Liste bisher geförderter Projekte im EZ-KPF

Da es sich bei dem EZ-KPF um Fördermittel des Bundes (BMZ) handelt, stehen diese Mittel allen deutschen Vereinen zur Verfügung. Im Folgenden finden Sie die Liste der durch die SNSB in den letzten drei Jahren im EZ-KPF geförderten Projekte, bei dem ostdeutsche Vereine die Projektträger waren. Für Informationen über die Projektförderung westdeutscher Vereine im Rahmen des EZ-KPF empfehlen wir Ihnen die Website der W. P. Schmitz-Stiftungen, oder die Website des EZ-KPF

JahrTrägerProjektnameLandFinanzenHomepage
2025Shule ya kesho e. V., DresdenNachhaltige Erweiterung der Schule St. Augustine Preparatory um eine Klassen-stufe und Ausbau eines vorhandenen SchulgebäudesKenia
Projektsumme: 14.630,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
https://shuleyakesho.de

Nachhaltige Erweiterung der Schule St. Augustine Preparatory um eine Klassen-stufe und Ausbau eines vorhandenen Schulgebäudes

Seit 2009 sind die meisten unserer Mitglieder Teil eines Netzwerks zur Unterstützung von St. Augustine Preparatory (ehemals St. Augustine Learning Centre). Das Netzwerk ist ursprünglich aus dem Umfeld der Deutschen Schule Nairobi hervorgegangen, hat sich fortlaufend weiterentwickelt und 2024 zur Gründung unseres Vereins Shule ya kesho e.V. (‚Schule der Zukunft‘) geführt. Die 2007 von Judy Nyambura gegründete und seitdem geleitete, staatlich anerkannte Schule soll im Rahmen dieses Projekts bei der Erweiterung des Schulgebäudes finanziell unterstützt werden. Dabei soll ein bereits seit 2017 genutztes Schulgebäude teilaufgestockt und um einen Klassenraum erweitert werden. Diese Maßnahme ist notwendig, um Raum für die Erweiterung der Schule um eine Klassenstufe zu ermöglichen. Dadurch wird gewährleistet, dass die Bedingungen für die staatliche Anerkennung weiterhin erfüllt sind, die sich mit der seit 2017 implementierten kompetenzbasierten Bildungsreform geändert haben. Durch die Erweiterung der Schule, können in einem peri-urbanen Kontext Schülerinnen und Schülern aus der Umgebung eine möglichst gute und staatlich anerkannte Schulausbildung erhalten, sowie entsprechende staatliche Schulabschlüsse erreichen. Diese Schülerinnen und Schüler kommen aus prekären Familienverhältnissen, mit geringen finanziellen Möglichkeiten, niedrigem Bildungsniveau und schlechtem oder fehlendem Zugang zu medizinischer Versorgung.

2025SanaD e. V., BerlinBildungs- und Begegnungszentrum Aslim – Wiederaufbau und Instandsetzung einer Bildungsstätte für lokale Selbstermächtigung in Süd-SyrienSyrien
Projektsumme: 11.110,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
https://www.sanad-ev.org/

Bildungs- und Begegnungszentrum Aslim – Wiederaufbau und Instandsetzung einer Bildungsstätte für lokale Selbstermächtigung in Süd-Syrien

Im Zuge einer zivilgesellschaftlichen Bewegung in Süd-Syrien wurde im Sommer 2023 die historische Dorfschule von Aslim (lange Zeit durch das Assad-Regime zweckentfremdet) von der lokalen Bevölkerung zurückgewonnen. Ein Team junger Ehrenamtlicher hat daraufhin mit begrenzten Mitteln begonnen, das Gebäude schrittweise zu renovieren. Ziel ist es, die Schule als offenes Zentrum für Bildung, Kultur und Begegnung neu zu etablieren.

Das Projekt bietet Nachhilfe, IT-Kurse und kreative Angebote wie Musikunterricht, ergänzt durch Seminare zu Bürgerrechten, Umwelt und Landwirtschaft. Filmabende mit anschließenden Diskussionen sowie der Aufbau einer Bibliothek fördern gemeinsames Lernen und Dialog. Eine technische Grundausstattung (u.a. Laptops, Drucker, Musikinstrumente, Solaranlage) sowie kleine bauliche Maßnahmen (z. B. sanitäre Anlagen und Stromversorgung) schaffen eine förderliche Lernumgebung. Der Bildungsort wird von einem jungen, lokal verankerten Team getragen und richtet sich gezielt an benachteiligte Gruppen. Langfristig soll die Schule ein Ausgangspunkt für weitere zivilgesellschaftliche Initiativen werden – etwa zu Frauenrechten, Medienkompetenz oder Umweltfragen. Das Projekt fördert Selbstorganisation, stärkt lokale Resilienz und schafft in einem fragilen Umfeld Raum für Entwicklung.

2025Arbeitskreis „Entwicklungshilfe“ e. V., DresdenBereitstellung von Anschlüssen für die Grundversorgung mit Wasser für mind. 400 einkommensschwache Haushalte in der Gemeinde Iringa und im ländlichen Bezirk Iringa, TansaniaTansania
Projektsumme: 66.666,00 €
Fördersumme: 50.000,00 €
www.akeh.de/

Bereitstellung von Anschlüssen für die Grundversorgung mit Wasser für mind. 400 einkommensschwache Haushalte in der Gemeinde Iringa und im ländlichen Bezirk Iringa, Tansania

In Iringa werden die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung von der Iringa Urban Water Supply and Sanitation Authority (IRUWASA) sichergestellt. In den Außenbezirken der Stadt übernimmt die Gemeinde die Verantwortung für den Ausbau des Wassernetzes. Obwohl die Wasserversorgung laut IRUWASA über 90 % beträgt, sind insbesondere die nicht geplanten Stadtteile noch immer unterversorgt. Dort müssen die überwiegend einkommensschwachen Haushalte Wasser entweder an öffentlichen Wasserstellen oder von Nachbarn kaufen, die bereits an das Wasserver-sorgungsnetz angeschlossen sind. In Gebieten, in denen IRUWASA bereits eine Wasserversorgungsleitung verlegt hat, können Haushalte – ob Hausbesitzer oder Mieter – einen Wasseranschluss beantragen. Mindestens 400 Haushalte mit schätzungsweise 1.800 bis 2.000 Begünstigten sollen durch dieses Projekt mittels eines innovativen, revolvierenden Fonds an die Wasserversorgung von IRUWASA angeschlossen werden. Dadurch verbessern sich Gesundheit und Hygiene so-wie die sozioökonomische Situation der Zielgruppe.

