Geförderte Projekte im SDG-Fonds

Es werden nachfolgend die im SDG-Fonds geförderten Projekte des vergangenen Programm-Zyklus dargestellt. Aktuell im SDG-Fonds geförderte Projekte finden Sie auf der Gesamtübersicht aller durch die Stiftung geförderten Projekte im Hauptmenü unter Geförderte Projekte.

JahrInstitutionTitelLandFinanzenHomepage
2022Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinSDG-Fachgespräche und verbesserte Kommunikation mit NRO/Antragsteller*innenBRD
Projektsumme: 11500,00 €
Fördersumme: 11500,00 €

SDG-Fachgespräche und verbesserte Kommunikation mit NRO/Antragsteller*innen

2022 werden wir wiederum zwei Fachgespräche veranstalten. Die Inhalte der Fachgespräche stehen gegenwärtig noch nicht fest. Je nach Bedarf finden die Fachgespräche im Stiftung-Veranstaltungsraum, im Berlin Global Village, im Haus der Demokratie oder digital statt. Darüber hinaus wollen wir im Rahmen des laufenden SDG-Förderprogramms die NRO-Erreichbarkeit für das Programm verbessern. Hierzu planen wir weitere Webinare und Erklär-Videos 2022 zu produzieren.

2022Das Afghanistan-Komitee für Frieden und Wiederaufbau und Kultur e. V., BerlinProgramm: Der Hindukusch liegt nicht nur in AfghanistanBRD
Projektsumme: 11580,77 €
Fördersumme: 8735,00 €
www.facebook.com/afghanistankomiteeberlin

Programm: Der Hindukusch liegt nicht nur in Afghanistan

Das Projekt bestand aus zwei Maßnahmen. Einerseits rahmte und begleitete die Fotoausstellung und Videovorführung „Her Dream, Her Pain: Depicted and Quoted" einer in Berlin lebenden afghanischen Feministin und Fotografin die einzelnen Veranstaltungen der Diskussions- und Informationsreihe, die zwischen März und Juni 2022 stattfanden.

Andererseits thematisierte diese Diskussions- und Informationsreihe in insgesamt drei Veranstaltungen drei Themenblöcke: Frauen unter den Taliban, Menschenrechte im Exil und Friedensoptionen in Afghanistan durch regionale Stabilisierung.

2022Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinEntwicklungspolitik to go – in Brandenburg. Entwicklungspolitische Beiträge für eine nicht-rassistische Gesellschaft!BRD
Projektsumme: 10000,00 €
Fördersumme: 10000,00 €

Entwicklungspolitik to go – in Brandenburg. Entwicklungspolitische Beiträge für eine nicht-rassistische Gesellschaft!

Der Fokus von „epol to go“ soll inhaltlich stärker auf die relevanten Anknüpfungspunkte an die Nachhaltigkeitsziele und global-lokale Verantwortung für die Umsetzung der Agenda 2030 gesetzt werden. Die zurückliegenden Jahre von epol to go haben gezeigt, dass es für Landesnetzwerke und ostdeutsche NRO günstig ist, einen Ort zu haben, an dem zwei Tage über entwicklungspolitische Inhalte diskutiert wird, lokale und landesweite Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik anwesend sind und andere zivilgesellschaftliche Kräfte erreicht werden. Die zweitägige Tagung wird 2022 in Kooperation mit dem VENROB erfolgen. Ein konkretes Thema gibt es noch nicht, der Zeitpunkt wird die 2. Jahreshälfte sein.

2022Global New Generation Berlin e. V., BerlinWasser marsch! - Global lernen zum Thema WasserBRD
Projektsumme: 20300,00 €
Fördersumme: 10000,00 €
www.gngberlin.de

Wasser marsch! - Global lernen zum Thema Wasser

Im Projekt "Wasser marsch!" beschäftigt sich eine Gruppe aus 35 Kindern und Jugendlichen sowie15 Erwachsenen im Rahmen eines Sommercamps 10 Tage lang eingehend mit der Ressource Wasser. Anhand von verschiedenen altersgerechten Workshops lernen sie den Kreislauf des Wassers kennen, beschäftigen sich mit Wasserknappheit, der Bedeutung der Ozeane und deren Verschmutzung und erarbeiten gemeinsam Wege, um auf individueller und kommunaler Ebene Probleme wie Wasserverschmutzung und -verschwendung entgegenzuwirken und dafür zu sensibilisieren. Im Nachgang werden die gesammelten Informationen für eine breite Öffentlichkeit in Form von interaktiven Lernfeldern zugänglich gemacht.

