Geförderte Projekte im SäLa-BNE

Es werden nachfolgend die im SäLa-BNE Programm geförderten Projekte des vergangenen Programm-Zyklus dargestellt. Aktuell geförderte SäLa-BNE Projekte finden Sie auf der Gesamtübersicht aller durch die Stiftung geförderten Projekte im Hauptmenü unter Geförderte Projekte.

JahrInstitutionTitelLandFinanzenHomepage
2023Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Sachsen e. V., ChemnitzBUNDspechte Sommercamp 2023BRD
Projektsumme: 5660,00 €
Fördersumme: 1510,00 €
www.bund-sachsen.de

BUNDspechte Sommercamp 2023

Umweltbildung ist ein wesentlicher Aspekt des Natur- und Umweltschutzes und daher satzungsmäßiger Bestandteil der Arbeit des BUND Leipzig. Ziele des Sommercamps sind die kindgerechte, spielerische, naturnahe und praktische Wissensvermittlung zu Themen des Natur- und Umweltschutzes, wie auch die Förderung einschlägiger Naturerlebnisse und Naturerfahrungen (Kapitel 5.5 Non-formales und informelles Lernen, informelles Lernen).

Im August 2023 werden wird zum elften Mal ein sechstägiges Sommercamp veranstalten. Veranstaltungsort wird das Pfaffengut in Plauen sein. In dieser Zeit werden bis zu 15 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren in unmittelbare Umgebung zur Talsperre Pöhl die Natur erleben und entdecken. Während verschiedener Exkursionen sollen die Kinder die Artenvielfalt der Flora und Fauna kennenlernen. So ist geplant, den Kindern bei einer Wanderung in einem Naturschutzgebiet den Einfluss des Menschen auf die Entwicklung unterschiedlicher Biotope zu zeigen. Die Streifzüge durch die Natur werden mit einer Müllsammel-Aktion verbunden, um die Kinder zu ermutigen, selbst mit kleinen Aktionen zum Umweltschutz beizutragen. Mit all den geplanten Exkursionen und Inhalten werden den Kindern die Schönheit und Vielfalt der Natur, aber auch deren Gefährdung und Schutz aufgezeigt (Kapitel 2, Leitprinzipien und Leitbilder). Im Einklang mit der Natur werden die Kinder auf dem Campingplatz leben; Übernachtungen in Zelten und Selbstverpflegung mit regionalen, vegetarischen Lebensmitteln wird den Kindern ermöglichen, ihre natürliche Umgebung ganz neu und nah wahrzunehmen (Kapitel 6.1 und 6.2).

2023Bildung für utopischen Wandel e.V. (BuWa), LeipzigKlima und Klassismus im Fokus: Weiterbildung für soziale und ökologische GerechtigkeitBRD
Projektsumme: 5920,00 €
Fördersumme: 5920,00 €
www.buwa-kollektiv.de

Klima und Klassismus im Fokus: Weiterbildung für soziale und ökologische Gerechtigkeit

Die Klimakrise bedroht ein gutes Leben weltweit – und besonders im globalen Süden. Ihre Folgen treffen besonders Menschen mit wenig Geld und Ressourcen für den Schutz vor den Folgen der Klimakrise. Um nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten, ist deshalb eine schnelle Reduktion der Treibhausgasemissionen in allen Bereichen notwendig. Gleichzeitig kann Klimapolitik je nach Ausgestaltung Menschen mit wenig Geld besonders treffen, wenn sie z.B. bei einer CO2-Steuer nicht zugleich entlastet werden. Für eine gerechte nachhaltige Entwicklung braucht es deshalb solidarische Konzepte, die soziale Ungleichheit abbauen. In Sachsen kommt mit dem Ausstieg aus der Braunkohle in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier die Herausforderung eines gerechten Übergangs für die Regionen hinzu. In dem Vorgänger Projekt habe wir Bildungsmethoden zum Zusammenhang von Klimakrise und sozialer Gerechtigkeit entwickelt und in einem Methodenhandbuch veröffentlicht. Nach einer Zunahme von Nachfragen an Workshops zu diesem Themenfeld, insbesondere von BNE Akteuren wollen wir nun in diesem Projekt einen größeren Schwerpunkt auf die Multiplikation dieser Methoden und unserer Erfahrung im Durchführen von Workshops und Seminaren zu Klima und Klassismus an andere Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung weitergeben. In drei Multiplikatorinnen Workshops gibt es Raum zum Kennenlernen und Ausprobieren der Methoden sowie zum Vernetzen mit anderen Akteurinnen. Außerdem gibt das Projekt auch dem Team Möglichkeiten zur Weiterbildung im Themenfeld mit kollegialer Beratung und Fortbildung, und schafft so einen weiteren Multiplikatorinnen-Effekt. Dieses Projekt trägt zur Umsetzung der Sächsischen Landesstrategie für Bildung für nachhaltige Entwicklung bei indem fachbezogene und regionale bedarfsgerechte BNE-Weiterbildungsangebote für Akteure der Non-Formalen Bildung organisiert werden (Multiplikatorinnen-Workshop, Team-Weiterbildung) (siehe Landesstrategie, Kapitel 5.5.2, Punkt 2, Anstrich 3 & 4). Außerdem zu einer Sichtbarmachung unserer BNE Angebote für andere Akteure (durch die Multiplikatorinnen-Workshops) (siehe Landesstrategie, Kapitel 5.5.2, Punkt 3) sowie zu weiterentwickelten und angepassten Angebote und Materialien zur Unterstützung des lebenslangen Lernens im Sinne einer BNE (durch Team-Weiterbildung und Weitergabe von Erfahrungswissen in den Multiplikatorinnen-Workshops) (siehe Landesstrategie, Kapitel 5.5.2, Punkt 4, Anstrich 2 & 3).

