Geförderte Projekte im SDG-Fonds

Es werden nachfolgend die im SDG-Fonds geförderten Projekte des vergangenen Programm-Zyklus dargestellt. Aktuell im SDG-Fonds geförderte Projekte finden Sie auf der Gesamtübersicht aller durch die Stiftung geförderten Projekte im Hauptmenü unter Geförderte Projekte.

JahrInstitutionTitelLandFinanzenHomepage
2021Lateinamerika-Forum e. V., BerlinBildungsarbeit zu indigenen Völkern und Wirtschaftsformen in AmazonienBRD
Projektsumme: 1377,26 €
Fördersumme: 1195,00 €
lateinamerikaforum-berlin.de

Bildungsarbeit zu indigenen Völkern und Wirtschaftsformen in Amazonien

Ausstellung, Vorträge und Workshops im Nachbarschaftsheim Schöneberg für Besucher der Institution und darüber hinaus alle Interessierten im Bezirk Berlin-Friedenau. Hierbei wurden die wirtschaftlichen und sozialen Verflechtungen in Amazonien näher betrachtet. Die neoextraktivistische Wirtschaftsweise ist wie ein Boomerang. Die ökologischen Folgen beschränken sich nicht nur auf das lokale, sondern auch das globale Klima und somit auf uns. Daher ist die kritische Thematisierung weltweiter Lieferketten besonders wichtig. Außerdem wird der Blick auf die persönliche Ebene gelenkt: Über Workshops wird ein Bezug zum eigenen Konsum und nachhaltiger Landwirtschaft in der eigenen Region (Berlin-Brandenburg) hergestellt

2021bi´bak e. V., Berlinun.thai.tled Filmfestival 2021 im Sinema TranstopiaBRD
Projektsumme: 11647,62 €
Fördersumme: 6000,00 €
www.bi-bak.de

un.thai.tled Filmfestival 2021 im Sinema Transtopia

COMMON COLD un.thai.tled Film Festival 2021 hat sich in 8 Filmabenden postkolonialen und postmigrantischen Perspektiven, die den westlichen Blick auf den globalen Süden hinterfragen, gewidmet. Nach wie vor prägen eurozentrische und paternalistische, vorwiegend von einer männlichen und weißen Mehrheit geprägte Sichtweisen die Perspektive auf die Länder des globalen Südens, sodass innerhalb Europas oft vereinfachende Erklärungsmuster und Vorurteile vorherrschen. Der Begriff „postkolonial” sollte daher nicht so interpretiert werden, dass ein kolonialer Impetus heute gänzlich überwunden sei. Spuren dieses Denkens schlagen sich noch immer auf alle Gesellschaftsbereiche nieder, mal versteckt, mal erschreckend klar. Durch die differenzierte Auseinandersetzung mit außereuropäischen Narrativen durch die kuratierenden Expert*innen aus dem globalen Süden ermöglichte die Filmreihe einen differenzierten Blick auf Asymmetrien und hinterfragte Mehrheitsdiskurse.

Soziale Ungleichheit, ein die Umwelt zerstörender Extraktivismus und der gewaltsame Nachhall kolonialer Nationenbildung sind konstitutive Bestandteile diktatorischer Machtregime. Sie manifestieren sich aus den nationalen Grenzen der Kolonialzeit – eine von außen auferlegte Struktur, die vielerorts Land, Körper, Geist und Seele traumatisiert hat. Die Filmauswahl aus Archiven und zeitgenössischen Quellen legt den Fokus auf Thailand, Laos, Vietnam und Kambodscha vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und seinen Auswirkungen. Im Sinne einer reparativen Geste sind die beim un.thai.tled Film Festival 2021 kuratierten Filme nicht entlang dieser gewalttätigen und einschränkenden Kategorien organisiert, sondern folgen Spuren und Verstrickungen, die nationale und geografische Grenzen überschreiten und die Fragen nach Verantwortlichkeiten für koloniale Schäden in der Beziehung zwischen Europa und Südostasien stellen. Aus diesem Grund zeigen wir nicht nur Filme aus der Region, sondern auch in Europa produzierte diasporische Perspektiven.

un.thai.tled vereint Künstler*innen und Kreative aus Thailand und mit thailändischem diasporischen Hintergrund. Das Kollektiv kuratiert Kino- und Kulturveranstaltungen, in denen Stereotype gebrochen werden, die Thailand und Südostasien betreffen. un.thai.tled steht für den Widerstand gegen das Unsichtbarmachen aber auch gegen Labels und Fremdzuschreibungen

