Geförderte Projekte im SDG-Fonds

Es werden nachfolgend die im SDG-Fonds geförderten Projekte des vergangenen Programm-Zyklus dargestellt. Aktuell im SDG-Fonds geförderte Projekte finden Sie auf der Gesamtübersicht aller durch die Stiftung geförderten Projekte im Hauptmenü unter Geförderte Projekte.

JahrInstitutionTitelLandFinanzenHomepage
2022Das Afghanistan-Komitee für Frieden und Wiederaufbau und Kultur e. V., BerlinProgramm: Der Hindukusch liegt nicht nur in AfghanistanBRD
Projektsumme: 11735,00 €
Fördersumme: 8735,00 €

Programm: Der Hindukusch liegt nicht nur in Afghanistan

Mitte August 2021 haben in Afghanistan die Taliban wieder die Macht übernommen. Nach 20 Jahren Besetzung durch eine internationale Koalition, darunter auch deutsche Truppen, kehrt damit ein Regime zurück an die Macht, das bereits in den neunziger Jahren mit extremer Härte gegenüber allen zivilgesellschaftlichen, menschenrechtlichen und frauenrechtlerischen Errungenschaften vorgegangen ist. Es ist zu befürchten und es zeigt sich in großen Teilen bereits, dass sämtliche Fortschritte wieder rückgängig gemacht werden,

Die Fotoausstellung und Videovorführung „Her Dream, Her Pain: Depicted and Quoted" der in Berlin lebenden afghanischen Feministin und Fotografin Tahora Husaini rahmt und begleitet die einzelnen Veranstaltungen der Diskussions- und Informationsreihe, die zwischen März und Juni 2022 stattfindet.

Neben einem Gespräch mit afghanischen Frauenrechtler*innen über die Lebens- und politischen Arbeitsbedingungen in der neuen Situation bei der Vernissage zur Ausstellung finden folgende Diskussionsveranstaltungen statt: 1. Frauen unter den Taliban – damals und heute, 2. Menschenrechte im Exil – die afghanische Diaspora in Berlin und 3. Quo vadis Afghanistan? Frieden in Afghanistan durch regionale Stabilisierung.

Das Projekt trägt zur Umsetzung der Agenda-2030 Ziele 5 "Gleichheit der Geschlechter", 16 "Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen" und 17 (Partnerschaften) bei.

2022Diakonisches Werk Teltow-Fläming e. V., JüterbogFaire Schule in BrandenburgBRD
Projektsumme: 33000,00 €
Fördersumme: 15000,00 €

Faire Schule in Brandenburg

„Faire Schule“ ist ein Schulentwicklungsprogramm, das Nachhaltigkeit als Aufgabe der ganzen Schule in den Blick nimmt. Es fördert und würdigt Aktivitäten in den Bereichen Globales Lernen, ökologische Verantwortung und Demokratische Schulkultur. Es eignet sich für alle Schulformen und Jahrgangsstufen. Der Zeitrahmen ist frei wählbar, überstreckt sich idealerweise jedoch über ein Jahr. Die Auszeichnung als „Faire Schule“ ist befristet auf zwei Jahre. Ziel ist es, das Globale Lernen im Schulprogramm zu verankern. Dafür werden verschiedene Aktivitäten auf den Ebenen Unterrichtsgestaltung, soziales Miteinander und Beschaffungspraxis entwickelt, die Nachhaltigkeit aus entwicklungspolitischer Sicht thematisieren, erfahrbar machen und praktisch umsetzen. Die Projektaktivitäten werden auf allen Ebenen (Schulleitung, Lehrkräfte, SchülerInnen, Eltern) umgesetzt, von Öffentlichkeitsarbeit begleitet und abschließend durch die Auszeichnung als „Faire Schule“ belohnt. Koordiniert wird der Prozess von der möglichst heterogen besetzten Faire-Schule-AG, die sich ungefähr alle sechs Wochen trifft und bei Bedarf externe KooperationspartnerInnen einlädt. In diesem Projekt wird eine intensive Prozessbegleitung kostenlos angeboten, die die Arbeit der AG durch Informationen, Vernetzung, Fortbildungen, Reflexion und ihre praktische Erfahrung unterstützen kann. Inhaltlich ausgestaltet wird die Arbeit des Projekts durch einen quartalsweise erscheinenden Newsletter und vier konkrete Vorschläge zur Umsetzung des Whole School Approachs zu Schwerpunktthemen des Globalen Lernens.