2023Ökumenisches Informationszentrum e. V., DresdenDrogen – stark statt abhängig! – von Drogenhandel, gesellschaftlichen Folgen, Prävention und Debatte um LegalisierungBRD
Projektsumme: 6110,00 €
Fördersumme: 6000,00 €
www.infozentrum-dresden.de

Drogen – stark statt abhängig! – von Drogenhandel, gesellschaftlichen Folgen, Prävention und Debatte um Legalisierung

Kleinprojekt zur Umsetzung der Sächsischen Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ in Sachsen, im Bereich des Non-formalen/informellen Lernens, mit Studierenden, die in Sachsen wohnen, vom 13. - 15. 10.2023 in Chemnitz, Jugendherberge, „Drogen – stark statt abhängig! – von Drogenhandel, gesellschaftlichen Folgen, Prävention und Debatte um Legalisierung

Es handelt sich um ein hochwertiges Angebot zur Unterstützung des lebenslangen Lernens im Sinne der BNE im Bereich der non-formalen Bildung. Der illegale Handel mit Drogen ist ein Exempel der ungleichen Nord-Süd-Beziehungen und ihrer Folgen. Das Geschäft mit Drogen hat immense Auswirkungen in Ländern des Südens. Sei es der Opiumanbau in Afghanistan oder der Kokainanbau in Lateinamerika. In Regionen ohne sichere Einkommensmöglichkeiten ist der Anbau und der illegale Handel mit Drogen oft eine der wenigen Chancen Geld zu verdienen. In Lateinamerika gibt es einen Kreislauf zwischen Drogenhandel, Menschenhandel und Waffenhandel. Die Gewinnmargen im Drogenhandel sind so hoch, dass die innere Stabilität von Ländern wie z.B. Mexiko gefährdet ist. Menschen geraten durch Kriminalität, Bandenkriege sowie Zerfall staatlicher und sozialer Strukturen stark unter Druck. In Deutschland werden Drogen illegal und legal gehandelt. Auch Studierende kommen in Kontakt. Im Seminar wollen wir uns auch mit präventiven Maßnahmen gegen Abhängigkeit und Drogenkonsum beschäftigen

2023Station für Technik, Naturwissenschaften, Kunst - Weißwasser e.V., Weißwasser„BNE in der Kita“BRD
Projektsumme: 6000,00 €
Fördersumme: 6000,00 €
http://www.station-weisswasser.de

„BNE in der Kita“

Im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung hält die Station für Technik, Naturwissenschaften, Kunst- Weißwasser e.V. zielgruppengerechte Angebote für KiTa Kinder bereit. Mit unserem Projekt werden Kinder beginnend mit dem Vorschulalter an Themen der BNE altersentsprechend herangeführt. Es gibt keine Einschränkungen bezüglich des Geschlechts. Um Teilnehmer für das Projekt zu gewinnen gehen wir Kooperationen mit interessierten Kindertageseinrichtungen ein. Die Ansprache dieser Einrichtungen erfolgt auf Leitungsebene. Im einführenden Gespräch werden Themenvorschläge ausgetauscht und mit aktuellen Bedarfen in der Kindertageseinrichtung abgeglichen. Die Inhalte lassen sich bedarfsgerecht anpassen, fördern somit die Akzeptanz und Identifikation aller Beteiligten. Entscheidend bei der Vermittlung der BNE Themen in dieser Altersgruppe ist die engagierte und interessierte Haltung der unmittelbaren Bezugspersonen. Die am Projekt Beteiligte eignen sich Wissen um bedeutsame Fragen der gegenwarts- und Zukunftsgestaltung an und machen die Erfahrung, dass sie ihre Umwelt mitgestalten können. Unsere Leistung orientiert sich an der Sächsischen Landesstrategie BNE, Bildungsbereich „Frühkindliche Bildung“ mit den Zielen: Ziel 2: BNE ist ein integrierter Bestandteil der Aus-, Fort- und Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte und Fachberater im Bereich der frühkindlichen Bildung. Maßnahme: Fortbildungen für KiTa- Personal zu BNE- Methodik und BNE- Fachthemen (z.B. Gerechtigkeit, Globalisierung, Umweltschutz, Migration) durch externe Bildungsanbieter erweitern.

Ziel 3: Die Kindertageseinrichtungen richten ihr Selbstverständnis und ihr Handeln an BNE aus und werden dabei unterstützt. Maßnahme: Schrittweise Verankerung von BNE- Themen in den Konzeptionen der Kindertageseinrichtungen.

Mit unserem Projekt wollen wir das Fragespektrum erweitern: „Was ist wichtig im Leben? Wie will ich mal leben? Was brauche ich zum glücklich sein? Was kann ich selbst dafür tun?“ Wir wollen Wissen und Handlungsmöglichkeiten vermitteln die die Beteiligten befähigen, sich in die Gemeinschaft einzubringen, die Welt besser zu verstehen und im Sinne der Nachhaltigkeit bewusst zu verändern. Gemeinsam wollen wir eine Kultur des Ermöglichens schaffen, in der wertschätzender Umgang, Achtsamkeit, Respekt und Offenheit aller Beteiligten das höchste Gut ist. Aufbauend auf die Vorerfahrungen der von uns durchgeführten Angebote wie z.B. „Mülltrennung“, „Natur und Handwerk-nachhaltiger Umgang mit natürlichen Baustoffen“, „Nachhaltige Ernährung“ und „Artenschutz“ gehen wir auf die Projektpartner (KiTa) mit konkreten Umsetzungsideen und Themenideen zu und achten darauf, dass die anvisierten Altersgruppen (z.B. Vorschulgruppe) berücksichtigt und bevorzugt in die Umsetzung einbezogen sind. Vorab werden von uns die Projektverträge erarbeitet, in denen wichtige organisatorische, inhaltliche und strukturelle Vereinbarungen verbindlich festgehalten werden. Abgestimmt auf die Jahresplanung der Kooperationspartner wird eine zeitliche und thematische Abstimmung erfolgen. Eine intensive Nachbereitung der durchgeführten Projekte dient uns dazu, die Ergebnisse und Erfahrungen ausführlich auszuwerten, festzuhalten und für künftige Arbeit nutzbar zu machen. Gemeinsame Abschlussgespräche mit den Projektpartnern sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen zusammenführen und für die künftige Arbeit nutzbar gemacht werden. Ziel soll sein, das Projektangebot für Themen der Nachhaltigen Entwicklung im Vorschulalter zu erweitern und auch anderen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Zukunft kann nur zusammen mit Kindern gestaltet werden, deshalb orientieren wir uns vorwiegend an den bekannten Themen wie Artenschutz, Kauf- und Konsumverhalten, Ernährung, Umgang mit Müll sowie Bauen mit natürlichen Rohstoffen und beteiligen die Kinder an der Themafindung und derer Ausgestaltung. Das direkte Lebensumfeld der Kinder bietet vielfältige Anregungen und Fragestellungen, die Neugierde wecken und einladen sich gemeinsam aktiv auf die Suche nach Antworten zu begeben.

