Liste bisher geförderter Projekte im EZ-KPF

Da es sich bei dem EZ-KPF um Fördermittel des Bundes (BMZ) handelt, stehen diese Mittel allen deutschen Vereinen zur Verfügung. Im Folgenden finden Sie die Liste der durch die SNSB in den letzten drei Jahren im EZ-KPF geförderten Projekte, bei dem ostdeutsche Vereine die Projektträger waren. Für Informationen über die Projektförderung westdeutscher Vereine im Rahmen des EZ-KPF empfehlen wir Ihnen die Website der W. P. Schmitz-Stiftungen, oder die Website des EZ-KPF. 

JahrTrägerProjektnameLandFinanzenHomepage
2026mwagni e. V., BerlinErweiterung der Grundschule L’École Catholique de Konvé in Bameka durch den Bau von zwei Klassenräumen, KamerunKamerun
Projektsumme: 33.610,00 €
Fördersumme: 25.000,00 €
www.mwagni.com

Erweiterung der Grundschule L’École Catholique de Konvé in Bameka durch den Bau von zwei Klassenräumen, Kamerun

Ziel des Projekts ist die Verbesserung des Zugangs zu qualitativ hochwertiger Grundbildung im Ortsteil Konvé der Gemeinde Bameka. Die öffentliche Grundschule L’École Catholique de Konvé ist auf eine Kapazität von bis zu 180 Schülerinnen und Schülern ausgelegt. Aufgrund steigender Schülerzahlen und fehlender Klassenräume ist ein regulärer Unterrichtsbetrieb derzeit nur eingeschränkt möglich. Zum Zeitpunkt der Antragstellung besuchen rund 120 Schülerinnen und Schüler die Schule in 4 Klassenräumen. Um Überbelegung zu vermeiden und mittelfristig weitere Kinder aufnehmen zu können, ist für das Jahr 2026 der Bau von zwei zusätzlichen Klassenräumen geplant. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner Connectica.cmr. Die Planungs- und Vorbereitungsphase beginnt nach Projektbewilligung. Bauzeichnungen werden finalisiert, Kostenvoranschläge geprüft und erforderliche Genehmigungen eingeholt. Der Baubeginn ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Mit Abschluss der Baumaßnahme werden die neuen Klassenräume der Schulgemeinschaft offiziell übergeben. Das Projekt leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Bildungsinfrastruktur im ländlichen Raum und verbessert die Lernbedingungen für Kinder langfristig.

2026Ashavadi Project e. V., BerlinEmpowerment und Einkommensförderung marginalisierter Frauen im Balkhu-Slum durch Qualifizierung in Snackproduktion und Existenzgründung, NepalNepal
Projektsumme: 14.280,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.ashavadiproject.org

Empowerment und Einkommensförderung marginalisierter Frauen im Balkhu-Slum durch Qualifizierung in Snackproduktion und Existenzgründung, Nepal

Das Balkhu-Slum zählt zu den am stärksten benachteiligten informellen Siedlungen in Kathmandu, in denen extreme Armut mit der hohen Anfälligkeit für Naturkatastrophen zusammenfällt. Nach den verheerenden Überschwemmungen entlang des Bagmati-Flusses in den Jahren 2024 und 2025 sind viele Familien in einen Kreislauf aus Verschuldung und existenzieller Unsicherheit geraten. Besonders betroffen sind Frauen, die ohne marktfähige Fähigkeiten einem erhöhten Risiko von Ausbeutung und Menschenhandel ausgesetzt sind. Das vorliegende Intensiv-Trainingsprogramm setzt genau hier an und eröffnet marginalisierten Frauen konkrete Wege in die wirtschaftliche Unabhängigkeit. Im Fokus steht der stark nachgefragte Markt für nepalesische Snacks – insbesondere Produkte wie Momo, Chatpate und Samosa –, die mit vergleichsweise geringen Startkosten hergestellt werden können und einen schnellen Einkommenseinstieg und Cashflow ermöglichen. Im Rahmen des Projekts werden 60 Frauen durch die Vermittlung praktischer Kochfertigkeiten, die Einhaltung grundlegender Hygiene- und Qualitätsstandards sowie eine 15-tägige intensive Schulung im Bereich Unternehmertum qualifiziert. Ergänzend werden sogenannte Start-up-Kits bereitgestellt, um den unmittelbaren Einstieg in einkommensgenerierende Tätigkeiten zu erleichtern und eine nachhaltige wirtschaftliche Selbstständigkeit zu ermöglichen. Darüber hinaus wird die Gründung gemeinschaftlicher Snackstände unterstützt, die es den Teilnehmerinnen ermöglichen, Kosten zu teilen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu stärken. Ziel ist es, dass mindestens 80 % der Teilnehmerinnen unmittelbar nach Abschluss ein stabiles Einkommen erzielen und so langfristig ihre wirtschaftliche Situation verbessern und vor wirtschaftlicher Not geschützt sind. Gleichzeitig trägt das Projekt maßgeblich zum Empowerment der Frauen bei, indem es ihnen ermöglicht, selbstbestimmt Einkommen zu generieren, ihr Selbstvertrauen zu stärken und Teil einer unterstützenden Gemeinschaft zu werden.