2022Diakonisches Werk Teltow-Fläming e. V., JüterbogEine-Welt-Arbeit im Süden BrandenburgsBRD
Projektsumme: 33000,00 €
Fördersumme: 15000,00 €

Eine-Welt-Arbeit im Süden Brandenburgs

Wir schaffen (Bildungs-)Gelegenheiten, um mit Menschen im Süden Brandenburgs über entwicklungspolitische Themen und Fragen nach der Gestaltung einer nachhaltigen und gerechten Welt ins Gespräch zu kommen. Ziel unserer Arbeit ist es Menschen dafür zu gewinnen, ihr Handeln an der globalen Verantwortung zu orientieren und selbst für politische Veränderungen im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung aktiv zu werden. In der Ansprache von Zielgruppen stellen wir bewusst Sinnzusammenhänge zwischen den Lebensverhältnissen der Menschen vor Ort und den Themen der Nachhaltigen Entwicklung her. Wir konzipieren Formate, die die Lebenswirklichkeit der Menschen hier im Spiegel der globalen Auswirkungen betrachtet. Wir bieten Handlungsalternativen und bringen Perspektiven aus dem Globalen Süden ein. Wir ermutigen Menschen im Süden Brandenburgs Themen einer global nachhaltigen Entwicklung in ihre Handlungsfelder in Kirchen, Kommunen und Zivilgesellschaft hinein zu tragen. Wir beraten zur Förderung von entwicklungspolitischem Engagement, vernetzen AkteurInnen und Initiativen, die sich für die SDG engagieren, vermitteln Informations- und Bildungsmaterialien für Aktionen, stellen Kontakte zu ReferentInnen für verschiedene Themen des Globalen Lernens her und unterstützen Engagierte bei Konzeption und Durchführung von Informations- und Bildungsangeboten mit SDG-Bezug.

2022Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinSDG-Fachgespräche und verbesserte Kommunikation mit NRO/Antragsteller*innenBRD
Projektsumme: 11500,00 €
Fördersumme: 11500,00 €

SDG-Fachgespräche und verbesserte Kommunikation mit NRO/Antragsteller*innen

2022 werden wir wiederum zwei Fachgespräche veranstalten. Die Inhalte der Fachgespräche stehen gegenwärtig noch nicht fest. Je nach Bedarf finden die Fachgespräche im Stiftung-Veranstaltungsraum, im Berlin Global Village, im Haus der Demokratie oder digital statt. Darüber hinaus wollen wir im Rahmen des laufenden SDG-Förderprogramms die NRO-Erreichbarkeit für das Programm verbessern. Hierzu planen wir weitere Webinare und Erklär-Videos 2022 zu produzieren.

2022goals connect e. V., Saalburg-EbersdorfBE PART 2.0 - nachhaltig teilhabenBRD
Projektsumme: 39945,00 €
Fördersumme: 15000,00 €
www.goalsconnect.de

BE PART 2.0 - nachhaltig teilhaben

m Rahmen des Projektes „BE PART 2.0 - nachhaltig teilhaben“ werden ca. 15 junge Menschen aus Thüringen zu Multiplikator*innen in entwicklungspolitischen und umweltrelevanten Themenbereichen ausgebildet. Ziel ist, dass sie anschließend in multiplikatorischer Funktion Workshops an Schulen im Sektor Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durchführen können und werden. Die Zusammensetzung der Projektgruppe ist von starker Heterogenität, insbesondere hinsichtlich der sozialen Herkunft, geprägt. Ein Fokus liegt auf der Ansprache von Menschen mit Flucht- u./o. Migrationsgeschichte. Damit steht neben der Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein integrativer Ansatz im Mittelpunkt von BE PART 2.0.