SDG 5 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen SDG 14 - Leben unter Wasser SDG 13 - Maßnahmen zum Klimaschutz

2022NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Berlin e. V., BerlinAktiv für Klimagerechtigkeit – gemeinsam und globalBRD
Projektsumme: 4450,00 €
Fördersumme: 3330,00 €
www.naturfreunde-berlin.de

Aktiv für Klimagerechtigkeit – gemeinsam und global

Klimagerechtigkeit rückt immer mehr in den Fokus von öffentlichen Debatten. Doch für viele Menschen bleibt sie abstrakt. Was verstehen wir unter Klimagerechtigkeit? Welche Konzepte liegen dem Begriff zu Grunde? Welches sind die Auswirkungen von Klimaungerechtigkeiten? Wie können wir zu mehr Klimagerechtigkeit beitragen?

Mit zunehmenden Naturkatastrophen und veränderten Wetterlagen ist Klimawandel auch hierzulande erfahrbar geworden und gewinnt an Medienöffentlichkeit. Gleichzeitig geraten dann die weit verheerenderen Auswirkungen des Klimawandels im globalen Süden häufig in der öffentlichen Wahrnehmung aus dem Blick, egal ob aus Zentralamerika, Westafrika oder einer anderen Süd-Region. Und wenn sich der Blick auf die Folgen im globalen Süden richtet, werden in den häufigsten Fällen die Auswirkungen und Zerstörungen thematisiert, aber nicht genügend das Engagement und die Aktivitäten der Menschen vor Ort, die oft mit geringen Ressourcen innovative Projekte ins Leben rufen. Menschen im globalen Süden und globalen Norden sind gemeinsam von fortschreitenden Klimawandel betroffen. Doch im globalen Süden sind Menschen schon lange viel direkter mit den Folgen konfrontiert. Ziel des Projektes ist, verschiedene innovative Projekte aus dem globalen Süden kennenzulernen und daraus gemeinsame Handlungsstrategien für das Engagement gegen den Klimawandel zu diskutieren. In drei Online-Veranstaltungen sollen Interessierte informiert werden, wie Menschen in ausgewählten Ländern des globalen Südens sich für eine Klimagerechtigkeit stark machen. In einem Workshop werden Interessierte mit dem Konzept von Klimagerechtigkeit vertraut gemacht und sie werden selbst Aktivitäten erarbeiten, wie sie sich in ihrer Umgebung einbringen können.

2022Diakonisches Werk Teltow-Fläming e. V., JüterbogFaire Schule in BrandenburgBRD
Projektsumme: 33000,00 €
Fördersumme: 15000,00 €
www.dw-tf.de

Faire Schule in Brandenburg

„Faire Schule“ ist ein Schulentwicklungsprogramm, das Nachhaltigkeit als Aufgabe der ganzen Schule in den Blick nimmt. Es fördert und würdigt Aktivitäten in den Bereichen Globales Lernen, ökologische Verantwortung und Demokratische Schulkultur. Es eignet sich für alle Schulformen und Jahrgangsstufen. Der Zeitrahmen ist frei wählbar, überstreckt sich idealerweise jedoch über ein Jahr. Die Auszeichnung als „Faire Schule“ ist befristet auf zwei Jahre. Ziel ist es, das Globale Lernen im Schulprogramm zu verankern. Dafür werden verschiedene Aktivitäten auf den Ebenen Unterrichtsgestaltung, soziales Miteinander und Beschaffungspraxis entwickelt, die Nachhaltigkeit aus entwicklungspolitischer Sicht thematisieren, erfahrbar machen und praktisch umsetzen. Die Projektaktivitäten werden auf allen Ebenen (Schulleitung, Lehrkräfte, SchülerInnen, Eltern) umgesetzt, von Öffentlichkeitsarbeit begleitet und abschließend durch die Auszeichnung als „Faire Schule“ belohnt. Koordiniert wird der Prozess von der möglichst heterogen besetzten Faire-Schule-AG, die sich ungefähr alle sechs Wochen trifft und bei Bedarf externe KooperationspartnerInnen einlädt. In diesem Projekt wird eine intensive Prozessbegleitung kostenlos angeboten, die die Arbeit der AG durch Informationen, Vernetzung, Fortbildungen, Reflexion und ihre praktische Erfahrung unterstützen kann. Inhaltlich ausgestaltet wird die Arbeit des Projekts durch einen quartalsweise erscheinenden Newsletter und vier konkrete Vorschläge zur Umsetzung des Whole School Approachs zu Schwerpunktthemen des Globalen Lernens.