2025borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e. V., BerlinOur Voice: Rechtliche Stärkung, Gesundheit und Sichtbarkeit für Migrant*innen in ÄgyptenÄgypten
Projektsumme: 52.830,00 €
Fördersumme: 47.500,00 €
www.borderline-europe.de

Our Voice: Rechtliche Stärkung, Gesundheit und Sichtbarkeit für Migrant*innen in Ägypten

In den letzten zwei Jahren hat die Madad-Initiative mehr als 5.000 sudanesischen Migrantinnen in Ägypten sowie anderen marginalisierten Flüchtlingsgruppen rechtliche, psychosoziale und gemeinschaftliche Unterstützung gewährt. Aufbauend auf diesen Erfahrungen aktualisiert das Projekt „Our Voice“ seine Struktur und seinen Schwerpunkt, um sudanesische Frauen, sudanesische junge Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren, andere Migranten- und Flüchtlingsminderheiten mit ähnlichem ethnischen und sprachlichen Hintergrund sowie gemeindebasierte Anwälte und Anbieter psychosozialer Unterstützung einzubeziehen. Das Projekt reagiert auf den steigenden Bedarf, der durch die sich verschlechternden wirtschaftlichen und politischen Bedingungen in Ägypten, dem Nahen Osten und Afrika entsteht. Es zielt darauf ab, marginalisierte Stimmen zu verstärken, die Heilung von Traumata zu fördern und den Zugang zu Rechtsansprüchen durch eine Mischung aus Gruppensitzungen, therapeutischem Schreiben, juristischer Peer-Ausbildung, Podcasts und einer Social-Media-Kampagne zu verbessern. Durch die Einbeziehung junger Männer schließt das Projekt eine von den weiblichen Teilnehmerinnen identifizierte kritische Lücke und zielt darauf ab, häusliche Gewalt zu reduzieren, positive Verhaltensänderungen zu unterstützen und die Stabilität der Familie zu stärken. „Our Voice“ unterstützt nicht nur seine Teilnehmerinnen, sondern stärkt auch die Kapazitäten von Madad als einer von Frauen geführten Initiative, die sich um den offiziellen NGO-Status in Ägypten bemüht und bereit ist, langfristige, rechtsbasierte und inklusive Lösungen für vertriebene und marginalisierte Gemeinschaften anzubieten.

2025Shisasay e. V., DresdenBEST – Berufsausbildung in Energie- und Sicherheitstechnik für Jugendliche, KamerunKamerun
Projektsumme: 11.000,02 €
Fördersumme: 9.900,00 €
www.shisasay.org

BEST – Berufsausbildung in Energie- und Sicherheitstechnik für Jugendliche, Kamerun

Im Projekt sollen 40 Jugendlich in den zukunftsweisenden Technologien für Photovoltaik- und Überwachungssysteme ausgebildet werden. In der fünfmonatigen Ausbildung erlernen die Teilnehmenden nicht nur das Wissen, sondern werden auch in Praktika in die Umsetzung der Technologie eingeführt. Zunächst erfolgen praxisorientierte Workshops zur Installation von Solarmodulen, Batteriespeichersystemen und Wartung. Anschließend Schulungen zur Installation von Videoüberwachungsanlagen, einschließlich Verkabelung, Kameraeinrichtung und Wartung von Sicherheitssystemen. Abschließend werden Fehlersuche und Reparaturen an Solar- und Sicherheitssystemen vermittelt. Weiterhin werden den Teilnehmenden Wissen und Fähigkeiten in den Bereichen Finanzen, Marketing und Kundenservice vermittelt, um sie bei der Gründung und Führung ihres Unternehmens zu unterstützen. Sie erhalten außerdem Mentoring und Coaching von erfahrenen Fachleuten aus den Bereichen Solarenergie und Sicherheitstechnik, die bereits vor Ort tätig sind. Einige ausgewählte Teilnehmende werden in lokalen Solarenergie- und Sicherheitsunternehmen ein Praktikum absolvieren können, um praktische Erfahrungen zu sammeln und die während der Schulung erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten durch praktische Schulungen mit Fachleuten zu festigen. Nach Abschluss der Schulung werden sie an realen Installationsprojekten in Privathaushalten, Schulen und Unternehmen beteiligt sein. Ziel ist es sie für den direkten Berufseinstieg zu qualifizieren. Das Projekt möchte vor allem auch Mädchen für diesen neuen Berufszweig begeistern und ca. 35% Frauenquote im Projekt anstreben.