2026Great Africa Network for Women e. V., BerlinDas Schweigen brechen: Stärkung ländlicher Gemeinden zur Beendigung der weiblichen Genitalverstümmelung, NigeriaNigeria
Projektsumme: 15.850,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
greatafrica.org

Das Schweigen brechen: Stärkung ländlicher Gemeinden zur Beendigung der weiblichen Genitalverstümmelung, Nigeria

Dieses Projekt zielt darauf ab, die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen in ländlichen Gemeinden zu verhindern und zu reduzieren. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Sensibilisierung für die mit FGM verbundenen Gesundheitsrisiken und Menschenrechtsverletzungen sowie auf der Förderung von Initiativen der Gemeinden zur Abschaffung dieser Praxis. Die Initiative wird mit Mädchen, Eltern, Gemeindevorstehern, Lehrern und Gesundheitspersonal zusammenarbeiten, um schädliche kulturelle Überzeugungen, die FGM unterstützen, in Frage zu stellen. Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören Sensibilisierungskampagnen in den Gemeinden, schulische Bildungsprogramme, Schulungen für lokale Führungskräfte und Gesundheitspersonal sowie die Einbeziehung von Männern und Jungen zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter. Das Projekt wird auch psychosoziale Unterstützung und Überweisungsdienste für Frauen und Mädchen bereitstellen, die von FGM betroffen sind, um ihnen den Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung und Beratung zu gewährleisten. Durch die Stärkung des Dialogs innerhalb der Gemeinschaft und die Befähigung von Mädchen durch Wissen und Lebenskompetenzen soll das Projekt die Gemeinschaften dazu ermutigen, die Rechte und die Gesundheit von Mädchen zu schützen. Durch die Zusammenarbeit mit Interessengruppen in den Gemeinden und die Unterstützung von Partnern möchte das Projekt nachhaltige Veränderungen bewirken und zur langfristigen Abschaffung von FGM in ländlichen Gebieten beitragen.

2026Great Africa Network for Women e. V., BerlinUmfassendes Initiativmodell für benachteiligte Witwen in der ländlichen Gemeinde Itigidi, NigeriaNigeria
Projektsumme: 14.130,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
greatafrica.org

Umfassendes Initiativmodell für benachteiligte Witwen in der ländlichen Gemeinde Itigidi, Nigeria

Die meisten Witwen, insbesondere in ländlichen Gebieten, stehen vor enormen Schwierigkeiten, darunter Nahrungsmittelknappheit, die Unmöglichkeit, ihre Kinder zur Schule zu schicken, mangelnde medizinische Versorgung und Schwierigkeiten bei der Zahlung der Miete. Sie sehen sich in der Regel mit erheblichen Hindernissen bei der Teilnahme an allgemeinen wirtschaftlichen und sozialen Aktivitäten konfrontiert, insbesondere in ländlichen Gebieten, in denen Ressourcen und Unterstützungsnetzwerke möglicherweise begrenzt sind. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine landwirtschaftliche Gruppe, die darauf abzielt, Witwen im Dorf Itigidi im Verwaltungsbezirk Abi des Bundesstaates Cross River zu stärken, von denen die meisten keine Einkommensquelle oder Lebensgrundlage haben, um ihre Kinder zu versorgen. Diese landwirtschaftliche Gruppe von Witwen soll am Ende des Projekts in Genossenschaften umgewandelt werden, die einen ganzheitlichen Ansatz zur Bewältigung dieser Herausforderungen bieten und wirtschaftliche Stärkung, soziale Inklusion und nachhaltige Umweltpraktiken miteinander verbinden. Das Projekt zielt darauf ab, zur langfristigen Widerstandsfähigkeit, Selbstversorgung und zum Wohlergehen der Gemeinschaft beizutragen, indem es Witwen befähigt, durch kooperative Landwirtschaft, landwirtschaftliche Kenntnisse und Marketing-Schulungen als aktive Akteure des Wandels in ihrem lokalen Umfeld zu agieren.

2026Eine-Welt-Haus e. V. Jena, JenaPädagogisch und ökologisch nachhaltige Dorfschulen (Comunidad educativa sostenible), NicaraguaNicaragua
Projektsumme: 48.000,00 €
Fördersumme: 43.200,00 €
www.einewelt-jena.de

Pädagogisch und ökologisch nachhaltige Dorfschulen (Comunidad educativa sostenible), Nicaragua

1 - # 4 Bildungsarbeit: Sowohl unterrichtsbezogene als auch außerschulische Aktivitäten haben das Ziel, den Schülern Lerninhalte in Bezug auf Gesundheit, inklusive Erziehung, Nachhaltigkeit und Resilienz angesichts des Klimawandels zu vermitteln. Weitere Themen sind die Förderung der Kreativität, des bürgerschaftlichen Engagements und des kritischen Denkens.

Mittel -und langfristiges Ziel ist dabei eine qualitativ bessere Bildung der Kinder und Jugendlichen, vor allem zu den Themen, die üblicherweise im Unterricht nicht behandelt werden (Inklusion, ökologisches und gemeinschaftsdienliches Verhalten im Alltag).

5 und # 6 Infrastrukturmaßnahmen: Beide Bildungseinrichtungen verfügen auf ihrem Gelände über betonierte Freiflächen für Versammlungen, Feiern, Projekttage und Sportunterricht, die während der Trockenzeit (Sonneneinstrahlung) und der Regenzeit nur eingeschränkt nutzbar sind. Neben schulischen Aktivitäten werden die Areale für kommunale Veranstaltungen (Dorfversammlungen, Durchführung von Wahlen usw.) genutzt.

Um eine ganzjährige und wetterunabhängige Nutzung der Flächen zu ermöglichen, sollen sie im Zuge des vorliegenden Projektes überdacht werden. Dazu hat sich in anderen Schulen eine landestypische Konstruktion mit Zinkplatten auf Metallpfosten bewährt. Dabei wird die Konstruktion so ausgeführt, dass das von den Dachflächen abfließende Regenwasser in Sammelbecken geleitet wird. So kann es für Gärten und Beete in den Schulen, für Reinigungszwecke usw. genutzt werden. So wird neben den pädagogischen und sozialen Effekten des Projektes ein anschauliches und für jeden nachvollziehbares Beispiel zur Einsparung natürlicher Ressourcen und zum nachhaltigen Wirtschaften erbracht.

https://maps.app.goo.gl/AZHai7wSMLzXQ47r6 (Büro von APRODIM) https://maps.app.goo.gl/p7U9aNMrSV2mGDxY7 (Schule in Fatima) https://maps.app.goo.gl/4CQKZuiCb4BDGpt18 (Schule in Dulce Nombre)