2022Diakonisches Werk Teltow-Fläming e. V., JüterbogEine-Welt-Arbeit im Süden BrandenburgsBRD
Projektsumme: 33000,00 €
Fördersumme: 15000,00 €
www.dw-tf.de

Eine-Welt-Arbeit im Süden Brandenburgs

Wir schaffen (Bildungs-)Gelegenheiten, um mit Menschen im Süden Brandenburgs über entwicklungspolitische Themen und Fragen nach der Gestaltung einer nachhaltigen und gerechten Welt ins Gespräch zu kommen. Ziel unserer Arbeit ist es Menschen dafür zu gewinnen, ihr Handeln an der globalen Verantwortung zu orientieren und selbst für politische Veränderungen im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung aktiv zu werden. In der Ansprache von Zielgruppen stellen wir bewusst Sinnzusammenhänge zwischen den Lebensverhältnissen der Menschen vor Ort und den Themen der Nachhaltigen Entwicklung her. Wir konzipieren Formate, die die Lebenswirklichkeit der Menschen hier im Spiegel der globalen Auswirkungen betrachtet. Wir bieten Handlungsalternativen und bringen Perspektiven aus dem Globalen Süden ein. Wir ermutigen Menschen im Süden Brandenburgs Themen einer global nachhaltigen Entwicklung in ihre Handlungsfelder in Kirchen, Kommunen und Zivilgesellschaft hinein zu tragen. Wir beraten zur Förderung von entwicklungspolitischem Engagement, vernetzen AkteurInnen und Initiativen, die sich für die SDG engagieren, vermitteln Informations- und Bildungsmaterialien für Aktionen, stellen Kontakte zu ReferentInnen für verschiedene Themen des Globalen Lernens her und unterstützen Engagierte bei Konzeption und Durchführung von Informations- und Bildungsangeboten mit SDG-Bezug.

2022World Heritage Watch e. V., BerlinWebinarreihe "Probleme des Welterbes in Entwicklungsländern"BRD
Projektsumme: 1930,00 €
Fördersumme: 1430,00 €
www.world-heritage-watch.org

Webinarreihe "Probleme des Welterbes in Entwicklungsländern"

In diesem Jahr feiert die Welterbekonvention ihr 50. Jubiläum; daher sind vermehrte Berichterstattung über und öffentliches Interesse am Welterbe zu erwarten. Die meisten Journalisten, Politiker, NGOs und LehrerInnen sind jedoch über das Thema nicht gut informiert, und das Bild der Öffentlichkeit vom Welterbe ist durch idealisierende Tourismuswerbung und Expeditionsfilme mit spektakulären Bildern geprägt. Über die tatsächliche Situation der Welterbestätten herrschen daher unzutreffende Vorstellungen, die verhindern, dass die Verantwortlichen dem Problem genügend Aufmerksamkeit schenken. Mit einer dreiteiligen Webinarreihe für die o.g. Zielgruppen wollen wir grundlegende Kenntnisse über die Welterbekonvention und die Bedrohungen von Welterbestätten in Entwicklungsländern vermitteln und damit zu einem realistischeren Bild vom Welterbe in der Öffentlichkeit beitragen. Das Welterbe ist als Unterziel 11.4 Teil der SDGs und damit der internationalen Entwicklungsagenda. Für EL und TL sind Welterbestätten wichtig für ihr nation-building, durch Einkünfte aus dem Tourismus, aber auch für den Erhalt ihrer Biodiversität, ihrer Resilienz gegenüber der Klimakrise und als geschützte Lebensräume indigener Völker. Sie können als Kristallisationskerne regionaler nachhaltiger Entwicklung in ihre weitere Umgebung hinaus wirken. Bedrohungen gehen meist nicht auf mangelnde Erhaltung zurück, sondern auf nichtnachhaltige Projekte, die vom globalen Norden aus initiiert und mit Hilfe korrupter Regierungen realisiert werden. Da Welterbestätten aber entscheidend zum Image von Entwicklungsländern beitragen, verschweigen diese häufig die Probleme oder weigern sich mit Berufung auf ihr Recht auf „Entwicklung“, ihrer Verpflichtung zum Schutz des Welterbes nachzukommen.