2021Integrationsgemeinschaft ausländischer Erwerbstätiger (IAE e. V.), ChemnitzArbeitswelt von Morgen IIBRD
Projektsumme: 11338,48 €
Fördersumme: 8000,00 €
iaeev.de/current/

Arbeitswelt von Morgen II

Die Ausgangslage unseres Projektes bezog sich auf den Umstand, dass Migration nach Europa weiterhin anhält und dementsprechend die Arbeitswelt der Zukunft durch stärkere Diversität gekennzeichnet ist. Somit war eine Beschäftigung mit Rassismus und Interkulturalität dringend notwendig. Die Herausforderungen von Morgen sind schon heute als ökologische, soziale und ökonomische Probleme sichtbar. Ebenso gehen wir davon aus, dass die Arbeitswelt von Morgen noch stärker durch einen globalen Nachhaltigkeitsgedanken geprägt sein wird.

Über verschiedene Aspekte einer nachhaltigen Wirtschaft und Arbeitswelt konnten wir mit den Teilnehmenden innerhalb von zwölf Projekttagen selbst nachdenken und gemeinsam diskutieren. Die Schülerinnen, Auszubildinnen und Studierenden konnten so ihre eigenen Gedanken zur Arbeitswelt der Zukunft entwickeln, Zukunftsängste abbauen und sich für neue Ideen öffnen. Dabei fokussierten wir die konkreten Ausbildungsberufe der Teilnehmenden, nahmen sie als junge Erwachsene sehr ernst und beförderten die Partizipation durch interaktive und abwechslungsreiche Methoden.

2021Diakonisches Werk Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland e. V., Halle / S.Being a Women - Health, Rights and Sexuality of Women around the WorldBRD
Projektsumme: 4903,46 €
Fördersumme: 3930,00 €
www.diakonie-mitteldeutschland.de

Being a Women - Health, Rights and Sexuality of Women around the World

Vom 05.-07.11.21 fand in der Villa Böckelmann in Magdeburg Ottersleben ein STUBE Ost Seminar nur für Frauen statt. In diesem Seminar hatten die Frauen in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit den Fragen nachzugehen, was es bedeutet, in verschiedenen Teilen der Welt Frau zu sein. Mit welchen Anforderungen, Mythen und Erwartungen sind Mädchen und Frauen in verschiedenen Gesellschaften konfrontiert? Wie ist der Zugang zu sexueller Bildung, Verhütungsmitteln und wie sieht es mit Frauenrechten aus? Wie kann gleichberechtigte Teilhabe aller Geschlechter weltweit gelingen?

Ziel des Seminars war, neben der reinen Wissensvermittlung, der Austausch zwischen den unterschiedlichen Kulturen. Durch die Teilnahme einiger deutscher Studentinnen entstanden sehr gute Süd-Nord-Beziehungen.

2021Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinSDG-Fachgespräche und verbesserte Kommunikation mit NRO/Antragsteller*innenBRD
Projektsumme: 8500,00 €
Fördersumme: 8500,00 €

SDG-Fachgespräche und verbesserte Kommunikation mit NRO/Antragsteller*innen

2021 werden wir zwei Fachgespräche veranstalten. Die Inhalte der Fachgespräche stehen gegenwärtig noch nicht fest. Je nach Bedarf finden die Fachgespräche im Stiftung-Veranstaltungsraum oder im Haus der Demokratie statt. Darüber hinaus wollen wir im Rahmen des neuen SDG-Förderprogramms die NRO-Erreichbarkeit für das Programm verbessern. Unter anderem planen wir hierzu, ein Webinar und drei Erklär-Videos 2021 zu produzieren.

2021Verein zur Förderung innovativer Wohn- und Lebensformen e. V., PotsdamFairkehrte WeltBRD
Projektsumme: 5555,00 €
Fördersumme: 4155,00 €
www.inwole.de

