhänge, etwa zwischen sozialen Problemen in Deutschland und im Globalen Süden, wurden deutlich gemacht.Das Projekt motivierte ZG zum Engagement für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und globale Solidarität.Die Zusammenarbeit mit freien Medien, Freiwilligenprogrammen und dem journalistischen Nachwuchs wurde gestärkt.

2026Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung - WEED e. V.Just Twin Transition - Rohstoffe für die TransformationDeutschland
Projektsumme: 108.881,28 €
Fördersumme: 28.000,00 €
www.weed-online.org

Beschreibung

Die Transformation hin zu einer klimaneutralen und digitalen Gesellschaft – die Twin Transition – gehört zu den zentralen wirtschafts- und entwicklungspolitischen Zielen Deutschlands. Doch für die Transformation werden große Mengen an Rohstoffen benötigt, welche zum Großteil im Globalen Süden gewonnen und verarbeitet werden, oft unter Bedingungen, die mit massiven Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen einhergehen.Im geplanten Projekt thematisieren wir die menschenrechtlichen und entwicklungspolitischen Herausforderungen der rohstoffintensiven Twin Transition. Beispielhaft beleuchten wir die Bereiche Digitalisierung und Automobilindustrie, in denen sich die sozialen und ökologischen Widersprüche besonders deutlich zeigen. Ziel ist es, die globalen Auswirkungen verschiedener Transformationstechnologien sichtbar zu machen und Impulse für eine Just Twin Transition zu setzen.Dazu richten wir uns mit einer Vielzahl an Formaten – darunter Studien, Web-Seminare, Podcasts, Factsheets, eine Filmreihe und politische Briefings – an eine breite Öffentlichkeit, insbesondere an junge Menschen, zivilgesellschaftliche Akteurinnen, Unternehmen sowie politische Entscheidungsträgerinnen. Ziel ist es, gesellschaftliches Bewusstsein zu stärken, politische Debatten anzustoßen und konkrete Handlungsperspektiven für eine global gerechte Twin Transition aufzuzeigen.

Ziel

Die breite Öffentlichkeit entwickelt ein kritisches Verständnis für die komplexen Zusammenhänge zwischen Digitalisierung, Klimaschutz, Ressourcenverbrauch und sozialer Ungleichheit sowie für die relevanten politischen Rahmenbedingungen. Durch die intensivere Auseinandersetzung soll ein Bewusstseinswandel angeregt werden, der sich in nachhaltigem Konsum und dem Eintreten für eine Just Twin Transition zeigt. Jugendliche werden altersgerecht für globale Zusammenhänge sensibilisiert und zu reflektiertem Konsum und politischem Denken ermutigt. Durch das Anregen eines Perspektivenwechsels, werden Zusammenhänge von Digitalisierung und Rohstoffgerechtigkeit nachvollzogen. Sie erwerben Handlungskompetenz, um nachhaltiger digital unterwegs zu sein.Vertreterinnen aus Wirtschaft, Handel und deren Zulieferer erkennen den Schutz von Menschenrechts- und Umweltstandards als unverzichtbaren Bestandteil ihrer Geschäftsmodelle an und setzen unternehmerische Sorgfaltsmaßnahmen gezielt um – insbesondere in vorgelagerten Lieferketten. Zudem steigt die Bereitschaft, Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonende Produktion zu fördern. Unternehmen reflektieren verstärkt die Auswirkungen ihres Handelns vor Ort und berichten transparenter darüber. Durch den Austausch in Multi-Stakeholder-Initiativen und Dialogformaten wie dem NAP-Branchendialog Automobil lernen sie voneinander und entwickeln gemeinsame, verantwortungsvolle Standards für eine gerechte Twin Transition.Politische Entscheidungsträgerinnen erkennen die Notwendigkeit einer Rohstoffwende als Schlüssel für eine global gerechte Transformation. Sie erwerben fundiertes Wissen über die Wirksamkeit und Grenzen verschiedener Politikinstrumente – von freiwilligen Multi-Stakeholder-Initiativen bis zu verbindlichen gesetzlichen Regelungen wie LkSG und CSDDD. Durch den Austausch mit vielfältigen Akteur*innen und das Bereitstellen von Informationen setzen sie sich für wirksame politische Rahmenbedingungen für eine Just Twin Transition ein.

2026Baobab Berlin e. V.Gemeinsam mehr erreichen - Kooperativen im Fairen Handel stärkenDeutschland
Projektsumme: 75.667,00 €
Fördersumme: 20.000,00 €
www.baobab-berlin.de

Beschreibung

Der Baobab Berlin e.V. engagiert sich seit fast 35 Jahren für den Fairen Handel, globales Denken und Lernen. Als anerkannter Akteur und Kooperationspartner im fairen Netzwerk Berlins möchte der Verein im Projektzeitraum seine entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit intensivieren und erweitern. Das beinhaltet die Bereitstellung bewährter sowie neuer Workshopformate des Globalen Lernens an verschiedenen schulischen und außerschulischen Standorten. Der Faire Handel zielt darauf ab, gerechte Handelsbedingungen für Produzent:innen im Globalen Süden zu schaffen. Durch den Fairen Handel erhalten Bäuerinnen und Bauern faire Preise für ihre Produkte, verbessern ihre Lebensgrundlagen und stärken ihre Gemeinschaften. Mit unserem Projekt wollen wir die wichtige Rolle von Kooperativen (Genossenschaften) im globalen Süden hervorheben. Diese sind basisdemokratisch strukturiert und bieten den Produzent:innen die Möglichkeit, sich gemeinsam zu organisieren, um ihre Produkte zu vermarkten, um so bessere Verhandlungspositionen auf dem Weltmarkt zu erreichen und miteinander von den Vorteilen des gemeinsamen Handelns zu profitieren. So können Kooperativen dabei helfen, die Armut zu bekämpfen, den Umweltschutz zu fördern und die Lebensqualität der Produzent:innen zu verbessern. Das heißt, bei den Kooperativen steht der Mensch und das Gemeinwohl im Mittelpunkt und nicht der wirtschaftliche Profit.

Ziel

Unser Projekt zielt darauf ab, Schüler:innen, junge Erwachsene und Interessierte zur aktiven Beteiligung an einer sozial, ökonomisch und ökologisch verantwortungsbewussten Gesellschaft in einer globalisierten Welt zu motivieren, sie für entwicklungspolitische Themen wie den Fairen Handel zu sensibilisieren, eine kritische Auseinandersetzung mit dem bestehenden Weltwirtschaftssystem zu fördern und diese Zielgruppen zu eigenem Engagement zu ermutigen und zu befähigen. Die Teilnehmenden unserer Workshops erfahren zunächst etwas über den Aufbau und die Funktion von wirtschaftlichen Kooperativen und können sich dann in einem nächsten Schritt, die Vorteile des genossenschaftlichen Arbeitens auf wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Ebene erarbeiten. Schließlich sollen veränderte Konsumgewohnheiten als eine mögliche Handlungsoption zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensverhältnisse der Produzierenden, die in Kooperativen organisiert sind, erkannt und kritisch reflektiert werden.