Der innovative Aufbau des Projektes besteht in einer mehrstufigen Herangehensweise. Die oft angesprochene, reine Wissensebene wird dabei durch die Bewusstseinsebene sowie die Handlungsebene ergänzt. Die ca. 15 Teilnehmenden setzen sich zunächst mit eigenen Gefühlen und Werten auseinander. Das schafft ein gutes Zusammengehörigkeitsgefühl und verstärkt emotionale Empathie als notwendige Kompetenz, Wissen authentisch und überzeugend an weitere Zielgruppen vermitteln zu können. Dem folgt die Wissensvermittlung zu den verschiedenen Themenfeldern. So besteht ihre Ausbildungsphase aus zehn aufeinander aufbauenden Bildungsworkshops, die beide Ebenen (Bewusstsein und Wissen) thematisieren. Im Ergebnis sind die Teilnehmenden gut gerüstet, um auf der abschließenden Handlungsebene, der Tätigkeit als Multiplikatorin, durch eigenverantwortlich durchgeführte Bildungsarbeit zu wirken. Im Rahmen von 30 Schulprojekttagen stärken sie Problem- bewusstsein und nachhaltiges Verhalten bei Schülerinnen und übertragen das Erlernte selbstwirksam in die Praxis.

2022Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinEntwicklungspolitik to go – in Brandenburg. Entwicklungspolitische Beiträge für eine nicht-rassistische Gesellschaft!BRD
Projektsumme: 10000,00 €
Fördersumme: 10000,00 €

Entwicklungspolitik to go – in Brandenburg. Entwicklungspolitische Beiträge für eine nicht-rassistische Gesellschaft!

Der Fokus von „epol to go“ soll inhaltlich stärker auf die relevanten Anknüpfungspunkte an die Nachhaltigkeitsziele und global-lokale Verantwortung für die Umsetzung der Agenda 2030 gesetzt werden. Die zurückliegenden Jahre von epol to go haben gezeigt, dass es für Landesnetzwerke und ostdeutsche NRO günstig ist, einen Ort zu haben, an dem zwei Tage über entwicklungspolitische Inhalte diskutiert wird, lokale und landesweite Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik anwesend sind und andere zivilgesellschaftliche Kräfte erreicht werden. Die zweitägige Tagung wird 2022 in Kooperation mit dem VENROB erfolgen. Ein konkretes Thema gibt es noch nicht, der Zeitpunkt wird die 2. Jahreshälfte sein.

2021Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinSDG-Fachgespräche und verbesserte Kommunikation mit NRO/Antragsteller*innenBRD
Projektsumme: 8500,00 €
Fördersumme: 8500,00 €

SDG-Fachgespräche und verbesserte Kommunikation mit NRO/Antragsteller*innen

2021 werden wir zwei Fachgespräche veranstalten. Die Inhalte der Fachgespräche stehen gegenwärtig noch nicht fest. Je nach Bedarf finden die Fachgespräche im Stiftung-Veranstaltungsraum oder im Haus der Demokratie statt. Darüber hinaus wollen wir im Rahmen des neuen SDG-Förderprogramms die NRO-Erreichbarkeit für das Programm verbessern. Unter anderem planen wir hierzu, ein Webinar und drei Erklär-Videos 2021 zu produzieren.

2021bi´bak e. V., Berlinun.thai.tled Filmfestival 2021 im Sinema TranstopiaBRD
Projektsumme: 11625,00 €
Fördersumme: 6000,00 €
www.bi-bak.de