Fairkehrte Welt

In unserem Projekt "Fairkehrte Welt" wollen wir uns unter dem Motto "Global denken-Lokal Handeln" mit den TeilnehmerInnen auf Entdeckungstour in Potsdam begeben, welche regionalen Akteure heute schon an einer gerechteren und fairen Welt für alle, mitarbeiten und so die 17 Nachhaltigkeitsziele vor Ort umsetzen. Dabei wollen wir verschiedene Lebensbereiche wie Arbeit, Verkehr, Reisen oder Konsum unter die Lupe nehmen, eigenes Verhalten im Austausch mit anderen Teilnehmern beleuchten und zusammen die globalen Auswirkungen unseres Handelns zusammen herausfinden. Am Ende steht eine vielfältig nutzbare digitale und reale Stadtrallye zu "Lokalen Helden". In einem weiteren Schritt wollen wir ein Stationen Informationssystem (QR-Code) für die Öffentlichkeit erarbeiten, um ein schnelles informieren über die jeweiligen Orte direkt vor Ort zu ermöglichen. Außerdem wollen wir die ersten Orte damit und anderen Informationen öffentlich markieren – mit dem QR-Code, mit Infotafeln, mit Projektangeboten. Alle diese Informationen wollen wir kartieren. Dazu nutzen wir unsere bereits vorhandene Webseite www.bne-brandenburg.de
Am Ende möchten wir mit den TeilnehmerInnen unsere Routen und fairen Orte in Form einer nachhaltigen Stadtrallye per Rad/Fuß gemeinsam erkunden und damit ausprobieren. Auf unserer Tour können wir Eine-Welt-Läden, das Büro für Kinderarmut, Koordinationsbüro für Chancengleichheit, aber auch Repaircafes und SoLaWis, faire Textilunternehmen oder entwicklungspolitische Bildungsinitiativen wie Balanca oder Venrob besuchen. In weiteren Teilen kann dieses spannende Projekt beliebig ausgebaut werden: Weitere Stationen, konkrete Touren zu bestimmten Nachhaltigkeitsthemen, Entwicklung von Workshops und Projekten an den einzelnen Stationen, Entwicklung des Netzwerkes u.v.m.

2021ElJoJoFe e. V., JenaErreichung der SDG-Ziele durch die Diskussion über den ABS-Zugang zu genetischen Ressourcen und den Vorteilsausgleich mit den Verbrauchern in DeutschlandBRD
Projektsumme: 8701,23 €
Fördersumme: 5950,00 €
www.eljojofe.org/

Erreichung der SDG-Ziele durch die Diskussion über den ABS-Zugang zu genetischen Ressourcen und den Vorteilsausgleich mit den Verbrauchern in Deutschland

Nachhaltiger Konsum und die Bereitschaft, höhere Preise für nachhaltig erzeugte Produkte zu zahlen, sind Schlüsselmechanismen zur Verbesserung des Lebensstandards, ohne den Ressourcenbedarf künftiger Generationen zu gefährden. Informationen und Diskussionen über die SDG-Ziele zielen darauf ab, die Verantwortung zu teilen und das Wirtschaftswachstum von der Umweltzerstörung abzukoppeln, die Ressourceneffizienz zu erhöhen und einen nachhaltigeren Lebensstil zu fördern. Die Umsetzung von SDG 1, 2 und 3 ist mit der Umsetzung in Äthiopien oder andere Erzeugerländer von SDG 12 verknüpft. Wenn die Gemeinden in Äthiopien, die den Wald und die Biosphärenreservate schützen, keinen guten Preis für ihre Produkte bekommen, dann ist das ein Problem. Die internationale Gemeinschaft wird einen großen Teil unserer natürlichen Ressourcen und unseres Wohlergehens verlieren. Durch das Projekt wird ein direkter Diskussionspartner für die Verbraucher in Deutschland bereitgestellt, um die Verbindung zwischen den SDG-Zielen und dem Zugang zu Rohstoffen zu verstehen, die direkte und tatsächliche Auswirkungen auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden haben. Es bietet den Menschen einen direkten Kontakt mit den Rohstoffen und der Wertschöpfungskette, ebenso mit den Produkten, der Produktion und deren Auswirkungen auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Zusätzlich ermöglicht es jedem Verbraucher sich an der Umsetzung der SDG-Ziele zu beteiligen und eine Entscheidung zu treffen, die auf dem Verständnis der Auswirkungen seines Handelns auf sein Leben, das Leben der anderen, aber auch das Leben der folgenden Generationen und die Zukunft unserer Umwelt beruhen.

2021Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinEntwicklungspolitik to go – in Brandenburg oder M-V. Entwicklungspolitische Beiträge für eine nicht-rassistische Gesellschaft!BRD
Projektsumme: 10000,00 €
Fördersumme: 10000,00 €

Entwicklungspolitik to go – in Brandenburg oder M-V. Entwicklungspolitische Beiträge für eine nicht-rassistische Gesellschaft!