2025Shisasay e. V., DresdenResilienz in Bildung II (Resilience in Education II), KamerunKamerun
Projektsumme: 56.940,00 €
Fördersumme: 42.710,00 €
www.shisasay.org

Resilienz in Bildung II (Resilience in Education II), Kamerun

Anknüpfend an das erfolgreich durchgeführte Projekt 2024/25 (welches durch die SNSB gefördert wurde P24/208) soll im akademischen Jahr 25/26 für weitere 50 Schulen im Krisengebiet des anglophonen Konflikts in Kamerun die Resilienz von Lehrkräften, Lernenden und Eltern im Bildungssektor gestärkt werden. Der Bildungsbereich hat seit 2016 stark in der Krise gelitten, Schulen wurden niedergebrannt, Lehrkräfte und Lernende Opfer oder Zeugen von Gewalt, Entführungen und Folter. Viele Schulen sind geplündert, Lehrkräfte vertrieben, Kinder und Eltern traumatisiert zurückgelassen worden. Während das Vorgängerprojekt in einer bestimmten Region arbeitete, wird das Folgeprojekt in besonders gefährdeten Gemeinden arbeiten, in denen aufgrund der schlechten Sicherheitslage sonst keine Hilfsleistungen ankommen. Im Projekt wird 300 Lehrkräfte von weiteren 50 Schulen grundlegendes pädagogisches Wissen vermittelt, für jede Klassenstufen werden Bücher in Mathematik und Englisch angeschafft sowie zwei Bücher zur Unterrichtsplanung für die Lehrkräfte. Die Schulen erhalten Follow-Up Besuche, um das Erlernte Wissen zu festigen und einen zweiten Workshop zum Ende des Jahres. Parallel werden in den Schulen die Trauma aufgearbeitet. Es finden Aufklärungs- und Sensibilisierungsveranstaltungen mit Lehrkräften wie auch SchülerInnen und Eltern statt. Der Umgang mit PTSS wird erläutert und schwere Fälle in Einzelsitzungen betreut. Über eine Radiokampagne und Besuche in den Dörfern sowie die Ausbildung von 100 ErsthelferInnen für psycho-soziale Unterstützung sollen auch die neuen Gemeinden profitieren und das erlebte Trauma in den Gemeinden gemeinschaftlich bearbeitet werden. Um die Schulen weiterhin zu einem Ort der Lernfreude und Stabilität zu machen, werden Eltern über die Bedeutung von Bildung aufgeklärt, z.B. die Wichtigkeit von Geburtsurkunden als offizielles Registrierungsdokument in Schulen. Kindern, die bisher keine Geburtsurkunde hatten, wird im Projekt in Zusammen-arbeit mit den Kommunen eine Urkunde ausgestellt. Zudem werden die Eltern ermutigt sich für die Bildung ihrer Kinder einzusetzen, indem aktive Elternbeiräte in den Schulen ins Leben gerufen werden.

2025Soned Brandenburg e. V., LuhmeNdoto Zetu Kenya - Pathways to a Brighter Future 2025, KeniaKenia
Projektsumme: 24.932,12 €
Fördersumme: 18.750,00 €

Ndoto Zetu Kenya - Pathways to a Brighter Future 2025, Kenia

Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, die Lebensumstände von Kindern und Jugendlichen im Slum Dandora, Nairobi, durch gezielte Bildungsförderung, Gesundheitsvorsorge und kreative Ausdrucksmöglichkeiten nachhaltig zu verbessern. In einem Umfeld, das von Armut, Gewalt und gesundheitlichen Risiken geprägt ist, setzt das Projekt innovative Maßnahmen ein, um die Selbstständigkeit der Teilnehmenden zu stärken, Resilienz zu fördern und die Gemeinschaft langfristig zu unterstützen. Im Bereich Bildung wird der Zugang zu hochwertigem Unterricht durch digitale Lernplattformen erweitert, sodass die Kinder auch während Schulausfällen kontinuierlich lernen können. Ergänzend werden Schwerpunkte wie politische Bildung und soziale Gerechtigkeit in das Programm integriert, um die Teilnehmenden für ihre Rechte und gesellschaftliche Teilhabe zu sensibilisieren. Ziel ist es, ihre schulischen Leistungen zu verbessern und ihnen den Weg zu einer selbstbestimmten Zukunft zu ebnen. Die tägliche Bereitstellung gesunder Mahlzeiten sowie die Weiterentwicklung von Permakultur-Projekten sichert die Ernährung der Kinder und vermittelt praktische Kenntnisse in nachhaltiger Landwirtschaft. Ältere Kinder übernehmen Verantwortung für die Pflege der Gärten, lernen dabei essentielle Anbaumethoden und fungieren als Multiplikatoren innerhalb der Gemeinschaft. Im kreativen Bereich erhalten die Teilnehmenden im Rahmen des Projekts „Ndoto Zetu Records“ die Möglichkeit, eigene Musik und Filme zu produzieren. Diese Projekte fördern nicht nur ihre künstlerischen Fähigkeiten, sondern auch ihr Selbstbewusstsein und ihre sozialen Kompetenzen. Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit präsentiert, was den Austausch mit der Gemeinschaft stärkt. Durch den gezielten Ausbau von Partnerschaften mit lokalen Gesundheitseinrichtungen, Schulen und NGOs wird der Wissenstransfer innerhalb der Gemeinschaft gefördert. Das Projekt Ndoto Zetu Kenya - Pathways To A Sustainable Future 2025 legt die Grundlage für nachhaltige Strukturen, die über die Projektlaufzeit hinaus bestehen und die langfristige Eigenständigkeit der Teilnehmenden fördern.