2026streets e. V., BerlinBau eines Multifunktionsgebäudes zur Betreuung junger Menschen in KeniaKenia
Projektsumme: 39.041,00 €
Fördersumme: 25.000,00 €
www.streets.de

Bau eines Multifunktionsgebäudes zur Betreuung junger Menschen in Kenia

In dem Projekt soll ein Multifunktions-Gebäude nach dem Vorbild eines early childhood education centres gebaut werden. Das Dorf sowie das aktuelle Betreuungsgebäude befinden sich in einem defizitären Zustand. Das Gebäude wird primär für Waisen, gefährdete Kinder (2-5 Jahre), Kinder mit Behinderungen und Schulkindern bzw. Jugendliche gebaut. Übergeordnetes Ziel ist es, gleiche Bildungs- und Entwicklungschance für alle Kinder zu ermöglichen. Darüber hinaus soll durch die Betreuungsarbeit die Stärkung der Gesundheit, des Selbstbewusstseins und das soziale Miteinander gefördert werden. Der Projektstandort mit dem neuen Gebäude soll ein Ort sein, an dem Kinder Schutz, Förderung und Gemeinschaft erleben und langfristig bessere Zukunftsperspektiven durch Bildung, Gesundheit und digitale Kompetenzen erlangen können.

2026Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit (GSE) e. V., BerlinDer Schulgewächshaus – ein Ort, um gutes Leben wachsen zu lassen, BolivienBolivien
Projektsumme: 4.140,00 €
Fördersumme: 3.100,00 €
www.gse-ev.de

Der Schulgewächshaus – ein Ort, um gutes Leben wachsen zu lassen, Bolivien

Das Ziel des Projekts ist es, die Philosophie des „guten Lebens“ zu fördern: in Harmonie mit der Umwelt und der Gesellschaft, sowohl in Schulen als auch in der Stadt El Alto. Zu diesem Zweck wird Wintata einerseits die Wiederaufforstung der Queñua fördern, die ein zentrales Element des andinen Ökosystems darstellt, und andererseits den Anbau von Gemüse in Schulen unterstützen, um eine gesunde Ernährung der SchülerInnen zu stärken. Durch die Wiederaufforstung mit Queñuas in El Alto soll das Bewusstsein für das einheimische Ökosystem geschärft und damit eine neue Beziehung der SchülerInnen und BürgerInnen von El Alto zur einheimischen Natur gefördert werden. In den Workshops zum „guten Leben“ wird das Leben in Harmonie mit der Schulgemeinschaft, mit den Nachbarn und in der Stadt betont, um ein harmonisches Zusammenleben in der Gesellschaft zu fördern." 1. Bildungsprojekte mit ExpertInnen in Schulen und vor Ort (Zielgruppe: ca. 60 SchülerInnen aus ausgewählten Grundschulen). 2. Bau eines Lernpfades. 3. Bau einer Baumschule für Queñuabäume inklusive Materials. 4. Bau von Gemüsebeeten. 5. Erstellung eines Lernvideos. 6. Kurse zur Sensibilisierung der Bevölkerung für den Schutz der Queñua und für die Gemüseanbau in der Stadt El Alto. 7. Öffentlichkeitsarbeit in den örtlichen Medien. 8. Gemeinsame Pflanzung und Pflege von Queñuas. 9. Gemeinsame Gemüseanpflanzung und Pflege. Vorrangige Zielgruppe sind SchülerInnen der Grundschule 4. Klasse. Dies schließt aber die strukturelle Verantwortung von Schule und umgebender Gemeinde mit ein. Diese zeigt sich dann u.a. in der Gemeinschaftsarbeit zur Sanierung-Ökosystems (Schutz vor Plastikverschmutzung, Aufforstung) und der Sensibilisierung weiterer Kreise durch Öffentlichkeitsarbeit.

2026Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit (GSE) e. V., BerlinSchützt die Mangrovenwälder! Bildung für unser Klima, IndonesienIndonesien
Projektsumme: 11.200,00 €
Fördersumme: 8.400,00 €
www.gse-ev.de

Schützt die Mangrovenwälder! Bildung für unser Klima, Indonesien

Die Mangrovenwälder auf der indonesischen Insel Bintan sind ein zentrales Ökosystem für Biodiversität, Küstenschutz und Klimaschutz. Gleichzeitig sind sie zunehmend durch Plastikverschmutzung, Abholzung und Bauxitabbau bedroht. Dadurch gehen wichtige Lebensräume für Fisch-, Krebs-, Weichtier- und Vogelarten verloren, während Küstenerosion und Überschwemmungsrisiken zunehmen. Ein im vergangenen Jahr gestartetes Projekt zur Wiederaufforstung und zum Schutz der Mangroven zeigt bereits erste Erfolge: Auf zwei Hektar Fläche wurden 6.000 Mangrovensetzlinge gepflanzt. Durch regelmäßige Säuberungsaktionen können sich die jungen Pflanzen entwickeln, und erste Vogelarten sind bereits in die regenerierten Lebensräume zurückgekehrt. Gemeinsam mit der lokalen NGO ALIM und weiteren Partnern soll das Projekt nun fortgeführt und ausgebaut werden. Ziel des Folgeprojekts ist es, Umweltbewusstsein, Wissen und Handlungskompetenzen für den Schutz der Mangroven langfristig in der lokalen Gemeinschaft zu stärken. Zentrale Zielgruppen sind Schülerinnen der umliegenden Grund- und Sekundarschulen, Kinder und Jugendliche mit geistigen und körperlichen Behinderungen aus Förderschulen sowie Lehrkräfte, die als Multiplikatorinnen wirken. Zu den geplanten Aktivitäten gehören Umweltbildungsworkshops, Fortbildungen in Schulen, Studienfahrten in das Mangrovenreservat „Hutan Bakau Alami“, die Pflege von Mangroven-Baumschulen durch ein Schüler-Team, Aufforstungs- und Säuberungsaktionen sowie die Entwicklung von gedruckten und digitalen Lernmaterialien. Ergänzend entstehen wetterfeste Lernorte im Schulgarten der SMPN 10 und im Mangrovengebiet. Das Projekt stärkt lokales Engagement, verankert Umweltbildung im Schulalltag und trägt langfristig zum Schutz der Mangroven sowie zur Reduzierung von Plastikverschmutzung bei.

