Liste bisher geförderter Projekte im EZ-KPF

Da es sich bei dem EZ-KPF um Fördermittel des Bundes (BMZ) handelt, stehen diese Mittel allen deutschen Vereinen zur Verfügung. Im Folgenden finden Sie die Liste der durch die SNSB in den letzten drei Jahren im EZ-KPF geförderten Projekte, bei dem ostdeutsche Vereine die Projektträger waren. Für Informationen über die Projektförderung westdeutscher Vereine im Rahmen des EZ-KPF empfehlen wir Ihnen die Website der W. P. Schmitz-Stiftungen, oder die Website des EZ-KPF

JahrTrägerProjektnameLandFinanzenHomepage
2024Association for Sustainable and Inclusive Development (ASID) Europe e. V., BerlinBinga Nnam* Jenseits des Fairen Handels: “Förderung einer feministischen Entwicklungspolitik im globalen Süden durch eine nachhaltige jährliche Messe und den Aufbau von Ökosystemen für lokale ländliche Güter", KamerunKamerun
Projektsumme: 14.653,66 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.asid-ngo.org

Binga Nnam* Jenseits des Fairen Handels: “Förderung einer feministischen Entwicklungspolitik im globalen Süden durch eine nachhaltige jährliche Messe und den Aufbau von Ökosystemen für lokale ländliche Güter", Kamerun

In Kamerun leisten die Frauen auf dem Lande einen wichtigen Beitrag zur Landwirtschaft, denn sie erzeugen mehr als 85 % der konsumierten Nahrungsmittel. Die harte Realität ist jedoch, dass diese Frauen nur 3 % des industriellen Agrarsektors ausmachen. In diesem Zusammenhang zeichnen sich größere Herausforderungen ab: Etwa 16 % der Haushalte (3,9 Millionen Menschen) sind von Ernährungsunsicherheit betroffen, 1 % von ernsthafter Ernährungsunsicherheit (21.000 Menschen). Dies spiegelt sich auch in den Unterschieden in der Lebensgrundlage wider: In den ländlichen Regionen überwiegen Landwirtschaft und Kleingewerbe, während in den städtischen Gebieten qualifizierte Arbeitskräfte und Händler vorherrschen. 10,5 % der städtischen Haushalte sind von Ernährungsunsicherheit betroffen, in den ländlichen Gebieten ist dies mit über einem Fünftel (22 %) noch ausgeprägter.

Die Nuance wird noch dadurch verschärft, dass etwa 22 % der Haushalte mit unzureichender Ernährung zu kämpfen haben, was die allgegenwärtigen Herausforderungen unterstreicht. Der Mindestlohn in Kamerun liegt bei 0,36 USD, was die wirtschaftliche Anfälligkeit verdeutlicht.

Das Projekt Binga Nnam gewinnt in diesem Zusammenhang an Bedeutung, da es darauf abzielt, Frauen auf dem Lande, die von Diskriminierung beim Zugang zu und der Kontrolle von Ressourcen unverhältnismäßig stark betroffen sind, einen Weg zur wirtschaftlichen Selbstbestimmung zu eröffnen. Der Ndëng!-Wettbewerb wird zu einer jährlichen Veranstaltung ausgeweitet, die auch eine Messe umfasst. Das Projekt geht auf die unmittelbaren Bedürfnisse der Frauen ein und legt gleichzeitig den Grundstein für nachhaltige Verhaltensänderungen und ein förderliches Umfeld. Dies steht im Einklang mit dem UN-Ziel Nr. 8 für nachhaltige Entwicklung, das auf integratives Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit abzielt, und macht Binga Nnam zu einem Leuchtturm der Hoffnung für ein gerechteres und geschlechtersensibleres Kamerun.

2024Kweli e. V., BerlinBildungschancen für alle, TansaniaTansania
Projektsumme: 2.276,81 €
Fördersumme: 1.650,00 €
kweli-ev.com

Bildungschancen für alle, Tansania

Das Kita-Projekt für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder in Dodoma fördert nachhal-tig die sozialen und wirtschaftlichen Zukunftsaussichten von benachteiligten Frauen und deren Kindern. Ziel ist es, durch frühkindliche Bildung und umfassende Betreuung eine stabile Basis für die Kinder zu schaffen, die für ihre schulische und persönliche Entwicklung essenziell ist. Die Kita mit integrierter Vorschule bietet den Kindern eine sichere, förderli-che Umgebung mit strukturierten Bildungs- und Spielangeboten, die ihre kognitiven, sozi-alen und emotionalen Fähigkeiten unterstützen. Für die Mütter stellt das Projekt eine soziale Unterstützung bereit, um ihre soziale und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu fördern. Fehlende Grundausstattungen wie Türen, Fenster, Matratzen, Lernmaterialien, Stühle und Tische wurden nach Projektstart be-schafft und ermöglichen nun einen sicheren und funktionalen Kita-Betrieb. Durch die Beschaffung der Lernmaterialien wird die Qualität des Bildungsangebotes sichergestellt. Die teilnehmenden Kinder profitieren von einer regelmäßigen Betreuung und zeigen Fortschritte in ihrer Entwicklung. Auch die Integration der Familien in die Gemeinschaft wurde verbessert, wodurch Mütter und Kinder nachhaltige soziale Unterstützung erfah-ren. Das Projekt leistet einen wertvollen Beitrag zur sozialen Stabilität und Armutsminderung in der Region und schafft langfristige Perspektiven für die beteiligten Frauen und Kinder.

2024Connectica e. V., BerlinStärkung der Struktur des Bezirkskrankenhauses Bangwa, um den Zugang der Bevölkerung zur nachhaltigen und ressourcenschönenden Gesundheitsversorgung zu verbessern, KamerunKamerun
Projektsumme: 69.047,30 €
Fördersumme: 50.000,00 €
www.connectica-ev.org

Stärkung der Struktur des Bezirkskrankenhauses Bangwa, um den Zugang der Bevölkerung zur nachhaltigen und ressourcenschönenden Gesundheitsversorgung zu verbessern, Kamerun

Das Ziel dieses Projekts besteht darin, zur Verbesserung der Infrastruktur des evangelischen Krankenhauses in Bangwa um sowohl die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung der Region als auch die Arbeitsbedingungen des Krankenhauspersonals nachhaltig zu verbessern.