2025LOTUS international e. V., Märkisch Luch OT BuschowSpielend Lernen 2.0: Erweiterte Weiterbildung und Austattung für Kindergärten in West-Sri LankaSri Lanka
Projektsumme: 25.600,00 €
Fördersumme: 19.200,00 €
www.lotus-international.org

Spielend Lernen 2.0: Erweiterte Weiterbildung und Austattung für Kindergärten in West-Sri Lanka

In den ländlichen Gemeinden im Kaluthara Distrikt in West-Sri Lanka steht die frühkindliche Bildung vor großen Herausforderungen. Viele Kindergärten leiden unter unzureichender Ausstattung und einer nicht vorhandenen oder mangelhaften Ausbildung der Lehrkräfte. Unser Projekt zielt darauf ab, diese Probleme durch gezielte Bildungs- und Ausstattungsmaßnahmen anzugehen, um die Qualität der frühkindlichen Erziehung nachhaltig zu verbessern. Dazu gab es 2024 bereits ein Projekt in den Gemeinden von Mathugama, Dodangoda und Beruwala mit 200 Erzieherinnen (P24/159). Aufgrund dessen Erfolges gab es eine enorme Nachfrage nach diesem Projekt aus den benachbarten Gemeinden. Im Folgeprojekt sollen nun 150 unausgebildete Kindergärtnerinnen in 3 Trainingszentren aus 12 Amtsgebieten in einem 9-Tages Training im Bereich der frühkindliche Bildung ausgebildet werden. Zusätzlich werden nach einer Bedarfsanalyse 30 Kindergärten ausgewählt, die mit Spielplätzen, Musikinstrumenten oder notwendigen Lernmaterial ausgestattet werden. Zusätzlich erhalten zwei bereits bekannte Einrichtungen eine neue Elektroleitung verlegt, da die aktuellen Leitungen ein hohes Sicherheitsrisiko für die Kinder darstellen. Das Projekt adressiert grundlegende Bedürfnisse nach qualitativer Bildung und professioneller Lehrerentwicklung (auf Basis der frühkindlichen Bedürfnisse der Kinder), um langfristige Ver-besserungen im Bildungsbereich dieser ländlichen Gebiete zu erreichen.

2025Afrikanischer Muslim Kreis e. V., BerlinOffensive gegen Arbeitslosigkeit bei benachteiligten Jugendlichen, Binnengeflüchteten und Frauen in Duala und Foumban, KamerunKamerun
Projektsumme: 60.990,00 €
Fördersumme: 45.740,00 €
www.amk-berlin.de/

Offensive gegen Arbeitslosigkeit bei benachteiligten Jugendlichen, Binnengeflüchteten und Frauen in Duala und Foumban, Kamerun

Durch praxisnahe Ausbildung in moderner Kleintierhaltung (Geflügel, Schnecken, Insekten) und Futterproduktion, Schulungen zur Herstellung und Nutzung ökologischer Holzkohle aus Agrarresten, Qualifizierung in Unternehmensgründung, Steuern und digitalem Vertrieb, Sensibilisierungsmaßnahmen zu Lebensmittelsicherheit, Hygiene und lokalem Konsum sowie Informationsreisen zur Vermittlung ländlicher Perspektiven, soll die wirtschaftliche Selbstständigkeit vulnerabler Jugendlicher, Frauen und Binnenvertriebener in Douala und Foumban gefördert, ihre Einkommensmöglichkeiten verbessert und ein Beitrag zur Stärkung nachhaltiger lokaler Wirtschaftskreisläufe und zum Umweltschutz geleistet werden.

2025borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e. V., BerlinAufbau von Frieden und sozialer Zusammenhalt in Gedaref, SudanSudan
Projektsumme: 26.880,00 €
Fördersumme: 24.200,00 €
www.borderline-europe.de

Aufbau von Frieden und sozialer Zusammenhalt in Gedaref, Sudan

Der Kriegsausbruch im Sudan im April 2023 löste die größte humanitäre Krise weltweit aus und zwang Millionen zur Flucht. Seitdem leisten zivilgesellschaftliche AkteurInnen unter extremen Bedingungen lebensrettende Hilfe, doch die Angriffe auf die zivile Bevölkerung, zivile Infrastruktur und insbesondere auf Frauen, Mädchen und Aktivisten halten an. Der Krieg, der sich jetzt im dritten Jahr befindet, ist unerbittlich. Massive Verletzungen von Menschenrechten, sexuelle Gewalt als Kriegswaffe und kontinuierliche Vertreibungen prägen das Geschehen. Rund 30,4 Millionen Menschen – das ist mehr als die Hälfte der sudanesischen Bevölkerung – benötigen dringend humanitäre Hilfe. Cholera-Ausbrüche aufgrund der zusammengebrochenen Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und Energie erschweren die Situation.

Die Gemeinde Gallabat liegt an der Grenze zu Äthiopien. In der Region befinden sich 10 Flüchtlingslager, die ursprünglich Menschen aus Äthiopien, Eritrea und Tigrai aufgenommen haben. Nach Ausbruch des Krieges im Sudan am 15.4.2023, sind dort sehr viele MigrantInnen aus Khartoum untergekommen, allerdings haben auch viele Geflüchtete/ MIgrantInnen die Lager verlassen, insbesondere nachdem die Felder nicht mehr bestellt wurden und daher Verdienstmöglichkeiten in der Landwirtschaft wegfielen. Im Laufe der Vertreibungen durch den Krieg im Rest des Sudan, wurde der Bundesstaat Gedaref zum Zufluchtsort, und eine Vielzahl von Vertriebenen (IDOs) haben sich dort in den Lagern niedergelassen. Das Projekt soll mit Öffentlichkeitsarbeit und Kulturprojekten die sozialen Spannungen durch die Konkurrenz der verschiedenen Bewohnergruppen um knappe Resourcen verringen. Der Zusammenhalt zwischen ursprünglicher Bevölkerung und Zufluchtsuchenden soll gestärkt werden, indem gemeinsam Friedensstrategien entwickelt werden und innerhalb der Kommune zivile Konfliktlösungen erprobt und umgesetzt werden.