un.thai.tled Filmfestival 2021 im Sinema Transtopia

Die Filmreihe un.thai.tled Film Festival 2021 widmet sich in 9 Filmabenden postkolonialen und postmigrantischen Perspektiven, die den westlichen Blick auf den globalen Süden hinterfragen. Durch eine kuratierte (post)migratische und postkoloniale Perspektive können Vorstellungen von Nationalstaaten aufgebrochen und ihre während der Kolonialzeit willkürlich gesetzten Grenzen transnational diskutiert werden. Ein Ziel ist dabei, dass durch das gemeinsamen Sehen von Filmen und in den anschließenden Gesprächen Netzwerke der Solidarität zwischen SüdostasiatInnen in Berlin entstehen können. Die Tatsache, dass wir aktuelle Konflikte im Nahen Osten vor dem Hintergrund der 70er-Jahre und den Verstrickungen des Kalten Kriegs und seinen Auswirkungen in Südostasien verstehen können, bildet dabei den Ausgangspunkt. Der Fokus liegt dabei auf Thailand, Laos, Vietnam und Kambodscha. Dabei wird jedoch berücksichtigt, dass diese Nationalstaaten koloniale Erfindungen sind und mit traumatischer Wirkung gewaltvoll auferlegte Strukturen etabliert haben. Im Sinne einer reparativen Geste sind die beim un.thai.tled Film Festival 2021 kuratierten Filme deshalb nicht entlang dieser Kategorien organisiert, sondern folgen Spuren und Verstrickungen, die nationale und geografische Grenzen überschreiten. Aus diesem Grund zeigen wir nicht nur Filme aus der Region, sondern auch in Europa produzierte diasporische Perspektiven und fragen danach, welche Verantwortlichkeiten für koloniale Schäden sich in der Beziehung zwischen Europa und Südostasien stellen. Die 9 Abende, die im November/Dezember 2021 im Sinema Transtopia stattfinden sollen, beinhalten einen Diskussionsteil mit geladenen RegisseurInnen oder ExpertInnen, in dem die BesucherInnen und Gäste miteinander in Austausch treten können.

2021Diakonisches Werk Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland e. V., Halle / S.(Neo-)Kolonialismus als kulturelles ErbeBRD
Projektsumme: 3900,55 €
Fördersumme: 3230,00 €
www.diakonie-mitteldeutschland.de

(Neo-)Kolonialismus als kulturelles Erbe

Vom 29.-31.10.2021 haben wir ein Wochenendseminar mit dem Titel „(Neo-)Colonialism as cultural Heritage“ in Halle/Saale durchgeführt. Schwerpunkt dieses Seminars lag nicht im historischen Rückblick, sondern darauf, gemeinsam mit den Studierenden den Blick auf die eigene biografisch erlebte Geschichte des Kolonialismus sowie ihre Auswirkungen auf die eigene Identität zu lenken.

2021Diakonisches Werk Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland e. V., Halle / S.Being a Women - Health, Rights and Sexuality of Women around the WorldBRD
Projektsumme: 4903,46 €
Fördersumme: 3930,00 €
www.diakonie-mitteldeutschland.de

Being a Women - Health, Rights and Sexuality of Women around the World

Ob wir mit einem weiblichen oder einem männlichen Körper auf die Welt kommen, hat einen großen Einfluss darauf, wie unser Leben verläuft und vor welche Herausforderungen ein Mensch im Leben gestellt sein wird. Geschlecht und Sexualität sind auf der ganzen Welt Themen, die eine Gesellschaft prägen und auch das individuelle Leben von Menschen.

Wir wollen uns in diesem Seminar die Situation von Frauen auf der Welt ansehen: Was bedeutet es, eine Frau zu sein? Mit welchen Anforderungen, Mythen und Erwartungen wachsen Mädchen in verschiedenen Gesellschaften auf? Wie ist die politische Situation, was Sexuelle Bildung, Zugang zu Verhütung und Frauenrechten angeht? Wie kann eine gleichberechtigte Teilhabe aller Geschlechter gelingen? Und wie wirkt sich das am Ende auf jede einzelne Frau aus, auf das Körpererleben, das eigene Bild von Weiblichkeit, die eigene Sexualität? In diesem Seminar nur für Frauen wollen wir uns diese Fragen genauer ansehen. Dabei wird es die Möglichkeit geben, sich in einem sicheren Rahmen über eigene Erfahrungen auszutauschen, neues Wissen über den weiblichen Körper zu erlangen, über kulturelle und traditionell geprägte Rollen von Weiblichkeit in den verschiedenen Teilen der Welt zu sprechen sowie über die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen zu diskutieren.

2021Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinEntwicklungspolitik to go – in Brandenburg oder M-V. Entwicklungspolitische Beiträge für eine nicht-rassistische Gesellschaft!BRD
Projektsumme: 10000,00 €
Fördersumme: 10000,00 €

Entwicklungspolitik to go – in Brandenburg oder M-V. Entwicklungspolitische Beiträge für eine nicht-rassistische Gesellschaft!