2026Weltacker Berlin e. V.Wasser verbindet - weltweit! Nachhaltige Bildung durch globale ZusammenarbeitDeutschland
Projektsumme: 6.952,00 €
Fördersumme: 3.080,00 €
www.2000m2.de

Beschreibung

Seit 2014 stellt der Berliner Weltacker als generationenübergreifender Bildungsort ein maßstabsgetreues Modell der globalen Landwirtschaft zur Verfügung, an dem sich komplexe Fragen zu globaler Gerechtigkeit, nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz veranschaulichen lassen. Neu ins Bildungsprogramm aufgenommen wird das komplexe Thema ‚Wasser‘: hier soll – neben der Ausarbeitung eindrücklicher Bildungsmaterialien und der Durchführung von Veranstaltungen und Schulungen – ein Nord-Süd Austausch mit der Organisation Gardulla Peoples Development Association (GPDA) in Äthiopien initiiert werden, die sich unteranderem mit indigenen Bewässerungs- und Wasserspeicherungsmethoden beschäftigt. Gemeinsam sollen verschiedene Themen kreativ behandelt werden, wie z.B. was bedeutet eine Dürre konkret für die lokale Landwirtschaft und die betroffenen Menschen? Welche Kulturen lassen sich dennoch anbauen? Und welche Anstrengungen müssen zur nachhaltigen Bewässerung unternommen werden? Dieses Projekt möchte globale Zusammenhänge an verschiedene Zielgruppen vermitteln und damit das Bewusstsein für die Auswirkung des eigenen Verhaltens stärken (Deutschland) und die Bildung nachhaltiger, landwirtschaftlicher Praktiken für Kleinbäuer*innen fördern (Äthiopien).

Ziel

Projektziel 1: Schüler*innen/Kinder und Jugendliche machen einprägsame Lernerfahrungen bzgl. des Zusammenwirkens von globaler Gerechtigkeit, Landwirtschaft, Biodiversität und Klimakrise in einem globalen Kontext, die sie auf ihre eigenen Konsumgewohnheiten übertragen können.
Projektziel 2: Mitarbeitende des Weltackers erweitern ihr Wissen; insbesondere in Bezug auf Wasser als entwicklungspolitisches Querschnittsthema.

Projektziel 3: Weltackerbesucher*innen erweitern ihr Wissen zum Themenkomplex Wasser: Wasser als Grundlage des Lebens, Wasserverschwendung, Belastung von Gewässern durch Umweltgifte, insb. in der Landwirtschaft, Umweltfolgen und lokale soziale Auswirklungen von Wassermangel.

Projektziel 4: Menschen aus Berlin und Äthiopien tauschen sich u. a. über landwirtschaftliche Praktiken, aktuelle (klimatische) Entwicklungen und Herausforderungen in Bezug auf Wasser aus, sodass beide Seiten von den jeweils anderen Perspektiven profitieren können.

2026Drip by Drip e. V.The Drip: Süd- und Nord-Perspektiven aus der globalen Mode- und TextilindustrieDeutschland
Projektsumme: 21.590,00 €
Fördersumme: 4.000,00 €
www.dripbydrip.org

Beschreibung

In unserem Projekt planen wir die Erstellung einer Publikation, die sowohl als Print-Format als auch als EBook über unsere Website zugänglich sein wird, sowie eine Veranstaltung zu der Veröffentlichung mit Podiumsdiskussion und Ausstellung. Die Publikation zielt darauf ab, die globalen Zusammenhänge der Textil- und Modeindustrie zu beleuchten und dabei insbesondere die oft vernachlässigten Perspektiven aus dem globalen Süden hervorzuheben. Wir beauftragen Expert:innen aus dem globalen Süden, Artikel zu verfassen, führen selbst Interviews mit Akteur:innen in der Lieferkette der Textilindustrie, sowie mit Vertreter:innen von Communities, die von verunreinigtem Grundwasser durch die textilen Abwasser betroffen sind. Diese lokalen Akteur:innen haben kaum Möglichkeiten politische Entscheidungsprozesse zu Lieferketten-Gerechtigkeit eingebunden zu werden, die sie konkret betreffen. Unsere Publikation soll Perspektiven und Vorschläge aus dem globalen Süden hervorheben für Akteur:innen im globalen Norden sichtbar machen. Die Publikation wollen wir dann auf einer Veranstaltung vorstellen. Dazu wollen wir mindestens zwei der Beteiligten aus dem Globalen Süden nach Berlin einladen, um in einer Podiumsdiskussion die Themen der Broschüre zu besprechen. Unser Ziel ist es, die Stimmen von Betroffenen zu stärken, ihre Ansichten in den bestehenden Diskurs um globale Lieferketten-Problematiken einzubetten und ein Bewusstsein für ihre Perspektiven zu schaffen bzw. zu stärken.

Ziel

Mit unseren geplanten Maßnahmen möchten wir möglichst viele Menschen, darunter besonders Entscheiderinnen und Konsumentinnen, über entwicklungspolitische Zusammenhänge zwischen der Wasserverschmutzung und der daraus resultierenden Wassernot in den Produktionsländern der globalen Textilindustrie, aufklären. Darüber hinaus wollen wir Lösungsansätze und Alternativen vorstellen, und hier vor allem für lokale Perspektiven aus dem globalen Süden sensibilisieren. Dem übergeordnet wollen wir Modekonsumentinnen, Multiplikatorinnen, Professionellen der Mode- und Textilbranche für die Bedeutung von Wasser für die Umwelt aber auch den Menschen sensibilisieren. Folgende konkrete Wirkungen wollen wir erzielen: Wirkung 1 : Vermittlung von Wissen zum Zusammenhang von Wasserknappheit und Textilproduktion in den Ländern des globalen Südens Wirkung 2 : Sensibilisierung für Perspektiven und Lösungsansätze aus dem globalen Süden Wirkung 3 : Vermittlung von Lösungsansätzen und Handlungsalternativen anhand von Better Practice Beispielen

2026Afrika Medien Zentrum e. V.Wie hängt denn das zusammen? - Bildungsangebote und Aktionstage zum Motto "global gedacht - lokal gemacht"Deutschland
Projektsumme: 74.487,00 €
Fördersumme: 40.000,00 €
www.amz-berlin.de

Beschreibung

Globale Problemfelder (wie Klimawandel, Ressourcennutzung, Migrationsbewegungen, etc.) bedürfen globaler intersektional gerechter Lösungswege. Dies gelingt nur gesamtgesellschaftlich sowie im Austausch zwischen Ländern des "Globalen Südens" und "Globalen Nordens". Voraussetzung dafür ist jedoch, dass intersektionale Problemfelder trotz ihrer Komplexität für alle Menschen unserer Gesellschaft erfass- und erfahrbar, und Angebote zu aktivem Engagement nahbarer werden.