2025Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK) e. V., LeipzigBäckerei der Hoffnung, AlgerienAlgerien
Projektsumme: 50.000,00 €
Fördersumme: 45.000,00 €
zeok.de

Bäckerei der Hoffnung, Algerien

In dem saharauischen Flüchtlingslager Camp Laayoun leben rund 48.000 Menschen, die keinen verlässlichen Zugang zu Brot haben. Die Backwaren müssen täglich aus der 32 Kilometer entfern-ten Stadt Tindouf herangeschafft werden. Gleichzeitig verderben jährlich mehrere Dutzend von Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellte Tonnen Mehl, da den Haushalten weder Öfen noch eine stabile Energieversorgung zur Verfügung stehen. Fehlende Arbeits- und Ausbildungsplätze, insbesondere für Frauen, Jugendliche und Menschen mit Behinderung, verschärfen die humani-täre Lage, was zu großen Herausforderungen führt. 

Der Leipziger Verein ZEOK e.V. möchte gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Ojos del Sahara die barrierefreie, solarbetriebene „Bäckerei der Hoffnung“ errichten. Das renovierte, 100 m² große Gebäude wird das Lager künftig täglich mit Brot und Gebäck versorgen. Überschüssiges Mehl wird vollständig verarbeitet. Gleichzeitig erhalten jährlich zwei junge Sahrauis bevorzugt BewerberInnen mit Behinderung eine Bäckerei-Ausbildung. Der Betrieb schafft zehn Arbeitsplätze, senkt die CO₂-Emissionen durch solare Energieversorgung und speist fünf Prozent des Gewinns in einen kombinierten Instandhaltungs- und Sozialfonds ein. In Kooperation mit dem in-klusiven „Friendly Center“, drei Schulen und einem Kindergarten erhalten ein- bis zweimal die Woche rund 800 Kinder kostenfreie Frühstücksbackwaren. Für die Projektlaufzeit vom 01.12.2025 bis zum 30.11.2026 werden ca. 45.000 € (90 % der Gesamtkosten) beantragt. Damit werden Renovierung, Photovoltaikanlage, Ausstattung, Schulungen, Monitoring sowie die anfallenden Personalkosten finanziert. Ab dem 13. Monat trägt sich die Bäckerei vollständig durch eigene Verkaufserlöse. Sie wird in der Trägerschaft der Partnerorganisation Asociación Ojos del Sahara weiterbetrieben und Gewinne werden in die sozialen Aktivitäten der Organisation reinvestiert. -Das Vorhaben verbessert die Ernährungssicherheit (SDG 2), schafft eine menschenwürdige Be-schäftigung (SDG 8) und fördert Inklusion. Darüber hinaus demonstriert es ein ökologisch und wirtschaftlich nachhaltiges sowie replizierbares Geschäftsmodell im Exil. Darüber hinaus etabliert es erstmals eine Bäckerei als sozialen Treffpunkt für FreundInnen, Familien und Meetings in den saharauischen Flüchtlingslagern.

2025Cagintua e. V., PotsdamFrom Street to Skill – Tailoring Training for Single Mothers (TaTSiM ), NigeriaNigeria
Projektsumme: 63.160,00 €
Fördersumme: 47.370,00 €
www.cagintua.de

From Street to Skill – Tailoring Training for Single Mothers (TaTSiM ), Nigeria

Das Projekt „From Street to Skill -Tailoring Training for Single Mothers TaTSiM“ zielt darauf ab, 30 besonders gefährdete alleinerziehende Mütter im Alter von 20–35 Jahren aus dem Stadtteil Elewuro in Ibadan, Nigeria, durch eine 12-monatige Ausbildung im Bereich Schneiderei nachhaltig zu stärken. Die Frauen leben unter prekären Bedingungen oft ohne festen Wohnsitz und bestreiten ihren Lebensunterhalt durch Straßenbetteln. Sie haben kleine Kinder (2–4 Jahre), keine formale Ausbildung und keinen Zugang zu Betreuung, Einkommen oder Startkapital. Das Projekt kombiniert eine zertifizierte Schneiderei Ausbildung mit Kinderbetreuung, täglicher Verpflegung und praktischer Wirtschaftsschulung. Ziel ist es, den Frauen echte Chancen auf Einkommen und Selbstständigkeit zu ermöglichen. Die Ausbildung gliedert sich in 2 Monate Theorie (z. B. Materialkunde, Maßnehmen, KundInnenumgang) und 9 Monate Praxis (Nähen, Zuschneiden, Reparatur, traditionelle Kleidung). In den letzten zwei Monaten (Monat 11-12) absolvieren die Teilnehmerinnen Praktika bei lokalen Schneiderinnen und erhalten ggf. Anschlussbeschäftigungen. Kinder werden während der Schulungszeiten in der Kindertagesstätte (KITA) der Freedom Gospel of Christ Church betreut. Die Kirche hat ihre Zustimmung gegeben, die Kinder der Teilnehmerinnen dort aufzunehmen. Die drei eingesetzten Betreuungskräfte (Caregiver) unterstützen die Mütter, indem sie die Kinder morgens zur KITA bringen und am Nachmittag wieder abholen, wenn einzelne Mütter aufgrund später Schulungszeiten verhindert sind.Ein organisierter Transport zwischen Unterkunft und Schulungsort wird bereitgestellt, um Ausfälle zu vermeiden. Nach Projektende steht ein gemeinschaftlich nutzbarer Nähraum im RUWOSH-Zentrum zur Verfügung. Das Projekt trägt zur Erreichung der SDGs 1 (Keine Armut) und 5 (Geschlechtergleichstellung) bei durch Empowerment, Teilhabe und wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen.