2023Hanse 3 e.V., DresdenNachhaltige Kultur in DresdenBRD
Projektsumme: 6000,00 €
Fördersumme: 6000,00 €
www.hanse3.de

Nachhaltige Kultur in Dresden

Dresden ist eine pulsierende Kulturstadt. An vielen Ecken findet man Bars, Clubs, Konzertorte, Theater, Kinos usw. Jedoch ist die Dresdener Kulturszene in großen Teilen nicht nachhaltig gestaltet. Ein Kulturort, der zweimal pro Woche von ca. 300 Besucher:innen frequentiert wird, kann bis zu 30 Tonnen CO2-Ausstoß produzieren (laut BUND). Es gibt mehrere Handlungen und Maßnahmen, die zum Teil einfach nur Gewohnheiten und veraltete Betriebsmuster sind, die aber zu grausamen Konsequenzen für die ganze Menschheit beitragen können. Die Workshopreihe „Nachhaltige Kultur in Dresden“ wird die Akteur*innen aus der Kulturszene Dresden und der Umgebung zusammenbringen und Thema der Nachhaltigkeit widmen. Diese Workshops werden zu der Sächsischen Landesstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) beantragen, damit sie in den Form von informellen Lernen die Gelegenheit schaffen, wo sich die Menschen aus der Kulturbranche regelmäßig austauschen können und an den konkreten Aufgaben und Projekten arbeiten werden. In den vier Workshops die Teilnehmende werden lernen wieso gibt es die Notwendigkeit alte Gewohnheiten zu ändern und wie können Kulturorte zu der Verbesserung der allgemeinen globalen Situation beantragen. Die Teilnehmenden werden auch mit der Unterstützung pro Gruppe ein nachhaltiges, praktisches Konzept entwickeln, das an dem Kulturort sofort umgesetzt werden kann. Das Projekt soll nicht nur für ökologischen Aspekt der Kulturbranche beantragen sondern auch für den sozialen Aspekt vor Ort und für die globale Gerechtigkeit.

2023Freiberger Agenda 21 e.V., FreibergMarkt der NachhaltigkeitBRD
Projektsumme: 4160,43 €
Fördersumme: 4770,00 €
www.freibergeragenda21.de

Markt der Nachhaltigkeit

Am 10.0602023 wurde der Markt der Nachhaltigkeit in Freiberg durchgeführt. Ziel war es Vereine, Initiativen und Läden sichtbar zu machen, welche sich in Freiberg und Umgebung mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen. Diese präsentierten sich und ihre Aktivitäten auf dem zentralen Platz der Silberstadt, dem Obermarkt. Der Bevölkerung der Stadt Freiberg wurde somit verdeutlicht, welche Möglichkeiten sie bereits in unserer Region vorfinden, um ein zukunftsorientiertes Leben zu führen. Insgesamt nahmen 400 Teilnehmende die Angebote war und es entwickelten sich viele angenehme und gewinnbringende Gespräche. Im Rahmenprogramm der Veranstaltung wurden fünf Vorträge zu nachhaltigen Themen von lokalen Akteuren angeboten. Diese reichten vom Umgang mit KlimaleugnerInnen, über das Klimaschutzkonzept der Stadt Freiberg bis hin zur solidarischen Landwirtschaft Der Markt der Nachhaltigkeit diente zudem der Vernetzung von Vereinen, Initiativen und Läden untereinander. Gemeinsamkeiten wurden entdeckt und Synergien gefunden. Ziel war es eine Grundlage für ein gemeinsames agieren über die Veranstaltung hinaus zu schaffen (siehe BNE-Landesstrategie Bildungsbereich informelles Lernen 5.5.2. 2. – fünfter Anstrich: „Der Fachaustausch und die Zusammenarbeit der Akteurinnen und Akteure auf kommunaler Ebene untereinander […] werden unterstützt“). Nach ersten Erkenntnissen ist uns dies gelungen. Inwieweit die angebahnten Kooperationen in Zukunft gelebt werden, wird sich zeigen.akt. 3.11.23

2023Freiberger Agenda 21 e.V., FreibergPhilippinisches Musical "Once we had a dream" + RahmenprogrammBRD
Projektsumme: 7300,00 €
Fördersumme: 2840,00 €
www.freibergeragenda21.de

Philippinisches Musical "Once we had a dream" + Rahmenprogramm

Die Freiberger Fairtrade Town-Steuerungsgruppe hat im Rahmen seiner Bildungsarbeit zum Fairen Handel die philippinische Organisation für Kinderrechte PREDA eingeladen. PREDA bringt dabei ein ganz besonderes Stück auf die Bühne: das Musical „Once we had a dream". Darin berichten philippinische Mädchen und Jungen im Alter zwischen 18 und 21 Jahren von ihrer eigenen Lebensgeschichte, von Armut, dem Leben auf der Straße, sexueller Gewalt, aber auch von ihren Hoffnungen und Träumen. In Freiberg sind zwei Aufführungen des Musicals geplant: Am 1.September für SchülerInnen und am 2. September eine öffentliche Veranstaltung. Die Veranstaltungen werden in der Nikolaikirche in Kooperation mit der Stadt und dem Mittelsächsischen Theater stattfinden. Hierbei werden diese BNE-fernen Organisationen eingebunden (Kapitel 5.6.2, Punkt 3, Anstrich 2) und vernetzt, dies gilt für die Bereiche Kultur Jugendarbeit, Politik und Medien (Kapitel 5.5.2, Punkt 5, Anstrich 1).

Das Gastspiel von PREDA ist Teil der Jahresaktion der Freiberger Fairtrade Town Steuerungsgruppe zum Thema "Kinderrechte und Fairer Handel". Am 20.09. wird ein Abschlussaktion in Rahmen des Weltkindertags mit der Vorstellung des Projekts durchgeführt. Die fair gehandelten Mangos, über die PREDA seine Arbeit gegen Kinderprostitution sowie für Kinder und Jugendliche in Not finanziert, werden ebenfalls Teil der Jahresaktion sein. Während der Anwesenheit der philippinischen Jugendlichen soll es zudem zum Austausch mit Freiberger Jugendlichen kommen. Im Rahmen des Programms ist zudem geplant die Themen des Theaterstücks in weiteren Unterrichtsstunden aufzugreifen. Eine Implementierung von BNE ist hiermit gegeben (Kapitel 5.2.2, Punkt 5, Anstrich 4).

2023Steinleicht e. V. (Kamjenjak z. t.), NebelschützTERRA PRETABRD
Projektsumme: 4120,00 €
Fördersumme: 3670,00 €
www.steinleicht.de

