Geförderte Projekte JfEZ

JahrTrägerProjektnameLandFinanzenHomepage
2025Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinJugend für EntwicklungszusammenarbeitBRD
Projektsumme: 169,90 €
Fördersumme: 169,90 €

Jugend für Entwicklungszusammenarbeit

Das Land Brandenburg fördert mit dem Programm „Jugend für Entwicklungszusammenarbeit“ Aufenthalte in Ländern des Globalen Südens, bei denen junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren in Entwicklungsprojekten oder in sozialen bzw. gemeinnützigen Projekten mitarbeiten. Mit dem Programm möchte die Landesregierung Brandenburgs jungen Menschen aus dem Bundesland es möglich machen, durch die Mitarbeit in Projekten vor Ort Kontakte zu Menschen in sog. „Entwicklungsländern“ zu knüpfen und die Lebensverhältnisse kennen zu lernen. Von den geförderten Jugendlichen wird erwartet, dass sie nach ihrer Rückkehr als MultiplikatorInnen wirken und ihre Erfahrungen auch anderen Jugendlichen zugänglich machen. Zuschüsse können für Fahrtkosten sowie für notwendige Impfungen und Versicherungen sowie Unterkunft beantragt werden. Gefördert werden Aufenthalte von Einzelpersonen wie auch von Gruppen (max. fünf Personen). Auch Reverse-Besuche können im Rahmen des Programmes gefördert werden. Zudem ist eine die inhaltliche Vor- und Nachbereitung erwünscht. Dafür können zusätzlich Kosten beantragt werden. Das Programm wird seit April 2013 von der Stiftung Nord-Süd-Brücken verwaltet.

Das Programm hat ein Volumen von 31.000 Euro und wird komplett (100% ohne Eigenmittel der Stiftung) vom Land Brandenburg finanziert. Hier im Stiftungsprojekt sind nur die potenziellen Kosten von Reisen von Einzelpersonen aufgeführt, da wir Einzelpersonen im Rahmen der normalen Projektförderung ja nicht fördern dürfen. Arbeitstechnisch fallen die Beratung der AntragstellerInnen an, die Abstimmung mit dem Entscheidungsgremium, Umsetzung der Bewilligung und finanzielle/inhaltliche Abrechnung.

2025KarEN - Verein zur Förderung alternativer Energien in der Karibik e. V., BerlinOutgoing Reise: Semillas de Amistad, KubaBRD
Projektsumme: 8.424,43 €
Fördersumme: 7.900,00 €
www.karen-berlin.de

Outgoing Reise: Semillas de Amistad, Kuba

Semillas de Amistad ist noch in der Registrierungsphase als Verein und wartet auf die Gemeinnützigkeitsbescheinigung des Finanzamts. Daher hilft KarEn aus.