Um Menschen näher zu bringen, dass alleine durch unser Konsumverhalten, unsere Politik, unsere Geschichte u.a., wir alle mit globalen Herausforderungen verbunden sind, möchten wir unsere bereits bestehende Ausstellung "Migration und Wir" verwenden und mit kleinen Gruppen Workshops durchführen, in denen individuelle Handlungsoptionen erarbeitet und vorgestellt werden. Darüber hinaus soll das bereits bestehende Workshopangebot des Projekts "Wie hängt denn das zusammen?" der Jahre 2022 und 2023 fortgeführt werden, bei dem anhand konkreter Beispiele der persönliche Bezug zur Thematik verstärkt und das Verständnis globaler Zusammenhänge vertieft werden soll.

Begleitend wird ein Info-Magazin erscheinen, das Stimmen der Länder des Globalen Südens zu den globalen Problemfeldern, aufgreift und Interessierten zugänglich macht. Im Rahmen der Kampagne "Gemeinsam eine global gerechte Zukunft gestalten" werden 2026 zivilgesellschaftliche Organisationen aufgerufen, sich mit Aktionen für eine global gerechte Zukunft einzusetzen.

Ziel

Die Teilnehmenden verbessern ihr Verständnis globaler Zusammenhänge zwischen Themenbereichen von Migration, Umweltveränderungen, soz. Ungleichheit, Konflikte, globale Wirtschaft, Konsum und Ressourcenendlichkeit.

  1. Teilnehmende lernen Perspektiven von Akteur*innen aus Ländern des sogenannten "Globalen Südens" kennen. Die Teilnehmenden lernen persönliche Handlungsoptionen bzw. Lösungsansätze kennen.

  2. Teilnehmende sollen ermutigt werden, ihr eigenes Verhalten bewusster zu gestalten im Hinblick auf die angesprochenen globalen Entwicklungen, und selbst gegebenenfalls eine aktive Rolle in der Zivilgesellschaft einzunehmen. Teilnehmende sollen sich ihrer aktiven Rolle als Mitverantwortliche im globalen Geschehen bewusst werden, ohne sich überfordert zu fühlen. Sie sollen begreifen, dass sie Einfluss nehmen und entscheiden können, welchen.

  3. Teilnehmende sollen sich untereinander vernetzen und austauschen können, um gemeinsam eine global gerechte Zukunftsgestaltung arbeiten zu können.

2026glokal - globalisierung und politisches handeln lernen e. V.Solidarisches Gedenken organisieren: für globale Gerechtigkeit und eine dekoloniale ZukunftDeutschland
Projektsumme: 128.143,40 €
Fördersumme: 40.000,00 €
www.glokal.org

Beschreibung

Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt von glokal e.V. und ISD-Bund e.V.. Für einzelne Maßnahmen wird mit weiteren Kooperationspartner:innen zusammengearbeitet wie recherche international e.V. und EPIZ Berlin e.V. In dem Projekt befassen wir uns mit (de)kolonialen Strukturen in Geschichte und Gegenwart sowie der Gestaltung unserer gesellschaftlichen Zukunft.

Ziel des Projektes ist es, Schüler:innen jenseits nationaler Perspektiven für globale Gerechtigkeit und koloniale Kontinuitäten zu sensibilisieren, Material für Lehrer:innen zu erstellen und diese fortzubilden, entwicklungspolitische Multiplikator:innen für die Durchführung von Workshops basierend auf zu erstellenden Bildungsmaterialien zu qualifizieren, Museumsmitarbeiter:innen mit globalen und dekolonialen Perspektiven in ihrer konkreten Arbeit zu unterstützen. Außerdem sollen Multiplikator:innen (zu denen wir auch Wissenschaftler:innen, Journalist:innen und in Initiativen engagierte Menschen zählen) zusammengebracht werden, um sich auszutauschen, zu vernetzen, auf einem Fachtag und einer digitalen Gesprächsreihe. Es wird eine Projektpublikation auf Basis des Fachtags erstellt.

Ziel

Projektziele: 1. Die erste übergeordnete Wirkung bezieht sich in erster Linie auf das SDG 4 (Hochwertige Bildung) und dem Unterziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung vorantreiben: Wirkung: Information und Sensibilisierung: Erhöhung des Bewusstseins für global vernetzte Herausforderungen und Zusammenhänge wie Ungleichheit, Ungerechtigkeit, Stärkung der Zuversicht in eine solidarische Zukunft. Diese Wirkung ist den ZG 1 (Schüler:innen), 4 (Museums- und Gedenkstättenmitarbeiter:innen) und 5 (Breite Öffentlichkeit)) zugeordnet. 2. Die zweite übergeordnete Wirkung bezieht sich auf Entwicklungspolitik als "Entwicklung von Bewusstsein und die Aktivierung von zivilgesellschaftlichem Engagement“ (Entwicklungspolitische Leitlinien des Landes Berlin, 2012, S. 4). Wirkung: Handlungskompetenz und Bildung von Allianzen: Ermutigung zu solidarischen, gemeinschaftlichem Handeln und strukturelles Netzwerken zum Engagement für gerechtere und nachhaltigere Welt. Diese Wirkung ist den Zielgruppen 2 (Lehrer:innen), 3 (Multiplikator:innen), 4 (Museums- und Gedenkstättenmitarbeiter:innen) und 5 (Breite Öffentlichkeit)) zugeordnet. Diese Wirkung ist den Zielgruppen 2 (Lehrer:innen), 3 (Multiplikator:innen), 4 (Museums- und Gedenkstättenmitarbeiter:innen) und 5 (Breite Öffentlichkeit)) zugeordnet.

2026World University Service - Deutsches Komitee e. V.Portal Deutsche Länder in der EntwicklungspolitikDeutschland
Projektsumme: 19.855,00 €
Fördersumme: 1.030,00 €
www.wusgermany.de

Beschreibung

Die Pflege der Beziehungen zu auswärtigen Staaten ist grundsätzlich Sache des Bundes. Die Qualität der internationalen Beziehungen wird aber von vielen Akteuren bestimmt. Die Ausgestaltung der Entwicklungspolitik der Bundesrepublik Deutschland liegt in gemeinsamer Verantwortung von Bund, Ländern und Kommunen. Was ist der Beitrag der Deutschen Länder? Das Internetportal „Portal der Deutschen Länder in der Entwicklungspolitik“ stellt das Engagement der Deutschen Länder umfassend vor. Es gibt Auskunft über Arbeitsschwerpunkte, Partnerschaften und gemeinsame Aktivitäten der Länder. Es hält Informationen zu AnsprechpartnerInnen, Beschlüssen und Leitlinien der Deutschen Länder bereit. Weiter hält es die aktuellen Pressemitteilungen und Veranstaltungshinweise der Deutschen Länder bereit.