Der Fokus von „epol to go“ soll inhaltlich stärker auf die relevanten Anknüpfungspunkte an die Nachhaltigkeitsziele und global-lokale Verantwortung für die Umsetzung der Agenda 2030 gesetzt werden. Das Format der zweitägigen Tagung und die Kooperation mit einem Landesnetzwerk (2021 Brandenburg oder M-V) wird weiterhin als gut und tragfähig für einen regionalen entwicklungspolitischen Dialog angesehen. Die zurückliegenden Jahre von epol to go haben gezeigt, dass es für Landesnetzwerke und ostdeutsche NRO günstig ist, einen Ort zu haben, an dem zwei Tage über entwicklungspolitische Inhalte diskutiert wird, lokale und landesweite Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik anwesend sind und andere zivilgesellschaftliche Kräfte erreicht werden. Das konkrete Thema für die Tagung 2021 wird in Absprache mit dem verantwortlichen Landesnetzwerk entschieden.

2021Integrationsgemeinschaft ausländischer Erwerbstätiger (IAE e. V.), ChemnitzArbeitswelt von Morgen IIBRD
Projektsumme: 12540,00 €
Fördersumme: 8000,00 €
iaeev.de/current/

Arbeitswelt von Morgen II

„Arbeitswelt von Morgen II“ ist das Nachfolgeprojekt, einer 2019 gestarteten Projektagsreihe. Wir wollen mind. 12 Projekttage an Berufsschulen zu verschiedenen Themenfeldern organisieren, welche an die übergeordnete Themenstellung und den Projektrahmen zur „Arbeitswelt von Morgen“ anknüpfen. Der Grundgedanke ist: die künftige Arbeitswelt wird durch steigende Diversität und eine gesteigerte Bedeutung von Nachhaltigkeit gekennzeichnet sein. Das Projekt richtet sich an Berufschülerinnen und BVJ Klassen. Die Teilnehmenden stehen bereits "mit eine Fuß in der Arbeitswelt" oder sind kurz davor. Die Unterstützung der Willensbildung der Zielgruppe ist sehr wahrscheinlich letztmalig im schulischen Kontext möglich. Neu ist u.a., dass die teilnehmenden Auszubildenden bei der Auswahl der Themen miteinbezogen werden. Arbeitswelt von Morgen II thematisiert diskriminierende Verhaltensweisen, Transkulturalität und verschiedene Themen der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit. Hierdurch wird der Prozess der politischen Willensbildung befördert. Die genannten Wahlmöglichkeiten befördern die Partizipation, aus „Teilnehmende“ der Projekttage sollen „Mitwirkende“ werden. Anschlussprojekte nach den Projekttagen sollen u.a. mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen angeboten werden. Informationen zum Vorgängerprojekt finden sich unter: http://iaeev.de/current/?pageid=722

2021FreundInnen- und Förderkreis Arbeits- und Studienaufenthalte (ASA) in Afrika, Asien und Lateinamerika (ASA-FF) e. V., ChemnitzGlobal Health und Mental Resilience – Regionale und globale Perspektiven auf Gesundheit und WohlergehenBRD
Projektsumme: 6105,00 €
Fördersumme: 3000,00 €

Global Health und Mental Resilience – Regionale und globale Perspektiven auf Gesundheit und Wohlergehen

Das ASA FF Sommerlager 2021 unter dem Titel „Global Health und Mental Resilience – Regionale und globale Perspektiven auf Gesundheit und Wohlergehen” ist ein Methoden- und Didaktikseminar der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit für MultiplikatorInnen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Verwaltung und Bildung, die globale Perspektiven in ihrer Arbeit mitdenken und damit signifikant entwicklungspolitische Informationsarbeit und Bildungsarbeit leisten. Das dreitägige Seminar setzt methodisch auf einen Peer-2-Peer- und non-formalen Bildungscharakter. Dieses Jahr haben wir den Schwerpunkt Gesundheit und Wohlergehen im Sinne des Sustainable Development Goals (SDG) 3. Gesundheit und Wohlergehen sind universelle Grundbedürfnisse, deren Gewährleistung insbesondere während der Corona-Pandemie infrage gestellt werden kann und die einer globalen Perspektive bedürfen. Ziel ist es im Anschluss der globalen Corona-Pandemie, die zu sozialen und physischen Folgen geführt hat, Fragen zu diskutieren, Methoden zu vermitteln und Handlungsanleitungen auszuprobieren, die in entwicklungspolitischen Kontexten soziale, physische und psychische Folgen der Pandemie zu bearbeiten. Entsprechend sollen die Teilnehmenden durch das Sommerlager ihre Fähigkeiten erweitern eigenständig Probleme bezüglich Gesundheit und Wohlergehen im entwicklungspolitischen Kontext lösen zu können. Die Pandemie hat ungeheure Veränderungsprozesse in Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft in Gang gesetzt. Das Seminar setzt vor allem auf der Ebene von persönlichen Resilienzkonzepten an und hat zum Ziel Kompetenzentwicklungs- und psychische Stärkungsprozesse zu kennenzulernen, zu erfahren und einzuproben, mit dem Ziel, diese im eigenen Kontext einzusetzen.