Der Fokus von „epol to go“ soll inhaltlich stärker auf die relevanten Anknüpfungspunkte an die Nachhaltigkeitsziele und global-lokale Verantwortung für die Umsetzung der Agenda 2030 gesetzt werden. Das Format der zweitägigen Tagung und die Kooperation mit einem Landesnetzwerk (2021 Brandenburg oder M-V) wird weiterhin als gut und tragfähig für einen regionalen entwicklungspolitischen Dialog angesehen. Die zurückliegenden Jahre von epol to go haben gezeigt, dass es für Landesnetzwerke und ostdeutsche NRO günstig ist, einen Ort zu haben, an dem zwei Tage über entwicklungspolitische Inhalte diskutiert wird, lokale und landesweite Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik anwesend sind und andere zivilgesellschaftliche Kräfte erreicht werden. Das konkrete Thema für die Tagung 2021 wird in Absprache mit dem verantwortlichen Landesnetzwerk entschieden.

2021Das Afghanistan-Komitee für Frieden und Wiederaufbau und Kultur e. V., BerlinAfghanistan 2021 – Von der Terrorbekämpfung zur nachhaltigen Entwicklung?BRD
Projektsumme: 2711,60 €
Fördersumme: 2155,00 €
www.facebook.com/afghanistankomiteeberlin

Afghanistan 2021 – Von der Terrorbekämpfung zur nachhaltigen Entwicklung?

Die Machtübernahme in Afghanistan durch die Taliban am 15. 8. 2021 nach dem überstürzten Abzug der Truppen der USA und ihrer Verbündeten stellt die Afghanistan-Politik der USA, der übrigen beteiligten NATO-Staaten vor außerordentliche Herausforderungen. Entscheidend ist ein problemorientiertes Vorgehen aller Beteiligten. Deutschland kann zu dem in der Formulierung des Titels des vorliegenden Projekts angesprochenen notwendigen und zu einem wesentlichen Teil sicher schon zu spät kommenden, aber trotzdem noch Zukunftsperspektiven für das geschundene Land eröffnenden Strategiewechsel von der Terrorbekämpfung zur nachhaltigen Entwicklung wichtige Beiträge leisten.

Das Ziel des Projektes ist es daher, durch eine aus Vorträgen und einer Podiumsdiskussion bestehende Konferenz im öffentlichen und politischen Raum für Multiplikatorinnen, Bürgerinnen und Afghan*innen einen Beitrag zur Diskussion der friedenspolitischen Entwicklung Afghanistans im deutschsprachigen Raum zu leisten. Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf der Veranschaulichung der globalen, regionalen und lokalen Verflechtungen des Afghanistankonflikts, auf der Analyse von Ursachen und Folgen der Armut und Konflikte in Afghanistan sowie auf der Sensibilisierung und Schärfung des Bewusstseins im deutschsprachigen Raum für die ungleiche Verteilung von Ressourcen in Afghanistans und die mangelnde Beachtung afghanischer Stimmen im bisherigen Konflikt- und Entwicklungsverlaufs. Dabei stehen mehrere Nachhaltigkeitsziele (SDGs) im Zentrum der Veranstaltung, insbesondere Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (SDG 16). Aufgrund der derzeitigen Lage in Afghanistan werden ebenfalls die humanitäre Situation der Menschen vor Ort und damit verbundene SDGs (1 bis 6) problematisiert.

2021FreundInnen- und Förderkreis Arbeits- und Studienaufenthalte (ASA) in Afrika, Asien und Lateinamerika (ASA-FF) e. V., ChemnitzGlobal Health und Mental Resilience – Regionale und globale Perspektiven auf Gesundheit und WohlergehenBRD
Projektsumme: 7409,63 €
Fördersumme: 3000,00 €
www.asa-ff.de

Global Health und Mental Resilience – Regionale und globale Perspektiven auf Gesundheit und Wohlergehen

Die umgesetzte Maßnahme bestand im Kern aus einem dreitägigen Camp im Gästehaus Teupitz in Brandenburg mit knapp 30 Teilnehmenden. Das Selbstversorgerhaus mit großen Grundstück bot dabei Raum für inhaltlich-theoretischen und praktischen Input zum Thema, sowie Raum für die Reflexion und Diskussion eigener Erfahrungen im Kontext. Neben den im vorhinein für Inputs kontaktierten Referierenden, bestand der Raum für die Teilnehmenden eigene Impulse in der Gruppe aufzugreifen und zu vertiefen. Hierbei kamen Themen wie “Spiritualität und Aktivismus” oder “gesunde Stadtentwicklung” auf. In Kürze lässt sich sagen, dass die Maßnahme als Multiplikatorinnen-Camp konzipiert ist, und dabei Raum für die spontane inhaltliche Partizipation und Vertiefung, ausgehend von dem Wissen und der Interessenlage der Teilnehmerinnen, lässt.

