Liste bisher geförderter Projekte im EZ-KPF

Da es sich bei dem EZ-KPF um Fördermittel des Bundes (BMZ) handelt, stehen diese Mittel allen deutschen Vereinen zur Verfügung. Im Folgenden finden Sie die Liste der durch die SNSB in den letzten drei Jahren im EZ-KPF geförderten Projekte, bei dem ostdeutsche Vereine die Projektträger waren. Für Informationen über die Projektförderung westdeutscher Vereine im Rahmen des EZ-KPF empfehlen wir Ihnen die Website der W. P. Schmitz-Stiftungen, oder die Website des EZ-KPF

JahrTrägerProjektnameLandFinanzenHomepage
2024borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e. V., BerlinFrauen für Frauen, ÄgyptenÄgypten
Projektsumme: 52.331,33 €
Fördersumme: 47.016,00 €
www.borderline-europe.de

Frauen für Frauen, Ägypten

Das Projekt stärkt sudanesische Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen in Ägypten, die von Krieg, sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt, häuslicher Gewalt, Unsicherheit und restriktiven rechtlichen Bedingungen betroffen sind. Zwischen September 2024 und Oktober 2025 führt die Madad-Initiative ein integriertes Unterstützungsprogramm durch, das psychosoziale Betreuung, Rechtsbeistand, Medienarbeit, Dokumentation und gemeindebasierte Sensibilisierung kombiniert. Individuelle psychologische Beratung durch einen spezialisierten sudanesischen Therapeuten sowie moderierte Gruppensitzungen zur Traumabehandlung bieten einen sicheren Raum für Heilung, emotionale Stabilisierung und Empowerment. Parallel dazu führte das Rechtsteam mehr als 50 Beratungen durch und bearbeitet ausgewählte Fälle – darunter erfolgreiche Interventionen zur Verhinderung von Abschiebungen und zur Unterstützung besonders schutzbedürftiger Frauen ohne Ausweispapiere. Durch Workshops, Gemeinschaftsveranstaltungen, Social-Media-Kampagnen und die Zusammenarbeit mit sudanesischen Gruppen, Anwälten, Experten und internationalen Botschaften fördert Madad das Selbstbewußtsein der Frauen im Exil, die Solidarität und den Zugang zu Rechten. Das Projekt stärkt die Unterstützungsstrukturen und trägt zur Sichtbarkeit und zum Schutz einer der am stärksten marginalisierten Gruppen in Ägypten bei. Die gesammelten Aussagen sudanesischer Überlebender dienen als Grundlage für Advocacy, Schulungen und öffentliche Kommunikation.

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