2021ElJoJoFe e. V., JenaErreichung der SDG-Ziele durch die Diskussion über den ABS-Zugang zu genetischen Ressourcen und den Vorteilsausgleich mit den Verbrauchern in DeutschlandBRD
Projektsumme: 8400,00 €
Fördersumme: 5950,00 €
www.eljojofe.org/

Erreichung der SDG-Ziele durch die Diskussion über den ABS-Zugang zu genetischen Ressourcen und den Vorteilsausgleich mit den Verbrauchern in Deutschland

Nachhaltiger Konsum und die Bereitschaft, höhere Preise für nachhaltig erzeugte Produkte zu zahlen, sind Schlüsselmechanismen zur Verbesserung des Lebensstandards, ohne den Ressourcenbedarf künftiger Generationen zu gefährden. Informationen und Diskussionen über die SDG-Ziele zielen darauf ab, die Verantwortung zu teilen und das Wirtschaftswachstum von der Umweltzerstörung abzukoppeln, die Ressourceneffizienz zu erhöhen und einen nachhaltigeren Lebensstil zu fördern. Die Umsetzung von SDG 1, 2 und 3 ist mit der Umsetzung in Äthiopien oder andere Erzeugerländer von SDG 12 verknüpft. Wenn die Gemeinden in Äthiopien, die den Wald und die Biosphärenreservate schützen, keinen guten Preis für ihre Produkte bekommen, dann ist das ein Problem. Die internationale Gemeinschaft wird einen großen Teil unserer natürlichen Ressourcen und unseres Wohlergehens verlieren. Durch das Projekt wird ein direkter Diskussionspartner für die Verbraucher in Deutschland bereitgestellt, um die Verbindung zwischen den SDG-Zielen und dem Zugang zu Rohstoffen zu verstehen, die direkte und tatsächliche Auswirkungen auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden haben. Es bietet den Menschen einen direkten Kontakt mit den Rohstoffen und der Wertschöpfungskette, ebenso mit den Produkten, der Produktion und deren Auswirkungen auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Zusätzlich ermöglicht es jedem Verbraucher sich an der Umsetzung der SDG-Ziele zu beteiligen und eine Entscheidung zu treffen, die auf dem Verständnis der Auswirkungen seines Handelns auf sein Leben, das Leben der anderen, aber auch das Leben der folgenden Generationen und die Zukunft unserer Umwelt beruhen.

2021Verein zur Förderung innovativer Wohn- und Lebensformen e. V., Potsdam Fairkehrte WeltBRD
Projektsumme: 5555,00 €
Fördersumme: 4155,00 €
www.inwole.de