2021NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Berlin e. V., BerlinUmweltzerstörung und Korruption in Übersee und was tun wir?BRD
Projektsumme: 2290,75 €
Fördersumme: 1730,00 €
www.naturfreunde-berlin.de

Umweltzerstörung und Korruption in Übersee und was tun wir?

Die Maßnahme bestand aus drei Online – Veranstaltungen zu den Themen Wasserkraft – eine saubere Energie?, Korruption und Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidigerinnen. Alle Veranstaltungen wurden mit je zwei Referentinnen durchgeführt, jeweils eine Person aus Honduras und eine aus Deutschland. In den Veranstaltungen wurden die Themen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Die konkreten Beispiele aus Honduras wurden durch Beispiele aus Deutschland und mit allgemeineren Betrachtungen der Themen ergänzt. Alle Veranstaltungen fanden mit Übersetzung statt und richteten sich an Interessierte und Engagierte Menschen.

2021ZAK - ZukunftsAkademie Leipzig e. V., LeipzigZukunftsbrücken – SDGs für neue Zielgruppen erschließenBRD
Projektsumme: 8213,00 €
Fördersumme: 6000,00 €
www.zukunftsakademie-leipzig.de

Zukunftsbrücken – SDGs für neue Zielgruppen erschließen

Mit dem Projekt "Zukunftsbrücken" möchten wir Akteuren und Akteurinnen aus der Jugendarbeit, der kulturellen Bildung und der Integrationsarbeit die 17 Nachhaltigkeitsziele und das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung näher bringen. Wichtig ist uns, die Einbettung in den globalen Kontext und die Nord-Süd-Verflechtungen zu thematisieren und diese Themen in den spezifischen Arbeitskontext der non-formalen Bildung der genannten Bereiche zu integrieren.

Der erste Teil des Projekts umfasst die Entwicklung von spezifischem Informationsmaterial in Form eines Flyers für die verschiedenen Zielgruppen. Der Flyer beinhaltet folgende Informationen: Was sind die 17 SDGs/Agenda 2030/BNE? Was hat das mit meiner Arbeit zu tun? Wie kann ich konkret anfangen? Wo finde ich weitere Informationen und AnsprechpartnerInnen?

Im zweiten Projektteil sollen Veranstaltungen für und mit Akteur:innen durchgeführt werden. Pro Zielgruppe sind 2-3 (inhaltlich gleiche) Veranstaltungen geplant (in Präsenz oder ggf. auch digital). Im Rahmen von Halbtags- Workshops soll ein niedrigschwelliger und praxisorientierter Einstieg in das Themenfeld erfolgen. Ziel ist, die Teilnehmenden für die Thematik zu interessieren, Bezüge und Relevanz für das eigene Tätigkeitsfeld aufzuzeigen und erste Umsetzungsideen an die Hand zu geben. Die Teilnehmenden erhalten vor Ort die Möglichkeit, Materialien und Spiele kennenzulernen. Sie können sich mit Teilnehmenden aus ähnlichen beruflichen Kontexten austauschen und vernetzen und im besten Fall in unser Netzwerk und fortlaufende Angebote wie z.B. den BNE-Stammtisch integriert werden.

2021Initiative Perspektivwechsel e. V., BerlinAuf den Spuren des Widerstandes gegen RassismusBRD
Projektsumme: 81810,86 €
Fördersumme: 13500,00 €
www.initiative-perspektivwechsel.org

Auf den Spuren des Widerstandes gegen Rassismus

„Auf den Spuren des Widerstands gegen Rassismus“ ist ein entwicklungspolitisches Bildungsprojekt, das sich mit Kolonialrassismus und seinen Auswirkungen bis heute beschäftigt. Am Beispiel unterschiedlicher antikolonialer Widerstandsbewegungen in der ehemaligen deutschen Kolonie Kamerun werden gegenwärtige globale Machtverhältnisse zu ihren historischen Ursprüngen in Bezug gesetzt. Die Ereignisse werden an Hand unterschiedlicher historischer Quellen diskutiert und aus verschiedenen Blickwinkeln vorgestellt. Menschen werden ermutigt, ihre eigene Position in der globalisierten Welt zu reflektieren, Machtverhältnisse zu diskutieren und sich aktiv gegen globale Ausbeutungsverhältnisse zu positionieren.