2025Landesverband Sächsischer Buckfastimker (LSB) e. V., DresdenExtension of beekeeping in Western Tanzania (EBWTZ), TansaniaTansania
Projektsumme: 13.500,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
https://buckfast-sachsen.de

Extension of beekeeping in Western Tanzania (EBWTZ), Tansania

Das Projekt zielt darauf ab, in Tanzania natürliche Baumbestände zu erhalten und einen wirtschaftlichen Wert zu geben, anstatt sie für den Erwerb von Agrar-Devisen zu beseitigen. Bienenzucht bringt mehrfache Nutzen: lokales Einkommen für Erzeuger, Arbeitsplätze in der Verarbeitung zu markfähigen Produkten, Bereitstellung von exportfähigen Produkten für den Erwerb von Devisen. Zusätzlich nicht-monetäre Nutzen: Bestäubung von Kulturpflanzen, Ergänzung der Ernährung, Erhalt von natürlichem Lebensraum und Inklusion von benachteiligten Menschen. Die Regionen Rukwa und Katavi haben neben landwirtschaftlich genutzten Flächen auch natürliche Wälder und Savannen. Die agro-ökologischen Bedingungen ermöglichen Bienenhaltung, allerdings gibt es nur wenige Imker unter den Bewohnern. Gleichzeitig sind in Tansania Bienen und Honig traditionell bekannte Elemente im Leben der Menschen. Das Projekt wird Bewohner in Bienenhaltung auszubilden und bei der gesicherten Etablierung eines Bienenstands unterstützen. Insgesamt 60 Imker, organisiert in 5 lokalen Gruppen. Projektziele sind: 1. Die Befähigung von marginalisierten Bewohnern zur nachhaltigen, professionellen und rentablen Bienenhaltung; 2. Mit der Bienenhaltung einen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen, zu leisten ohne sie dabei zu zerstören. Die Intervention leistet einen doppelten Beitrag, sowohl zum Einkommen der Bewohner als auch zum Erhalt der noch vorhandenen natürlichen Baumbestände und Wälder. Dies ist eine Ergänzung zur aktuellen staatlichen Landnutzungsstrategie, welche mit Programmen zur Steigerung des Exports von Getreide die Umwandlung von Savanne in Agrarland befördert. Arbeitspakete: (1) Grundausrüstung für 60 Imker. (2) 3 thematisch abgestimmten Schulungen für die 5 Imkergruppen.

2025Power4africa e. V., DresdenStrom für Perspektiven – Solare Energieversorgung für Näherinnen in SyrienSyrien
Projektsumme: 8.390,00 €
Fördersumme: 6.290,00 €
www.power4africa.de

Strom für Perspektiven – Solare Energieversorgung für Näherinnen in Syrien

Im Rif-Damaskus, der über Jahre unter Belagerung, Krieg und politischer Repression litt, kämpfen Frauen heute weiterhin um wirtschaftliche Unabhängigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Drei von ihnen - Samah, Najah und Rabia - sind alleinige Ernährerinnen ihrer Familien. Mit viel Engagement und Kreativität haben sie begonnen, das traditionelle syrische Aghabani-Handwerk wiederzubeleben, bei dem fein bestickte Stoffe zu Kleidungsstücken und Textilien verarbeitet werden. Inmitten von Stromausfällen und mangelnder Infrastruktur stellt der fehlende Zugang zu Elektrizität jedoch ein massives Hindernis dar. Ihre Werkstätten bleiben oft dunkel, Maschinen stehen still - ihre Arbeit ist dadurch bedroht. Ziel des Projekts ist die Ausstattung der drei Werkstätten mit Solaranlagen, um eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung zu gewährleisten. So können die Frauen ihre Produktion unabhängig fortsetzen, ihr Einkommen sichern und ihre Familien versorgen. Das Projekt stärkt nicht nur ihre ökonomische Existenz, sondern auch ihr Selbstbewusstsein und ihre Rolle in der lokalen Gemeinschaft.

Die Handwerksgruppe vor Ort trägt den Namen "Fäden der Hoffnung" - sie sieht das Handwerk nicht nur als Einkommensquelle, sondern auch als kulturelles Erbe und Ausdruck von Widerstand und Hoffnung. Durch die Solarausstattung wird ein Beitrag geleistet, dieses Erbe zu bewahren und in eine selbstbestimmte Zukunft zu überführen. Langfristig zielt das Projekt auf die Stärkung lokaler Resilienz, Armutsbekämpfung, Klimagerechtigkeit und die Sichtbarkeit der weiblichen Perspektiven im Wiederaufbauprozess ab.

2025MatchLocal e. V., BerlinData4Impact Africa: Digitale Kompetenzen lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen stärken, KamerunKamerun
Projektsumme: 12.060,00 €
Fördersumme: 9.660,00 €
www.matchlocal.org

Data4Impact Africa: Digitale Kompetenzen lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen stärken, Kamerun