Die Industrialisierung der Landwirtschaft hat weltweit zu einer Verschärfung der planetaren Belastungsgrenzen und zu sozialen Ungleichheiten in Ländern des globalen Südens beigetragen. Gleichzeitig wird die Förderung der Agrarökologie als wichtiger Ansatz gesehen, um Ernährungssysteme nachhaltig zu gestalten. Ein Beispiel hierfür sind die Organopónicos in Kuba, urbane Kleinfarmen, die durch die Nutzung ungenutzter städtischer Flächen und ökologische Anbaumethoden ohne Pestizide ressourcenschonende Landwirtschaft ermöglichen. Sowohl in Deutschland als auch in Kuba besteht die Herausforderung, junge Menschen für alternative Landwirtschaftsmodelle wie Organopónicos zu begeistern, besonders im Hinblick auf globale Ernährungssicherheit und Klimawandel. Der Verein "Seeds of Friendship" als auch das Austauschprojekt “Semillas de Amistad” hat sich daher zum Ziel gesetzt, durch die Zusammenarbeit zwischen jungen Kubaner*innen und Deutschen ein gemeinsames Verständnis für nachhaltige urbane Landwirtschaft aufzubauen. Dabei orientiert sich Seeds of Friendship an der langjährigen Arbeit von KarEn e.V., einem Verein zur Förderung alternativer Energien in der Karibik, z.B. bei der Bewirtschaftung von Stadtgärten, wo der Einsatz von Solarpumpen zur Bewässerung sehr wichtig ist. Der Verein unterstützt den interkulturellen Austausch und stellt in diesem Falle für Seeds of Friendship, da noch in Gründung, den Antrag. Essenzieller Teil des Projekts bildet der interkulturelle Austausch mit der Universidad de Sancti Spíritus "José Martí Pérez" (UNISS) in Sancti Spíritus sowie jungen Menschen aus Viñales durch das “Ventana al Valle”-Projekt und jungen Menschen aus Eberswalde. Durch den beidseitigen Austausch soll praktisches Wissen vermittelt, neue wissenschaftliche Erkenntnisse mit traditionellem Wissen verknüpft und alternative Ansätze zur Ernährungssicherheit erforscht und angewendet werden. Der Schwerpunkt liegt auf einer partizipativen und kooperativen Lernmethode, die auf die Bedürfnisse und Erfahrungen der Teilnehmenden eingeht und Raum für Bildungskonzepte im Rahmen agrarökologischer Maßnahmen bietet. Zudem soll sich ein Geist der Zusammenarbeit in einer offenen Lernumgebung entwickeln. Das oberste Ziel ist es, etwas Nachhaltiges zu schaffen, nicht nur in Bezug auf „Hard Skills“ oder technisches Wissen, sondern auch in Bezug auf „Soft Skills“: Lernbereitschaft, Eigeninitiative, Interkulturalität usw., das allen Beteiligten nützlich sein kann auch nach Abschluss der Reise. Derzeit werden sowohl eine Reise nach Sancti Spíritus, Kuba für März 2025 geplant (Outgoing) als auch eine Reise der kubanischen Studierenden und ihrer Koordinatorin nach Eberswalde, Deutschland (Incoming). Die Planung dieser Reisen erfolgt weitgehend über Online-Treffen mit der Koordinatorin Kolima Peña Calzada des Projekts an der UNISS. Zusätzlich besteht eine WhatsApp-Gruppe, in der alle Interessierten oder bereits aktiven Menschen aus Kuba und Deutschland vertreten sind. Hier werden hauptsächlich allgemeine Updates zum Organopónico der UNISS sowie Neuigkeiten aus Eberswalde und Fortschritte des Projekts geteilt. Die Kommunikation mit dem Projekt Ventana al Valle geschieht auch über Whatsapp mit dem Koordinator Miguel Ángel Díaz Catalá.

2025KarEN - Verein zur Förderung alternativer Energien in der Karibik e. V., BerlinIncoming Reise Seeds of Friendship, KubaBRD
Projektsumme: 6.815,00 €
Fördersumme: 7.900,00 €
www.karen-berlin.de

