Geförderte Projekte im SDG-Fonds

Es werden nachfolgend die im SDG-Fonds geförderten Projekte des vergangenen Programm-Zyklus dargestellt. Aktuell im SDG-Fonds geförderte Projekte finden Sie auf der Gesamtübersicht aller durch die Stiftung geförderten Projekte im Hauptmenü unter Geförderte Projekte.

JahrInstitutionTitelLandFinanzenHomepage
2021Global Innovation Gathering e. V., BerlinCareables und Corona - Innovationen aus dem globalen SüdenBRD
Projektsumme: 14201,80 €
Fördersumme: 9990,00 €
www.globalinnovationgathering.org

Careables und Corona - Innovationen aus dem globalen Süden

Unser Projekt befasst sich mit dem Bedarf an offenen Gesundheitslösungen, die anpassbar und zugänglich sind, um Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen unabhängig von ihrem Einkommen, dem Grad ihrer Behinderung oder ihrem Wohnort gerecht zu werden. Das Projekt 21/106 legt einen besonderen Schwerpunkt auf den Bedarf an offenen Gesundheitssystemen in den Corona-Zeiten und deren Anwendbarkeit, indem es reale Beispiele aus dem globalen Süden vorstellt. Wir haben sechs Veranstaltungen durchgeführt, von denen einige physisch in Deutschland stattfanden, während andere vollständig online durchgeführt wurden. Bei diesen Veranstaltungen haben wir Referenten aus dem globalen Süden eingeladen, die ihre Arbeit und Projekte einem überwiegend deutschen Publikum vorstellten. Außerdem haben wir die Prinzipien des Co-Designs und Careables.org als Plattform demonstriert, indem wir Ausstellungen von Careables Open Source Geräten durchgeführt haben.

2021fint e. V., RostockVirtuelles Schaufenster zukunftshandeln-mv.orgBRD
Projektsumme: 8250,00 €
Fördersumme: 6000,00 €
www.fint.team

Virtuelles Schaufenster zukunftshandeln-mv.org

Der fint e.V. koordiniert seit Sommer 2021 den Aufbau und die Entwicklung der Initiative Zukunftshandeln MV, eines offenen zivilgesellschaftlichen Netzwerks für Mecklenburg-Vorpommern. In Zeiten von Klimakrise, Biodiversitätskrise, Globalisierung und Digitalisierung will die Initiative die im Land vorhandene Expertise zur verantwortungsvollen Gestaltung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sichtbar machen und in Gestaltungsprozesse einbringen. Sie setzt sich für die zeitnahe und umfassende Umsetzung der Empfehlungen des MV Zukunftsrates und deren inhaltliche Weiterentwicklung unter breiter zivilgesellschaftlicher Beteiligung ein. Hierbei orientiert sie sich an den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen. Im Rahmen des geförderten Projektes wurde basierend auf einer bereits stadtweise genutzten Open-Source-Plattform die virtuelle Vernetzungsplattform treffpunkt.zukunftshandeln-mv.de programmiert, inklusive eines Kartenmoduls zur Sichtbarmachung von Aktivitäten im Land. Die Plattform dient als sektorenübergreifendes interaktives Schaufenster der Zukunftsgestaltung im Land und trägt dazu bei, das Bild eines zukunftsfähigen MV nach dem Leitbild der Agenda 2030 zu schärfen und zu vermitteln. Über die Plattform können Menschen im Land über Aktivitäten auf dem Laufenden bleiben, Akteure und Initiativen finden sowie über die Kommunikationsfunktionen Austausch, Vernetzung und Projektplanung organisieren.

2021Eine Faire Welt e. V., SondershausenSondershausen will Fairtrade Town werden - "Fair und genussvoll in Sondershausen"BRD
Projektsumme: 323,27 €
Fördersumme: 240,00 €

Sondershausen will Fairtrade Town werden - "Fair und genussvoll in Sondershausen"

Nachdem wegen hoher Corona Inzidenzen im Kyffhäuserkreis die im November 2021 geplante Veranstaltung abgesagt wurde, gelang am 23.05.2022 die Neuauflage. Hier konnten sich die Besucherinnen und Besucher der Informationsveranstaltung „Fair und genussvoll in Sondershausen“ davon überzeugen, nachhaltig produzierter und fair gehandelter Kaffee schmeckt. Aber nicht nur der Kaffee einer Kooperative in Nicaragua, sondern auch Saft, Schokolade, Gebäck und Gemüseriegel aus fairem Handel sind köstlich. Neben dem Gaumengenuss wurde viel Wissenswertes zum Thema Fairer Handel und Nachhaltigkeit vermittelt und die Besucherinnen und Besucher über den Weg von Sondershausen zur Fairtrade Town informiert, Im 1. Vortrag dieser Veranstaltung wurde genau dieses Thema aufgegriffen: wo stehen wir als Kommune auf diesem Weg und was bedeutet es Fairtrade Town zu sein, welche Schritte sind noch notwendig, wie können wir noch mehr Bürger der Stadt für diese Idee gewinnen, damit sie sich mit dem Thema fairer Handel und Nachhaltigkeit identifizieren, kein Land und keine Kommune kann die Herausforderungen unserer Zeit allein bewältigen, Vernetzung von Fairtrade Towns und faire Handelsbedingungen sind Voraussetzung für eine friedvolle Zukunft weltweit, Fairtrade Town zu sein heißt aber nicht nur fair gehandelte Produkte zu verwenden, sondern auch regelmäßig über die Themen faire Produktion, fairer Handel, faire Preise und ökologisches Denken aufzuklären.