Ziel

Das Internetportal „Portal der Deutschen Länder in der Entwicklungspolitik“ (www.entwicklungspolitik-deutsche-laender.de) soll eine Einstiegsseite sein, auf der relevante länderübergreifende Informationen zur Entwicklungspolitik aller 16 Deutschen Länder auf den ersten Blick sichtbar sind. Auf weitergehende Informationen wird umfassend verwiesen. Das Portal soll der Vernetzung der Länder untereinander dienen und vor allem eine bessere öffentliche Wahrnehmung der Länder und ihrer vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Entwicklungspolitik gewährleisten.

2026Ökumene Netzwerk im Nachhaltigkeitsprozess Treptow-Köpenick e. V.Lokal handeln – global verbunden: UN-Nachhaltigkeitsziele als Bildungsimpulse in KirchengemeindenDeutschland
Projektsumme: 65.099,00 €
Fördersumme: 28.000,00 €
www.kommunale-oekumene.de

Beschreibung

Das Projekt „Lokal handeln – global verbunden: UN-Nachhaltigkeitsziele als Bildungsimpulse in Kirchengemeinden“ macht die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) in Kirchengemeinden im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick sichtbar und handlungsleitend. Ziel ist es, entwicklungspolitische Bildung in den kirchlichen Alltag zu integrieren und lokale Handlungsoptionen im Kontext globaler Herausforderungen verständlich und greifbar zu machen.

Zehn Kirchengemeinden übernehmen im Projektjahr eine sogenannte SDG-Patenschaft und gestalten dazu eine eigene öffentlichkeitswirksame Aktion. Die Themen und Formate werden partizipativ gewählt und orientieren sich an konkreten Fragen globaler Gerechtigkeit: So sind u. a. ein Faires Frühstück (SDG 2), ein Workshop zu Klimawandel und Gesundheit (SDG 3), eine Ausstellung mit Gesprächsrunde zur Wasserproblematik (SDG 6), eine Kleidertauschaktion (SDG 12) oder ein Weltladentag zur Lieferkettenproblematik (SDG 8) vorgesehen. Ergänzend wird mit Materialien wie einem individuellen SDG-Poster pro Gemeinde die Patenschaft nach außen sichtbar gemacht.

Die weiteren sieben SDGs werden über kleinere Aktionen, Social Media, Beiträge in Gemeindebriefen sowie thematische Impulse – z. B. eine Handyfasten-Kampagne (SDG 9), eine digitale Plastikfastenaktion (SDG 14) oder eine Friedensandacht zur Woche der Religionen (SDG 16) – bearbeitet. Über das Jahr verteilt werden außerdem sechs Textvorlagen für Gemeindebriefe sowie eine monatliche Instagram-Reihe erstellt, die globale Zusammenhänge und lokale Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Das Projekt knüpft an langjährige entwicklungspolitische Bildungsarbeit des Vereins Ökumene Netzwerk im Nachhaltigkeitsprozess e. V. an. Es ist eng verbunden mit der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie und stärkt durch Veranstaltungen, Austauschformate und das abschließende Ökumenische Forum die dauerhafte Verankerung globaler Themen in kirchlicher Bildungsarbeit.

Ziel

Ziel des Projekts ist es, das entwicklungspolitische Bewusstsein in den Kirchengemeinden der Kommunalen Ökumene Treptow-Köpenick zu stärken und langfristig zu verankern. Dazu werden drei konkrete Wirkungsziele verfolgt:

  1. Die Bedeutung der 17 Nachhaltigkeitsziele für das eigene lokale Handeln in Bezug auf globale Herausforderungen ist bei den teilnehmenden Gemeinden bekannt und verständlich geworden. Die SDGs werden als Orientierung für kirchliches Engagement sichtbar gemacht und mit praktischen Beispielen und niedrigschwelligen Bildungsangeboten aufbereitet.

  2. Einzelne Gemeinden setzen konkrete entwicklungspolitische Maßnahmen im eigenen Gemeindekontext um und entwickeln neue Ideen für langfristige Praxis. Durch SDG-Patenschaften, Veranstaltungen, Beteiligungsformate sowie begleitende Öffentlichkeitsarbeit wird ein bewusster Umgang mit globaler Verantwortung im kirchlichen Alltag gefördert.

  3. Die entwicklungspolitische Bildungsarbeit ist innerhalb der Strukturen der Kommunalen Ökumene langfristig sichtbarer und wirkt über das Projektjahr hinaus. Bestehende Netzwerke, wie die Steuerungsgruppe der Fairen Gemeinden und das Ökumenische Forum, unterstützen die strukturelle Verstetigung und ermöglichen den Erfahrungstransfer zwischen Gemeinden.

2026Carpus e. V.Weiterbildung im Globalen Lernen - Fortbildungsreihen für Lehrkräfte und Multiplikator*innenDeutschland
Projektsumme: 74.170,80 €
Fördersumme: 26.000,00 €
www.carpus.org

Beschreibung

Carpus e.V. führt 2024 und 2025 an den Lehrkräftefortbildungsinstituten in Berlin, Brandenburg und Sachsen jeweils eine mehrtägige Lehrkräftefortbildung mit vier Modulen zur Umsetzung von Globalem Lernen im Unterricht durch. Die Fortbildungen nehmen Bezug zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung der KMK, zu den Rahmenlehrplänen der jeweiligen Bundesländer und zum Fachbuch "Globales Lernen - Inspirationen für einen transformativen Unterricht". Sie bauen auf den Erfahrungen der Lehrkräftefortbildungen im Jahr 2023 auf und entwickeln die Konzepte weiter. Zusätzlich gibt es 2024 und 2025 eine modulare Fortbildung zum Globalen Lernen für Multiplikatorinnen. Mit dieser Reihe sollen Expertinnen angesprochen werden, die über langjährige Erfahrungen im Globalen Lernen verfügen und verstärkt transformative Bildungsansätze in ihre Arbeit integrieren möchten. 2026 führt Carpus e.V. an je drei Schulen in Berlin, Brandenburg und Sachsen modulare schulinterne Fortbildungen zu transformativem Globalen Lernen durch, an denen das gesamte Kollegium teilnimmt.

Ziel

Lehrkräfte werden durch die Teilnahme an den mehrtägigen Fortbildungen befähigt, Themen des Globalen Lernens im Unterricht diskriminierungssensibel mit ihren Schülerinnen zu bearbeiten. Dazu zählt, dass sie sich ihrer eigenen Sozialisierung in einer privilegierten Gesellschaft bewusst sind und bereits in der Unterrichtsvorbereitung selbstkritisch reflektieren, welche eurozentrischen Perspektiven und Stereotypen sie möglicherweise reproduzieren. Sie werden befähigt, bewusst nach Stimmen aus dem Globalen Süden für die Unterrichtsgestaltung zu suchen und diese im Unterricht einzusetzen, um klassische eurozentrische Blickwinkel zu durchbrechen und den Schülerinnen einen Perspektivwechsel zu ermöglichen. Die Lehrkräfte sind in die Lage, ihre Sprache und ihre Bildauswahl auf einseitige Geschichten zu hinterfragen und Handlungsansätze, die sie mit ihren Schülerinnen diskutieren möchten, auf paternalistische Denkweisen und Aktivitäten hin zu reflektieren. Die Teilnehmenden der Multipikatorinnen-Fortbildung sind in der Lage, transformative Lernräume für Dritte so zu gestalten, dass die Teilnehmenden motiviert werden, sich für Globale Gerechtigkeit zu engagieren. Dabei können die Multiplikator*innen Elemente des emotionalen Lernens in ihre Bildungsarbeit angemessen einbinden. Sie kennen dekoloniale Perspektiven aus dem Globalen Süden auf das Globales Lernen und vertiefen ihre Kenntnisse zu historischen Bezügen und Zusammenhängen. Sie vergrößern ihre Gestaltungskompetenz und ihre Reflexionskompetenzen.