Lokale zivilgesellschaftliche Organisationen arbeiten in fragilen Kontexten an vorderster Front. Gleichzeitig stehen sie unter zunehmendem Druck, internationale Anforderungen an Datenerhebung, Berichterstattung und Projektmanagement zu erfüllen, häufig ohne die dafür notwendigen digitalen Werkzeuge oder das Know-how. Digitale Tools und Lizenzen werden von internationalen Gebern jedoch nur selten finanziert – obwohl diese selbst routiniert mit solchen Tools arbeiten und teils voraussetzen, dass lokale Partner ähnliche Standards einhalten. Dadurch entsteht ein Teufelskreis, aus dem insbesondere kleine zivilgesellschaftliche Organisationen nur schwer ausbrechen können. Gleichzeitig wächst die digitale Kluft zwischen internationalen Akteuren mit etablierter digitaler Infrastruktur und lokalen Organisationen, die oftmals auf analoge Prozesse zurückgreifen müssen. Genau hier setzt MatchLocal gemeinsam mit der kamerunischen Partnerorganisation HADY an. Mit dem Projekt „Data4Impact Africa: Digitale Kompetenzen lokaler Zivilgesellschaft stärken“ werden gezielt die digitalen Fähigkeiten lokaler Organisationen in Subsahara-Afrika gestärkt. In praxisnahen virtuellen Schulungen wird anwendungsorientiertes Wissen im Umgang mit zentralen digitalen Programmen und Software (z. B. zur Datensammlung, -verarbeitung, -auswertung, KI-gestützten Analysen, Finanzmanagement, Projektmanagement, Buchhaltung und Online-Kollaboration) vermittelt. Das Projekt trägt damit aktiv zur Verringerung digitaler Ungleichheiten im internationalen Hilfssystem bei und unterstützt lokale Akteure dabei, ihre Arbeit datenbasiert, effizient und unabhängig umzusetzen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Aufbau von Kompetenzen im Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI). Die Trainings vermitteln praxisnahes Wissen über den Einsatz von KI-gestützten Anwendungen für Projektplanung, Datenanalyse, strategische Kommunikation und digitale Entscheidungsunterstützung. Damit sollen nicht nur bestehende Lücken geschlossen, sondern lokalen Organisationen gezielt Werkzeuge an die Hand gegeben werden, um im internationalen Vergleich resilienter und innovationsfähiger zu agieren. Ein weiterer Fokus liegt auf der Nachhaltigkeit: Das Projekt identifiziert und fördert lokale Multiplikatorinnen, die mittelfristig das erlernte Wissen in ihren Organisationen als Mentorinnen weitergeben. Dies dient dem langfristigen Kompetenzaufbau in lokalen Netzwerken und der Zivilgesellschaft. Die Schulungsinhalte orientieren sich am klassischen Projektzyklus in der Humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit und werden auf unterschiedlichen Kenntnisniveaus angeboten, um sowohl digitale Grundlagen als auch fortgeschrittene Anwendungsmöglichkeiten abzudecken. Das Projekt leistet einen gezielten Beitrag zur Lokalisierung internationaler Hilfe. Es befähigt lokale Akteure, ihre Projekte datenbasiert, effizienter und unabhängiger zu planen und umzusetzen. Zudem können sie selbstwirksam agieren und sich im nationalen, wie internationalen Wettbewerb um Fördermittel besser behaupten. Das Projekt stärkt ihre digitale Resilienz, fördert Süd-Süd-Allianzen sowie Peer-to-Peer-Lernen im Bereich Digitalisierung und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Einhaltung internationaler Geberanforderungen.

2025Welt Fairbunden e. V., MarkkleebergSechs Unterkünfte für die Lehrkräfte der Sukrop Junior School in UgandaUganda
Projektsumme: 14.650,44 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.weltfairbunden.de

Sechs Unterkünfte für die Lehrkräfte der Sukrop Junior School in Uganda

Die LehrerInnen der Sukrop Junior School leben aktuell unter extrem beengten und belastenden Bedingungen. Zwei Lehrerinnen und insgesamt acht Kinder teilen sich einen einzigen kleinen Raum, was gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit, Hygiene und das seelische Wohlbefinden der BewohnerInnen hat. Ohne jegliche Privatsphäre wird den LehrerInnen die Möglichkeit zur Erholung und angemessenen Unterrichtsvorbereitung verwehrt. Die dauerhafte Vermischung von beruflichem und privatem Leben führt zu hohem Stress, der ihre Motivation senkt und sich negativ auf die Unterrichtsqualität auswirkt. Diese Situation führt zudem zu häufigen Konflikten, die das Miteinander der LehrerInnen erschweren und das Schulklima belasten. Das Projekt zielt darauf ab, durch den Bau von sechs zusätzlichen und privat nutzbaren Unterkünften die Wohnsituation und damit die Lebensqualität der LehrerInnen und ihrer Familien erheblich zu verbessern. Geplant sind Räume von je 3x3 Metern, die alleinstehenden Angestellten als Rückzugsort dienen sollen. Die bereits bestehenden Unterkünfte werden auf zwei größere Wohneinheiten aufgeteilt, um auch den Familien ausreichend Raum zu bieten. Dadurch wird die Überbelegung der Räume aufgelöst, und die angespannte Stimmung, die aktuell das Zusammenleben erschwert, kann deutlich reduziert werden. Mit dem Bau dieser Unterkünfte kann die Sukrop Junior School nicht nur die Gesundheit und Zufriedenheit der LehrerInnen stärken, sondern auch ihre Motivation und Arbeitsleistung fördern. Eine entspanntere Wohnsituation führt zu einer stabileren, positiveren Lernatmosphäre für die SchülerInnen und stärkt die gesamte Schulgemeinschaft.

2025GlobalSocial-network e. V., KaulsdorfProjekt zur Nutzung von Bambus in der Siedlung Joao Amazonas-Ilheus, Bahia, BrasilienBrasilien
Projektsumme: 13.746,70 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.globalsocial-network.org

Projekt zur Nutzung von Bambus in der Siedlung Joao Amazonas-Ilheus, Bahia, Brasilien

In der oben benannten Gemeinde wurde bereits ein sozio-ökologisches Zentrum bestehend aus einer neuen Schule(Modul1) und einer Bibliothek/Computerraum (Modul 2) durch die Bewohner des Dorfes unter Anleitung des Vereins GlobalSocial-network e-V. errichtet, wobei hier umweltverträgliche Bausysteme verwendet wurden. Im Modul 3 (Mehrzweckraum) soll nun unter Beteiligung des lokalen Bauteams unter Anleitung von Fachleuten, die sich auf Bambusbau spezialisiert haben, die Schulung der Bauleute aus dem Dorf und die Errichtung des Mehrzweckraumes erfolgen. Hierbei soll im ersten Schritt der Anbau und die Pflege von Bambus, die Bearbeitung des Bambus und die Verarbeitung in Workshops unterrichtet werden. Im weiteren ist dann die Ausbildung zum Möbelbauer und die Nutzung von Bambus im Bauwesen vorgesehen. Das von uns beantragte Projekt bezieht sich auf die Arbeiten vom Anbau bis zum Abschluß der Ausbildung der Dorfbewohner.