TERRA PRETA

Am 23/06 und 24/06/2023 wird in Nebelschütz durch den Steinleicht e.V. eine Veranstaltung bestehend aus einem abendlichen Vortrag mit Diskusion und einem eintägigen Workshop zum Thema Terra Preta mit Rainer Sagave (Berater für erneuerbare Energien und Terra Preta) und Thomas Noack (Dipl.-Geologe, Permakultur-Designer, Kräuterpädagoge BNE, Vorstandsmitglied der Stiftung Enkeltauglichkeit i.G., Beiratsmitglied der Permagold eG, Vorstandsmitglied im Steinleicht e.V.) durchgeführt. Terra Preta bedeutet „Schwarze Erde“. Im Amazonasbecken (und inzwischen auch in anderen Gebieten auf der Welt) wurde eine solche von indigenen Völkern gemachte Schwarzerde nachgewiesen. Sie ist bis zu 2000 Jahre alt und bis heute fruchtbar. Wichtigster Bestandteil dieser Erde ist ein Anteil von min. 10% Pflanzenkohle. Terra Preta wird als künstliche „Schwarzerde“ in der Permakultur und in der Biolandwirtschaft als eine hoch effektive Möglichkeit angesehen, Kohlenstoff und damit auch CO2 im Boden zu binden und gleichzeitig eine unübertroffene Produktivität ohne Chemieeinsatz zu erreichen. Es werden dabei, wie in der Permakultur üblich, natürliche Prozesse nachgeahmt und optimiert. Terra Preta -Böden sind, einmal implementiert, extrem stabil und regenerationsfähig. Sie bilden damit eine dauerhafte Kohlenstoff- bzw. CO2-Senke erheblichen Umfanges. Menschen und Landwirtsschaftsbetriebe sollen animiert und befähigt werden, in Haus und Garten, auf Bauernhöfen und landwirtschaftlichen Betrieben effektive Kreislaufwirtschaft zu betreiben und zur nachhaltigen ökologischen Bewirtschaftung, auf ihren Flächen Terra Preta einzusetzen bzw. zu installieren.

2023Equilibre International e. V., LeipzigJoint Climate Action Project - ein deutsch-ugandisches KlimaschulprojektBRD
Projektsumme: 5770,00 €
Fördersumme: 5770,00 €
https://www.eiev.de/home/

Joint Climate Action Project - ein deutsch-ugandisches Klimaschulprojekt

Mit der Projektreihe möchten wir sächsischen Schülerinnen die Möglichkeit geben, sich mit dem Klimawandel in ihrer Heimat als auch im globalen Süden auseinanderzusetzen. Hierbei werden vom Klassenraum digitale Brücken nach Uganda geschlagen, um sich mit Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit auseinanderzusetzen, mit afrikanischen Schülerinnen in Austausch zu treten und gemeinsame Ideen für eine klimagerechte Zukunft zu entwerfen. Als BNE-spezifisches Projekt bringt es beispielhaft die Themen im Sinne des Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung an Schulen. (Kapitel 5.2.2, Punkt 1, Anstrich 4). Durch die Erstellung kleiner Filmbeiträge, setzen sich die Teilnehmenden mit Klimawandelfolgen und -ursachen, sowie Klimaschutzmaßnahmen auseinander. Digitale Medien werden sowohl als kreative Ausdrucksform genutzt als auch um mit ugandischen Schülerinnen in Kontakt zu treten, andere Perspektiven kennenzulernen und interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. Zusätzlich wird eine vertiefte Auseinandersetzung mit Vorurteilen gegenüber Afrika, mit Klimagerechtigkeit und kolonialen Denkstrukturen zum Thema gemacht. Projekthöhepunkt ist ein Aktionstag, an dem in beiden Ländern zeitgleich Bäume gepflanzt werden. So können die Schülerinnen einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz leisten und lokales Handeln mit globalem Denken verknüpfen. Das Projekt erstreckt sich über einen Zeitraum von 12 Wochen und besteht aus 7 Projekteinheiten. Im Rahmen des Projektes kommen verschiedene Akteure der BNE und entwicklungspolitischen Arbeit zusammen. So erhalten Schulen die Möglichkeit für BNE-spezifische Projekte außerschulische Kooperationspartner einzubinden (Kapitel 5.2.2, Punkt 3, Anstrich 1). Das Projekt verbindet die Interessen von Schulen hochwertige BNE-Bildung in ihren Klassenräumen zu etablieren, das Interesse von afrikanischen Migrant*innen Vorurteile und Rassismus in Schulen zum Thema zu machen und das Anliegen von Umweltinitiativen mit konkreten Umwelthandeln einen Beitrag für mehr Klimaschutz zu leisten.

2023Konzeptwerk Neue Ökonomie e. V., LeipzigPerspektivenreicher, tiefer, weiter: Weiterbildung und Austausch für eine zukunftsfähige BNE2030 in SachsenBRD
Projektsumme: 6550,00 €
Fördersumme: 5800,00 €
www.konzeptwerk-neue-oekonomie.org

Perspektivenreicher, tiefer, weiter: Weiterbildung und Austausch für eine zukunftsfähige BNE2030 in Sachsen

Dieses Projekt hat zwei Teile. 1. Wir werden im Wintersemester an der Universität Leipzig einen Lehrauftrag des Zentrums für Lehrerinnenbildung für Lehramtsstudierende im Modul „Globales Lernen. Schule in gesellschaftlicher Verantwortung“ durchführen. Es handelt sich um einen Einführungskurs in das Globale Lernen, der sich an der Fragestellung orientiert: Wie sollte Globales Lernen/BNE inhaltlich und didaktisch gestaltet sein, um der Agenda 2030 gerecht zu werden. Der Fokus liegt dabei auf einer kritisch-emanzipatorischen Ausrichtung von BNE, die Menschen unterstützt Ursachen nicht-nachhaltiger Lebensweisen zu hinterfragen und sich ganzheitlich mit den Grenzen und Potentialen (gelebter) Alternativen zu beschäftigen. 2. Wir werden gemeinsam mit dem „ENS“ eine digitale Austauschreihe zum Schlagwort „BNE postmigrantisch“ organisieren. Sie wird zentrale Buzzwords aus der BNE und der Debatte zu postmigrantischer Gesellschaft in Dialog bringen. So werden beide Debatten bereichert und ein Verständnis von BNE gestärkt, in dem der Zusammenhang zwischen intersektionalen Diskriminierungsverhältnissen und nicht-nachhaltigen Lebens- und Produktionsweisen beleuchtet wird. Weiterhin wird darauf aufmerksam gemacht, dass BNE Diskriminierungsverhältnisse berücksichtigen sollte, um Lösungen anzubieten, die für viele Menschen passen und nicht Krisenursachen reproduzieren.