Die Konkreten Ziele des Projekts sind:

  • Rehabilitation und Erneuerung der Wäscherei zur Verbesserung der Hygienebedingungen im Krankenhaus
  • Nachhaltige Wasserversorgung des Krankenhauses mit einem Solarbrunnen sicherstellen
  • Verbesserung der Labordiagnostik durch die Implementierung von geeigneten Bedingungen und Verfahren zur Durchführung der Blutbild- und Biochemieuntersuchung
2024HOKEKI e. V. – Hoffnung für Kenias Kinder, ErfurtBau einer Küche für die „Madongoni Star Primary School“, KeniaKenia
Projektsumme: 13.959,90 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.hokeki.de

Bau einer Küche für die „Madongoni Star Primary School“, Kenia

Der Verein HOKEKI e.V. ist seit 2018 in Kenia aktiv und unterstützt dort soziale Projekte für Kinder aus armen Familien. In 2019 wurde in der Region Madongoni/ Destrict Kwale (ca. 50 km südlich von Mombasa) mit dem Bau einer Primary School begonnen. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es für ca. 80 Kinder der Region keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Die Familien der Kinder sind sehr arm und können sich selbst den Besuch einer staatlichen Schule nicht leisten. Außerdem gibt es im Umkreis von ca. 10 km von Madongoni keine weitere Schule. Der Verein HOKEKI e.V. hat bisher sieben Klassenräume, zwei Toiletten und einen Brunnen aus Eigenmitteln gebaut. Als Küche, in der die täglichen Mahlzeiten für alle Kinder und Lehrer gekocht wird, dient derzeitig ein ca. 9 qm großer niedriger Lehmbau ohne Fenster. Gekocht wird über offenem Feuer mit der entsprechenden Rauchbelästigung und Gefahr durch Verbrennung. Mit Unterstützung der Stiftung Nord-Süd-Brücken konnte in 2023/Anfang 2024 ein weiterer Klassenraum und ein Brunnenturm mit Solaranlage gebaut werden. Außerdem wurden Leitungen gelegt, so dass es jetzt auf dem Gelände der Schule und in einer Toilette fließendes Wasser gibt. Damit konnte die Schule die Mindestvoraussetzungen für die permanente Anerkennung der staatlichen Schulbehörden erfüllen. Es wird jedoch seitens der staatlichen Behörde für Hygiene auf die Missstände in Bezug auf die Zubereitung der Mahlzeiten hingewiesen und auf Abhilfe gedrängt. Regelmäßig finden Begehungen der staatlichen Schulbehörden statt. Es werden die Bereiche Hygiene, Bildungsinhalte und Management beurteilt. Im Anschluss wird ein Protokoll übergeben in dem entweder alle Punkte als erfüllt angesehen werden oder es werden Auflagen erteilt, die für die Behaltung des permanent Zertifikates möglichst kurzfristig umgesetzt werden sollen. Die Küche wurde hier mehrfach als Mangel in Bezug auf die Hygiene und die Verletzungsgefahr aufgezeigt.

2024Stop Child Trafficking in Togo e. V., BerlinStärkung des Kinderschutzes in benachteiligten Regionen: Effektive Maßnahmen durch gezielte Primärpräventions-Workshops und Sensibilisierungskampagnen zur Bekämpfung des anhaltenden Kinderhandels in Tchamba, TogoTogo
Projektsumme: 13.759,19 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.sctt.eu

Stärkung des Kinderschutzes in benachteiligten Regionen: Effektive Maßnahmen durch gezielte Primärpräventions-Workshops und Sensibilisierungskampagnen zur Bekämpfung des anhaltenden Kinderhandels in Tchamba, Togo

Im Rahmen der diesjährigen Workshops verfolgten wir das Ziel, Kinder und ihre Familien für das Thema Kinderhandel zu sensibilisieren und ihnen ein Verständnis für die Ursachen, Konsequenzen und Gefahren des Kinderhandels zu vermitteln. Dabei setzten wir bei der Vermittlung dieses sensiblen Themas bewusst auf eine methodische Umsetzung durch das Forumtheater, das ursprünglich von Augusto Boal entwickelt wurde.

Unsere Maßnahmen und Aktivitäten richteten sich darauf, potenziell betroffene Personen auf unterschiedlichen Ebenen anzusprechen. In ärmeren und ländlichen Regionen wie Tchamba mangelt es Kindern häufig an Selbstvertrauen, was sie besonders anfällig für die Strategien von Kinderhändlern macht. Daher legten wir großen Wert darauf, die Stärken der Kinder in diesem Bereich zu fördern und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Durch interaktive Übungen und Spiele ermutigten wir sie, ihre Talente zu entdecken und ihre Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern. Ziel war es, die Kinder in die Lage zu versetzen, ihre Bedürfnisse klarer auszudrücken und potenzielle Risiken besser zu erkennen.

Zudem bezogen wir die Eltern und Erziehungsberechtigten der Kinder aktiv in das Projekt ein. Informationsveranstaltungen und Sensibilisierungsmaßnahmen sollten das Bewusstsein der Erwachsenen schärfen und sie in ihrer Rolle als Schutzpersonen stärken.

Das Projekt fand in diesem Jahr in Tchamba statt, einer Stadt in der Region Centrale in Togo, etwa 375 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lomé. Die ethnisch vielfältige Bevölke-rung, darunter Tem und Fulani, lebt überwiegend von Landwirtschaft, wie dem Anbau von Mais, Yams und Hirse. Aufgrund seiner geografischen Lage und sozioökonomischen Strukturen ist Tchamba eine potenziell gefährdete Region für Kinderhandel. Daher war es für unser Vorhaben von besonderer Bedeutung, genau hier aktiv zu werden.