2026Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinWochenendseminar zu PME-Themen: „Begleitung von Auslandsprojekten“, Qualifizierungsseminare inkl. Kurzseminare + Digitalisierung/Digitale Formate im EZ-KleinprojektfondsBRD
Projektsumme: 25.000,00 €
Fördersumme: 25.000,00 €

Wochenendseminar zu PME-Themen: „Begleitung von Auslandsprojekten“, Qualifizierungsseminare inkl. Kurzseminare + Digitalisierung/Digitale Formate im EZ-Kleinprojektfonds

2026Syrische Stimmen in Deutschland e. V., BerlinSchulergänzende Förderung in Bab Bila, SyrienSyrien
Projektsumme: 11.120,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
https://syrische-stimmen.de/

Schulergänzende Förderung in Bab Bila, Syrien

In der Stadt Bab Bila, südlich von Damaskus, besuchen jährlich etwa 2.100 Schülerinnen und Schüler die erste Klasse. Die Rahmenbedingungen in den Schulen sind hier nicht optimal, sind doch 5/14 Schulen teilweise zerstört. So wird ein erfolgreicher Eintritt in das Bildungssystem behindert. Davon sind besonders bildungsferne, sozioökonomisch schwächere Familien betroffen, da hier kein Geld für den vorgelagerten Kindergartenbesuch existiert oder private Nachhilfe. Diese Kinder können als Zielgruppe ausgemacht werden. Um Kinder mit besonderen Förderbedarf (vor allem nach sozioökonomischen Kategorien) zu unterstützen, werden mit der Anmeldung auch Daten zum Elternhaus abgefragt. Basierend darauf werden transparent die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes ermittelt. Im Rahmen des Projektes soll sich folgenden SDG-Zielen angenähert werden: 10 „Abbau von Ungleichheit“ und 5 „Geschlechtergleicheit“. Konkret meint das die effektive Vorbereitung auf das Schulleben und die kostenlose schulergänzende Förderung während des Besuches der ersten Klasse. Hierbei wird die Unterstützung beim Erwerb von basalen lese-, rechtschreib-, mathematischen- und sozialen Kompetenzen avisiert. Die Maßnahmen lassen sich in zwei inhaltliche Phasen einteilen. Einerseits die Vorbereitungsphase. Hier werden mit 90 Kindern (sechs Gruppen á 15 TN) vor dem Eintritt in die erste Klasse das Bewegen in Gruppen und Gruppenlernen eingeübt. Hierfür sind drei-vier Monate vorgesehen. Auch wird in dieser Phase Vertrauensarbeit zwischen dem dreiköpfigen Team der Pädagoginnen und Pädagogen und den Teilnehmenden geleistet. Koordiniert wird das Projekt, durch eine vierte Stelle. Die zweite Phase beginnt mit dem Eintritt in die erste Klasse und begleitet diese 90 Kinder während des ersten Schuljahres. Hier wird der Erwerb von den oben erwähnten Kompetenzen unterstützt. Dies wird evaluiert. Das Projekt versteht sich als Teil eines Netzwerkes, wird sich also in das bereits existierende Hilfesystem integrieren und vernetzen. Dies wird die koordinierende Stelle ganzjährig vorantreiben.

2026Pepea Empowerment Tansania e.V., BerlinInfrastrukturmaßnahme zur Gesundheitsförderung: Neubau einer gasbetriebenen Schulküche, TansaniaTansania
Projektsumme: 14.880,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
https://www.pepea-empowerment.org

Infrastrukturmaßnahme zur Gesundheitsförderung: Neubau einer gasbetriebenen Schulküche, Tansania

Im Rahmen des Projekts wird eine neue, feste Schulküche als bauliche Infrastrukturmaßnahme errichtet. Das Gebäude wird in massiver Bauweise ausgeführt, gut belüftet und mit einer gasbetriebenen Kochstelle ausgestattet, um eine sichere, hygienische und rauchfreie Essenszubereitung zu gewährleisten.

Zusätzlich wird ein separater, abschließbarer Lagerraum integriert, der der sicheren und trockenen Aufbewahrung von Lebensmitteln, Kochutensilien und anderen Materialien dient. Der Lagerraum schützt die Vorräte vor Feuchtigkeit, Schädlingen und unbefugtem Zugriff und trägt damit wesentlich zur Einhaltung hygienischer Standards sowie zur langfristigen Sicherstellung der Lebensmittelversorgung bei.

Ergänzend wird zu einem späteren Zeitpunkt ein überdachter Essbereich mit festen Sitz- und Essplätzen für Kinder geschaffen. Die Gestaltung erfolgt altersgerecht und inklusiv, mit kindgerechten Sitzhöhen sowie barrierearmen Zugängen. Die Sitzplätze sind nicht teil dieses Projektes.

Die Maßnahme unterstützt die Ziele des tansanischen National School Health Programme sowie des Education Sector Development Plan durch die Verbesserung der Schulgesundheit, der Hygiene und der Ernährungsbedingungen. Gleichzeitig leistet das Projekt einen Beitrag zur Reduzierung gesundheitsgefährdender Rauchbelastung, zur Prävention von Mangelernährung und zur Schaffung gesundheitsfördernder Lernbedingungen, wie sie in nationalen Bildungs- und Gesundheitsstrategien der Vereinigten Republik Tansania vorgesehen sind.