Incoming Reise Seeds of Friendship, Kuba

Die Industrialisierung der Landwirtschaft hat nicht nur zu einer Verschärfung der planetaren Belastungsgrenzen geführt, sondern auch zu sozialen Ungleichheiten in Entwicklungsländern beigetragen. Die Förderung der Agrarökologie kann eine wichtige Rolle bei der Umgestaltung der Ernährungssysteme spielen, da sie lokale und nachhaltige Lösungen bietet, wie zum Beispiel die sog. organopónicos in Kuba. Diese urbanen Kleinfarmen sind ein Beispiel dafür, wie durch die Nutzung ungenutzter städtischer Flächen und die Anwendung ökologischer Anbaumethoden ohne Pestizide eine produktive und ressourcenschonende Landwirtschaft ermöglicht werden kann. In Deutschland und Kuba besteht die Herausforderung, junge Menschen für alternative Landwirtschaftsmodelle wie organopónicos zu begeistern, insbesondere vor dem Hintergrund der globalen Ernährungssicherheit und des Klimawandels. Das Projekt und der Verein "Seeds of Friendship" haben daher das Ziel, diese Begeisterung zu fördern und durch die Zusammenarbeit kubanischer und deutscher Studierender ein gemeinsames Verständnis für nachhaltige urbane Landwirtschaft aufzubauen. Bezüglich des Vereins Seeds of Friendship: Wir sind ein gemeinnütziger Verein (in Gründung) aus Eberswalde, der aus einer Gruppe junger Menschen aus dem Umfeld der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde stammt. Wir sind als studentische Initiative der HNEE Anfang 2023 für einen interkulturellen Austausch zu Ernährungssouveränität und urbaner Gemüseproduktion nach Kuba gereist. Seitdem arbeiten wir gemeinsam mit unseren PartnerInnen aus Kuba, Studierenden der HNEE und weiteren Akteuren (jABL, Permakultur AG HNEE, Commons AG HNEE, Miya e.V., Colibri Netzwerk) aus der urbanen Landwirtschaft und Agrarökologie in Eberswalde sowie in Bezug zu Kuba (KarEn e.V., CubaSí) zusammen. Der Verein zielt darauf ab, den interkulturellen Austausch zu koordinieren und Raum für Bildungskonzepte im Rahmen agrarökologischer Maßnahmen zu bieten. Dabei orientiert sich Seeds of Friendship an der langjährigen Arbeit von KarEn e.V., einem Verein zur Förderung alternativer Energien in der Karibik, z.B. bei der Bewirtschaftung von Stadtgärten, wo der Einsatz von Solarpumpen zur Bewässerung sehr wichtig ist. Der Verein unterstützt den interkulturellen Austausch und stellt in diesem Falle für Seeds of Friendship, da noch in Gründung, den Antrag. Durch den interkulturellen Austausch mit der Universidad de Sancti Spíritus "José Martí Pérez" (UNISS) in Sancti Spíritus und Studierenden aus Eberswalde, die Teil des Projektes sind, werden praktisches Wissen vermittelt, neue wissenschaftliche Erkenntnisse mit traditionellem Wissen verknüpft und alternative Ansätze zur Ernährungssicherheit erforscht und angewendet. Der Schwerpunkt liegt auf einer partizipativen und kooperativen Lehrmethodik, die auf die Bedürfnisse und Erfahrungen der Teilnehmenden eingeht. Langfristig strebt das Projekt eine Vertiefung und Intensivierung der bestehenden Partnerschaft zwischen UNISS und der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) an, um gemeinsam zu einer gerechteren und nachhaltigeren Ernährungssicherheit beitragen.

2025Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit (GSE) e. V., BerlinWorkcamp- und Begegnungsreise Indien 2025BRD
Projektsumme: 15.909,37 €
Fördersumme: 7.250,00 €
www.gse-ev.de

Workcamp- und Begegnungsreise Indien 2025

Mit dem aktuellen Vorhaben knüpft die GSE an mehrere erfolgreiche Vorgängerprojekte mit ähnlicher Grundkonzeption an. Ein praktischer Arbeitseinsatz verbindet sich dabei mit Bildungsaspekten und vielfältigen Begegnungen mit Menschen aus dem Gastland. Beim gut einwöchigen Workcampteil zu Beginn in der Nilgiris-Region hilft die Gruppe aktiv auf der Baustelle für drei Wohnhäuser mit, die in einem Dorf von der GSE und ihrem Partner CTRD für indigene Familien gebaut werden. Dabei können die Teilnehmenden tief in die Strukturen gerade des ländlichen Indien eintauchen, aber auch vieles über Lebensweise, Diskriminierungserfahrungen und Empowerment speziell der Adivasi-Gemeinschaften als Minderheit erfahren.