2026World University Service - Deutsches Komitee e. V.Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-SüdDeutschland
Projektsumme: 212.013,00 €
Fördersumme: 8.700,00 €
www.wusgermany.de

Beschreibung

Die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd (kurz Informationsstelle) arbeitet als Schnittstelle für die gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Ländern, Europäischer Union und Nichtregierungsorganisationen, die schulische und außerschulische entwicklungsbezogene Bildungsarbeit und das Globale Lernen zu stärken. Die Informationsstelle vermittelt möglichst vielen Multiplikator/-innen, Entscheidungsträger/-innen und anderen Interessierten die Bedeutung entwicklungsbezogener Bildungsarbeit sowie die vorhandenen Strukturen und Inhalte. Sie bietet dafür ein sehr breites Leistungsspektrum, das von Beratungs- und Vernetzungstätigkeiten über Öffentlichkeitsarbeit, Publikationen bis hin zur Unterstützung bei Veranstaltungen reicht. So arbeitet die Informationsstelle als Sekretariat für die Bund-Länder-AG Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit. Auf europäischer Ebene arbeitet sie im Netzwerk der Global Education Week. Vierteljährlich gibt sie das Printmagazin „Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd“ heraus. Der monatliche Online-Newsletter informiert über neue einschlägige Aktivitäten, Materialien etc. Der bundesweit umfangreichste Eine-Welt-Veranstaltungskalender bietet Multiplikator/-innen und anderen Interessierten einen Überblick über das Veranstaltungsangebot zu Eine-Welt-Themen. Die europaweite Datenbank „ENGLOB“ fördert die Sichtbarkeit und Vernetzung einschlägiger Organisationen. Die Broschüre zur Entwicklungspolitik der Länder steht aktualisiert auf der Homepage bereit. Außerdem erstellt die Informationsstelle jährlich ein Faltblatt zu den aktuellen Daten über die Ausgaben der OECD-Staaten für entwicklungsbezogene Bildungs- und Informationsarbeit, welches ebenfalls online zur Verfügung steht. Die Informationsstelle stellt ihre Arbeit in den Kontext der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

Ziel

Die entwicklungspolitische Bildungslandschaft in Deutschland ist sehr breit gefächert. Sie besteht aus vielfältigen lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Initiativen und Organisationen. Aufgrund des breiten Spektrums ist es eine Herausforderung, einen Überblick über diese Vielfalt herzustellen, sowohl für die Aktiven selbst als auch für weitere Interessierte aus der breiten Öffentlichkeit. Dies kann dazu führen, dass wichtige relevante Informationen und Entwicklungen in und aus dem Bereich, wie z. B. die Etablierung von Förderprogrammen, Partnerschaftsprojekte oder die Verabschiedung von entwicklungspolitischen Leitlinien, nicht über ihre regionalen Grenzen hinauskommen. Daraus ergibt sich die Herausforderung, wie Angebote, die oft aufwendig erarbeitet wurden, der jeweils gewünschten Zielgruppe vermittelt werden können. Hier setzt die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd mit ihrer Arbeit an. Durch ihre Informations-, Beratungs- und Vernetzungsfunktion trägt sie maßgeblich dazu bei, diese ständige Herausforderung zu bearbeiten und die entwicklungspolitische Bildungsarbeit und die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in Deutschland zu stärken. Die Informationsstelle unterstützt entwicklungspolitisches Engagement dadurch, dass sie die Akteure der Bundes- und Länderebene und NRO vernetzt und Strukturen sowie neue Inhalte sichtbarer und zugänglicher macht. Sie trägt so dazu bei, dass entwicklungspolitische Bildung und die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen wird.

2026Solidaritätsdienst International e. V. (SODI)Bildung für eine solidarische ZukunftDeutschland
Projektsumme: 99.765,00 €
Fördersumme: 40.300,00 €
www.sodi.de

Beschreibung

Das Projekt „Bildung für eine solidarische Zukunft“ bietet Bildungsangebote zu den Themen Ernährungsgerechtigkeit und nachhaltiger Konsum (SDGs 2, 8, 12), Klimagerechtigkeit und Bewältigung von Klimawandelfolgen am Beispiel Wasser (SDGs 6, 13, 14) und intersektional feministische Ansätze und solidarische Partnerschaften zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs 5, 10, 17). Globale Zusammenhänge werden anhand von Nahrungsmitteln wie Pflanzen, Fleisch/Fleischersatz und Wasser begreifbar gemacht. Auch Kolonialismus und seine Auswirkungen bis heute können so, als Ursache vieler globaler Ungerechtigkeiten, alltagsnah erklärt werden. Zu diesen Inhalten wird eine Wanderausstellung sowie weitere multimediale und interaktive (digitale) Bildungsmaterialien entworfen. Diese werden in drei verleihbare thematische Materialkoffer sowie ein Handbuch für Pädagoginnen zusammengefasst. Die Materialien werden in Workshops und Projekttagen mit Schülerinnen eingesetzt und online zur Verfügung gestellt. Lehrkräfte, Multiplikatorinnen, Studierende und Mitarbeiterinnen von Bibliotheken werden fortgebildet. Für die breite (Fach-) Öffentlichkeit wird das Magazin Weitwinkel herausgegeben, Veranstaltungen organisiert und die Inhalte über die Website und in Social Media verbreitet. In allen Maßnahmen wird das Wissen von Expert*innen aus dem Globalen Süden vermittelt und es werden intersektional feministische Lösungsansätze vorgestellt.

Ziel

  1. Vermittlung von Inhalten

Leitziel: Die Kompetenzen der Zielgruppen, globale entwicklungspolitische Zusammenhänge in den Bereichen Ernährung, Wasser, Klimagerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit zu erkennen, sind erweitert.

  1. Wissen aus dem Globalen Süden und Perspektivwechsel

Leitziel: Die Kompetenzen der Zielgruppen, globale entwicklungspolitische Zusammenhänge kritisch zu bewerten und dabei Perspektiven aus dem globalen Süden sowie intersektionalfeministische Perspektiven einzubeziehen, sind erweitert

  1. Handlungsmöglichkeiten

Leitziel: Die Kompetenzen der Zielgruppen, im Rahmen von globalen entwicklungspolitischen Zusammenhängen Ungerechtigkeiten durch aktives Handeln zu verändern, sind gestärkt.

