Liste bisher geförderter Projekte im EZ-KPF

Da es sich bei dem EZ-KPF um Fördermittel des Bundes (BMZ) handelt, stehen diese Mittel allen deutschen Vereinen zur Verfügung. Im Folgenden finden Sie die Liste der durch die SNSB in den letzten drei Jahren im EZ-KPF geförderten Projekte, bei dem ostdeutsche Vereine die Projektträger waren. Für Informationen über die Projektförderung westdeutscher Vereine im Rahmen des EZ-KPF empfehlen wir Ihnen die Website der W. P. Schmitz-Stiftungen, oder die Website des EZ-KPF

JahrTrägerProjektnameLandFinanzenHomepage
2026Freunde helfen Luxor e. V., SchkeuditzBildung für alle – Erweiterungsbau Schule 1. Obergeschoss, ÄgyptenÄgypten
Projektsumme: 28.300,00 €
Fördersumme: 21.220,00 €
www.info-freunde-helfen-luxor.de

Bildung für alle – Erweiterungsbau Schule 1. Obergeschoss, Ägypten

Es handelt sich um ein Bildungsprojekt zur Förderung sozial und/oder gesundheitlich benachteiligter Kinder in Luxor/ Westbank/ Elboeirat/ Elrozga (Ägypten). Ziel ist die Erweiterung des betreuten Umfeldes für Kinder im Alter zwischen ca. 5 bis ca. 15 Jahren. Dafür soll ein bestehendes Gebäude erweitert werden. Auf das bereits errichtete und genutzte Erdgeschoss mit 3 Betreuungsräumen, einer Teeküche und sanitären Einrichtungen soll ein 1. Obergeschoss errichtet werden. Es sollen weitere Unterrichtsräume geschaffen werden, um der großen Nachfrage nach Betreuung im Dorf gerecht zu werden. Für die Räume ist eine Doppelnutzung geplant. Tagsüber werden die Kinder unterrichtet und am Abend findet in den Räumen Erwachsenenbildung statt. Mit dem Bau des 1. Obergeschosses werden weitere 60 Betreuungsplätze geschaffen. Das Gebäude befindet sich im Zentrum des Dorfes und ist somit für die Kinder fußläufig und ohne Begleitung erreichbar. Mit dem Erweiterungsbau können noch mehr Kinder aus armen Familien betreut und auf die Schule vorbereitet werden. Die Betreuung der Kinder erfolgt durch Pädagogen. Besonders Mädchen, die sonst im Haushalt helfen müssten, wird in diesen Gemeinschaftsklassen Gelegenheit gegeben, die Grundlagen für eine qualifizierte Ausbildung zu erlangen. Die Bildung und Wissensvermittlung erfolgen weltoffen im Rahmen der vor Ort geltenden Werte. Dies wird von unserem Südpartnerverein Hayah Afdal (besser leben), dem vor allem sozial engagierte Menschen angehören, fortwährend begleitet.

2026Konzeptwerk Neue Ökonomie e. V., LeipzigFortbildungsreihe für indigene community leaders zu Menschenrechten und territorialer Governance im AATICAM-Gebiet (kolumbianischer Amazonas), KolumbienKolumbien
Projektsumme: 34.070,00 €
Fördersumme: 25.000,00 €
www.konzeptwerk-neue-oekonomie.org

Fortbildungsreihe für indigene community leaders zu Menschenrechten und territorialer Governance im AATICAM-Gebiet (kolumbianischer Amazonas), Kolumbien

Die indigene Bevölkerung des AATICAM-Gebiets mit dem MIAPS zusammenarbeitet steht vor der Herausforderung, den Schutz ihrer Territorien und die kollektiven Rechte der dort ansässigen 12 indigenen Völker zu gewährleisten. Die weit verbreitete Unkenntnis der spezifischen Vorschriften zur Verteidigung der kollektiven Rechte und der Menschenrechte führt zu einer Reihe von Problemen und Konflikten innerhalb der Gemeinschaften. Um der Gewalt Einhalt zu gebieten und Raum für Lösungen und Garantien für ein gutes Leben zu schaffen, ist es notwendig, dass die indigene Bevölkerung die Möglichkeit hat, Wissen und Werkzeuge untereinander auszutauschen oder sich gemeinsam anzueignen.. Ziel dieses Projekts ist es, dass sich indigene community leaders in den Bereichen Menschenrechte mit besonderem Schwerpunkt auf den Rechten indigener Völker und Territorialmanagement weiterbilden und dabei traditionelles Wissen mit praktischen Instrumenten zur Verteidigung der Interessen und zur Verwaltung der Gemeinschaft zu verbinden. Die Notwendigkeit, ein Projekt zur Führungskräfteschulung zu entwickeln, ergab sich aus den Bedürfnissen der Gemeindemitglieder selbst, aber auch aus dem Austausch mit anderen Gemeinden, die bereits Erfahrung mit der Umsetzung eines Modells zur Schulung von Führungskräften und Organisation hatten. Die Reihe von Schulungen für community leaders zu Menschenrechten und territorialer Governance in der AATICAM-Zone wird durch die Erstellung von sechs Bildungsmodulen, den Druck von Broschüren mit Inhalten der politischen Bildung und die Bereitstellung von audiovisuellem Material für die Kommunikation und Verbreitung über ein Gemeinschaftsnetzwerk umgesetzt. Mit der Durchführung dieses Projekts und der Ausbildung von community leaders aus den acht Dörfern der AATICAM-Bevölkerung soll auch ein Aktionsplan für die territoriale Governance und die soziale Kartografie der indigenen Bevölkerung entwickelt werden.