Durch unsere Maßnahmen hoffen wir, langfristig zu einer besseren Prävention von Kin-derhandel beizutragen und sowohl Kinder als auch ihre Familien nachhaltig zu stärken.

2024Bantu - Vereinigung für globale Bildung, Gerechtigkeit und Zusammenarbeit e. V., BerlinMsingi School of Business, Technical, Vocational Education and Training: Friseur- und Kosmetikkurse und Berufscoaching für benachteiligte Frauen in Mbarara, UgandaUganda
Projektsumme: 11.209,80 €
Fördersumme: 8.380,00 €
www.bantu-ev.org

Msingi School of Business, Technical, Vocational Education and Training: Friseur- und Kosmetikkurse und Berufscoaching für benachteiligte Frauen in Mbarara, Uganda

Mbarara steht vor erheblichen sozioökonomischen Herausforderungen, die hauptsächlich auf den Mangel an Berufsbildungsprogrammen zurückzuführen sind. Viele junge Menschen, insbesondere Mädchen und Frauen, verfügen nicht über die notwendigen Fähigkeiten für eine Beschäftigung, was die regionale Entwicklung behindert. Da 60% der Jugendlichen in ihren produktiven Jahren keine Orientierung haben und die Jugend 55% der Bevölkerung Ugandas ausmacht, ist ihre Entwicklung von entscheidender Bedeutung.

Hohe Arbeitslosigkeit und begrenzte Bildungsmöglichkeiten zwingen über 45% der Jugendlichen, die ländlichen Gebiete zu verlassen und in städtische Slums zu ziehen, wo es kaum Chancen gibt. Mädchen und Frauen stehen vor zusätzlichen Hindernissen wie gesellschaftlichen Normen und fehlenden Möglichkeiten zur Kompetenzentwicklung. Dieses Projekt adressiert diese Probleme durch die Bereitstellung einer Berufsausbildung im Friseurhandwerk und in der Kosmetologie, die jungen Frauen praktische Fähigkeiten vermittelt, um finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen und ihre Familien zu unterstützen. Das Programm umfasst auch Schulungen in Finanzwissen, Unternehmensführung und Persönlichkeitsentwicklung, um die Teilnehmerinnen zu befähigen, ihre eigenen Geschäfte zu führen und selbstbewusst am Markt aufzutreten. Angesichts der hohen HIV-Prävalenzrate in Mbarara (14,4 %) beinhaltet das Projekt zudem Gesundheitserziehung und bietet Ressourcen, die jungen Frauen helfen, sich und ihre Gemeinschaften zu schützen.

Zusammenfassend zielt diese Initiative darauf ab, junge Frauen in Mbarara durch die Vermittlung wertvoller beruflicher Fähigkeiten, die Förderung der wirtschaftlichen Selbstversorgung und die Schaffung einer unterstützenden, integrativen Gemeinschaft zu stärken.

2024Deutsche Gesellschaft für internationale Bildungsberatungs- und Wissenschaftszusammenarbeit e. V., BerlinLandwirtschaftliches Entrepreneurship-Zentrum II (Kurztitel: Agri-Enter II), PakistanPakistan
Projektsumme: 66.586,89 €
Fördersumme: 49.950,00 €
gibbz.de

Landwirtschaftliches Entrepreneurship-Zentrum II (Kurztitel: Agri-Enter II), Pakistan

Das Projekt zielte darauf, in einem ländlichen Gebiet bei Layyah ein Zentrum für landwirtschaftli-ches Entrepreneurship aufzubauen. Ein vorhandenes Gebäude wurde umfassend renoviert und mit verschiedenen funktionalen Räumen ausgestattet, darunter eine Textilwerkstatt, ein landwirt-schaftlicher Seminarbereich, ein Hartweizen-Maschinenbetrieb & Verkaufsraum, ein Lagerraum sowie Toiletten usw.. Zusätzlich wurde eine Solaranlage installiert, um die häufigen Stromausfälle zu kompensieren. Das Zentrum bietet praxisorientierte Weiterbildungen in Landwirtschaft und Textilien (Schneiden und Nähen), damit Teilnehmende eigene Geschäftsprojekte entwickeln kön-nen. Inhalte sind Anbau, Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln sowie die Herstellung von Textilien zur Einkommenssicherung oder Eigenversorgung. Die Mühle, die Hartweizenmehl für den lokalen Markt produziert, dient als Einnahmequelle und soll langfristig die Betriebskosten de-cken. Die Textilwerkstatt läuft sehr erfolgreich: Frauen nahmen regelmäßig an Kursen teil, erhielten Schulungen und zum Abschluss eigene Nähmaschinen für den Start in die Selbstständigkeit. Der landwirtschaftliche Bereich war dagegen durch Überschwemmungen, Monsunregen und wech-selnde Ackerflächen stark beeinträchtigt. Mehrfach mussten neue Flächen organisiert werden, was die Umsetzung verzögerte. Dennoch wurden erste Trainingszyklen abgeschlossen. Das Zentrum ist vollständig eingerichtet und aktiv. Außerdem wurde Fachkraft für Mühle und Tex-tilwerkstatt planmäßig stattfand. Die Mühle produziert und verkauft Mehl zu fairen Preisen. Teil-nehmende erzielten erste Erträge aus Gemüseanbau und Näharbeiten. So trägt das Projekt zur Verbesserung von Einkommen und Ernährungssicherheit bei, indem es lokale Produkte stärkt und Wissen vermittelt. Die Lage zwischen Kotla Hajji Shah und Sumara Nasheb erleichtert den Zugang für beide Dörfer. Kooperationen mit der University of Agrikultur Faisalabad ergänzen fachliche Ex-pertise und Netzwerke. Trotz erheblicher Herausforderungen s.