2022Diakonisches Werk Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland e. V., Halle / S.Vom Ein- und Wegsperren – Gefängnisse, Menschenrechte und das Recht auf FreiheitBRD
Projektsumme: 11817,00 €
Fördersumme: 8860,00 €
www.diakonie-mitteldeutschland.de

Vom Ein- und Wegsperren – Gefängnisse, Menschenrechte und das Recht auf Freiheit

Die Ungerechtigkeiten und Menschenrechtsverletzungen im Rahmen von Justiz- und Strafsystemen sind weltweit sehr vielseitig. Auch wenn Millionen Menschen in den Gefängnissen der Welt ihrer Freiheit beraubt werden, spricht kaum jemand über sie. Mit der Ferienakademie "Vom Ein- und Wegsperren - Gefängnisse, Menschenrechte und das Recht auf Freiheit" wollen wir dazu beitragen, das Thema in den Mittelpunkt zu rücken und den Blick für das SDG 16 zu schärfen. Überall sollten alle Menschen den gleichen Zugang zur Justiz haben und Rechtsstaatlichkeit muss oberste Priorität sein. Während der Ferienakademie nehmen wir die Situationen und Gegebenheiten in verschiedenen Ländern des Globalen Südens aber auch in Deutschland in den Blick. Wir nähern uns Fragen wie: - Was ist Strafe und warum gibt es Gefängnisse? - Wie sehen Haftverhältnisse in verschiedenen Ländern aus und wie können Menschenrechte im Strafvollzug gut umgesetzt werden? - Welche historischen Dimensionen gibt es? - Welche Denksysteme liegen unserem Verständnis von Schuld, Strafe und dem »Wegsperren hinter Mauern« zugrunde? - Kann man eine Strafe wirklich »absitzen« und wie geht es danach weiter? - Wie kann Rechtsstaatlichkeit gefördert werden?

Während der Akademie erwerben die Teilnehmenden umfangreiche Kenntnisse über das SDG 16 und über Justiz- und Strafsysteme weltweit. Sie lernen Möglichkeiten der positiven Umsetzung von Menschenrechten im Straf- und Gefangenenrecht sowie best-practice-Beispiele (APAC Methode,…) kennen. Sie entwickeln kritisches Reflexionsvermögen im Hinblick auf Rechtsstaatlichkeit und ergründen Möglichkeiten des zivilgesellschaftlichen Engagements.

2022goals connect e. V., Saalburg-EbersdorfBE PART 2.0 - nachhaltig teilhabenBRD
Projektsumme: 39945,00 €
Fördersumme: 15000,00 €
www.goalsconnect.de

BE PART 2.0 - nachhaltig teilhaben

m Rahmen des Projektes „BE PART 2.0 - nachhaltig teilhaben“ werden ca. 15 junge Menschen aus Thüringen zu Multiplikator*innen in entwicklungspolitischen und umweltrelevanten Themenbereichen ausgebildet. Ziel ist, dass sie anschließend in multiplikatorischer Funktion Workshops an Schulen im Sektor Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durchführen können und werden. Die Zusammensetzung der Projektgruppe ist von starker Heterogenität, insbesondere hinsichtlich der sozialen Herkunft, geprägt. Ein Fokus liegt auf der Ansprache von Menschen mit Flucht- u./o. Migrationsgeschichte. Damit steht neben der Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein integrativer Ansatz im Mittelpunkt von BE PART 2.0.

Der innovative Aufbau des Projektes besteht in einer mehrstufigen Herangehensweise. Die oft angesprochene, reine Wissensebene wird dabei durch die Bewusstseinsebene sowie die Handlungsebene ergänzt. Die ca. 15 Teilnehmenden setzen sich zunächst mit eigenen Gefühlen und Werten auseinander. Das schafft ein gutes Zusammengehörigkeitsgefühl und verstärkt emotionale Empathie als notwendige Kompetenz, Wissen authentisch und überzeugend an weitere Zielgruppen vermitteln zu können. Dem folgt die Wissensvermittlung zu den verschiedenen Themenfeldern. So besteht ihre Ausbildungsphase aus zehn aufeinander aufbauenden Bildungsworkshops, die beide Ebenen (Bewusstsein und Wissen) thematisieren. Im Ergebnis sind die Teilnehmenden gut gerüstet, um auf der abschließenden Handlungsebene, der Tätigkeit als Multiplikatorin, durch eigenverantwortlich durchgeführte Bildungsarbeit zu wirken. Im Rahmen von 30 Schulprojekttagen stärken sie Problem- bewusstsein und nachhaltiges Verhalten bei Schülerinnen und übertragen das Erlernte selbstwirksam in die Praxis.