Unser Projekt adressiert Ziel 1, 3, 4, 5 und 6 im Bereich allgemeinbildende Schulen der sächsischen Landesstrategie. Es fördert Schulpartnerschaften mit außerschulischen Akteur*innen (Ziel 3) und befähigt angehende Lehrkräfte diese als Lernanlass in ihren Unterricht einzubeziehen (Ziel 3). Es qualifiziert angehende Lehrkräfte zur „Gestaltung partizipativer Prozesse an Schulen im Rahmen des Handlungsprogramms „W wie Werte““ (Ziel 4). Es fördert die Ausrichtung schulischer Bildung an den Grundsätzen der BNE (Ziel 5) und liefert einen Beitrag zur Ausbildung der Lehrkräfte (Ziel 6). Weiterhin adressiert das Projekt Ziel 1, 3, 4 im Bereich non-formales/informelles Lernen der sächsischen Landesstrategie BNE. Das Projekt macht: „Vorschläge zur Einbeziehung weiterer Akteurinnen und Akteure, die nach ihrem bisherigen Selbstverständnis keine BNE-Akteurinnen und Akteure waren“ (Ziel 3), trägt zur „Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen zur Absicherung non-formaler und informeller Angebote“ (Ziel 1) sowie zur Entwicklung „zielgruppenspezifische BNE-Materialien sowie konzeptionelle Ansätze für die Entwicklung und Integration weiterer Angebote in der non-formalen Bildung.“ (Ziel 4)

2023Diakonische Akademie für Fort- und Weiterbildung e. V., Moritzburg„Vom Salz des Lebens“ - Eine Reise in die Welt der RohstoffeBRD
Projektsumme: 940,00 €
Fördersumme: 940,00 €

„Vom Salz des Lebens“ - Eine Reise in die Welt der Rohstoffe

Das Projekt widmet sich in Form einer Veranstaltungsreihe zur Ausstellung „Vom Salz des Lebens“ der Frage: Was können und müssen wir aber jetzt tun, um den Rohstoffbedarf für ein nachhaltigeres Leben zu decken? Um ein breites Spektrum an Perspektiven zu bedienen, wirken u.a. die Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau der TU Bergakademie Freiberg, die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, die Evangelische Medienzentrale Sachsen & VHS Landkreis Meißen mit. Das Projekt möchte einen Lernraum schaffen, der interessierten Erwachsenen aller Altersstufen und Familien offen steht. Darüber hinaus soll durch die Zusammenarbeit mit qualifizierten Referierenden und Partnern sichergestellt werden, dass die Angebote hochwertig sind und an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst sind. Die unterschiedlichen Formate unterstützen zudem eine entdeckende und erlebnisorientierte Annäherung an die Themen Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung. Zudem fördert das Projekt - im Sinne der Sächsischen Landesstrategie Bildung für Nachhaltige Entwicklung - gezielt non-formale und informelle Lernprozesse, indem Reflexion, Begegnung und Diskussion einen zentralen Bestandteil bilden.

2023WeltOffen e. V., LeipzigGlobal Lokal GerechtBRD
Projektsumme: 5984,85 €
Fördersumme: 5810,00 €
www.weltoffen-leipzig.de

Global Lokal Gerecht

Mit unserem non-formalen Bildungsangebot für Schul- und FSJ/BFD-Gruppen in Form von interaktiven Stadtrundgängen und einem Projekttag leisteten wir eine Ergänzung zum Lernen an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Im Fokus der Veranstaltungen lag hierbei die Sensibilisierung der Teilnehmenden für die Zusammenhänge eigenen Handelns und Auswirkungen auf soziale und ökologische Nachhaltigkeitsaspekte global bzw. im Globalen Süden. Hierbei wurde explizit an Beispielen verschiedener alltäglicher Konsumgüter (z.B. Schokolade, Textilien, Handy) auf Herkunft und Arbeitsbedingungen eingegangen und nachhaltige Handlungsoptionen sowie Engagement Möglichkeiten aufgezeigt. Im Projekt konnten neue modulare Inhalte für Stationen des interaktiven Stadtrundgangs konzipiert und teilweise durchgeführt werden. Wir konnten insgesamt 144 Personen von der sechsten bis neunten Klasse, sowie FSJ’ler:Innen mit unseren Bildungsveranstaltungen erreichen. Von sieben geplanten Veranstaltungen konnten, trotz des relativ kurzen Projektzeitraumes, alle realisiert werden. Die Kommunikation und Planung mit bestehenden Bildungseinrichtungen innerhalb Leipzigs waren unkompliziert. Akt. 6.10.23

2023Shisasay e. V., DresdenVernetzungswochenende: BNE & EntwicklungspolitikBRD
Projektsumme: 4925,74 €
Fördersumme: 4340,00 €
www.shisasay.org

Vernetzungswochenende: BNE & Entwicklungspolitik

Unter dem Motto „BNE und Entwicklungspolitik“ fand vom 28.04.-01.05.2023 in Windischleuba ein Vernetzungswochenende statt, das sowohl Erwachsenen wie auch Kindern ein aktivierendes Programm zu verschiedenen Aspekten der BNE eröffnete. Das Wochenende bot besonders für erwerbstätige und erziehende Personen optimale Voraussetzungen, weil es ein Programm für Erwachsene und Kinder parallel anbot. Dadurch konnten sich beide Zielgruppen zur gleichen Zeit mit ähnlichen Inhalten auseinandersetzen und zum Abschluss gemeinsame Handlungsoptionen entwerfen. Als Referent*innen wurden Personen aus dem globalen Süden per Videokonferenz hinzugezogen und berichteten von Frauenempowerment, Umweltschutz, Bildungs- und Friedensarbeit vor Ort. Das Kinderprogramm beschäftigte sich neben globalen Fragen (vom Kakao zur Schokolade) auch mit lokalen Fragen zu Natur- und Umweltschutz und wie diese mit der eigenen Gesundheit zusammenhängen. Eingebunden wurden lokale Lernorte wie das Naturkundemuseum Altenburg und der Irrgarten der Sinne Kohren-Sahlis. Ein gemeinsamer Abschluss rundete das Programm ab, indem das eigene zukünftige Handeln noch einmal reflektiert und ausgerichtet werden konnte. Die Teilnehmenden äußerten sich sehr positiv über die Möglichkeit sich als Familien mit BNE Themen auseinander zusetzen. Akt. 14.7.23

2023CAMBIO e. V., DresdenPolitical Art Days 2023: „One World, One Health“ – Ein politisches Kunstfestival zu weltweiter GesundheitBRD
Projektsumme: 19500,00 €
Fördersumme: 6000,00 €
www.cambio-aktionswerkstatt.de

Political Art Days 2023: „One World, One Health“ – Ein politisches Kunstfestival zu weltweiter Gesundheit