2024SOUROU e.V., BerlinWasser für Alle in Klobatème, TogoTogo
Projektsumme: 13.460,82 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.sourou.de

Wasser für Alle in Klobatème, Togo

Sauberes Trinkwasser ist ein grundlegendes Menschenrecht, ohne das ein gesundes Le-ben nicht möglich ist (SDG 6). Das Projekt „Wasser für Alle in Klobatème!“ fand in der Zusammenarbeit zwischen RADD und SOUROU e.V. vom 12. August bis 12. November 2024 und wurde von der Stiftung Nord Süd Brücken (EZ-Kleinprojektefonds für Au-slandsprojekte) finanziert. Das Ziel war es, die Not und das Leid bei der Trinkwasserver-sorgung der örtlichen Bevölkerung in Klobatème zu verringern, die auf die fehlende Wasserversorgungsinfrastruktur im Klobatème zurückzuführen sind. Ziel dieses Projekts war es, die Bevölkerung bzw. die Einwohnern in der Ortschaft Klobatème einen sicheren Zugang zu Trinkwasser zu ermöglichen und ihr Bewusstsein für durch Wasser übertragene Krankheiten und Hygiene zu stärken. Am Ende des Projektes, am 12. November 2024, profitierten mehr als dreißighundert Menschen (30000) vom neuen gebauten Brunnen in Klobatème. Zwischen September und November 2024 trug das Projekt „Wasser für alle in Klobatème“ zur Einrichtung einer neuen lokalen Wasserstelle in Klobatème bei, die mit Solarmodulen ausgestattet ist. Der Bevölkerung wurden Empfehlungen zum Hygieneverhalten sowie zur richtigen Nutzung und Wartung der Wasserstelle gegeben. Das Projekt „Wasser für Alle in Klobatème!„ hat insgesamt 25000 Menschen direkt und 5000 Menschen indirekt erreicht, die nun Zugang zu Trinkwasser für ein gesundes und erfülltes Leben sowie einen gerechten und nachhaltigen Zugang zu Wasser für alle haben.

2024Wothouq e. V., LeipzigKompetenzwerkstatt – Gemeinsames Gestalten, Wachsen, Leben, TürkeiTürkei
Projektsumme: 10.550,00 €
Fördersumme: 7.900,00 €
wothouq.org

Kompetenzwerkstatt – Gemeinsames Gestalten, Wachsen, Leben, Türkei

In den vergangenen Jahren haben sich die Lebensbedingungen in der Türkei für Einheimi-sche wie auch für geflüchtete Menschen drastisch verschlechtert. Die anhaltende wirtschaft-liche Krise, politische Unsicherheit und wachsender gesellschaftlicher Druck – insbesondere auf syrische Geflüchtete – führen weiterhin zu einem Klima der Perspektivlosigkeit. Für viele Betroffene stellt eine Rückkehr in ihre Herkunftsländer keine realistische Option dar. In die-sem Kontext sind Initiativen, die sowohl wirtschaftliche Teilhabe als auch gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern, von zentraler Bedeutung. Vor diesem Hintergrund realisierte Wothouq e.V. ein Projekt, das auf den bereits vorhande-nen Kenntnissen und Interessen im Bereich Schneiderei aufbaute. Es brachte Frauen aus ver-schiedenen Herkunftsländern – unter anderem aus Syrien, Afghanistan und mehreren afri-kanischen Staaten – zusammen, um in einem selbstorganisierten Prozess Kinderkleidung zu entwerfen und zu produzieren. Die Teilnehmerinnen arbeiteten gemeinsam in Design- und Schneidereigruppen, entwickelten kulturell inspirierte Kleidungsstücke und organisierten sich eigenverantwortlich innerhalb der Projektstruktur. Im Rahmen von Schulungen und Workshops erwarben sie technische, gestalterische und un-ternehmerische Kompetenzen. Die fertigen Kleidungsstücke wurden nach dem Prinzip „1+1“ teils verkauft, teils an bedürftige Menschen weitergegeben. Eine öffentlich organisierte Ver-kaufsveranstaltung sowie die Entwicklung einer eigenen Produktidentität und eines Flyers stärkten die Sichtbarkeit der Ergebnisse und der Teilnehmenden. Das Projekt zeigt, dass gemeinsames kreatives Arbeiten eine wirkungsvolle Methode ist, um soziale Isolation zu durchbrechen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und Selbstwirksam-keit zu stärken. Viele der Frauen konnten ihre Fähigkeiten erweitern, ein kleines Einkommen erzielen und gewannen Vertrauen in

2024Ostsachsen wechselt e. V., Kamenz„Nachhaltiger autarker Kindergarten Smyha: gemeinsam bauen – lernen – nachmachen“, UkraineUkraine
Projektsumme: 13.449,14 €
Fördersumme: 10.000,00 €

„Nachhaltiger autarker Kindergarten Smyha: gemeinsam bauen – lernen – nachmachen“, Ukraine