Das Projekt basiert auf fünf Säulen: (1) Comic „Widerstand“. Er stellt historische und gegenwärtige antikoloniale Widerstandsbewegungen aus Kamerun vor und wird bundesweit als Bildungsmaterial verbreitet. (2) Workshops für SchülerInnen ab der 9. Klasse in diversen Schultypen in Berlin und Brandenburg und für Süd-Freiwillige. (3) Online-Fortbildungen für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende. (4) Wanderausstellung „Zwischen Petition und Rebellion“. In vier Modulen präsentiert die Ausstellung die Inhalte des Comics, u.a. anhand von Hör- und Videostationen sowie interaktiven Diskussionswänden. (5) Digitales Lernangebot für Lehrkräfte und Schüler*innen.

Projektziele: Mehr Menschen verstehen die kolonialhistorischen Ursprünge der globalen Machtverhältnisse, die die globalisierte Welt heute prägen. Sie wissen um den vielfältigen Widerstand von Menschen im globalen Süden bzw. in Kamerun, einem Land, das 35 Jahre lang deutsche Kolonie war. Mehr Menschen kennen Geschichten aus dem globalen Süden, in deren Mittelpunkt handlungsfähige, wehrhafte Akteur*innen stehen.

Junge Menschen ab 15, Lehrkräfte/Lehramtsstudierende, Süd-Nord-Freiwillige und junge Multiplikator*innen aus der afrikanischen Diaspora haben ihr historisches Wissen um Kolonialgeschichte und antikolonialen Widerstand erweitert. Sie können koloniale Kontinuitäten erkennen und sie in den globalen Kontext setzen. Sie können eine eigene Position zum Thema entwickeln. Sie sind ermutigt, Verantwortung zu übernehmen und sich zivilgesellschaftlich zu engagieren. Sie reflektieren ihre Bilder und ihre Wahrnehmungen von Menschen im globalen Süden und von Menschen Afrikanischer Abstammung im globalen Norden.

Lehrkräfte/Lehramtsstudierende sind in der Lage, vertrauensvoll und verantwortungsbewusst mit dem Thema Kolonialismus und koloniale Kontinuitäten im Schulunterricht umzugehen. Sie kennen qualitative Bildungsmaterialien und Methoden, die sie in ihrem Unterricht anwenden können.

2021Räume eröffnen e. V., BrückWorkshop-Tage 2021 für eine nachhaltige EntwicklungBRD
Projektsumme: 8549,40 €
Fördersumme: 5500,00 €
raeume-eroeffnen.org

Workshop-Tage 2021 für eine nachhaltige Entwicklung

Im Rahmen dieser Bildungsveranstaltung gab es an drei Tagen ein partizipatives Workshop-Programm für eine global nachhaltige Zukunft: Zusammen mit 40 jungen Erwachsenen und Multiplikator*innen konnte ein vielfältiges Workshop-Programm durchgeführt werden. Inhaltlicher Fokus waren die Sustainable Development Goals der UN, insbesondere SDG 12 - nachhaltiger Konsum und Produktion, SDG 15 - Leben an Land, SDG 5 -Gleichstellung der Geschlechter sowie SDG 16 - Friedliche und inklusive Gesellschaften. Trotz des strengen Hygienekonzeptes konnten die Workshops durch ein ansprechendes Rahmenprogramm mit vielen Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten begleitet werden.

2021goals connect e. V., Saalburg-Ebersdorf„Zukunft is(s)t smart“ – Verstetigungs-Workshop 2021 und NachholtermineBRD
Projektsumme: 13779,50 €
Fördersumme: 8810,00 €
www.goalsconnect.de

„Zukunft is(s)t smart“ – Verstetigungs-Workshop 2021 und Nachholtermine

„Zukunft is(s)t smart“ ist ein Bildungsmodul für Schüler*innen (SuS) ab Klassenstufe 7, das Zusammenhänge zwischen Ernährung und Nachhaltigkeit greifbar macht und jungen Menschen den Weg zu einem verantwortungsvollen Verhalten ebnet. Im Fokus steht dabei der Lebensmittelkonsum in Ländern des globalen Nordens und die damit verbundenen (un)mittelbaren Auswirkungen auf den globalen Süden. Durch praxisnahe und zielgruppenorientierte Inhalte und Methoden werden alternative Entscheidungs- und Handlungskompetenzen vermittelt. Die SuS erreichen durch den Projekttag ein Bewusstsein für die eigene Selbstwirksamkeit und lernen, welche vielfältigen Chancen (z.B. Fairer Handel, Ressourcenschonung, usw.) in nachhaltiger Ernährung stecken. Im Jahr 2021 wurden 25 Workshops in fünf Bundesländern durchgeführt.