2026OrigiNations e. V., BerlinAufbau jugendlicher Kapazitäten und Stärkung gemeinschaftlichen Engagements durch den Einsatz neuer Technologien in den peruanischen Anden, PeruPeru
Projektsumme: 33.330,00 €
Fördersumme: 25.000,00 €
www.originations.de

Aufbau jugendlicher Kapazitäten und Stärkung gemeinschaftlichen Engagements durch den Einsatz neuer Technologien in den peruanischen Anden, Peru

Das Projekt zielt darauf ab, das technologische Wissen, das psychosoziale Wohlbefinden und das gemeinschaftliche Engagement von 14-17-jährigen Jugendlichen des Distrikts Andahuaylillas zu fördern. Mittels dem Kennenlernen neuer digitaler Werkzeuge und Aktivitäten wie der Erkundung ihres Natur- und Kulturerbes, der Dokumentation der Bauweise ihres Dorfes sowie dem Experimentieren mit Lehm als Baumaterial entwickeln die Jugendlichen wichtige Kompetenzen und verwurzeln sich stärker in ihrer Region. Dies fördert ihr Zusammengehörigkeitsgefühl und ihr Vertrauen in ihre eigene Kultur und verbessert gleichzeitig ihre Chancen, sich vor Ort Zukunftsperspektiven aufbauen zu können. Die Jugendlichen erlernen technische Kompetenzen (bspw. die fotograf. Vermessung, Georeferenzierung und 3D-Modellierung) sowie Methoden zur Datenerhebung, so wie die Durchführung von Interviews. Sie befragen ihre Nachbarn und Familienangehörigen zu kulturellen Praktiken, dokumentieren Lokalgeschichte und beginnen, Risiken und Chancen für die nachhaltige Entwicklung ihrer Region zu identifizieren. Die gesammelten Informationen werden in eine virtuelle 3D-Plattform des Dorfes integriert, die von den Jugendlichen selbst gepflegt wird. Diese anschauliche Präsentationsform beinhaltet Informationen zum materiellen und immateriellen Kulturerbe der Region, zur Lehmarchitektur des Dorfes, sowie zur Naturlandschaft. Sie dient der Gemeinschaft als lebendiges Archiv und kollektives Gedächtnis, das allen BewohnerInnen zugänglich ist und auch in Zukunft genutzt und weiter mit Informationen befüllt werden kann. Auf Basis der gesammelten Daten entwickeln die Jugendlichen erste Ideen für zukünftige Mikroprojekte zur Stärkung ihrer Gemeinschaften. Das Projekt fördert technische Fähigkeiten als Mittel zu einem höheren Zweck: dass junge Menschen sich selbst als Akteure sehen, die in der Lage sind, aktiv am Aufbau einer nachhaltigen Zukunft für ihre Gemeinschaften mitzuwirken und sich tatkräftig miteinzubringen.

2026Deutsch-Laotische Gesellschaft (DLG) e. V., BerlinWasserversorgung für das Dorf Huaywa, Toumlan Distrikt, Laos PDRLaos
Projektsumme: 30.000,00 €
Fördersumme: 22.500,00 €
dlg-ev.net