Dies betrifft nicht nur Unternehmen und private Haushalte, sondern auch den öffentlichen Sektor bis hin zu lebensnotwenigen Versorgungsanlagen. Nach wie vor setzt auch die Ukraine auf zentrale große Stromerzeugungskraftwerken, die mit einem tausende Kilometer langem verwundbaren Stromnetz den Strom zu den Verbrauchern transportieren. Zudem wird auf schmutzige Kohle, Gas und Öl sowie gefährliche Atomkraft – ausnahmslos noch aus dem letzten Jahrhundert stammend und mit sowjetischer Technologie und entsprechenden Wirkungsgraden und Sicherheitsstandart betrieben - gesetzt. Der Druck zum Umdenken und entsprechendem Handeln ist groß, erste Veränderungen zeichnen sich ab. Neben der selbstgemachten CO2-Reduzierung stehen auch die Energieunabhängigkeit und Energieversorgungssicherstellung sowie Betriebskostenreduzierungen im Fokus. Insbesondere jedoch die Menschen in den Dörfern und Städten wollen jedoch selbst aktiv werden. Sie wollen die ukrainische Energiewende selbst in die Hand nehmen und wissen oft nicht wie. Denn auch wenn im Westen oft der Eindruck entsteht, dass die meisten Ukrainerinnen und Ukrainer über ausreichend finanzielle Mittel verfügen (zB durch die übergroßen teureren PKW) trügt dieser Schluss. Dies betrifft auch den öffentlichen Sektor mit ihren kommunalen Gebäuden und Fahrzeugen. Der lokale Partner möchte in diesem Bereich nun aktiv werden und durch den Bau einer Solarstromanlage für den örtlichen Kindergarten und Workshops Projekte im Rahmen von Nachbarschaftshilfe zur Errichtung privater sowie kommunaler Solarstromanlagen eine Eigendynamik auszulösen. Nicht abwarten, meckern, resignieren. Sondern selbst das Mögliche tun und die Gemeinschaft leben und partizipativ nutzen. Das Know-how zur Errichtung einer Solarstromanlage nebst Stromspeicher und mit der Möglichkeit bei Stromausfall das Gebäude zu versorgen soll durch gemeinschaftliches Errichten der Anlage an Interessierte gegeben werden. Die Interessierten sollen danach ihr Wissen auf weitere Interessierte übertragen, sich austauschen, sich ebenfalls auch organisieren. Ebenfalls soll diese Anlage entstehen, an der sich der Aufbau und die Funktion einfach nachvollziehen lässt und die Anlage einen dauerhaften Mehrwert für die Öffentlichkeit/Bevölkerung bringt.

2024Great Africa Network for Women e. V., BerlinRenovierung einer Einrichtung für behinderte Kinder, NigeriaNigeria
Projektsumme: 11.447,86 €
Fördersumme: 10.000,00 €
greatafrica.org

Renovierung einer Einrichtung für behinderte Kinder, Nigeria

Die vorgeschlagene Renovierung wird zunächst mit den Kindern mit besonderen Bedürfnissen, den Lehrern und den Eltern besprochen. Danach wird ein Architekturbüro beauftragt, das Projekt zu koordinieren und zu überwachen, wobei die Pioniere von Hearts and Minds jede Phase der Ausführung anhand des vorgeschlagenen Plans überwachen. Innerhalb von 2 Tagen werden die verrosteten Wände abgetragen und das beschädigte Dach und der Dachstuhl abgerissen. Die angeheuerten Maurer werden innerhalb von sechs Tagen die Gebäudewände einreißen und abtragen. Die Renovierung des Gebäudes wird innerhalb von 3 Tagen durchgeführt, die übrigen Holzskelettarbeiten innerhalb von 6 Tagen, gefolgt von der Abdeckung des Zinks und der Bekrönung innerhalb von 6 Tagen. Die Elektroinstallationen werden angepasst und Sicherheits-/Brandmeldeanlagen installiert. Vor allem wird darauf geachtet, dass sich die Schäden an der Einrichtung nicht wiederholen, indem schimmelresistente Materialien verwendet werden und die Dachabdeckungen haltbar sind, damit kein Regen in die Lernräume fällt. Ebenso sind beschädigte Böden mit Löchern zu renovieren. Die Renovierung muss mit der Reinigung der Einrichtung abgeschlossen werden, bevor die Kinder in die Lerneinrichtung zurückkehren.

2024LOTUS international e. V., Märkisch Luch OT BuschowSpielend Lernen: Weiterbildung und Infrastrukturentwicklung für Kindergärten in West-Sri LankaSri Lanka
Projektsumme: 25.950,72 €
Fördersumme: 19.200,00 €
www.lotus-international.org

Spielend Lernen: Weiterbildung und Infrastrukturentwicklung für Kindergärten in West-Sri Lanka

In den ländlichen Gemeinden von Mathugama, Dodangoda und Beruwala in West-Sri Lanka steht die frühkindliche Bildung vor großen Herausforderungen. Viele Kindergärten leiden unter unzureichender Infrastruktur und einer mangelhaften Ausbildung der Lehrkräfte. Unser Projekt zielt darauf ab, diese Probleme durch gezielte Bildungs- und Infrastrukturmaßnahmen anzugehen, um die Qualität der frühkindlichen Erziehung nachhaltig zu verbessern. Im Fokus stehen 200 Erzieherinnen der lokalen Kindergärten des Projektgebietes. Diese werden in zwei Gruppen unterteilt: Junge, unerfahrene Lehrkräfte erhalten ein umfangreiches 7-tägiges Training, das ihnen grundlegende und fortgeschrittene pädagogische Fähigkeiten vermittelt. Erfahrene Kindergärtnerinnen nehmen an einem speziell entwickelten eintägigen Workshop teil, der auf modernen Erziehungsmethoden basiert und darauf abzielt, aktuelle und adäquatere Lehrmetoden zu vermitteln um veraltete Methoden abzulösen. Zusätzlich umfasst das Projekt infrastrukturelle Verbesserungen von 5-10 ausgewählten Kindergärten - darunter den Bau neuer Toiletten und Spielplätze sowie das Streichen /die Renovierung der Einrichtungen. Auch die Ausstattung dieser soll verbessert werden.

Das Projekt adressiert grundlegende Bedürfnisse nach qualitativer Bildung und professioneller Lehrerentwicklung (auf Basis der frühkindlichen Bedürfnisse der Kinder), um langfristige Ver-besserungen im Bildungsbereich dieser ländlichen Gebiete zu erreichen.