Obwohl es sich um eine staatliche Schule handelt, können Investitionen in zusätzliche Bildungsinfrastruktur wie den Bau einer Schulküche aufgrund der vorrangigen Bindung öffentlicher Mittel an gesetzlich verpflichtende Aufgaben (u. a. Lehrergehälter, Unterrichtsbetrieb und Grundausstattung) derzeit nicht umgesetzt werden, sodass im Sinne einer förderpolitisch sinnvollen Arbeitsteilung externe Förderpartner diese Finanzierungslücke schließen, während der Staat nach Fertigstellung die laufenden Betriebs- und Instandhaltungskosten übernimmt und damit die nachhaltige Nutzung sowie die dauerhafte Verankerung der Maßnahme im öffentlichen Bildungssystem sicherstellt.

2026USEF - Europe e. V., BerlinStärkung von Familien im Distrikt terego, UgandaUganda
Projektsumme: 13.620,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
use-foundation.org

Stärkung von Familien im Distrikt terego, Uganda

Hintergrund: Uganda ist generell von grosser Armut betroffen, Terego gehört zudem zu den ärmsten Distrikten Ugandas. Hinzu kommt, dass in Terego in den letzten Jahren die Armutsquote von etwa 36 Prozent im Jahr 2020 auf etwa 52 Prozent im Jahr 2024 gestiegen ist. Im Distrikt Terego leben etwa 36.000 Haushalte in Subsistenz. Deren Zukunft ist neben der Armut zusätzlich durch die Klimakrise in Form von Ernteausfällen und Ernährungsunsicherheit allgemein bedroht. Der Mangel an landwirtschaftlichen Beratern (sogenannte „Extension workers“) – mit einem Verhältnis von etwa 1 zu 5000 statt des nationalen Ziels von 1 zu 500 – verringert den Zugang zu modernen Anbaumethoden und -kompetenzen. Ziel: Dieses USEF-Projekt zur Familienermächtigung im Distrikt Terego in Nordwesten Ugandas zielt darauf ab, 84 der ärmsten Familien durch höhere landwirtschaftliche Produktivität aus der Subsistenzwirtschaft zu befreien und nachhaltige und diversifizierte Einkommen zu schaffen. Vorgehensweise: USEF Uganda führt Schulungen in nachhaltiger Landwirtschaft durch, um den Familien moderne Anbaumethoden mit Reihenpflanzung, Düngung, Lagerung der Produkte etc. zu vermitteln. Zudem erfolgt die Verteilung von Saatgut und Jungtieren, ergänzt durch die Bereitstellung von Mikrokrediten für die Tierhaltung, damit die Haushalte ihre Produktion diversifizieren können. Abschließend wird die kooperative Ressourcennutzung gefördert, indem Familien ermutigt werden, Wissen, Werkzeuge und weitere Ressourcen untereinander zu teilen, um nicht nur die Ausnutzung dieser Ressourcen zu erhöhen und somit mehr Familien profitieren zu lassen, sondern auch, um eine Stärkung der Gemeinschaft durch stärkere Bindung zueinander zu erreichen.

2026Runayay e. V., BerlinWachsende Resilienz – traumasensible Begleitung für Care Leaver*innen in PeruPeru
Projektsumme: 68.150,00 €
Fördersumme: 50.000,00 €
https://www.facebook.com/Asociacion.Runayay

Wachsende Resilienz – traumasensible Begleitung für Care Leaver*innen in Peru

In Peru wachsen Kinder und Jugendliche ohne elterliche Fürsorge vorwiegend in Einrichtungen der Heimerziehung auf. Der Übergang aus der stationären Unterbringung ins Erwachsenenleben stellt für sogenannte Care LeaverInnen eine besondere Herausforderung dar: Fehlende soziale Anschlusshilfen, ungenügende Vorbereitung und ein sehr begrenztes Angebot an psychosozialer und/oder psychotherapeutischer Unterstützung können zu hohen Risiken wie psychischen Erkrankungen, Suchtverhalten oder Obdachlosigkeit führen. Besonders betroffen sind junge Menschen mit komplexen Belastungserfahrungen, etwa durch Vernachlässigung oder Gewalt, die bislang im nachstationären Hilfesystem kaum erreicht werden. Das Projekt setzt hier an und stärkt die psychosoziale Gesundheit und Teilhabe von Care LeaverInnen sowie Jugendlichen in Heimen. Durch niedrigschwellige psychosoziale Beratungs- und Begleitangebote, Psychotherapien sowie präventive und empowernde Workshops und Aktivitäten werden Care LeaverInnen in ihren Ressourcen gestärkt und ihre Resilienz im Übergang erhöht. Parallel wird die Projektorganisation in der Profilierung ihres traumasensiblen Ansatzs gefördert (Fortbildungen, Supervision, Konzeptüberarbeitung). Darüber hinaus erhalten Fachkräfte aus Heimeinrichtungen Impulse zum Thema Traumapädagogik und junge Menschen werden gezielt auf die Übergangsphase vorbereitet. Öffentlichkeitsarbeit trägt zur Sensibilisierung in Fachkreisen und Gesellschaft bei. Eine weitere Komponente liegt in der Stärkung der interinstitutionellen Kooperation: Durch Netzwerkarbeit sollen langfristig bessere Versorgungsstrukturen für psychosozial belastete Care LeaverInnen entstehen. Die Umsetzung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team. Begleitend finden Supervision, Monitoring und ein abschließendes Fachforum statt. Das Projekt trägt dazu bei, bestehende Lücken im Hilfesystem zu schließen, die Rechte junger Menschen auf Gesundheit und soziale Teilhabe zu stärken und soziale Ungleichheiten abzubauen.