2026HÁWAR.help e. V.Routen – Geschichten von Menschen auf der FluchtDeutschland
Projektsumme: 91.975,00 €
Fördersumme: 20.000,00 €
www.hawar.help

Beschreibung

Immer mehr Menschen sind weltweit auf der Flucht. Was veranlasst sie dazu, ihre Heimat zu verlassen? Welche Erfahrungen machen sie auf der Flucht? Und was hat das mit uns in Deutschland zu tun?

Mit dem entwicklungspolitischen Bildungsprojekt Routen – Geschichten von Menschen auf der Flucht bringt die Menschenrechtsorganisation HÁWAR.help Jugendlichen die Geschichten und Erfahrungen von Geflüchteten nahe. Sie werden dazu angeregt, Ursachen und globale Verflechtungen von Fluchtmigration kritisch zu reflektieren.

In interaktiven Workshops tauchen Jugendliche in die Geschichten und Biografien von Menschen mit Fluchterfahrung ein und rekonstruieren anhand dieser und multimedialer Informationsmaterialien verschiedene Fluchtrouten nach Europa und Deutschland. Online zur Verfügung gestellte Info-Sets unterstützen Lehrkräfte, Pädagog:innen und Multiplikator:innen, das Thema Fluchtmigration über die Workshops hinaus eigenständig in ihre Bildungsarbeit einzubinden. Die projektbegleitende digitale Kommunikation sorgt zudem dafür, dass ein breiteres Publikum erreicht und sensibilisiert wird, und ermöglicht den Jugendlichen eine niedrigschwellige und längerfristige Auseinandersetzung mit der Thematik.

Ziel

  1. Sensibilisieren: Jugendliche werden anhand persönlicher Geschichten von Menschen auf der Flucht und eines Dialogs mit Expert:innen für die Erfahrungen von Geflüchteten auf verschiedenen Fluchtrouten nach Europa und Deutschland sensibilisiert.
  2. Verstehen: Jugendliche sind informiert über die Vielschichtigkeit von Fluchtursachen und können diese in Verbindung mit den Lebensbedingungen in den Herkunftsländern setzen.
  3. Reflektieren: Jugendliche reflektieren globale strukturelle Ungleichheiten und die Rolle des globalen Nordens im Kontext von Fluchtursachen.
  4. Bewerten: Jugendliche entwickeln ein kritisches Verständnis für Fragen der globalen Ungleichheit, können dazu eine eigene Meinung vertreten und öffentliche Diskurse zum Thema Fluchtmigration einordnen. Sie können zudem Rückschlüsse zu ihrer eigenen Lebensweise und -welt ziehen.
  5. Handeln: Jugendliche fassen Vertrauen, sich für das Thema Fluchtmigration zu engagieren und Handlungsmöglichkeiten im eigenen Umfeld wahrzunehmen. Sie sind in der Lage, innerhalb ihrer Peer-Gruppe als Multiplikator:innen für globale Gerechtigkeit aufzutreten.
  6. Weitertragen: Lehrkräfte, Pädagog:innen und Multiplikator:innen fühlen sich gestärkt, das Thema Fluchtmigration in ihrer Arbeit multiperspektivisch anhand persönlicher Erfahrungen von Menschen auf der Flucht und mit dem Fokus auf Fragen der globalen Gerechtigkeit zu behandeln.

2026Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung e. V.Ernährung im Wandel: Wichtige Prisen gegen KrisenDeutschland
Projektsumme: 111.701,00 €
Fördersumme: 35.000,00 €
www.kate-berlin.de

Beschreibung

Das Projekt „Ernährung im Wandel: Wichtige Prisen gegen Krisen“ adressiert die Klimakrise und globale Ernährungsweisen deutlich, das Bewussten gestärkt und entsprechende Handlungsoptionen für globale Gerechtigkeit angeboten.Missstände in Ernährungssystemen. Durch die Bildungsangebote werden die globalen Dimensionen von

An 210 Projekttagen in Kitas und Schulen nehmen 3.780 Kleinkinder und Schülerinnen teil. 21 außerschulische Workshops werden mit 315 Jugendlichen und Erwachsenen umgesetzt. Sechs Fortbildungen stärken die Fachkompetenzen von 90 Erzieherinnen, Lehrkräften und Multiplikator*innen.

Neue Bildungsformate und Materialien werden konzipiert, die für solidarische Ernährungsweisen sensibilisieren. Hier wird ein neues Projekttagskonzept mit dem Fokus auf konkrete Handlungsoptionen konzipiert, die Übersetzung der Wanderausstellung „Klima-Snacks“ in fünf weitere Sprachen veranlasst sowie ein Brettspiel entwickelt, die im öffentlichen Raum zur Anwendung kommen.

Durch Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit werden u.a. neue Zielgruppen erreicht und globale Perspektiven in diesen Kontexten gestärkt. Eine Veranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum des „Klimafrühstücks“ fördert zudem den fachlichen Austausch zwischen den Akteur*innen.

Das Projekt trägt zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele 2, 4, 11, 12 und 13 bei, indem es transformative Ansätze hin zu solidarischen Ernährungsweisen beleuchtet und zur gesellschaftlichen Mitgestaltung motiviert.

Ziel

Ziel 1: Zielgruppengerechte, partizipative Bildungsangebote im Bereich der globalen Ernährungsweisen werden umgesetzt.

Ziel 2: Kinder, Jugendliche und Erwachsene setzen sich mit den Zusammenhängen von Ernährungsweisen und der Klimakrise im Kontext globaler Gerechtigkeit auseinander.

Ziel 3: Kinder, Jugendliche und Erwachsene reflektieren ihre eigenen Handlungsmuster und erweitern ihre Handlungskompetenzen in Bezug auf solidarische und nachhaltige Ernährungsweisen.

Ziel 4: Lehrkräfte, Pädagoginnen und Multiplikatorinnen erweitern und festigen ihre Fachkompetenzen sowie ihr Methodenwissen zu globalen Zusammenhängen im Bereich Ernährungsweisen.

2026Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung - WEED e. V.SDGs in Aktion: Gemeinsam für eine Zukunft für alleDeutschland
Projektsumme: 57.265,02 €
Fördersumme: 50.000,00 €
www.weed-online.org

Beschreibung

Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bieten einen wichtigen Rahmen, um weltweit sozial-gerechte, ökologische und ökonomisch nachhaltige Veränderungen umzusetzen. Zur aktuellen Halbzeit der Agenda 2030 ist die Erfüllung der SDGs leider in weite Ferne gerückt. Ein wichtiger Grund dafür ist ihre unzureichende Finanzierung, die wir in dem Projekt in den Fokus nehmen. Die Vereinten Nationen kritisieren die wachsende finanzielle Kluft zwischen Nord und Süd, die aktuell zu einer sehr ungleichen wirtschaftlichen Erholung und steigender Divergenz bei der Erfüllung sozialer Rechte führt. Um die SDGs entschiedener umzusetzen, braucht es dringend Lösungen für ihre bessere Finanzierung. Um Fortschritte bei den notwendigen Finanzreformen zu erzielen, bedarf es einer größeren Aufmerksamkeit und Verständnis für entwicklungspolitische Finanzierungsthemen sowohl in der Öffentlichkeit, also auch bei Entscheidungsträgerinnen, um so aktuelle politische Debatten über die internationale Finanzarchitektur im Sinne der SDGs mitzugestalten. Das Projekt setzt hier an und soll einen Beitrag zur finanziellen Bildung mit einem entwicklungspolitischen Fokus leisten. Mit Informationsmaterial und Bildungsformaten wollen wir die Öffentlichkeit sowie Schülerinnen für die genannten Problematiken sensibilisieren und mit politischen Entscheidungsträger*innen in den Dialog treten, um aufzuzeigen, wie die Umsetzung der SDGs durch zielgerichtete Reformen in der Finanzierung besser gelingen kann.