2024Inti Phajsi – Solidarität und Kultur in Aktion e. V., BerlinTarwi: Eine Zukunft, die vor tausenden Jahren gesät wurde – Traditionelles Wissen, innovative Perspektiven, BolivienBolivien
Projektsumme: 13.356,45 €
Fördersumme: 10.000,00 €
https://www.solikulturaktion.org

Tarwi: Eine Zukunft, die vor tausenden Jahren gesät wurde – Traditionelles Wissen, innovative Perspektiven, Bolivien

Das geplante Projekt richtet sich an Tarwi-ProduzentInnen der Gemeinden Copacabana und Carabuco im Bundesstaat La Paz, Bolivien, und verfolgt deren Empowerment durch gegenseitigen Peer-to-Peer-Austausch von sozialem, wirtschaftlichem und kulturellem Wissen und Erfahrungen sowie die (Wieder-)Entdeckung, Sichtbarmachung und Stärkung bereits bestehender und im Verschwinden begriffener reziproker Beziehungen im traditionellen Anbau von Tarwi und damit einhergehender kultureller Praktiken. Dieses Projekt bildet die erste und grundlegende von drei Phasen eines umfassenden Vorhabens zur Entwicklung einer wirtschaftlich-, sozial-, und ökologisch nachhaltigen Perspektive für die Tarwi-Produktion im Altiplano in Bolivien, bei dem ausgehend von der Zielgruppe eine Problemanalyse sowie Bewältigungsstrategien formuliert und sich daraus ergebene Maßnahmen in der zweiten und dritten Phase umgesetzt werden, welche neben den ProduzentInnen die potentiellen AbnehmerInnen und KonsumentInnen in der nächstgelegenen Großstadt El Alto adressieren. Die geplanten Maßnahmen bestehen zunächst im Kontaktauf- und Ausbau sowie Austausch- und Informationstreffen über soziale, ökologische, wirtschaftliche und kulturelle Herausforderungen der Tarwi-ProduzentInnen und anschließend einem intergenerationellen Dialog zwischen diesen und Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Bäckerei-Team des Inti Phaj’si. Anschließend wechselt der Projektort nach El Alto, wo gemeinsam mit der Zielgruppe und zu deren Stärkung Schulworkshops mit SchülerInnen und Eltern sowie Informations- und Austausch-Messen durchgeführt werden, die sich an die breite Bevölkerung sowie zivilgesellschaftliche und politische RepräsentantInnen richten und das Ziel verfolgen, über die kulturelle, wirtschaftliche und ernährungsphysiologische Bedeutung von Tarwi zu informieren. Abschließend werden die durchgeführten Aktivitäten evaluiert, um aus den gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnissen die Phasen zwei und drei zu planen.

2024Tansania-Hilfe Erfurt e. V., ErfurtFünfzehn Brunnen für Gemeinde Tandale-Mlimani, TansaniaTansania
Projektsumme: 45.416,81 €
Fördersumme: 34.000,00 €
www.tansaniahilfe-erfurt.de

Fünfzehn Brunnen für Gemeinde Tandale-Mlimani, Tansania

Bau von 15 Brunnen (shallow wells) mit Handpumpe in den Dörfern/Außenstationen der Gemeinde Tandale-Mlimani im District Kilombero/Tansania mit ca. 500 Großfamilien. Jeder Brunnen versorgt 250-300 Menschen, so dass 3000 bis 4500 Bewohner mit sauberem Wasser versorgt werden, völlig unabhängig von irgendeiner Gruppenzugehörigkeit. Erstmalig wären in der Gemeinde Tandale alle Bewohner versorgt! (UNO MIlleniumsziel SDG 6) Die Brunnen werden in der Trockenzeit ab Juli 2024 bis Dezember 2024 durch die staatliche Wasserbehörde RUWASA (Rural Water Supply and Sanitation Agency) unter Leitung des District Managers und Wasseringenieurs des Ulanga District Council gebaut und betreut. Wasserkomitees werden gewählt und geschult. Sie kümmern sich künftig neben RUWASA um den Erhalt der Brunnen. Die Dorfbevölkerung erbringt zahlreiche eigene Bauleistungen, wie: Roden der Fläche, bohren bzw. graben der Brunnen, Bereitstellung von Materialien wie Ziegelsteinen, Kies und Sand für den Brunnenbau. Der beste Standort für die Brunnen wird gemeinsam von den Fachleuten zusammen mit den Frauen der Dörfer ausgesucht. Durch die verbesserte Erkundung mittels des Wasser-detektors aus Projekt P19/203 sollen die Brunnen auch in der Trockenzeit sicher genügend Wasser liefern. RUWASA führte bereits 2023 erfolgreich eine Wassererkundung im Gebiet durch. Man erwartet folgende Fortschritte durch die Bereitstellung von sauberem Wasser: - Reduzierung der Zahl schwerer Magen-Darm-Erkrankungen. - Frauen und Kinder werden stark entlastet, weil die weiten, zeitraubenden Wege zum Wasserholen entfallen. -Kinder besuchen regelmäßiger die Schule. -Für die wichtige Garten,-und Feldarbeit verbleibt mehr Zeit. Höhere Erträge verbessern die Lebenssituation insgesamt.

2024Brückenschlag Sachsen-Tanzania e. V., NossenAusstattung Computerkabinett für LIHETI (LItembo HEalth Training Institut), TansaniaTansania
Projektsumme: 29.800,76 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.tanzania-verein.de

Ausstattung Computerkabinett für LIHETI (LItembo HEalth Training Institut), Tansania

Wir möchten die Ausstattung des Computerkabinetts am LIHETI – der Labor- und Krankenpflegeschule in Litembo – unterstützen. LIHETI gehört zum Litembo Diocesan Hospital. Dieses ist eine wichtige Einrichtung in der ländlichen Region im Süden Tansanias. Hauptträger des Krankenhauses sowie der neuen Ausbildungsschule ist die Diözese Mbinga, mit der wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten.