2022Lila Offensive e. V., BerlinOur Bodies Our Voices - globale Kämpfe für und Perspektiven auf reproduktive Gesundheit und GerechtigkeitBRD
Projektsumme: 20703,60 €
Fördersumme: 6000,00 €
www.frauenkreise-berlin.de

Our Bodies Our Voices - globale Kämpfe für und Perspektiven auf reproduktive Gesundheit und Gerechtigkeit

Das Projekt "Our Bodies Our Voices – globale Kämpfe für und Perspektiven auf reproduktive Gesundheit & Gerechtigkeit" besteht aus einer Reihe von Veranstaltungen zu Themen Reproduktiver Gerechtigkeit mit ReferentInnen und KünstlerInnen aus dem globalen Süden. Es vermittelt Kenntnisse über Reproduktive Gerechtigkeit – Begriff, Geschichte, Tragweite, Analyse – und Möglichkeiten der Implementierung aus Perspektiven des globalen Südens. Wir drehen den Blick um und dekonstruieren eurozentrische Narrative. "Our Bodies Our Voices" fördert eine Kenntnis unserer individuellen Position und Situation in globalen Strukturen und in unterschiedlichen patriarchalen Kontexten, und ermöglicht das Sprechen darüber und es stellt konkrete Vernetzung von Multiplikatorinnen der feministischen Arbeit und des feministischen Aktivismus weltweit her. So trägt es bei zu dem Fundament an Wissen und Bewusstsein, das wir für die Unterstützung und Erreichung der Sustainable Development Goals im globalen Norden brauchen - insbesondere bzgl. Geschlechtergerechtigkeit und Gesundheit und Ausgleich zwischen globalem Norden und Süden. Außerdem wird es bleibende Ergebnisse des Projektes geben, einen groovenden Rap-song, das Musikvideo dazu und eine Broschüre, in der die Inputs aus den Veranstaltungen gebündelt werden und mit Zitaten der Teilnehmenden ergänzt werden und illustriert werden. Durch die Verknüpfung der Inhalte mit künstlerisch-kulturellem Ausdruck in Form von Musik und Poesie wirkt der Lerneffekt auch emotional, was eine tiefere Verankerung des Erlernten bewirkt und die Inhalte auch mehr Zielgruppen zugänglich macht.

2022Global Innovation Gathering e. V., BerlinInnovation Global!BRD
Projektsumme: 16250,00 €
Fördersumme: 12200,00 €
www.globalinnovationgathering.org

Innovation Global!

In der deutschen und europäischen Öffentlichkeit hält sich hartnäckig das Bild von Entwicklungszusammenarbeit als Hilfe, von armen Ländern, die auf die Hilfe reicher Länder angewiesen sind. Die Realität ist sehr viel komplexer: Im Hinblick auf sozial-digitale Innovationen sind viele Organisationen im Globalen Süden Vorreiter und wichtige Partner Deutschlands, das mit Bildung, Forschung und Innovationen den Transformationsprozess voranbringen will, der nötig ist, um die Ziele der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) und der Agenda 2030 zu erreichen. Partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist eine der Kernbotschaften (SDG 17 und eines der 5P) der Agenda 2030.

Natürlich ist es wichtig, dass Menschen über Armut und Krisen in der Welt informiert sind, ein differenzierterer Blicks auf die Gesellschaften in Ländern des Globalen Südens ist aber Grundlage für gleichberechtigte Partnerschaften. GIG setzt hierzu beim entwicklungspolitischen Potenzial sozial-digitaler Innovationen (SDG 9) an, die in Ländern des Globalen Südens entwickelt werden und die ein immer wichtiger werdendes Querschnittsthema für die Erreichung aller SDG darstellen. Mit der Unterstützung der Stiftung Nord-Süd Brücken planen wir eine Ausstellung zu Innovationen aus dem Globalen Süden. Die Ausstellung wird durch Workshops und Meetups begleitet, so dass direkte Kontakte zwischen den Besucherinnen der Ausstellung und den Innovatorinnen hinter den Exponaten hergestellt werden. Zusammen mit unseren Kooperationspartnern (verschiedene Innovationsräume und Communities und das re:publica Festival für die digitale Gesellschaft) erreichen wir mit unseren Inhalten sowohl Innovator*innen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, als auch eine breite, interessierte Öffentlichkeit.

2022Wusterwerk e. V., WustermarkSeminar Klimagerechtigkeit – Entwicklung von Ansätzen für zukünftige BildungsarbeitBRD
Projektsumme: 1610,45 €
Fördersumme: 1186,00 €

Seminar Klimagerechtigkeit – Entwicklung von Ansätzen für zukünftige Bildungsarbeit

Innerhalb des Seminars zu Klimagerechtigkeit ging es um die Entwicklung von Ansätzen für zukünftige Bildungsarbeit. Nach der Kennenlernphase und der gemeinsamen Reflexionen von Impulsen zum Thema, entwickelte die Teilnehmendengruppe Kriterien und Schwerpunkte für die geplante Bildungsarbeit und erprobte einige bereits existierende Methoden auf ihre Tauglichkeit und Abwandelbarkeit hin. Im Anschluss wurden in Kleingruppenarbeit und anschließenden Plenumsphasen methodische Ideen zu Schwerpunktthemen entwickelt, an die in geplanten weiteren Tages- und Wochenendseminaren angeknüpft werden soll.