Wasserversorgung für das Dorf Huaywa, Toumlan Distrikt, Laos PDR

Der Distrikt Toumlan ist einer der ärmste Distrikte in der Provinz Salavan und liegt in den Bergen im Nordosten der Provinz Salavan. Das Dorf Huaywa liegt 6 Km von der Distriktstadt Toumlan entfernt und nur 2 KM zur Nachbarprovinz Savannakhet. Hier leben 361 Familien in 174 Haeusern, insgesamt 1,365 Einwohner, davon 807 Frauen. Alle Dorfbewohner gehoeren zu der Ethnie der Katang. Es gibt keine Wasserleitung und auch keine Toiletten. Die Dorfbewohner verwenden das Wasser aus einem kleinen Fluss zum Trinken und auch als Brauchwasser, während des Monsuns sammeln sie das Regenwasser für den täglichen Gebrauch. Auch wenn das Wasser abgekocht wird, führt es oftmals zu gesundheitlichen Problemen. Das Wasser wird von den Frauen und von den größeren Kindern geholt, dazu müssen sie mehrmals täglich (hin und zurück ca.1,5 km) gehen. Das Wasser holen beansprucht sehr viel Zeit und meist wird nur die nötigste Menge beschafft. Dadurch kommt es zur Vernachlässigung von Reinigungsarbeiten im Haushalt und bei der Körperpflege und Wäschepflege (nicht genügend Wasser bzw. Zeit vorhanden) und auch zu regelmäßigen Fehlzeiten der Kindern in der Schule. In der Trockenzeit wird das Wasser im Fluss weniger und verschlammt oftmals. Erleichterung schafft dann der Monsunregen.

Damit die Menschen im Dorf täglich frisches Wasser zur Verfügung bekommen, sind für das Dorf 5 Wasser-Zapfstellen geplant. Dafür muss ein Brunnen gebohrt werden. Das Wasser wird mit einer Pumpe in zwei Wassertanks gepumpt und in Wasserrohren im Dorf verteilt. Da es nicht genug Strom gibt, wird die Pumpe mit Solarstrom betrieben. Ebenso werden 3 Gemeinschaftstoiletten mit je drei Toilettenräumen gebaut. Die vorherige Überlegung, einzelnen privaten Familien Toiletten als Beispiel für die Dorfbewohner zu ermöglichen, wurde nicht weiter verfolgt. Die Bevorzugung von Einzelnen im Dorf würde wahrscheinlich zu Neid und Verärgerung führen und das soziale Miteinander gestört werden. Daher sind im Projekt vorerst 3 Gemeinschaftstoiletten vorgesehen.

Ergänzend werden die Familien über die Nutzung des Wassers, die Pflege der Zapfstellen und Hygienemaßnahmen trainiert.

Die bauliche und technische Planung des Wasserprojektes wird in Zusammenarbeit mit der Baubehörde des Distriktes durchgeführt.

2026Inti Phajsi – Solidarität und Kultur in Aktion e. V., BerlinProduzent*innen und Verfechter*innen des traditionellen Kulturguts TARWI, BolivienBolivien
Projektsumme: 13.350,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
https://www.solikulturaktion.org

Produzent*innen und Verfechter*innen des traditionellen Kulturguts TARWI, Bolivien

Das Projekt hat zum Ziel, Tarwi-ProduzentInnen zu stärken, ihr Wissen und ihre kulturellen Praktiken sichtbar zu machen und so zum Erhalt von Tarwi als Kulturgut und Lebensmittel beizutragen. Tarwi (Lupinus mutabilis) ist eine seit Jahrtausenden im Andenhochland kultivierte Hülsenfrucht mit hohem Nährwert und kultureller Bedeutung. Dennoch ist ihre Produktion durch fehlende Marktstrukturen, geringe Wertschätzung, mangelnde Ressourcen und ökologische Herausforderungen bedroht. Eine ausgewählte Gruppe von ProduzentInnen wird während des gesamten Kultivierungszyklus begleitet und punktuell unterstützt – von der Saatgutbeschaffung und Aussaat über Pflege, Bewässerung und Ernte bis hin zum Waschprozess und dem anschließenden Verkauf. Dadurch findet ein intensiver Austausch mit den ProduzentInnen über deren Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze statt in dem diese sich sich selbst als ProtagonistInnen und ExpertInnen des Tarwi-Anbaus erfahren. Ein zweiter Schwerpunkt des Projektes liegt auf der digitalen Dokumentation der ProduzentInnen während des gesamten Anbauprozesses und dem damit verbundenen Austausch. Darin werden die Erfahrungen der ProduzentInnen über den Anbau und die damit verbundenen kulturellen Praktiken systematisiert, festgehalten und zur Vermittlung - in der die ProdzentInnen als ExpertInnen des Tarwi-Anbaus sichbar sind - an weitere Gruppen vorbereitet. Andererseits trägt die Dokumentation zur Sichtbarmachung und damit zur Anerkennung von Tarwi als Kulturgut und Lebensmittel sowie der ProduzentInnen als Wissens- und KulturträgerInnen bei. Zum Projektabschluss findet anschließend die Veröffentlichung der digitalen Dokumentation in den Sozialen Medien sowie als Ausstellung im Rahmen eines Tarwi-Festivals statt, zu dem eine breite Öffentlichkeit in den Gemeinden sowie potentielle AbnehmerInnen eingeladen werden. Das Festival dient der umfangreichen Information und Darstellung der Produktion sowie der unmittelbaren Sichtbarmachung und Anerkennung der ProduzentInnen als ProtagonistInnen und VerteidigerInnen des traditionellen Kulturguts Tarwi. Damit verbindet das Projekt agrarische Unterstützung, kulturelle Anerkennung und ökonomische Perspektiven. Die ProduzentInnen werden in ihrer Arbeit gestärkt und zugleich in ihrer Rolle als BewahrerInnen eines traditionellen Produktes sichtbar gemacht, das für Ernährungssicherheit, Biodiversität und kulturelle Identität von hoher Bedeutung ist.