2024Myanmar Initiative e. V., StuttgartEducation for a future with hope – Resilienzfördernde und zukunftsorientierte Bildungsmaßnahmen im Rahmen der Dorfentwicklung in der ThaangKaai Area – Chin State, MyanmarMyanmar
Projektsumme: 29.224,32 €
Fördersumme: 25.000,00 €
www.myanmar-initiative.de

Education for a future with hope – Resilienzfördernde und zukunftsorientierte Bildungsmaßnahmen im Rahmen der Dorfentwicklung in der ThaangKaai Area – Chin State, Myanmar

Die Myanmar Initiative unterstützt seit 2011 die Dorfentwicklung in einer extrem armen und von staatlichen Infrastrukturmaßnahmen vernachlässigten Region in der ThaangKaai Area im Chin State in Myanmar. In Vordergrund der Entwicklungszusammenarbeit mit unserem NGO Partner Myanmar Initiative Association, Kalaymyo standen zunächst Infrastrukturmaßnahmen zur Sicherstellung der Wasserversorgung, der Aufbau von Kindergärten sowie Einkommen schaffende Maßnahmen. Dazu gehören Ausbildungsmaßnahmen für Frauen als Weberinnen und die Unterstützung beim Aufbau einer gemeinsamen Produktionsstätte, die Bildung von Frauengruppen und Gemeinwesenarbeit sowie der Aufbau von zwei Gesundheitszentren in Kimlai und Dimzang. Seit dem Militärputsch am 01.02.2021 und den Kämpfen der Regierungstruppen gegen die Widerstandsgruppen hat sich die politische Lage und die unmittelbaren Lebensbedingungen der Bevölkerung in den von uns unterstützten Dörfern dramatisch verschlechtert. Die Region des Chin Staats wurde inzwischen von einer Allianz der ethnischen Gruppen befreit und wird nicht mehr von der Regierung kontrolliert. Die nächst gelegene Provinzhauptstadt Kalaymyo ist noch unter der Kontrolle der Regierung und wird immer wieder umkämpft. In der Folge hat sich die unmittelbare Sicherheits- und Versorgungslage der Bevölkerung zugespitzt. Am stärksten betroffen sind von dieser Lage die Kinder und Jugendlichen, denen seit Monaten kein Schulbesuch mehr möglich ist, da die Schulen und Bildungseinrichtungen geschlossen sind. Aber auch wichtige Versorgungslieferungen für unsere Gesundheitsstationen sind nur unter Schwierigkeiten aufrechtzuerhalten. Unsere lokale Partnerorganisation Myanmar Initiative Association hat in Zusammenarbeit mit den Dorfältesten der von uns unterstützten fünf Dörfern das Maßnahmenpaket Education for a future with hope entworfen, das kurzfristige Antworten auf den Bildungsnotstand bieten soll und das den bedrohten Kindern, Jugendlichen und Familien in ihrer verzweifelten Lage die dringend benötigten Bildungsmaßnahmen sicherstellen soll, um das Aufwachsen einer Generation von chancenlosen Analphabeten zu verhindern. Das Programm umfasst die folgenden Maßnahmen:

• Sicherstellung eines umfassenden school education programm für die Kinder der Stufe 1 – 8 in den fünf Dörfern. • Förderung von Alphabetisierungsprogrammen für Eltern von Schulkindern, um sie darin zu unterstützen, die Bildungsprozesse ihrer Kinder zu fördern.

Die zwei Bildungsmaßnahmen verbinden das Ziel des Bildungserwerbs mit dem Anliegen, die Resilienz und Selbstwirksamkeit der Kinder, Jugendlichen und Eltern zu stärken und ihnen hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven auch in politisch schwierigen Zeiten zu eröffnen. Während des Projekts sollen die Lehrkräfte pädagogisch weiter qualifiziert werden, um auf die dramatische und traumatische Situation der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen adäquat eingehen zu können und diese in ihrer Kompetenz zu stärken, die schwierige Lebenslage soweit möglich bewältigen und positive Zukunftsperspektiven entwickeln zu können.

2024Benkadi e. V. Kultur – Raum – Afrika, BerlinMali: Jeunesse vers l’emploi - Mali: Jugend in ArbeitMali
Projektsumme: 50.299,49 €
Fördersumme: 45.000,00 €
benkadi.org

Mali: Jeunesse vers l’emploi - Mali: Jugend in Arbeit

Im vergangenen Projektzeitraum konnten Ackerflächen (4ha) kurz vor dem Dorf Mana im Süden von Bamako erworben werden (ca. 75km). Nach dieser Investition wird es nun möglich, mittelfristig auf den Flächen eine Ausbildungsakademie für die Landwirtschaft, Fischzucht und Tierhaltung, selbst Seifenherstellung entstehen zu lassen. Die begonnene Umzäunung wird im neuen Jahr als Abwehr von Tierfraß (z.B. Schafe) vervollständigt. Ein Wasserturm, Toiletten, ein Wächterhäuschen mit angeschlossenem Lagerraum bilden bereits die Infrastruktur vor Ort. Wie im vergangenen Projektjahr werden die landwirtschaftlichen Aktivitäten im kommenden Projektjahr weitergeführt. Drei Gruppen von je 20 Teilnehmenden werden in Landwirtschaft (Gemüseanbau), in Geflügelzucht und Seifenproduktion ausgebildet. Die Seifenproduktion erfreut sich auch im Umland von Bamako großen Interesses. Diesmal haben sich junge Erwachsene aus dem dem Dorf Mana benachbarten Ouéléssébougou um eine Ausbildung beworben. Hier wird auf Anfragen von interessierten Gruppen junger Erwachsener geantwortet. Die Geflügelzucht wird als wichtige Ergänzung im Ausbildungsprogramm verstanden. Für sie werden in diesem Jahr zwei Ställe gebaut. Der Partner vor Ort ist bemüht, die Ausbildung in Fischzucht bereits in eigener Regie durchzuführen.