2022fint e. V., RostockTrialog-Tour: Zukunftshandeln MVBRD
Projektsumme: 12410,00 €
Fördersumme: 9110,00 €
www.fint.team

Trialog-Tour: Zukunftshandeln MV

Die Trialog-Tour „Zukunftshandeln MV“ ist eine Veranstaltungsreihe in sechs Landkreisen in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Dach der 2021 gegründeten „Initiative Zukunftshandeln MV“ in Kooperation mit dem Volkshochschulverband Mecklenburg-Vorpommern. Ausgehend vom 2021 von dem vom MV Zukunftsrat vorgelegten Aufbruchsdokument „Unsere Zukunft ist jetzt! Für ein nachhaltiges, digitales und gemeinwohlorientiertes MV“ setzen sich auf den Trialog-Veranstaltungen Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung/Politik und Zivilgesellschaft sektorübergreifend mit den Transformationsbedarfen ihrer Region auseinander. Die Initiative Zukunftshandeln MV insgesamt wie auch das beantragte Vorhaben sind von der Überzeugung getragen, dass der Globale Norden seine Produktions- und Konsummuster umfassend ändern muss, um die negativen sozialen und ökologischen Auswirkungen auf den Globalen Süden zu begrenzen. Das Spektrum der Interdependenzen zwischen Mecklenburg-Vorpommern als einer Region im Globalen Norden und Ländern des Globalen Südens sind dabei sehr vielfältig (Landwirtschaft, Beschaffungswesen, Energiesektor etc.). Über die Veranstaltungen sollen sektorübergreifend Menschen angesprochen werden, die bereits sehen, dass ein Weiter-so nicht länger vertretbar ist, und nach Impulsen suchen, um die Umsetzung bleibender strukturverändernder Vorhaben für eine sozial und ökologisch gerechtes MV umzusetzen.

Die Veranstaltungen werden methodisch so begleitet, dass sich die Akteure in einem sehr interaktiven, kooperativen und kreativen Arbeitsformat auf Augenhöhe begegnen, um (1) sich über das Aufbruchsdokument mit den für die Region spezifischen SDGs auseinanderzusetzen, (2) gemeinsam konkrete Handlungsschritte zu identifizieren und (3) sich zur weiteren Zusammenarbeit zu verabreden.

2022Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt e. V., MagdeburgFair Play Future – spielerisch für eine nachhaltigere WeltBRD
Projektsumme: 19066,00 €
Fördersumme: 8260,00 €
www.kosa21.de

Fair Play Future – spielerisch für eine nachhaltigere Welt

Die 17 Nachhaltigkeitsziele sind in der breiten Bevölkerung kaum bekannt. Wer sich nicht in einer „Nachhaltigkeitsblase“ bewegt oder Zugang zu dieser aufweist, hat von diesen Zielen häufig noch nie gehört. Um das zu ändern, möchten wir mit unseren FairPlayFuture-Workshops in die Lebenswelt von Jugendlichen gehen. Die Umsetzung der 17 Ziele und damit die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen weltweit wirken auf die meisten Menschen als zu große Aufgabe um bewältigt werden zu können. Diese Einschätzung soll unser FairPlayFuture-Workshop revidieren. Jeder kann etwas tun und das ab sofort. Dabei soll der Zusammenhang zwischen globalem Norden und globalem Süden besonders deutlich gemacht werden. Mit Hilfe der Workshops sollen junge Menschen in Schulen, Berufsschulen oder außerschulischen Lernorten niedrigschwellig mit Nachhaltigkeit und den 17 Zielen vertraut gemacht werden. Zum Beispiel über die Methode des FairPlay-Fußball lernen sie so ihre eigene Selbstwirksamkeit kennen und können diese dann in einem gemeinsam entwickelten Nachhaltigkeitsprojekt anwenden. Damit wirken sie auch als Multiplikatoren in ihre Peergroups. Bei Fair Play-Fußball spielen wir mit einem fair produzierten Ball, der speziell von Alive&Kicking in Kenia im Auftrag der RENN.mitte Partner angefertigt wurde. Dieser Ball dient uns als haptische Brücke um die Wechselwirkung von Handel sowie Arbeit und Produktion in den Nord-Süd-Beziehungen darzustellen. Mit Hilfe eines Train-of-the-Trainer-Workshops sollen Pädagogen und Lehrkräfte darin geschult werden die Bausteine des Workshops auch in ihrer täglichen Arbeit anzuwenden und damit eine Verstetigung der Inhalte zu erreichen.