2021ePi-zentrum e. V., FreibergÖkosoziale VortragsreiheBRD
Projektsumme: 3810,00 €
Fördersumme: 2560,00 €
www.epi-zentrum-fg.de

Ökosoziale Vortragsreihe

Der Verein ePi-Zentrum e.V. möchte zusammen mit seinen ProjektpartnerInnen eine 7-teilige Vortragsreihe zu entwicklungspolitischen Themen organisieren. Die aktuelle Situation ist für Bildungsarbeit äußerst schwierig und entwicklungspolitische Diskussionen finden auf lokaler Ebene kaum noch statt. Wir möchten dies ändern, indem wir an die positiven Erfahrungen unserer ProjektpartnerInnen anknüpfen und deren bisherige Arbeit verstätigen. Ein besonderes Ziel ist es dabei Zielgruppen im ländlichen Raum die Möglichkeit zu bieten an Veranstaltungen zu partizipieren, von denen sie bislang weitestgehend ausgeschlossen waren. Auch wollen wir entwicklungspolitischen Akteuren im ländlichen Raum in der aktuellen Situation die Chance bieten, mit ihren Inhalten gehört zu werden.

2021Peace Foundation e. V., ErfurtAsrkari Satyagraha: Eine Initiative für eine gewaltfreie und wohlhabende Ökonomie mit dem Ziel der Beseitigung extremer Armut nach dem Leitbild der Agenda 2030BRD
Projektsumme: 6600,00 €
Fördersumme: 5000,00 €
www.peace-is-the-path.org

Asrkari Satyagraha: Eine Initiative für eine gewaltfreie und wohlhabende Ökonomie mit dem Ziel der Beseitigung extremer Armut nach dem Leitbild der Agenda 2030

Sowohl die Beendigung der extremen Armut als auch die Verringerung der Ungleichheit innerhalb und zwischen den Ländern sind Ziele innerhalb der Agenda der UN für nachhaltige Entwicklung bis 2030 (SDG 2030). Die Bedeutung dieser beiden Ziele spiegelt sich auch in der übergreifenden Vision der Agenda wider, nämlich niemanden zurückzulassen. Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich zeigt deutlich, dass sich extreme Armut nicht von allein lösen wird, sondern Armutsreduktion komplexe Maßnahmen und Konzepte benötigt, um erfolgreich zu sein. Armut hat viele Dimensionen. Sie berührt wirtschaftliche Faktoren wie Einkommen, Zugang zu Bildung und medizinischer Grundversorgung, demokratische Selbstbestimmung und Partizipation und beeinträchtigt den eigenen Status und die eigene Würde.

Das Ziel des Projektes ist es ein Bewusstsein über die aktuelle Wirtschafskrise und extreme Armut mit Blick auf die SDG 2030 zu schaffen und Freiwillige insbesondere im globalen Norden einzuladen, deren Zusammenhang, Verbindung und Beziehung mit dem globalen Süden zu erkennen. Im Fokus steht die gemeinsame Entwicklung von konkreten Strategien für Projekte sowohl in globalen Norden als auch in globalen Süden. Der niedrigschwellige Zugang zu dieser Auseinandersetzung mit den wirtschaftlichen Herausforderungen bildet die Voraussetzung dafür, dass sich alle in die Strategieplanung einbringen und individuelle Handlungsspielräume erkennen können. Durch diesen partizipativen Prozess sollen die Teilnehmenden in die Sitrategieplanung einbringen und individuelle Handlungsspielräume erkennen können. Durch diesen partizipativen Prozess sollen die Teilnehmenden in die Situation versetzt werden individuell handlungsfähig zu sein und eigene Wissensbestände und Kompetenzen mit einzubringen.

2021YOUR ART BEAT e. V., BerlinAnders & gleich. Covid-19 in Subsahara Afrika: Einsichten und ErkenntnisseBRD
Projektsumme: 13200,00 €
Fördersumme: 9800,00 €
www.yourartbeat.net