2025EduManía-Argentina e. V., BerlinInitiative für nachhaltige Bildungserfolge/ Caminos Educativos: iniciativa para un resultado sostenible, ArgentinienArgentinien
Projektsumme: 12.815,70 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.edumaniaargentina.com

Initiative für nachhaltige Bildungserfolge/ Caminos Educativos: iniciativa para un resultado sostenible, Argentinien

Allgemeine Zielsetzung – Entwickeln von Strategien zur Begleitung und Stärkung der schulischen Laufbahn von Kindern der Dr. Delfín Leguizamón-Grundschule. – Beitrag zur Entwicklung einer pädagogischen Bezugsgemeinschaft, den Aufbau einer Bürgerschaft und die Schaffung sozialer Bindungen in einem physischen und symbolischen Unterstützungsraum für Bildungsprozesse. – Bereitstellung eines Raums für Begegnungen und gemeinsame Arbeit von Schule, Familie und Gemeinschaft. Spezifische Zielsetzungen – Pädagogische Vereinbarungen und Ziele mit der Bildungseinheit, ihren Lehrern und Direktoren für die Begleitung von Bildungsgängen mit Unterbrechungen und/oder geringer Intensität, intermittierende und/oder wenig intensive Bildungsgänge.. – Ermöglichung eines anderen Denkens über die Schullaufbahn unter dem Gesichtspunkt der Flexibilität, der Spielfreude, der Überwindung etablierter Stereotypen und im Kontext einer dauerhaften Konstruktion. – Förderung des Aufbaus einer Bildungsgemeinschaft, die die Familie, die Schule und die Zivilgesellschaft in den Prozess der Bildungswege von Jungen und Mädchen einbezieht.

2025V Social Foundation e. V., BerlinZukunft säen: Biologischer Gemüseanbau für die Ernnährungssouveränität der Familien im ländlichen Bambú, Costa RicaCosta Rica
Projektsumme: 12.400,00 €
Fördersumme: 9.300,00 €
www.vsocialfoundation.org

Zukunft säen: Biologischer Gemüseanbau für die Ernnährungssouveränität der Familien im ländlichen Bambú, Costa Rica

2025Kleine Bildungschance e. V., VerchenWissensvermittlung durch Praxis und Anwendung Umweltbildungsprojekt „Das umweltfreundliche und grüne Klassenzimmer in Kindergarten und Schule“, KambodschaKambodscha
Projektsumme: 33.240,00 €
Fördersumme: 24.930,00 €
www.kleinebildungschance.de

Wissensvermittlung durch Praxis und Anwendung Umweltbildungsprojekt „Das umweltfreundliche und grüne Klassenzimmer in Kindergarten und Schule“, Kambodscha

Aufbau und Förderung des Umweltbewusstseins von Kindergarten und Schulkindern durch praktischen Umgang mit Abfall. Das Umweltbildungsprojekt „Das umweltfreundliche und grüne Klassenzimmer in Kindergarten und Schule“ zielt darauf ab, das Umweltbewusstsein von Vorschul- und Grundschulkindern in Phnom Penh durch praxisnahe Lernerfahrungen zu fördern. Besonders im Fokus stehen Kinder aus sozial benachteiligten Familien, insbesondere aus Müllsammlerfamilien, die oft unmittelbar mit Umweltproblemen konfrontiert sind. An den beiden Projektstandorten, dem Kindergarten SOMERSAULT und der Kindergarten- und Grundschule Happy Chandara, lernen die Kinder durch Beobachten, Experimentieren und aktives Handeln, wie sie Abfälle reduzieren, recyceln und kompostieren können. Durch praktische Aktivitäten wird ihnen die Bedeutung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft vermittelt. Die Projektumsetzung erfolgt in fünf Schritten: • Pilotprojekt im Kindergarten SOMERSAULT: Entwicklung eines praxisnahen Modellprojekts für Umweltbildung. • Erarbeitung der Bildungsinhalte: Lehrer und Erzieher entwickeln gemeinsam mit den Kindern Konzepte zur Abfallwirtschaft. • Praxisphase mit den Kindern: Die Kinder erstellen eigene Konzepte zur Abfallreduzierung und testen deren Umsetzung. • Evaluierung und Optimierung: Anpassung der Konzepte für eine bessere Integration in den Schulalltag. • Erstellung eines Handbuchs: Dokumentation und Übertragbarkeit des Projekts auf weitere Bildungseinrichtungen. Dabei werden folgende Kernfragen der Umweltbildung bearbeitet und beantwortet: • Welche Abfälle entstehen täglich in der Schule? • Welche Folgen hat eine unsachgemäße Entsorgung? • Wie kann Abfall vermieden oder recycelt werden? • Welche Rolle spielt Kompost für die Umwelt? Die Kinder analysieren den anfallenden Abfall in ihrer Schule und erarbeiten Lösungen für eine nachhaltige Entsorgung. Plastik, Metall und Glas werden recycelt, Papier weiterverwertet und Bioabfälle in Rotteboxen kompostiert. Dies fördert nicht nur ihr Umweltbewusstsein, sondern vermittelt ihnen auch Verantwortungsbewusstsein für ihre Umgebung. Durch die Verbindung von theoretischem Wissen mit praktischer Anwendung bietet das Projekt einen nachhaltigen Bildungsansatz, der langfristig positive Veränderungen im Umgang mit Abfall bewirken soll.

5 / 9