2024Club of Engineers and Friends e. V., BerlinResilient Floating Village: Floating Mothership, IndienIndien
Projektsumme: 32.900,00 €
Fördersumme: 24.660,00 €
www.cef-help.org

Resilient Floating Village: Floating Mothership, Indien

Das Projekt „Resilient Floating Village: Floating Mothership" hat sein Ziel erreicht: Die ländliche Bevölkerung von Bihar erfuhr von den Vorteilen schwimmender Infrastruktur und wurde darin geschult, diese selbst zu bauen – ein Beitrag zur Vermeidung von Abwanderung in Städte, Aufgabe traditioneller Lebensformen und Verarmung. Im Zeitraum Januar bis Dezember 2025 wurde ein 220 Quadratmeter großes schwimmendes Mothership als innovative klimaresiliente Infrastruktur erfolgreich fertiggestellt. Die funktionsfähige schwimmende Plattform verbindet traditionelle Bauweisen mit modernen Upcycling-Methoden: Eine Stahlunterkonstruktion getragen von recycelten Plastikfässern, kombiniert mit Low-Tech-Kreislaufsystemen – Vertical-Farming für Nahrungsmittelproduktion während Überflutungen, Solarenergie für netzunabhängige Stromversorgung und Kompost-Toiletten für hygienische Abwasserentsorgung ohne Wasserverschmutzung. Ein kleines schwimmendes Haus als abkoppelbares Demonstrationsmodul erweitert die Nutzungsmöglichkeiten. Praktische Wissensvermittlung und Kapazitätsaufbau standen im Zentrum: 13 lokale Handwerker:innen wurden intensiv in Schweißtechnik, Metallverarbeitung, nachhaltigen Baustoffen (Waste-Plastic-Composites, Bambus, Lehm) und Plattformstatik geschult und fungieren nun als Multiplikator:innen. Circa 55 Kleinbäuer:innen, Fischer und Studierende aus umliegenden Dörfern nahmen an hands-on Schulungsphasen teil. Mehrere hundert Personen aus lokalen Gemeinschaften wurden durch partizipative Bauarbeit, Community-Workshops und über 500 Besucher:innen im Dezember 2025 erreicht. Das Projekt erreichte höchste institutionelle Anerkennung auf Landes- und nationaler Ebene, umfangreiche Medienberichterstattung sowie die offizielle Genehmigung zur Verlegung nach Patna. Das Mothership bildet eine funktionale Grundlage für Schulungen zu klimaresilienten Technologien, gemeinschaftsbasierte Klimaanpassung und partizipative Resilienzprojekte. Die aufgebauten lokalen Kompetenzen und das hybride Finanzierungsmodell (Unterstützernetzwerke und Vermietung für Bildungsevents, Workshops, Kunstausstellungen) schaffen Voraussetzungen für Selbsttragfähigkeit und Skalierung des Ansatzes

2024Arbeitskreis „Entwicklungshilfe“ e. V., DresdenBau einer Trinkwasserversorgung, von Santitäranlagen und einer solaren Warmwasseraufbereitung, VietnamVietnam
Projektsumme: 32.220,00 €
Fördersumme: 24.160,00 €
www.akeh.de/

Bau einer Trinkwasserversorgung, von Santitäranlagen und einer solaren Warmwasseraufbereitung, Vietnam

Bau eines Speichertanks, Filtertanks, Installation eines Wasserversorgungssystems und einer solaren Warmwasserbereitung für die Bao Nam 2-Grundschule für ethnische Minderheiten, die 175 Grundschüler und 22 Lehrer und Mitarbeiter betreut. Das Personal der Schule (darunter 101 Internatsschüler*innen und 3 Menschen mit Behinderungen, die als integrierte Studierende lernen) verfügen über regelmäßig warmes Wasser zum Essen und für alltägliche Aktivitäten. Bau hygienischer Klärtoiletten für Schüler und Lehrer zur Verbesserung der Gesundheit, der Unterrichts- und Lernqualität und der ökologischen Umwelt.

Begründung:

Im Zuge der Entwicklung der heutigen Gesellschaft steigt der Bedarf an Energie, insbesondere an elektrischer Energie, was zu Schwierigkeiten für Stromerzeuger und -lieferanten führt. Um den Druck bei der Nutzung elektrischer Energie zu verringern, können Sie Solarenergie nutzen – eine reichlich vorhandene und verfügbare Form erneuerbarer Energie, die den Strom vollständig umwandeln kann, um den enormen Bedarf an Warmwasser für Industrie, Hoteldienstleistungen, Tourismus und die täglichen Aktivitäten der Menschen zu decken.

Solarenergie ist eine wertvolle und unerschöpfliche Quelle natürlicher Energie. Die Maximierung der Nutzung solarer Ressourcen ist ein wichtiges Glied in der aktuellen Weltstrategie mit den folgenden Richtungen: Entwicklung von Energiequellen, um den wachsenden Anforderungen der wirtschaftlichen Entwicklung gerecht zu werden. Gleichzeitig müssen die Treibhausgasemissionen CO2 drastisch reduziert werden, um der Gefahr eines globalen Klimawandels vorzubeugen.

Diese Energiequelle erfüllt folgende Anforderungen:

  • Kann aktuell genutzte Energiequellen ersetzen,
  • Ist eine verfügbare und potenzielle lokale Energiequelle,
  • Ist eine saubere Energiequelle, belastet die Umwelt nicht,
  • Einfach zu verwenden und zu nutzen.

Solarwarmwasserbereiter haben große Vorteile:

  • Völlig sicher für Benutzer,
  • Verbraucht keinen Strom und ist absolut umweltfreundlich.
2024Kitii Tenebo Tekishui - Together for Life- Gemeinsam für das Leben e. V., Leipzig Toiletten für Ildepe, KeniaKenia
Projektsumme: 13.103,27 €
Fördersumme: 9.540,00 €
https://www.kitii-tenebo.org

Toiletten für Ildepe, Kenia

  • Das Projekt umfasst die Errichtung von vier Toilettenhäusern mit einem 10.000 l Tank und je einem Waschplatz, die gerecht an vier Standorten der Region Ildepen verteilt sind. Teil des Projektes ist zusätzlich die Frauengesundheit.

8 / 9