Anders & gleich. Covid-19 in Subsahara Afrika: Einsichten und Erkenntnisse

Anders & gleich - Begleitprogramm zu einer Ausstellung. Die Ausstellung „#ensemble – Pandemic Voices and Views from Subsaharan Africa“, die auf den gleichnamigen Preis rekurriert, der im Frühjahr 2021 von SABAA.edcuation ausgeschrieben wurde und die zu Beginn 2022 online stattfinden wird, wird von einem entwicklungspolitisch orientierten themenspezifischen Begleitprogramm unterstützt und ergänzt. Was wissen „wir“ in Deutschland über die Auswirkungen und die Einstellungen zu der Covid-19-Pandemie in afrikanischen Ländern südlich der Sahara? Your Art Beat e.V. plant für diese Ausstellung ein Begleitprogramm, das die entwicklungspolitisch relevanten Aspekte der globalen und spezifischen Verflechtungen, die Strukturen der Abhängigkeiten und Bezüge zwischen Globalem Norden und Globalem Süden anhand des aktuellen Themas "Corona-Pandemie" beleuchtet. Spezifisch Impfgerechtigkeit; soziale Gerechtigkeit, Gemeinschaft sind Themenkreise, zu denen über das Medium der Kunst und Umsetzungen entwicklungspolitischer Bildung im Kunst-Kontext ein anderer Zugang und eine offene Begegnung möglich werden. Verschiedene Führungen, Diskursabende, Schulbegegnungen Lesungen dienen dem Versuch entsprechende Neugier zu wecken. Das Begleitprogramm soll den entwicklungspolitischen Diskurs in der Gesellschaft befördern und anregen – hierzu werden auch Schulen spezifische Angebote gemacht. Schließlich erlaubt das Begleitprogramm die konkrete und passende Ansprache verschiedener Zielgruppen, um diese zu informieren, zur Auseinandersetzung zu motivieren, Perspektiven zu wechseln, Zusammenhänge zu erkennen und Wertschätzung zu fördern. Der Kontext "Schwarz-Sein in Deutschland" Die Förderung dient der Umsetzung des Begleitprogramms.

2021Kinderhilfe Benoite e. V., BerlinInfo-Veranstaltung der Kinderhilfe Benoite e.V.BRD
Projektsumme: 95,22 €
Fördersumme: 760,00 €
www.kinderhilfebenoite.de

Info-Veranstaltung der Kinderhilfe Benoite e.V.

Es handelte sich um eine Informationsveranstaltung zur Aufklärung über globale Ungleichheiten sowie Chancen der EZ im Bereich der Bildung. Die Veranstaltung ist im YAAM in Berlin stattgefunden und richtete sich an Jugendliche, die sich mit afrikanischer Kultur befassen. Dabei wollten wir das Bewusstsein über die Notwendigkeit einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Entwicklung fördern und diese Zielgruppe in Bezug auf globale Ungleichheiten sensibilisieren. Nach einer Begrüßung des Publikums wurde der Verein kurz präsentiert. Danach fand einen Vortrag der Sozialanthropologin Dr. Sarah Fichtner zum Einfluss von Bildung auf Afrika statt. Darauf folgte ein Kommentar von Jean-Marie Ayikpe, Vorsitzender unseres Vereins. Im Anschluss gab es einen Ausklang mit beninischen Essen und Live-Musik.

2021SOUROU e.V., BerlinCovid 19 und Auswirkung auf SDGsBRD
Projektsumme: 4334,00 €
Fördersumme: 3000,00 €
www.sourou.de

Covid 19 und Auswirkung auf SDGs

Mit den Podiumsdiskussionen 1 und 2 zu den Themen Corona -Pandemie und SDG 1: Auswirkung und Corona -Pandemie und SDG 3: Auswirkung diskutierten wir mit den Teilnehmerinnen über die Auswirkung der Pandemie auf die SDG1 und SDG 3 in den Länder des Globalen Nordens und Südens. Die beiden Referenten berichten anschaulich und exemp¬larisch über die Auswirkungen der Pandemie in Afrika im Fokus Guinea und Kamerun an den Beispielen von Versorgung mit Impfstoffen. So seien in Europa und Nordamerika bis Mitte November auf 100 Menschen im Durchschnitt etwa 68 Impfdosen verfügbar gewesen, in Afrika südlich der Sahara hingegen weniger als zwei. Außerdem macht auch die Corona-Pandemie fast alle Fortschritte auf dem Weg zu den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (SDGs) zunichte. Die Armut in den Ländern des Globalen Südens ist gestiegen.

Wirkung:

  • Die Referenten berichten anschaulich und exemp¬larisch über die Auswirkungen der Pandemie in Guinea und Kamerun an den Beispielen von Versorgung mit Impfstoffen.

  • Einen Überblick über die Pandemie und die Auswirkungen auf SDG 1 und SDG 3 am Beispiele Guinea und Kamerun wurde durch die Beiträge von Referenten geweckt und 10 Teilnehmerinnen tragen sich in ein extra Liste sofort ein und engagieren sich für die Bekämpfung der Armut und eine bessere medizinische Versorgung in beiden Ländern.

2 / 3