Ziel

Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, auf eine bessere Entwicklungsfinanzierung hinzuwirken, um dadurch eine entschiedenere globale Umsetzung der SDGs zu unterstützen. Im Rahmen des Summit of the Future der Vereinten Nationen in 2024 und der sehr wahrscheinlich in 2025 stattfindenden vierten Weltkonferenz zur Entwicklungsfinanzierung stehen wichtige Möglichkeitsfenster für die Einigung auf notwendige internationale Finanzreformen an. Mit dem Projekt möchte WEED dieses politische Momentum nutzen und eine gesellschaftliche Informations- und Vermittlerrolle mit Blick auf die notwendigen finanziellen Reformen einnehmen und Druck darauf ausüben, dass Deutschland finanzielle Mittel zur Verfügung stellt und entwicklungspolitisch relevante Reformen unterstützt. Dazu soll das Projekt Bürgerinnen differenzierte Kenntnisse über Reformdiskussionen vermitteln und sie befähigen, sich politisch zu globalen Entwicklungs- und Finanzierungsfragen zu positionieren. Auch Medienvertreterinnen und Multiplikator*innen sollen neue Kenntnisse über entwicklungspolitische Finanzierungsdebatten erlangen und Forderungen der Zivilgesellschaft nach besseren Finanzierungsmöglichkeiten kompetent einordnen und darüber berichten können. Die entwicklungspolitische Debatte um Ungleichheit- und Umverteilungsthemen wollen wir auch mit Jugendlichen führen. In Workshops werden sie in die Lage versetzt, die sehr ungleiche Verteilung von Ressourcen lokal und global zu erkennen und individuelle sowie politische Handlungsansätze abzuleiten.

2026NARUD e. V. (Network African rural and urban development e. V.)Dekoloniale Bildung trifft Berliner Schulen - Gemeinsam Lernen für 2030Deutschland
Projektsumme: 60.969,63 €
Fördersumme: 24.000,00 €
www.narud.org

Beschreibung

Ziel des Projekts ist es, Schüler:innen durch altersgerechte dekoloniale Bildungsangebote zu befähigen, koloniale Kontinuitäten zu erkennen und ihre eigene Position in einer globalisierten Welt reflektiert einzuordnen. Sie sollen ermutigt werden, sich für ein respektvolles, solidarisches Miteinander innerhalb und außerhalb der Schule zu engagieren. Im Fokus stehen Projekttage und -wochen für Grund- und Sekundarstufe, die gemeinsames Lernen, Empathie und das Bewusstsein für bestehende Ungleichheiten fördern. Schüler: innen werden dazu angeregt, ihr Wissen weiterzugeben und Verantwortung zu übernehmen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung dekolonialer Bildungsinhalte, um lebensweltnahe Lernformate für verschiedene Altersgruppen zu schaffen und langfristig in Schulen zu verankern. Zentrale Aspekte der SDGs wie Gleichstellung (SDG 5), gesellschaftliche Teilhabe (SDG 10), hochwertige Bildung (SDG 4) und globale Partnerschaften (SDG 17) werden altersangemessen eingebunden. Lehrkräfte und pädagogisches Personal werden durch Fortbildungen in der Umsetzung dekolonialer Inhalte gestärkt und in ihrer Rolle als Multiplikator:innen begleitet. Ergänzt wird das Projekt durch die Diaspora-Sommerakademie, die Referent:innen mit Bezügen zum Globalen Süden qualifiziert und vernetzt. Ein praxisnaher Methodenkoffer unterstützt Lehrkräfte dabei, Vielfalt und globale Perspektiven nachhaltig im Schulalltag zu integrieren.

Ziel

Das Projekt zielt darauf ab, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Haltung und Handlungsfähigkeit zu stärken. Lehrkräfte erhalten Fortbildungen zu dekolonialer Bildung, die diskriminierungskritische Reflexion ihrer Rolle sowie Impulse zur Verankerung der Themen im Unterricht beinhalten. Schüler:innen werden ermutigt, sich als Teil einer vielfältigen Gemeinschaft zu verstehen, Unterschiede wertzuschätzen und aktiv zu einem gerechten Miteinander beizutragen. Im Sinne der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit (BMZ-Konzept) greift das Projekt zentrale globale Fragen auf und stellt sie in Bezug zur Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Dabei wird verdeutlicht, wie lokale Diskriminierungserfahrungen mit globalen Machtverhältnissen und kolonialen Kontinuitäten verknüpft sind. Ohne migrantische, diasporische und marginalisierte Perspektiven bleiben entwicklungspolitische Diskurse unvollständig. Das Projekt trägt zur Erreichung mehrerer SDGs bei, insbesondere SDG 4, 10 und 16. Es stärkt das Bewusstsein für globale Zusammenhänge und legt den Grundstein für ein solidarisches Bildungsumfeld, in dem Vielfalt als Ressource gilt und alle Kinder gleiche Chancen erhalten. Schüler:innen werden in Workshops für globale Ungleichheit, Rassismus und ökologische Krisen sensibilisiert. Sie begegnen Perspektiven aus dem Globalen Süden, erleben Bildungsformate auf Augenhöhe und stärken soziale Kompetenzen.

2026Global Innovation Gathering e. V.GIG in Berlin 2026: Crisis Resilient Community InnovationDeutschland
Projektsumme: 24.013,00 €
Fördersumme: 18.000,00 €
www.globalinnovationgathering.org

Beschreibung

Das Projekt “GIG in Berlin 2026: Crisis Resilient Community Innovation" führt digitale Innovation und Entwicklungszusammenarbeit in einer globalisierten Welt zusammen. Diese Zusammenkunft soll dazu dienen:

  • internationalen Technologie- und Innovationsaustausch zu fördern - insbesondere der Austausch und die Skalierung von Open Source Lösungen
  • internationalen und kulturellen Austausch zwischen Innovator*innen aus allen Regionen der Welt zu unterstützen
  • kritischen Austausch zu globalen Entwicklungsfragen und digitalen Transformationsprozessen zu ermöglichen
  • technische und soziale Lösungen einem internationalen Publikum zu präsentieren, die Communities im Globalen Süden im Umgang mit weltweiten Krisen und Konflikten stärken

Hierzu werden im Rahmen der re:publica Konferenz in Berlin verschiedene Veranstaltungen organisiert, unter anderen der Makerspace der re:publica 2026 und ein Netzwerk-Event. Auf diese Weise kommen Expertinnen, Innovatorinnen und Akteur*innen aus dem Globalen Süden und Europa in Berlin zusammen. Thematische Schwerpunkte der Zusammenkunft in 2026 sind die Ziele Nachhaltiger Entwicklung wie Klimaschutz, Verringerung von Ungleichheiten, Nachhaltige Städte sowie Zugang zu Bildung.