2026Freunde helfen Luxor e. V., SchkeuditzBildung für alle – Erweiterungsbau Schule 1. Obergeschoss, ÄgyptenÄgypten
Projektsumme: 28.300,00 €
Fördersumme: 21.220,00 €
www.info-freunde-helfen-luxor.de

Bildung für alle – Erweiterungsbau Schule 1. Obergeschoss, Ägypten

Es handelt sich um ein Bildungsprojekt zur Förderung sozial und/oder gesundheitlich benachteiligter Kinder in Luxor/ Westbank/ Elboeirat/ Elrozga (Ägypten). Ziel ist die Erweiterung des betreuten Umfeldes für Kinder im Alter zwischen ca. 5 bis ca. 15 Jahren. Dafür soll ein bestehendes Gebäude erweitert werden. Auf das bereits errichtete und genutzte Erdgeschoss mit 3 Betreuungsräumen, einer Teeküche und sanitären Einrichtungen soll ein 1. Obergeschoss errichtet werden. Es sollen weitere Unterrichtsräume geschaffen werden, um der großen Nachfrage nach Betreuung im Dorf gerecht zu werden. Für die Räume ist eine Doppelnutzung geplant. Tagsüber werden die Kinder unterrichtet und am Abend findet in den Räumen Erwachsenenbildung statt. Mit dem Bau des 1. Obergeschosses werden weitere 60 Betreuungsplätze geschaffen. Das Gebäude befindet sich im Zentrum des Dorfes und ist somit für die Kinder fußläufig und ohne Begleitung erreichbar. Mit dem Erweiterungsbau können noch mehr Kinder aus armen Familien betreut und auf die Schule vorbereitet werden. Die Betreuung der Kinder erfolgt durch Pädagogen. Besonders Mädchen, die sonst im Haushalt helfen müssten, wird in diesen Gemeinschaftsklassen Gelegenheit gegeben, die Grundlagen für eine qualifizierte Ausbildung zu erlangen. Die Bildung und Wissensvermittlung erfolgen weltoffen im Rahmen der vor Ort geltenden Werte. Dies wird von unserem Südpartnerverein Hayah Afdal (besser leben), dem vor allem sozial engagierte Menschen angehören, fortwährend begleitet.

2026Myanmar Initiative e. V., StuttgartBau und Ausstattung eines Gebäudes für das Gesundheitszentrum in Dimzaang in der ThaangKaai Area im Chin State, MyanmarMyanmar
Projektsumme: 23.180,00 €
Fördersumme: 20.860,00 €
www.myanmar-initiative.de

Bau und Ausstattung eines Gebäudes für das Gesundheitszentrum in Dimzaang in der ThaangKaai Area im Chin State, Myanmar

Die Myanmar Initiative unterstützt seit 2011 die Dorfentwicklung in einer extrem armen und von staatlichen Infrastrukturmaßnahmen vernachlässigten Region in der ThaangKaai Area im Chin State in Myanmar. In Vordergrund der Entwicklungszusammenarbeit mit unserem NGO Partner Myanmar Initiative Association, Kalaymyo standen zunächst Infrastrukturmaßnahmen zur Sicherstellung der Wasserversorgung, der Aufbau von Kindergärten sowie Einkommen schaffende Maßnahmen. Dazu gehören Ausbildungsmaßnahmen für Frauen als Weberinnen und die Unterstützung beim Aufbau einer gemeinsamen Produktionsstätte, die Bildung von Frauengruppen und Gemeinwesenarbeit sowie der Aufbau von zwei Gesundheitszentren in Kimlai und Dimzang. Seit dem Militärputsch am 01.02.2021 und den Kämpfen der Regierungstruppen gegen die Widerstandsgruppen hat sich die politische Lage und die unmittelbaren Lebensbedingungen der Bevölkerung in den von uns unterstützten Dörfern dramatisch verschlechtert. Die Region des Chin Staats wurde inzwischen von einer Allianz der ethnischen Gruppen befreit und wird nicht mehr von der Regierung kontrolliert. Die nächst gelegene Provinzhauptstadt Kalaymyo ist noch unter der Kontrolle der Regierung und wird immer wieder umkämpft. Wichtige Versorgungslieferungen für die Dörfer und auch für unsere Gesundheitsstationen sind nur unter Schwierigkeiten und Gefahren aufrechtzuerhalten. Unsere lokale Partnerorganisation Myanmar Initiative Association betreibt seit 10 Jahren das Thomas Clinic Center in Kimlai und seit fünf Jahren das Dimzaang Clinic Center. In beiden Gesundheitszentren arbeiten insgesamt 5 erfahrene Krankenpflegekräfte, die mit Mitteln der Myanmar Initiative im Provinzkrankenhaus in Kalaymyo ausgebildet wurden. Die beiden Zentren versorgen fast 6000 Menschen aus dieser Region. In den Jahren 2018/2019 wurde aus Mitteln des EZ-Kleinprojektefonds des BMZ über die Stiftung Nord-Süd-Brücken ein neues Holzgebäude für die Thomas Clinic in Kimlai errichtet. Das seit 5 Jahren bestehende Gesundheitszentrum in Dimzaang ist in einer einfachen Holzhütte untergebracht, die für die Anforderungen des klinischen Gesundheitszentrums auch unter diesen schwierigen Bedingungen völlig ungeeignet ist. Unsere Partnerorganisation plant in Absprache mit den Vertretern der Dorfgemeinschaften den Neubau eines Holzgebäudes, das die notwendigen Anforderungen erfüllt. Die manuellen Bauarbeiten sollen von den Bewohner*innen der Dörfer ausgeführt werden. Die Baumaterialien, die Erschließung die Stromversorgung sowie die Grundausstattung der Klinik können aus den Mitteln der Dorfgemeinschaft nicht finanziert werden.