Die weiteren thematischen Schwerpunkte Kinder- und Frauenrechte, aber auch Indien als multikulturelle Gesellschaft, Stadt-Land-Gegensätze und Umweltfragen werden an den sich anschließenden Reisestationen Vijyawada, Hyderabad, Sircilla und Mumbai, wo es ebenfalls langjährige GSE-Partner mit tiefer lokaler Verankerung gibt, vertiefend behandelt, etwa bei einem Hilfsprojekt für ehemalige Straßenkinder, einer Schule für die Förderung von Kindern aus Dalit-Familien oder im Austausch mit dem Frauenverein VMM. Ziel ist es, in den drei Wochen mit mehreren starken Puzzleteilen ein aussagekräftiges Gesamtbild der aktuellen indischen Gesellschaft und eines Landes im Umbruch zu vermitteln. Die Teilnehmenden sollen so - gerade im Kontext sich erneut verschärfender nationaler Egoismen und Konflikte - befähigt werden, sich aktiv in Diskussionsprozesse um ein gerechtes, Teilhabe aller ermöglichendes Zusammenleben in der Einen Welt einzubringen und in ihrem persönlichen Umfeld als Multiplikator*innen zu wirken.

2025Carpus e. V., CottbusJugendbegegnung im Rahmen einer Süd-Nord-Schulpartnerschaft Philippinen-DeutschlandBRD
Projektsumme: 19.123,97 €
Fördersumme: 6.300,00 €
www.carpus.org

Jugendbegegnung im Rahmen einer Süd-Nord-Schulpartnerschaft Philippinen-Deutschland

Carpus e.V. begleitet vom 25.06.-15.07.2025 eine internationale Jugendbegegnung, die im der Süd-Nord-Schulpartnerschaft zwischen der San-Miguel-National-High-School Puerto Princesa City, Philippinen und dem Emil-Fischer-Gymnasium Schwarzheide (Brandenburg) stattfindet. Dazu reisen 10 SchülerInnen im Alter von 15 und 16 Jahren sowie zwei Lehrkräfte aus den Philippinen für 21 Tage nach Deutschland. Das Thema des Begegungsprojektes lautet „Ein gutes Leben für alle – (Wie) Geht das?“ Zu diesem Thema findet im Rahmen der Begegnung vom 27.6.-4.7.2025 im Don Bosco Haus Neuhausen eine entwicklungspolitische Jugend-Sommerakademie statt, an der die philippinischen Gäste und die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Schulpartnerschaft aus Schwarzheide gemeinsam teilnehmen. Die Teilnehmenden tauschen sich darüber aus, wie sie sich eine gerechte und nachhaltige Welt vorstellen und wie sie das Zusammenleben auf der Erde wünschen. Sie suchen gemeinsam nach Ideen, wie junge Menschen nachhaltige Entwicklung mitgestalten und sich für weltweite Gerechtigkeit einsetzen können. Die Ergebnisse aus der Sommerakademie stellen die Jugendlichen im Anschluss an das Projekt ihren MitschülerInnen im Emil-Fischer-Gymnasium vor. Sie entwickeln dafür einen 90minütigen Workshop, den sie mit ihren MitschülerInnen in der Schule durchführen. Darüber hinaus nehmen die Gäste aus den Philippinen am Unterricht teil und wohnen eine Woche lang in Gastfamilien. Die Schulpartnerschaft zwischen der San-Miguel-National-High-School in Puerto Princesa City und dem Emil-Fischer-Gymnasium in Schwarzheide besteht seit 2012 und wird seit Anbeginn von Carpus e.V. pädagogisch begleitet. Die aktuelle Partnerschaftsvereinbarung zwischen beiden Schulen und Carpus e.V. läuft noch bis Ende 2026. Beide Schulen verfügen über große Erfahrung in der Durchführung von Begegnungsprojekten. 2025 findet das 7. Begegnungsprojekt in Brandenburg statt.

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