Fairkehrte Welt

In unserem Projekt "Fairkehrte Welt" wollen wir uns unter dem Motto "Global denken-Lokal Handeln" mit den TeilnehmerInnen auf Entdeckungstour in Potsdam begeben, welche regionalen Akteure heute schon an einer gerechteren und fairen Welt für alle, mitarbeiten und so die 17 Nachhaltigkeitsziele vor Ort umsetzen. Dabei wollen wir verschiedene Lebensbereiche wie Arbeit, Verkehr, Reisen oder Konsum unter die Lupe nehmen, eigenes Verhalten im Austausch mit anderen Teilnehmern beleuchten und zusammen die globalen Auswirkungen unseres Handelns zusammen herausfinden. Am Ende steht eine vielfältig nutzbare digitale und reale Stadtrallye zu "Lokalen Helden". In einem weiteren Schritt wollen wir ein Stationen Informationssystem (QR-Code) für die Öffentlichkeit erarbeiten, um ein schnelles informieren über die jeweiligen Orte direkt vor Ort zu ermöglichen. Außerdem wollen wir die ersten Orte damit und anderen Informationen öffentlich markieren – mit dem QR-Code, mit Infotafeln, mit Projektangeboten. Alle diese Informationen wollen wir kartieren. Dazu nutzen wir unsere bereits vorhandene Webseite www.bne-brandenburg.de
Am Ende möchten wir mit den TeilnehmerInnen unsere Routen und fairen Orte in Form einer nachhaltigen Stadtrallye per Rad/Fuß gemeinsam erkunden und damit ausprobieren. Auf unserer Tour können wir Eine-Welt-Läden, das Büro für Kinderarmut, Koordinationsbüro für Chancengleichheit, aber auch Repaircafes und SoLaWis, faire Textilunternehmen oder entwicklungspolitische Bildungsinitiativen wie Balanca oder Venrob besuchen. In weiteren Teilen kann dieses spannende Projekt beliebig ausgebaut werden: Weitere Stationen, konkrete Touren zu bestimmten Nachhaltigkeitsthemen, Entwicklung von Workshops und Projekten an den einzelnen Stationen, Entwicklung des Netzwerkes u.v.m.

2021Lateinamerika-Forum e. V., BerlinBildungsarbeit zu indigenen Völkern und Wirtschaftsformen in AmazonienBRD
Projektsumme: 1377,26 €
Fördersumme: 1195,00 €
lateinamerikaforum-berlin.de

Bildungsarbeit zu indigenen Völkern und Wirtschaftsformen in Amazonien

Ausstellung, Vorträge und Workshops im Nachbarschaftsheim Schöneberg für Besucher der Institution und darüber hinaus alle Interessierten im Bezirk Berlin-Friedenau. Hierbei wurden die wirtschaftlichen und sozialen Verflechtungen in Amazonien näher betrachtet. Die neoextraktivistische Wirtschaftsweise ist wie ein Boomerang. Die ökologischen Folgen beschränken sich nicht nur auf das lokale, sondern auch das globale Klima und somit auf uns. Daher ist die kritische Thematisierung weltweiter Lieferketten besonders wichtig. Außerdem wird der Blick auf die persönliche Ebene gelenkt: Über Workshops wird ein Bezug zum eigenen Konsum und nachhaltiger Landwirtschaft in der eigenen Region (Berlin-Brandenburg) hergestellt

2021Das Afghanistan-Komitee für Frieden und Wiederaufbau und Kultur e. V., BerlinAfghanistan 2021 – Von der Terrorbekämpfung zur nachhaltigen Entwicklung?BRD
Projektsumme: 2711,60 €
Fördersumme: 2155,00 €

Afghanistan 2021 – Von der Terrorbekämpfung zur nachhaltigen Entwicklung?

Die Machtübernahme in Afghanistan durch die Taliban am 15. 8. 2021 nach dem überstürzten Abzug der Truppen der USA und ihrer Verbündeten stellt die Afghanistan-Politik der USA, der übrigen beteiligten NATO-Staaten vor außerordentliche Herausforderungen. Entscheidend ist ein problemorientiertes Vorgehen aller Beteiligten. Deutschland kann zu dem in der Formulierung des Titels des vorliegenden Projekts angesprochenen notwendigen und zu einem wesentlichen Teil sicher schon zu spät kommenden, aber trotzdem noch Zukunftsperspektiven für das geschundene Land eröffnenden Strategiewechsel von der Terrorbekämpfung zur nachhaltigen Entwicklung wichtige Beiträge leisten.