2026Förderverein Aids-Hilfe-Malawi e. V., LeipzigErmöglichung der Grundschulausbildung von Kindern im Dorf Kasamala, Chenyama, District Salima, MalawiMalawi
Projektsumme: 55.000,00 €
Fördersumme: 41.200,00 €
www.maso-germany.de

Ermöglichung der Grundschulausbildung von Kindern im Dorf Kasamala, Chenyama, District Salima, Malawi

In Kasamala Village wurde mit Fördergeldern der Stiftung Nord-Süd-Brücken 2019 ein erstes Schulgebäude errichtet sowie ein Trinkwasserbrunnen gebohrt und ein Wohnhaus für eine Lehrerin oder einen Lehrer gebaut. Im Jahr 21/22 folgte ein zweites Schulgebäude, ein zweites Lehrerhaus und ein Fußballplatz. Im Jahr 23/24 wurde ein drittes Schulgebäude, ein Netzballplatz und ein Spielplatz errichtet. In jedem Schulgebäude gibt es Platz für zwei Schulklassen. Die Grundschule in Malawi ist nach acht Jahren abgeschlossen. Es fehlt also noch ein viertes Gebäude. Dieses soll jetzt gebaut werden. Um sicher zu stellen, dass es auch Lehrer geben wird, die den Unterricht durchführen, ist der Bau eines weiteren Lehrerwohnhauses geplant. Des weiteren soll eine Solaranlage installiert werden, da das Dorf und die Schule bis jetzt keine Stromversorgung haben.

2026Capoeira Carcará e. V., BerlinCriando e Editando o Futuro - Die Zukunft gestalten und verändern - Erweiterung von Lern- und Einkommensmöglichkeiten, BrasilienBrasilien
Projektsumme: 13.500,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €

Criando e Editando o Futuro - Die Zukunft gestalten und verändern - Erweiterung von Lern- und Einkommensmöglichkeiten, Brasilien

„Die Zukunft gestalten und bearbeiten“ wurde von der Gruppe NÓS DO MORRO in drei Modulen konzipiert, mit dem Ziel, den Schülern, die alle drei Phasen absolvieren, die Erfahrung der Entste-hung und Realisierung eines Films zu vermitteln. Nach Abschluss von Modul 1 – Drehbuch-Workshops und Einführung in den Schnitt – wurden folgende Ergebnisse erzielt: 8 bereits in Sequenzen entwickelte Drehbücher für Kurzfilme sowie 4 Schnittübungen (Kamera, Dokumentarfilm und Spielfilm), wodurch 4 junge Menschen praktische Erfahrungen am Filmset und bei Postproduktionsfirmen auf dem Markt sammeln konnten.