2026Deutsch-Laotische Gesellschaft (DLG) e. V., BerlinWasserversorgung für das Dorf Huaywa, Toumlan Distrikt, Laos PDRLaos
Projektsumme: 30.000,00 €
Fördersumme: 22.500,00 €
dlg-ev.net

Wasserversorgung für das Dorf Huaywa, Toumlan Distrikt, Laos PDR

Der Distrikt Toumlan ist einer der ärmste Distrikte in der Provinz Salavan und liegt in den Bergen im Nordosten der Provinz Salavan. Das Dorf Huaywa liegt 6 Km von der Distriktstadt Toumlan entfernt und nur 2 KM zur Nachbarprovinz Savannakhet. Hier leben 361 Familien in 174 Haeusern, insgesamt 1,365 Einwohner, davon 807 Frauen. Alle Dorfbewohner gehoeren zu der Ethnie der Katang. Es gibt keine Wasserleitung und auch keine Toiletten. Die Dorfbewohner verwenden das Wasser aus einem kleinen Fluss zum Trinken und auch als Brauchwasser, während des Monsuns sammeln sie das Regenwasser für den täglichen Gebrauch. Auch wenn das Wasser abgekocht wird, führt es oftmals zu gesundheitlichen Problemen. Das Wasser wird von den Frauen und von den größeren Kindern geholt, dazu müssen sie mehrmals täglich (hin und zurück ca.1,5 km) gehen. Das Wasser holen beansprucht sehr viel Zeit und meist wird nur die nötigste Menge beschafft. Dadurch kommt es zur Vernachlässigung von Reinigungsarbeiten im Haushalt und bei der Körperpflege und Wäschepflege (nicht genügend Wasser bzw. Zeit vorhanden) und auch zu regelmäßigen Fehlzeiten der Kindern in der Schule. In der Trockenzeit wird das Wasser im Fluss weniger und verschlammt oftmals. Erleichterung schafft dann der Monsunregen.

Damit die Menschen im Dorf täglich frisches Wasser zur Verfügung bekommen, sind für das Dorf 5 Wasser-Zapfstellen geplant. Dafür muss ein Brunnen gebohrt werden. Das Wasser wird mit einer Pumpe in zwei Wassertanks gepumpt und in Wasserrohren im Dorf verteilt. Da es nicht genug Strom gibt, wird die Pumpe mit Solarstrom betrieben. Ebenso werden 3 Gemeinschaftstoiletten mit je drei Toilettenräumen gebaut. Die vorherige Überlegung, einzelnen privaten Familien Toiletten als Beispiel für die Dorfbewohner zu ermöglichen, wurde nicht weiter verfolgt. Die Bevorzugung von Einzelnen im Dorf würde wahrscheinlich zu Neid und Verärgerung führen und das soziale Miteinander gestört werden. Daher sind im Projekt vorerst 3 Gemeinschaftstoiletten vorgesehen.

Ergänzend werden die Familien über die Nutzung des Wassers, die Pflege der Zapfstellen und Hygienemaßnahmen trainiert.

Die bauliche und technische Planung des Wasserprojektes wird in Zusammenarbeit mit der Baubehörde des Distriktes durchgeführt.

2026Tansania-Hilfe Erfurt e. V., ErfurtBau eines überdachten Verbindungsganges / Korridors zwischen der Mutter-Kind-Klinik/ OP und dem ambulanten Bereich (OPD-outpatient department) des KWIRO-Dispensary, TansaniaTansania
Projektsumme: 18.600,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.tansaniahilfe-erfurt.de

Bau eines überdachten Verbindungsganges / Korridors zwischen der Mutter-Kind-Klinik/ OP und dem ambulanten Bereich (OPD-outpatient department) des KWIRO-Dispensary, Tansania

Gemäß staatlicher Auflagen und existierender gesetzlicher Vorschriften ist der Bau eines überdachten Verbindungsganges / Korridors zwischen der Mutter-Kind-Klinik/ OP und dem ambulanten Bereich (OPD-outpatient department) des KWIRO-Dispensary erforderlich, um insbesondere für die Patienten und auch für das medizinische Personal einen sicheren und vor den Wetterunbilden geschützten Transfer zwischen beiden Teilen eines Mutter-Kind-Gesundheitszentrums-Komplexes barrierefrei abzusichern. Dieser Verbindungsweg zwischen MCH-Trakt und OPD-Abteilung ist ebenfalls für künftige, angedachte Erweiterungen des KWIRO-Gesundheitszentrums um weitere Fachdisziplinen eine gute Basis. ( Nachhaltigkeit)

2026Tansania-Hilfe Erfurt e. V., ErfurtSieben Brunnen für Gemeinde Lungongole, Tansania, 2026 ( Morogoro Region)Tansania
Projektsumme: 19.940,00 €
Fördersumme: 14.900,00 €
www.tansaniahilfe-erfurt.de

Sieben Brunnen für Gemeinde Lungongole, Tansania, 2026 ( Morogoro Region)

Bau von 7 Brunnen (shallow wells) mit Handpumpe in den Dörfern/Außenstationen der Gemeinde Lungongole im District Kilombero/Tansania mit ca. 500 Großfamilien. Jeder Brunnen versorgt 250-300 Menschen, so dass 1800 bis 2100 Bewohner mit sauberem Wasser versorgt werden, völlig unabhängig von irgendeiner Gruppenzugehörigkeit. (UNO MIlleniumsziel SDG 6) Die Brunnen werden in der Trockenzeit ab Juli 2026 bis Dezember 2026 durch die staatliche Wasserbehörde RUWASA (Rural Water Supply and Sanitation Agency) unter Leitung des District Managers und Wasseringenieurs des District Council gebaut und betreut. Wasserkomitees werden gewählt und geschult. Sie kümmern sich künftig neben RUWASA um den Erhalt der Brunnen. Die Dorfbevölkerung erbringt zahlreiche eigene Bauleistungen, wie: roden der Fläche, bohren bzw. graben der Brunnen, Bereitstellung von Materialien wie Ziegelsteinen, Kies und Sand für den Brunnenbau. Der beste Standort für die Brunnen wird von den Fachleuten zusammen mit den Frauen der Dörfer ausgesucht. Durch die verbesserte Erkundung mittels des Wasserdetektors aus Projekt P19/203 werden die Brunnen auch in der Trockenzeit ausreichend Wasser liefern. Man erwartet folgende Fortschritte durch die Bereitstellung von sauberem Wasser: - Reduzierung der Zahl schwerer Magen-Darm-Erkrankungen. - Frauen und Kinder werden stark entlastet, weil die weiten, zeitraubenden Wege zum Wasserholen entfallen. - Kinder besuchen regelmäßiger die Schule. - Für die wichtige Garten,-und Feldarbeit verbleibt mehr Zeit. Höhere Erträge verbessern die Einkünfte und somit die Lebenssituation insgesamt.