Das Ziel des Projektes ist es daher, durch eine aus Vorträgen und einer Podiumsdiskussion bestehende Konferenz im öffentlichen und politischen Raum für Multiplikatorinnen, Bürgerinnen und Afghan*innen einen Beitrag zur Diskussion der friedenspolitischen Entwicklung Afghanistans im deutschsprachigen Raum zu leisten. Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf der Veranschaulichung der globalen, regionalen und lokalen Verflechtungen des Afghanistankonflikts, auf der Analyse von Ursachen und Folgen der Armut und Konflikte in Afghanistan sowie auf der Sensibilisierung und Schärfung des Bewusstseins im deutschsprachigen Raum für die ungleiche Verteilung von Ressourcen in Afghanistans und die mangelnde Beachtung afghanischer Stimmen im bisherigen Konflikt- und Entwicklungsverlaufs. Dabei stehen mehrere Nachhaltigkeitsziele (SDGs) im Zentrum der Veranstaltung, insbesondere Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (SDG 16). Aufgrund der derzeitigen Lage in Afghanistan werden ebenfalls die humanitäre Situation der Menschen vor Ort und damit verbundene SDGs (1 bis 6) problematisiert.

2021goals connect e. V., Saalburg-Ebersdorf„Zukunft is(s)t smart“ – Verstetigungs-Workshop 2021 und NachholtermineBRD
Projektsumme: 13779,50 €
Fördersumme: 8810,00 €
www.goalsconnect.de

„Zukunft is(s)t smart“ – Verstetigungs-Workshop 2021 und Nachholtermine

„Zukunft is(s)t smart“ ist ein Bildungsmodul für Schüler*innen (SuS) ab Klassenstufe 7, das Zusammenhänge zwischen Ernährung und Nachhaltigkeit greifbar macht und jungen Menschen den Weg zu einem verantwortungsvollen Verhalten ebnet. Im Fokus steht dabei der Lebensmittelkonsum in Ländern des globalen Nordens und die damit verbundenen (un)mittelbaren Auswirkungen auf den globalen Süden. Durch praxisnahe und zielgruppenorientierte Inhalte und Methoden werden alternative Entscheidungs- und Handlungskompetenzen vermittelt. Die SuS erreichen durch den Projekttag ein Bewusstsein für die eigene Selbstwirksamkeit und lernen, welche vielfältigen Chancen (z.B. Fairer Handel, Ressourcenschonung, usw.) in nachhaltiger Ernährung stecken. Im Jahr 2021 wurden 25 Workshops in fünf Bundesländern durchgeführt.

2021ePi-zentrum e. V., FreibergÖkosoziale VortragsreiheBRD
Projektsumme: 3810,00 €
Fördersumme: 2560,00 €
www.epi-zentrum-fg.de

Ökosoziale Vortragsreihe

Der Verein ePi-Zentrum e.V. möchte zusammen mit seinen ProjektpartnerInnen eine 7-teilige Vortragsreihe zu entwicklungspolitischen Themen organisieren. Die aktuelle Situation ist für Bildungsarbeit äußerst schwierig und entwicklungspolitische Diskussionen finden auf lokaler Ebene kaum noch statt. Wir möchten dies ändern, indem wir an die positiven Erfahrungen unserer ProjektpartnerInnen anknüpfen und deren bisherige Arbeit verstätigen. Ein besonderes Ziel ist es dabei Zielgruppen im ländlichen Raum die Möglichkeit zu bieten an Veranstaltungen zu partizipieren, von denen sie bislang weitestgehend ausgeschlossen waren. Auch wollen wir entwicklungspolitischen Akteuren im ländlichen Raum in der aktuellen Situation die Chance bieten, mit ihren Inhalten gehört zu werden.

2021NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Berlin e. V., BerlinUmweltzerstörung und Korruption in Übersee und was tun wir?BRD
Projektsumme: 2290,75 €
Fördersumme: 1730,00 €
www.naturfreunde-berlin.de

Umweltzerstörung und Korruption in Übersee und was tun wir?

Die Maßnahme bestand aus drei Online – Veranstaltungen zu den Themen Wasserkraft – eine saubere Energie?, Korruption und Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidigerinnen. Alle Veranstaltungen wurden mit je zwei Referentinnen durchgeführt, jeweils eine Person aus Honduras und eine aus Deutschland. In den Veranstaltungen wurden die Themen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Die konkreten Beispiele aus Honduras wurden durch Beispiele aus Deutschland und mit allgemeineren Betrachtungen der Themen ergänzt. Alle Veranstaltungen fanden mit Übersetzung statt und richteten sich an Interessierte und Engagierte Menschen.

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