Im Rahmen der „Political Art Days“ (PAD) wird eine Ausstellung aus min. 5 Beiträgen geschaffen. Die Ausstellung greift Aspekte des Themas der PAD auf und trägt zu deren Zielen bei: Durch die Ausstellungsbeiträge lernen die Besuchenden Neues zum Thema, werden zum Reflektieren angeregt, und möglichst zu eigenem Handeln im Sinne einer sozialökologischen Transformation motiviert. Die vielfältigen Ausstellungsbeiträge ermöglichen den Zugang zum Thema durch visuelle, akustische und haptische Reize. Zusammengestellt wird die Ausstellung aus Einreichungen in Folge eines Open Calls. Die PAD sind ein entwicklungspolitisches Bildungsfestival in Dresden, das mit kunstpädagogischen Elementen große Herausforderungen unserer Zeit behandelt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Das Thema der PAD 2023 ist der „One Health“-Ansatz. Er basiert auf dem Verständnis, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt eng miteinander zusammenhängt. Die PAD beschäftigen sich damit, welche Folgen aus unserer Lebens- und Wirtschaftsweise dahingehend entstehen und welche Einflussmöglichkeiten wir haben. Schwerpunkte sind also bspw. Auswirkungen sowie mögliche Ursachen von Pandemien und ihre Verstärker wie globale Waldrodungen, Biodiversitätsverlust, Bodendegradierung, Wasser- und Luftverschmutzung, Erderwärmung sowie die dafür verantwortliche Politik. Ergänzt wird die Ausstellung bei den PAD durch Workshops, Theater, Poetry Slam, Filme, Performances, Lesungen, Musik und passendes Rahmenprogramm. Mit den PAD schaffen wir einen Freiraum für informelles Lernen und leisten so unseren Beitrag zu einem vielfältigen und hochwertigen Angebot im Bereich non-formaler und informeller Bildung. Durch Kooperationen mit anderen Akteur*innen auch aus der politischen und kulturellen Bildung trägt das Projekt zu den Punkten 5.5.2.2. und 5.5.2.5. der Sächsischen Landesstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung bei. Durch die Entwicklung von Materialien leisten wir ebenfalls einen Beitrag zum Punkt 5.5.2.4. Außerdem schaffen wir durch die Political Art Days selbst einen Freiraum für informelles Lernen, wie sie unter Punkt 5.5.2.6. angesprochen werden.

2023CAMBIO e. V., Dresden„Planetary Health“ – ein interdisziplinäres Bildungscamp zu Globaler Nachhaltigkeit & Gesundheit für Mensch, Tier und UmweltBRD
Projektsumme: 3000,00 €
Fördersumme: 840,00 €
www.cambio-aktionswerkstatt.de

„Planetary Health“ – ein interdisziplinäres Bildungscamp zu Globaler Nachhaltigkeit & Gesundheit für Mensch, Tier und Umwelt

„Ein gesunder Geist braucht einen gesunden Körper“...und eine gesunde Erde? Beim Konzept „Planetary Health“ wird das Thema Gesundheit aus globaler Perspektive betrachtet. Die Erde inklusive aller Ökosysteme, ihrer tierischen und menschlichen Bewohnerinnen sowie dem Klima, wird als komplexes und empfindliches System betrachtet, dessen Elemente in ständiger Wechselwirkung stehen. Ist die Natur krank oder verändert sich das Klima maßgeblich, hat dies auch Effekte auf die Gesundheit der Tiere, Pflanzen und Menschen weltweit. Wollen wir als Menschheit unsere Lebensgrundlage bewahren und sowohl uns selbst als auch den zukünftigen Generationen ein möglichst gesundes Leben auf der Erde ermöglichen, müssen wir die Gesundheit des gesamten Planeten im Blick behalten und unseren Einfluss darauf reflektieren und positiv verändern. Ziel des Bildungscamps ist es Multiplikatorinnen aus dem Dresdner Umland zum ganzheitlichen Konzept der Planetaren Gesundheit fortzubilden und ihnen Wissen, Methoden und neue Ideen an die Hand zu geben, mit denen sie auch bei ihren Zielgruppen Motivation für dieses Thema wecken und sie zum Handeln anregen können. Dabei gehen wir unter anderem auf die Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und physischer sowie psychischer Gesundheit ein und wie wir Lösungen finden können, die gut für uns UND das Klima sind, z.B. mit der Planetary Health Diet. Das Camp ist ein Fortbildungsangebot für Lehrkräfte allgemeinbildender Schulen sowie Ausbildnerinnen von Berufsschulen und Akteurinnen des Non-Formalen Lernens. Damit wird an die Sächsische Landesstrategie BNE angeknüpft.

2023Jugendring Westsachsen e. V., ZwickauBNE erleben! - Wissen weitervermittelnBRD
Projektsumme: 4080,00 €
Fördersumme: 4080,00 €
www.jugendring-westsachsen.de

BNE erleben! - Wissen weitervermitteln

Der Jugendring Westsachsen e.V. möchte im Jahr 2023 eine Weiterbildungsreihe zum Oberthema „BNE erleben! – Wissen weitervermitteln“ anbieten. Die Weiterbildungsreihe soll aus einer Reihe Exkursionen bestehen. Fachkräfte und Ehrenamtliche der Jugendhilfe sollen so die Möglichkeit haben sich kostenfrei zu Nachhaltigkeitsthemen weiterzubilden, um so als Multiplikatorinnen das Wissen an Kinder und Jugendliche weiterzugeben. Die geplanten Exkursionen sollen in den Weißenborner Wald (mit einem Umweltbildner von der Naturschutzstation Gräfenmühle), in den Nationalpark Sächsische Schweiz (mit einer Kräuterpädagogin), in die urbane Ideenwerkstatt „Kunzstoffe“ e.V. nach Leipzig und zur Naturschutzstation des NABU Burgstädt in Herrenhaide führen. In all diesen Exkursionen sollen Referentinnen Wissen an die Teilnehmenden vermitteln. Darüber hinaus sollen zu unseren zwei JULEICA Ausbildungen externe Referentinnen zum Thema Diskriminierung eingeladen werden, um Wissen direkt an künftige Jugendleiterinnen zu weiterzugeben. Ein Praxisbezug, welche Maßnahmen man mit Jugendlichen durchführen kann, soll besonders im Fokus stehen. In Kapitel 5.5.2 Ziele, Maßnahmen und Indikatoren im Bereich Non-formales und informelles Lernen der SäLa-BNE lässt sich unser Projekt unter Punkt 2 „Bedarfsgerechte fachliche und methodisch-didaktische Weiterbildungsangebote für haupt- und ehrenamtlich Tätige“ (Anstrich 3 und 4) einordnen. Der Jugendring Westsachsen e.V. stellt als Vernetzungs- und Servicestelle für den Landkreis Zwickau fachliche Beratung von pädagogischem Personal sicher, indem er das hier vorgestellte BNE-Weiterbildungsangebot fachbezogen, regional und bedarfsgerecht organisiert.

2023Verein zur Förderung des Verständnisses für die Probleme der Einen Welt e. V. Aue, AueInterkulturelles FestBRD
Projektsumme: 4670,00 €
Fördersumme: 4670,00 €
www.aktioneineweltaue.de

Interkulturelles Fest

Das interkulturelle Fest waer Teil der Bemühungen der Bergstadt Eibenstock um den Titel Fairtrade Town. Dabei ist Eibenstock mit seinen knapp 8000 EinwohnerInnen (ohne Gemeinden 4000) die bislang kleinste sächsische Kommune, die diesen Titel erhalten hat.