2022kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e. V., LeipzigFashion Revolution Week Halle 2022BRD
Projektsumme: 8748,64 €
Fördersumme: 5520,00 €
www.kunZstoffe.de

Fashion Revolution Week Halle 2022

Die diesjährige Fashion Revolution Week (Aktionswoche) in Halle, die sich jedes Jahr für eine nachhaltigere und fairere Mode- und Textilindustrie einsetzt, war ein voller Erfolg. Wir konnten mit unseren Formaten auf Missstände in der Textilindustrie aufmerksam machen, zur Reflexion des eigenen Konsumverhaltens anregen und nachhaltige Handlungs-alternativen aufzeigen.

Mit unseren Aktionen konnten wir z.B. zeigen, wie viele öko-faire und Second-Hand Mode Halle bereits zu bieten hat. In unseren Workshops konnten die Teilnehmer:innen das Färben mit Naturfarben und Upcyceln praktisch erproben. Außerdem sind uns erste Schritte zu einer interdisziplinären Vernetzung zwischen zivil-gesellschaftlichen Akteur:innen, nachhaltigen Labels und Händler:innen sowie Studierenden gelungen. Wir blicken voller Tatendrang und Vorfreude in Richtung FRW 2023!

2022M-Latts e. V., DresdenGlobales Lernen für Alle. Imperiale Lebensweise und die sozialökologische TransformationBRD
Projektsumme: 24250,00 €
Fördersumme: 10000,00 €

Globales Lernen für Alle. Imperiale Lebensweise und die sozialökologische Transformation

Der M-Latts e.V. wird 2022 als außerschulischer Bildungsakteur verschiedene Angebote zum Globalen Lernen im Rahmen einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) für Kinder und Jugendliche im (Berufs-)Schulkontext sowie für junge Erwachsene in Freiwilligendiensten und an Hochschulen durchführen. Geplant sind Workshops, Projekttage und Ganztagsangebote in Präsenz als auch bei Bedarf in digitaler Form zum Konzept der Imperialen und Solidarischen Lebensweise des I.L.A.-Kollektivs. Die Zielgruppen sollen durch diese Bildungsangebote für die komplexen Problemfelder einer globalisierten Gesellschaft und die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) sensibilisiert werden und das Konzept der Imperialen Lebensweise kennenlernen. Dazu setzen wir uns gemeinsam mit den Hauptproblemfeldern Umwelt, Soziales, Politik und Wirtschaft auseinander. Wir legen großen Wert auf die kritische Reflexion unserer Ernährung und den globalen Folgen unseres allgemeinen Konsums, entdecken wie wir starke Demokratie im Alltag fördern können und wer welche Partizipationsmöglichkeiten zur Mitbestimmung besitzt. Wir setzen uns darüber hinaus mit kolonialen Kontinuitäten, Fluchtursachen und Klimawandelfolgen weltweit auseinander und zeigen Handlungsmöglichkeiten auf. Insgesamt ordnen wir unsere Arbeit dem SDG 4 - Hochwertige Bildung zu. Motivation sowie langfristiges Ziel unserer Arbeit ist das Gute Leben für alle weltweit durch einen sozial-ökologischen Wandel unserer Gesellschaft mit Hilfe von transformativer entwicklungspolitischer Bildung.

2022Plan:B e.V., LeipzigVortrags- und Workshopreihen zu entwicklungspoltischen Fragestellungen für Migrant*innenBRD
Projektsumme: 18501,96 €
Fördersumme: 8000,00 €
www.movement-hub.org

Vortrags- und Workshopreihen zu entwicklungspoltischen Fragestellungen für Migrant*innen