Das Projekt setzt sich mit verschiedenen zentralen entwicklungspolitischen Problemen auseinander: 1.) Verzerrtes Bild und mangelnde Präsenz von Innovationen des Globalen Südens in der deutschen Öffentlichkeit 2.) Digitale Kluft und begrenzter Zugang zu Fördermöglichkeiten und Skalierungspartnern für digitalen Innovationen in Entwicklungsländern 3.) Bedarf an Austausch zu Themen rund um Resilienz in Krisenzeiten - von Klimawandel, zu Ressourcenknappheit und geopolitischen Umbrüchen

Mit dem Projekt möchten wir Innovationen des Globalen Südens in Deutschland sichtbar machen, um die Wahrnehmung von Menschen aus diesen Ländern zu verändern sowie den globalen Wissensaustausch fördern. Die Teilnehmenden werden dabei unterstützt, das erlernte Wissen wiederum mit ihren lokalen Communities zu teilen und ihre Kapazitäten zu stärken.

“GIG in Berlin 2026: Crisis Resilient Community Innovation" umfasst verschiedene Aktivitäten: Ein Call for Participation, bei dem sich potenzielle Speaker*innen bewerben können, sowie unsere GIG-Netzwerkveranstaltung. Zudem planen wir eine Veranstaltung mit Open Hardware Summit sowie die alljährliche Kuration des GIG-Makerspaces auf der re:publica 2026. Eine zentrale Rolle spielt auch die Öffentlichkeitsarbeit, um die Sichtbarkeit des Projekts und die der Teilnehmenden zu erhöhen.

Ziel

Projektziele sind sowohl die Lücke zwischen digitaler Innovation und Entwicklungszusammenarbeit zu schließen als auch eine inklusive, nachhaltige und gerechte digitale Zukunft zu gestalten. GIG e.V. bringt als eine Plattform Perspektivenvielfalt sowie Erfahrungen zusammen und zeigt, wie Berlin einen positiven Beitrag zu globalen Entwicklungsprozessen leisten kann. Wir verfolgen mit dem von uns jährlich durchgeführten Projekt den Diskurs über globale Kooperationen und Innovationszusammenarbeit voranzutreiben. Unsere Ziele sind Bewusstsein für die Bedeutung digitaler Innovationen aus dem Globalen Süden zu schaffen, die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Akteur*innen zu fördern und langfristige Partnerschaften aufzubauen.

2026PowerShift - Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- & Weltwirtschaft e. V.Berlin auf dem Weg zur klimagerechten Metropole: Gemeinsam für eine ressourcenschonende Energiewende!Deutschland
Projektsumme: 55.465,00 €
Fördersumme: 43.000,00 €
www.power-shift.de

Beschreibung

Das Projekt adressiert die globale Verantwortung Berlins im Kontext der lokalen Energie- und Wärmewende. Der Fokus liegt darauf, wie die Berliner Klimapolitik sozial-ökologische Lasten vermeiden kann, die andernfalls in den Globalen Süden ausgelagert würden oder benachteiligte, einkommensschwache Teile der Stadtgesellschaft besonders treffen würden. Der drohende Ausbau von Holzkraftwerken, andauernde Nutzung von Erdgas und Planung mit großen Mengen Wasserstoffimporten, Kompensationsmaßnahmen wie CO₂-Abscheidung oder Offsetting bergen erhebliche Risiken: Sie verschärfen ökologische, soziale und menschenrechtliche Konflikte in den Produktionsländern und drohen eine tatsächlich klimawirksame Reduktion von Emissionen in Berlin selbst zu verschleppen. Das Projekt sensibilisiert Berliner Akteure – insbesondere zivilgesellschaftliche Gruppen, die Klima- und Umweltbewegung, politische Entscheidungsträger:innen und Journalist:innen – für diese entwicklungspolitischen Zusammenhänge. Durch Bildungs- und Vernetzungsangebote sowie durch den Einbezug von Stimmen aus dem Globalen Süden werden Wissen und Handlungsoptionen vermittelt, um eine ressourcenschonende und lokal wie global gerechte Energie- und Wärmewende in Berlin zu fördern. Der Ansatz verbindet lokale Perspektiven aus Berlin mit Stimmen und Erfahrungen aus dem Globalen Süden und macht Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen beiden sichtbar. Zugleich werden global und lokal gerechte Lösungsvorschläge gemacht. Durch Fachgespräche, Kiezveranstaltungen, Webinare, Podcasts, Publikationen und Social-Media-Kampagnen sollen Lern- und Handlungsprozesse bei den Zielgruppen angestoßen werden. Ein zentraler Bestandteil ist die aktive Einbindung bereits bestehender Netzwerke sowie die gezielte Vernetzung zwischen Klima- und Mieteninitiativen, Umweltorganisationen und entwicklungspolitischen Akteuren. Das Projekt trägt dazu bei, dass die Berliner Wärmewende nicht auf Kosten anderer Weltregionen erfolgt, sondern sozial gerecht und ressourcenschonend gestaltet wird. Es stärkt die Handlungsfähigkeit zivilgesellschaftlicher Gruppen, unterstützt Entscheidungsträger:innen bei einer verantwortungsvollen Energiepolitik und motiviert alle Zielgruppen, Süd-Perspektiven in die eigene Arbeit zu integrieren.

Ziel

1. Wissenserweiterung und Sensibilisierung:

Die Zielgruppen verstehen die Zusammenhänge zwischen lokaler Wärmewende und globaler Gerechtigkeit besser. Sie kennen wesentliche Ansätze für klimaschonende und gerechte Energieversorgung in Berlin und exemplarisch in Südmetropolen und sind in der Lage, ressourcenschonende, lokal verankerte Lösungen zu priorisieren. 2. Förderung der Vernetzung und Kooperation: Das Projekt stärkt Allianzen zwischen Klima-, Mieten- und entwicklungspolitischen Bewegungen und schafft neue Verbindungen zu Partnern im Globalen Süden. Diese Vernetzung unterstützt die Entwicklung von gemeinschaftlich getragenen Forderungen für eine global gerechte Energiewende. Zwischen den Zielgruppen werden Diskussions- und Austauschprozesse initiiert und unterstützt, die gegenseitiges Kennenlernen und Vertrauensbildung erleichtern. 3. Stärkung der Handlungsfähigkeit:

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