In einer kleinen Stadt wie Eibenstock, gibt es nur wenig Publikum, welches sich für entwicklungspolitische und BNE-Themen interessiert. Um dennoch ein möglichst großes und breites Publikum für die Veranstaltung zu generieren, wurden Programmpunkte eingeplant, die auf den ersten Blick nicht zwingend zur Thematik passen. So gab es kulturelle und kulinarische Beiträge, die teils von Menschen ohne Migrationshintergrund, aber überwiegend von Menschen mit Migrationshintergrund aus dem Globalen Süden bereitgestellt wurden (BNE-Landestrategie Punkt 5.5.2.; Unterpunkt 5 Anstrich 1). Es wurde zudem eine Diversität aufgezeigt, die es im ländlichen Raum so kaum zu erleben gibt. Hiermit zielten wir auf Empathie sowie Weltoffenheit ab und förderten so im Sinne der sächsischen BNE-Landesstrategie einen Sensibilisierungs- und Dialogprozess indem wir mit zielgruppenspezifischen Veranstaltungstypen arbeiteten (BNE-Landestrategie Punkt 8.2). Neben den bereits beschriebenen Angeboten gab es auch einige entwicklungspolitische Stände von Vereinen aus der Gegend. Diese konnten sich außerdem auf der Bühne vorstellen, was aufgrund der Synergie mit dem restlichen Programm besonders erfolgreich war. Auch wurden Stände angeboten durch deren Beteiligung die Auszeichnung zur Fairtrade Town überhaupt erst möglich gemacht wurde (BNE-Landestrategie Punkt 5.5.2.; Unterpunkt 3 Anstrich 2 sowie BNE-Landestrategie Punkt 5.6.2.; Unterpunkt 7 Anstrich 1 und 3). Unter diesen Ständen waren neben entwicklungspolitischen auch Umweltangebote.

Eine besondere Stärke nimmt das interkulturelle Fest zur Auszeichnung Eibenstocks als Fairtrade Town aus der Synergie zwischen lokalem und globalem. Dies galt für die Stände, aber auch fürs Essen und die kulturellen Beiträge. In besonderer Erinnerung bleibt dabei ein Eibenstocker Künstler, welcher erzgebirgische Lieder singt. Kurzentschlossen lud er die vor ihm auftretende afrikanische Trommelgruppe zu sich auf die Bühne ein, um die Leider dann in einer Reggae-Variante vorzutragen. 750 BesucherInnen verdeutlichten den Erfolg der Veranstaltung und des Konzepts. Akt. 25.8.23

2023Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft - DLRG - Landesverband Sachsen e. V., DresdenFörderung der Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der DLRG Jugend SachsenBRD
Projektsumme: 8240,00 €
Fördersumme: 5990,00 €
https://sachsen.dlrg.de

Förderung der Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der DLRG Jugend Sachsen

Um in der Landesjugend und vor allem auch in den Untergliederungen die Qualität der Jugendarbeit sicherzustellen und einen Beitrag zur Professionalisierung der Jugendverbandsarbeit zu leisten und somit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein entwicklungsförderndes, anregendes und sicheres Umfeld bieten zu können, beantragen wir das Projekt „Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der DLRG Jugend Sachsen“. Durch das Projekt soll in diesem Jahr eine Bildungsinitiative erfolgen, bei der Jugendliche und junge Erwachsene qualifiziert werden und wir einen Beitrag dazu leisten können, die Jugendarbeit und somit die informelle Bildungsarbeit zu professionalisieren und Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Landesjugend und den Untergliederungen der DLRG Jugend Sachsen ein sicheres Umfeld zu bieten, sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen und sie zu einem sozialgerechten und ökologischverträglichem Handeln zu sensibilisieren. Dazu soll die Juleica-Ausbildung, eine Grundausbildung für JugendgruppenleiterInnen, den ersten Teil unserer Qualifizierungsinitiative darstellen. So wollen wir sicherstellen, dass die Ehrenamtlichen ausreichend Fachwissen und pädagogische Kompetenzen verfügen, um mit Kinder- und Jugendgruppen zu arbeiten und diesen entwicklungsfördernde (Bildungs-)angebote mit Themen wie Kinderschutz/Kinderrechte, Diversität, Geschlechtersensible Jugendarbeit, Beteiligung und Umweltschutz machen zu können und selbst nach diesen Grundsätzen vorbildlich zu handeln. Den zweiten Teil bildet dabei die Erstellung von Seminarmaterial. Die Arbeitsgruppe Kinderschutz möchte dazu eine Handreichung zum Thema Kinderschutz und Prävention sexualiserte Gewalt erstellen. Mit diesem Material soll den Gliederungen und deren GruppenleiterInnen Seminarmaterial zur Verfügung gestellt werden, aber auch Infomaterial für deren Mitglieder bereitgestellt werden. So soll vor allem auch eine offene Kommunikation über unser Wertekonzept und den darin vorgestellten richtigen Umgang mit Kindern und Jugendlichen in unserem Verband entstehen und von unseren Mitgliedern gelebt werden. Diese Handreichung beruht auf den Kinderrechten und stellt diese mehr in den Fokus unserer Arbeit.

2023Förderverein der Freien Grundschule Regenbogen Görlitz e. V., GörlitzMobile Musikstation für NachhaltigkeitBRD
Projektsumme: 5970,00 €
Fördersumme: 5970,00 €
www.dpfa-goerlitz.de