Das Projekt besteht in der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Vortragsreihe in englischer und spanischer Sprache für Migrantinnen in Berlin, die aus Ländern des Globalen Südens kommen. Diese sind besonders von Prekarität und Diskriminierung am Arbeitsplatz betroffen, zugleich gibt es wenig Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung für diese Zielgruppen, die zum Ziel haben, die gesellschaftliche Teilhabe der Betroffenen zu verbessern. Obwohl es Orte gibt, an die sich die Betroffenen theoretisch wenden können (z.B. Gewerkschaften wie FAU, Ver.di, oder andere Initiativen wie Oficina Precaria oder Red Ya Basta), sind diese aus kulturellen und sprachlichen Gründen für Migrantinnen nicht leicht zugänglich. Dieses Problem wollen wir mit einer Reihe von Bildungsveranstaltungen zu entwicklungspolitischen Fragenstellungen angehen. Die Teilnehmenden sollen während der jeweils sechswöchigen Vortragsreihe in die Lage versetzt werden, ihre prekäre Situation im Kontext des bestehenden Systems zu verstehen und zu reflektieren. Ihr Bewusstsein für die Ungleichheiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt soll durch die Bildungsformate geschärft werden. Gleichzeitig sollen sie ein Verständnis für ihre Rechte am Arbeitsplatz entwickeln sowie Instrumente kennenlernen, um selbst aktiv zu werden und um mehr Teilhabe zu erlangen. Damit möchte das Projekt zur Umsetzung des 8. und 10. nachhaltigen Entwicklungsziels beitragen: gute Arbeit für alle und die Verringerungen von Ungleichheiten. Das Projekt ist aus der gemeisamen Reflexion im Rahmen des Bloque Latinoamericano Berlin, der Anti-Kolonialen Allianz Berlin sowie durch Diskussionen im Rahmen von Austauschrunden bei Movement Hub/Plan:B e.V., einer Plattform zur Stärkung sozialer Bewegungen und der Zivilgesellschaft, entstanden.

2022Räume eröffnen e. V., BrückWorkshop-Tage 2022 für eine nachhaltige EntwicklungBRD
Projektsumme: 7900,00 €
Fördersumme: 5900,00 €
raeume-eroeffnen.org

Workshop-Tage 2022 für eine nachhaltige Entwicklung

Die Workshop-Tage 2022 für eine nachhaltige Entwicklung haben zum Ziel, Bewusstsein für die Komplexität der Auswirkungen und Ursachen von globalen Problemen sowie für die Dringlichkeit des eigenen Handelns zu schaffen. Hierzu wird es über drei Tage vielfältige, kritische und qualitative Workshopangebote mit Fokus auf die SDGs geben, welche eine gemeinsame Vision und Handlungsgrundlage bieten. Die SDGs ermöglichen das Einbeziehen der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit, sodass die Teilnehmenden lernen, interdisziplinäre Erkenntnisse zu gewinnen - insbesondere in Bezug auf Nachhaltige/n Konsum und Produktion (SDG12), Leben an Land (SDG15) und Frieden und Gerechtigkeit (SDG16). Neben den Workshops durch professionelle ReferentInnen wird es Open-Space-Blöcke geben, die von den Teilnehmenden selbst gefüllt werden. In einem niederschwelligen Umfeld werden junge Menschen dazu ermutigt und unterstützt, Workshops zu geben und somit selbst zu MultiplikatorInnen für Themen der nachhaltigen Entwicklung zu werden. Das Peer-Learning als eine effektive Form globalen Lernens ermöglicht bei den Vortragenden die Reflektion, die Festigung von Wissen und das Selbstbewusstsein, ihre Themen und die Sichtweisen globaler Gerechtigkeit weiterzutragen. Ein weiteres zentrales Element ist das Fördern von entwicklungspolitischem Engagement und Entstehen von Ideen zu nachhaltigen Handlungsalternativen seitens der Teilnehmenden. Durch den Erfahrungsaustausch über die globalen Auswirkungen und das Kennenlernen von praktischen Lösungsansätzen werden das Umsetzen von alternativen Lösungsansätzen unterstützt. Durch das Zusammenkommen von Menschen aus verschiedenen Netzwerken wird zudem ein Rahmen zum Kontakteknüpfen und Entstehen kollektiver Handlungsstrategien gegeben.

2021Diakonisches Werk Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland e. V., Halle / S.(Neo-)Kolonialismus als kulturelles ErbeBRD
Projektsumme: 3900,55 €
Fördersumme: 3230,00 €
www.diakonie-mitteldeutschland.de

(Neo-)Kolonialismus als kulturelles Erbe

Vom 29.-31.10.2021 haben wir ein Wochenendseminar mit dem Titel „(Neo-)Colonialism as cultural Heritage“ in Halle/Saale durchgeführt. Schwerpunkt dieses Seminars lag nicht im historischen Rückblick, sondern darauf, gemeinsam mit den Studierenden den Blick auf die eigene biografisch erlebte Geschichte des Kolonialismus sowie ihre Auswirkungen auf die eigene Identität zu lenken.

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