Im 2. Vortrag berichteten Johannes Schubert vom „Cafè Chavalo“ in Leipzig und Jolver Mendoza von der Kooperative Miraflor in Nicaragua über „Ihren“ Kaffee und stellten das weltweit erste Kaffeeprojekt aus solidarischer Landwirtschaft vor – den WIR KAFFEE. Sie berichteten über den biologischen Kaffeeanbau in der Kooperative und welchen Herausforderungen sich die nicaraguanischen Kaffeeproduzenten zu stellen haben. Jolver Mendoza baut mit seiner Mutter gemeinsam Kaffee an. Er umrahmte den Vortrag mit Liedern aus seiner Heimat auf der Gitarre. Die Nachhaltigkeitsbeauftragte einer regionalen Bäckerei berichtete im 3. Vortrag über die Erfahrungen ihrer Firma in Sachen Nachhaltigkeit und mit dem Ausschank fair gehandelten Kaffees, sie erläuterte die Nutzung des Fair–Cup-Systems in den Filialen. Die Bäckerei punktet mit der Verwendung regionaler Produkte, Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit.

Am Kaffee-Parcours konnten die Besucherinnen und Besucher an verschiedenen den Weg des Kaffees vom Anbau bis hin in die Tasse verfolgen. In aufeinander abgestimmten Aktionen wurden ihnen die Bedingungen bei der Produktion des wertvollen Produkts – Kaffee - nahegebracht. Sie durchliefen 10 Stationen und am Ende hatten sie eigens gerösteten Kaffee in ihrer Tasse. Auf den zu jeder Station aufgestellten verschiedenen Roll up wurde Ihnen Wissenswertes über die Kaffeepflanze, den Handel und der Vergleich auch zum Fairen Handel berichtet.

Wir konnten mit der Infoveranstaltung verschiedene Vertreter der Kommunalverwaltung, der Kirchgemeinden, kommunaler Organisationen, Bildungseinrichtungen erreichen. Den Kindergärten und Schulen werden wir mit Beginn des neuen Schuljahres 2022/23 andere Bildungsangebote machen. Die Beziehungen zum Sondershäuser Bildungsverein wurden aktiviert. Seitens der Leitung des Vereins wurde die Mitarbeit in der Steuerungsgruppe Fairtrade Town bestätigt und bei einer ersten gemeinsamen Aktion wurde der „Eine Faire Welt“ e.V. und die Kampagne „Fairtrade Town“ am Tag der Offenen Tür vorgestellt, ein weiterer Gesprächstermin steht fest. Den Kommunalpolitikern und Vertretern der Gastronomie, die nicht teilnehmen konnten, wurde ein Handout zur Information zur Verfügung gestellt. Einige Gastronomen zeigten sich in späteren Gesprächen am Thema sehr interessiert und offen. Sie werden prüfen, zukünftig fair gehandelten Tee

2021Tutmonde e. V., StralsundSDGs für Politik, Medien und die (postmigrantische) Gesellschaft in MVBRD
Projektsumme: 18051,23 €
Fördersumme: 13430,00 €
www.sdgs-mv.de

SDGs für Politik, Medien und die (postmigrantische) Gesellschaft in MV

Der Verein hat drei entwicklungs- und kolonialismuskritische Kinderbücher auf der Grundlage der SDGs erstellt. Kinder und Jugendliche verschiedener Altersgruppen sollen spielerisch an die Relevanz der SDGs und ihrer Umsetzung herangeführt werden. Ziel war es, 3 Kinderbücher zu unterbreiten, die je nach Altersgruppe inhaltlich angepasst wurden (0-3 J., 4-7 J., 8 Plus J.). Unter Regie einer erfahrenen Autorin haben Jugendliche die Geschichten selbst verfasst. So vermeiden die Bücher für drei verschiedenen Altersgruppen gängige entwicklungspolitische Klischees und Moralen, sondern aktivieren die Leser:innen zur selbstständigen Reflexion des (Vor-) gelesenen. Besonders ist hierbei außerdem der regional und lokal gewählte Rahmen, der abhängig ist von den Erfahrungen der Autor:innen: Die individuellen Biographien und Geschichten der Jugendlichen und ihr Bezug zu Mecklenburg-Vorpommern stehen in unterschiedlichen Verhältnissen zueinander und zeigen den Lesenden die Diversität der Mecklenburg-Vorpommerschen Gesellschaft und die Normalität von Migrationsbiographien.

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