2026Inti Phajsi – Solidarität und Kultur in Aktion e. V., BerlinProduzent*innen und Verfechter*innen des traditionellen Kulturguts TARWI, BolivienBolivien
Projektsumme: 13.350,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
https://www.solikulturaktion.org

Produzent*innen und Verfechter*innen des traditionellen Kulturguts TARWI, Bolivien

Das Projekt hat zum Ziel, Tarwi-ProduzentInnen zu stärken, ihr Wissen und ihre kulturellen Praktiken sichtbar zu machen und so zum Erhalt von Tarwi als Kulturgut und Lebensmittel beizutragen. Tarwi (Lupinus mutabilis) ist eine seit Jahrtausenden im Andenhochland kultivierte Hülsenfrucht mit hohem Nährwert und kultureller Bedeutung. Dennoch ist ihre Produktion durch fehlende Marktstrukturen, geringe Wertschätzung, mangelnde Ressourcen und ökologische Herausforderungen bedroht. Eine ausgewählte Gruppe von ProduzentInnen wird während des gesamten Kultivierungszyklus begleitet und punktuell unterstützt – von der Saatgutbeschaffung und Aussaat über Pflege, Bewässerung und Ernte bis hin zum Waschprozess und dem anschließenden Verkauf. Dadurch findet ein intensiver Austausch mit den ProduzentInnen über deren Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze statt in dem diese sich sich selbst als ProtagonistInnen und ExpertInnen des Tarwi-Anbaus erfahren. Ein zweiter Schwerpunkt des Projektes liegt auf der digitalen Dokumentation der ProduzentInnen während des gesamten Anbauprozesses und dem damit verbundenen Austausch. Darin werden die Erfahrungen der ProduzentInnen über den Anbau und die damit verbundenen kulturellen Praktiken systematisiert, festgehalten und zur Vermittlung - in der die ProdzentInnen als ExpertInnen des Tarwi-Anbaus sichbar sind - an weitere Gruppen vorbereitet. Andererseits trägt die Dokumentation zur Sichtbarmachung und damit zur Anerkennung von Tarwi als Kulturgut und Lebensmittel sowie der ProduzentInnen als Wissens- und KulturträgerInnen bei. Zum Projektabschluss findet anschließend die Veröffentlichung der digitalen Dokumentation in den Sozialen Medien sowie als Ausstellung im Rahmen eines Tarwi-Festivals statt, zu dem eine breite Öffentlichkeit in den Gemeinden sowie potentielle AbnehmerInnen eingeladen werden. Das Festival dient der umfangreichen Information und Darstellung der Produktion sowie der unmittelbaren Sichtbarmachung und Anerkennung der ProduzentInnen als ProtagonistInnen und VerteidigerInnen des traditionellen Kulturguts Tarwi. Damit verbindet das Projekt agrarische Unterstützung, kulturelle Anerkennung und ökonomische Perspektiven. Die ProduzentInnen werden in ihrer Arbeit gestärkt und zugleich in ihrer Rolle als BewahrerInnen eines traditionellen Produktes sichtbar gemacht, das für Ernährungssicherheit, Biodiversität und kulturelle Identität von hoher Bedeutung ist.

2026DOZ e. V., LeipzigTamkeen - Berufliche Qualifizierung für junge Frauen und Männer in Hasaka, Syrien: Hautpflege und Friseurhandwerk als Weg zur Selbstständigkeit, SyrienSyrien
Projektsumme: 24.745,00 €
Fördersumme: 22.260,00 €
www.doz.international

Tamkeen - Berufliche Qualifizierung für junge Frauen und Männer in Hasaka, Syrien: Hautpflege und Friseurhandwerk als Weg zur Selbstständigkeit, Syrien

Das Projekt zielt darauf ab, die beruflichen Perspektiven und die wirtschaftliche Selbstständigkeit von jungen Frauen und Männern im Gouvernement Hasaka in Nordostsyrien zu stärken. Insgesamt werden 72 junge Erwachsene (36 Frauen und 36 Männer) im Alter von 18 bis 35 Jahren direkt erreicht. Die Teilnehmenden werden in drei Gruppen pro Geschlecht aufgeteilt und durchlaufen jeweils drei theoretische Workshops (12 Tage)

Die Frauen erhalten Schulungen in hautschonender Reinigung, Haarentfernung und Grundlagen der Geschäftsgründung im Bereich Schönheitspflege. Die Männer werden im Bereich Herrenfriseurhandwerk ausgebildet. Die theoretischen Einheiten werden durch ein zweiwöchiges Praktikum in lokalen Betrieben ergänzt, um praktische Erfahrungen zu sammeln und die Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern. Eine indivituelle Beratung/ Begleitung sowie eine Abschlussveranstaltung mit Zertifikatsübergabe zur Vernetzung mit lokalen wirtschaftlichen Akteuren unterstützt die Jobsuche/ Selbständigkeit.

Begleitende Maßnahmen wie Monitoring, Feedbackrunden und die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen sichern die Qualität und Wirkung des Projekts. Die Maßnahme trägt zur sozialen Stabilisierung, zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und zur Stärkung lokaler Kleinunternehmen bei.

Durch die praxisnahe Qualifizierung und die Förderung unternehmerischer Kompetenzen leistet das Projekt einen Beitrag zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG 5 und SDG 8).

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