Mobile Musikstation für Nachhaltigkeit

Es soll eine mobile Musikstation gebaut werden. Der Förderverein möchte mit diesem Projekt eine musikalische Plattform schaffen, die das Potential hat, auch ohne Anschlussfinanzierung weitergeführt zu werden. Diese Musikstation besitzt alle Elemente, um mit Kindern spontan Musik herzustellen. Die Kinder benötigen keine musikalische Vorbildung, können aber unter Anleitung oder im intuitiven Spiel eigene Songs erstellen. Es werden Instrumente oder Geräusche eingespielt und dann als Loop (Schleife) zu einem richtigen Song zusammengeführt. Da die Musikstation mobil sein wird, kann sie zu Festen oder in Einrichtungen wie Schulen und Kitas gebracht werden. Die Hauptzielgruppe sind Kinder, aber es ist auch mit Erwachsenen möglich. Das stärkste Nachhaltigkeitsziel ist „Hochwertige Bildung“, da es Kindern ermöglicht wird, ein Interesse für Musik und Instrumente zu wecken. Gerade in Zeiten, wo schulen durch Lehrermangel oft ihrem Bildungsauftrag nicht genügend nachkommen können und oft auch die kreativitätsfördernden Fächer zurückgestellt werden, wäre die mobile Musikstation für Nachhaltigkeit eine gute Ergänzung. Auch können Texte über Nachhaltigkeitsziele beim Songwriting entstehen. Eine eigens für das Texten angelegte Box enthält neben Schreibzeug auch ausgewählte Informationsmaterialien zu den Nachhaltigkeitszielen, welche dann als Inspiration oder Grundlage für die eigenen Texte dienen. Diese Themen bewegen auch die Kinder und was die Kinder bewegt, wird dann zum Song-Thema. Da die Musikstation mobil sein wird, kann sie in vielseitigen Gelegenheiten zum Einsatz kommen. Sie lädt dazu ein, über Nachhaltigkeit zu sprechen und sie zum Gegenstand kreativer Selbstwirksamkeit zu machen. Die Mobilität wird dabei ganz im Sinne der Nachhaltigkeit durch einen Fahrradanhänger gewährleistet. Neben emissionsfreien Transporten entsteht so auch noch eine Wirkung nach außen - dass mittlere Transporte durchaus ohne Auto bewerkstelligt werden können. Eine gelingende Verkehrswende ist nur durch das Aufzeigen von Alternativen denkbar. Die mobile Musikstation ist ein Projekt, welches Musik, Bildung und Umweltschutz miteinander vereint. Sie fördert damit direkt das in der Sächsischen Landesstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung aufgeführte Ziel, “Schulen ergänzen das schulische Lernen und die Orientierung für zukunftsfähiges Handeln in der Lebens- und Arbeitswelt mit außerschulischen Lernorten und Akteurinnen und Akteuren.” (S.11, Pkt.3) Die Musikstation fungiert als ein solcher außerschulischer Lernort und bietet den Schüler:innen die Möglichkeit, auf praktische und kreative Weise Musik zu entdecken und dabei Nachhaltigkeitsthemen zu erforschen. Durch die Interaktion mit der Musikstation werden die Schüler:innen in ihrer ganzheitlichen Bildung unterstützt und lernen, wie Musik und Nachhaltigkeit miteinander verbunden werden können.

2023Förderverein der Freien Grundschule Regenbogen Görlitz e. V., GörlitzFreiDay StartupBRD
Projektsumme: 5995,00 €
Fördersumme: 5990,00 €
www.dpfa-goerlitz.de

FreiDay Startup

Der Förderverein möchte die DPFA-Regenbogen-Grundschule bei ihrem Vorhaben unterstützen, ein sehr umfangreiches Projekt im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung umzusetzen. Die Schule hat sich entschieden mit Beginn des Schuljahres 2023/24, einen wöchentlich wiederkehrenden Tag für die Schüler:innen einzuführen, angelehnt an das Konzept Freiday von Margret Rasfeld, wo sich die Kinder klassenübergreifend explizit mit den 17 UNESCO-Nachhaltigkeitszielen auseinandersetzen und selbst ausgewählte Ziele eigenständig bearbeiten. Die Kinder befassen sich dadurch nicht nur mit Nachhaltigkeit, sondern es wird auch eine neue Lernform eingeführt, bei der die Pädagog:innen nur Lernbegleiter:innen sein werden. Dadurch lernen die Kinder eigenständig zu denken und zu arbeiten. „Ziel ist es, mit dem FREI DAY allen Schüler*innen die Möglichkeit zu geben, herauszufinden, wie ihre Entscheidungen die Menschen nachfolgender Generationen beeinflussen werden.“ (Zitat: https://frei-day.org/der-frei-day/unser-ziel/). Das Projekt „Freiday“ greift den Bildungsbereich allgemeinbildende Schulen auf. Durch die Einführung des Freidays an unserer Schule können die Lernbereiche der BNE aktiv in den Lehrplan etabliert werden. Zum einen indem die o.g. globalen Thematiken behandelt werden und zum anderen, indem die Schüler:innen selbstwirksam und dadurch in die Lage versetzt werden, Zusammenhänge zu erkennen und selbstständig zu bearbeiten. Die eigene Involviertheit und die eigene Betroffenheit von globalen Nachhaltigkeitszielen schafft intrinsische Motivation und dadurch dauerhafte Erkenntnisse in den Kindern. Erkennt man die Zusammenhänge, erkennt man auch den Handlungsbedarf. Gerade Kindern, als Erbauer:innen der Zukunft, sollten diese Lernbereiche auf diese Weise vermittelt werden. Die Durchführung des Freidays zählt hierbei als neues Unterrichtsbeispiel zur Umsetzung der Lernbereiche der Globalen Entwicklung (Kapitel 5.2.2, Punkt 1, Absatz 4). Aufgrund der eigenständigen Fragestellungen der Schüler:innen im Projektprozess, welche bspw. „Wo kommt der Abfall hin?“, „Was passiert mit den Essensresten?“, „Haben alle genug zu essen?“ oder „Wie kann man die Umwelt schützen?“, sein könnten, werden die Schüler:innen dazu aufgefordert, eigenständig nach Antworten und Lösungsideen zu suchen. Dadurch wird zusätzlich eine Kommunikation mit verschiedensten Akteuren und Akteurinnen der Kommune aufgebaut und gefördert (Kapitel 5.2.2., Punkt 2, Absatz 5). Mit Hilfe des Freidays wird die Schule also zu einem Ort des nachhaltigen Lernens und bricht ein Stück weit aus dem strikten, systemischen Wissenserwerb aus (bei dem leider häufig große Teile ohnehin wieder vergessen werden). Durch das eigene Interesse und Wirken der Schüler:innen, werden sie selbst zu motivierten und wichtigen Akteur:innen der Nachhaltigkeitsziele. Es wird stetig neue Projekte und Ideen geben, wie man die 17- Nachhaltigkeitsziele erreichen kann. Im Laufe des Projektes kann man schließlich den Entwicklungsprozess der Schule reflektieren, indem der Freiday einen großen Beitrag leisten könnte, weil er den Raum für nachhaltiges Lernen schafft. (Kapitel 5.2.2., Punkt 5, Absatz 1). Das Projekt beginnt im April, wobei dieses Schuljahr zur gründlichen Vorbereitung genutzt wird und der Start für die Kinder und die Einbettung in den Wochenablauf mit dem SJ 2023/24 beginnt. Wenn der „Freiday“ einmal etabliert ist, wird er zukünftig Bestandteil der Stundentafel sein. Somit ist das Projekt sehr nachhaltig und bedarf dann keiner weiteren Förderung mehr. Da die Vorbereitung, Umstellung, Einführung und erste Umsetzung sehr zeitintensiv ist und nur sehr schwer beiläufig neben dem Unterricht von den Kollegen zu bewerkstelligen ist, benötigen wir einen Koordinator für die Einführung des FreiDay‘s, der den Prozess steuert und am Laufen hält. Das Projekt stellt hierbei keinen Ersatz für den regulären Unterricht dar, sondern ist schlichtweg eine Erweiterung von diesem. Zudem können die Ergebnisse der entstandenen Projekte über die Grenzen des schulischen Kontexts hinaus wirksam werden und auch auf Dauer den globalen Problemlagen entgegenwirken.

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