Im Rahmen von MODUL 2 – PROJEKTLABOR bieten wir Folgendes an: • Workshop zur Erstellung des Präsentationsdossiers für die Filme (4 Monate / 8 Unterrichtsstunden pro Monat / insgesamt 96 Stunden) Das Labor, in dem die entwickelten Drehbücher in vollständige Präsentationsprojekte umgewandelt werden, die Folgendes enthalten: Logline, Synopsis, Vorstel-lung des Universums, ästhetische Vision des Regisseurs, Profile der Hauptfiguren, Drehbuch in Sequenzform sowie visuelle Referenzen, Zeitplan und Budget. • Produktionsworkshop zur Erstellung von Zeitplan und Budget für das Filmdossier-Projekt (2 Monate / 4 Unterrichtseinheiten pro Monat / insgesamt 48 Stunden) • Schnitt-Workshop – Mittelstufe – (4 Monate / 8 Unterrichtsstunden pro Monat / insgesamt 96 Stunden) Technische Vertiefung im Bereich audiovisueller Schnitt mit praktischen Übungen, bei denen Präsentationsvideos der Projekte erstellt werden, die dem Dossier beigefügt werden. • Kamera-Workshop (1 Monate / 4 Unterrichtseinheiten pro Monat / insgesamt 48 Stunden) – Vorstellung der Ausrüstung und der am Bereich Fotografie beteiligten Einrichtungen. • Pitching-Workshop mit Übungen zur Projektpräsentation zur Auswahl der Werke, die im folgenden Modul realisiert werden. Alle Aktivitäten sind für die Begünstigten kostenlos. Im Rahmen des Projekts werden 4 Fachleute eingestellt, die direkt an der Entwicklung des Projekts arbeiten, sowie 2 Dienstleister - eine Buchhaltungsberatung und ein technischer Berater. Die Begleitung von AbsolventInnen bei der Arbeitssuche ist ebenfalls Teil des Projektes (coaching und Unterstützung bei den ersten Schritten in die Branche).

2026Moving Mountains e. V., BerlinNepals junge Generation – Lokale Jobs und Unternehmensgründungen, NepalNepal
Projektsumme: 31.515,00 €
Fördersumme: 23.635,00 €
www.moving-mountains-nepal.de

Nepals junge Generation – Lokale Jobs und Unternehmensgründungen, Nepal

25 marginalisierte junge Nepalis (18–29 Jahre), darunter angestrebt mindestens 50 % Frauen, erhalten in diesem sechsmonatigen Folgeprojekt der Hope Innovation Academy (HINA) eine konkrete Perspektive auf lokale Beschäftigung oder Selbstständigkeit in Nepal. Viele sind durch Armut, Kastendiskriminierung oder fehlende Bildungs- und Arbeitsmarktchancen benachteiligt und sehen Arbeitsmigration bisher als einzigen Ausweg. Das Projekt baut zeitnah auf dem erfolgreichen ersten SNSB-geförderten Programm „Empowering Nepal’s Youth to Build Their Future at Home“ auf (P25-135). Von 25 Teilnehmenden fanden 9 formelle digitale Einstiegsjobs, zwei Kleinstunternehmen wurden gegründet – die Grundlogik des Ansatzes wurde damit bestätigt. Das neue Programm entwickelt den Ansatz aber gezielt weiter, indem es einen stärkeren Fokus auf inklusive und ökologisch relevante Unternehmensgründungen legt. Es wird ausdrücklich angestrebt, dass mindestens eines der entstehenden Unternehmen von einer Frau (mit-)gegründet wird und mindestens eines einen klaren Klima- oder Umweltbezug aufweist. Damit wird berücksichtigt, dass Nepal zu den besonders klimavulnerablen Ländern gehört, in denen Extremwetterereignisse wie Starkregen, Trockenheit und Erdrutsche sowie Umweltveränderungen die Lebensgrundlagen vieler Menschen gefährden. Unternehmerische Aktivitäten sollen daher nicht nur individuelle Einkommensperspektiven schaffen, sondern auch einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Bis Ende 2026 sollen mindestens 8 Teilnehmende in formelle Beschäftigung vermittelt und mindestens 3 Micro-Enterprises gegründet werden. Das Programm folgt wieder einem zweistufigen Modell: In Phase 1 erwerben die Teilnehmenden grundlegende Soft Skills sowie digitale und finanzielle Kompetenzen und erkunden die Bereiche Kommunikation & Organisation, Content & Visibility sowie Entrepreneurship. In Phase 2 werden sie entweder gezielt in Beschäftigung vermittelt oder bei der Entwicklung, Validierung und Gründung eigener Unternehmen begleitet. Das ganztägige Programm findet im Gebäude des kommunalen Jugendclubs in Shankharapur statt, das HINA mietfrei nutzen kann. Transportkosten und Verpflegung werden übernommen, um auch Jugendlichen aus entlegenen Regionen die Teilnahme zu ermöglichen. Erfahrungen aus dem ersten Projekt – insbesondere höhere reale Transportkosten – wurden in der Planung berücksichtigt, ebenso der Bedarf an deutlich höherem Startkapital für Unternehmensgründungen sowie an stärkerer Öffentlichkeitsarbeit zur Darstellung des Ansatzes und der Ergebnisse.

2026Interkulturelles Frauennetzwerk in Sachsen-Anhalt (IFNIS) e. V., MagdeburgSprache und Gesundheit – Bildung für Jugendliche und Frauen in Kabul, AfghanistanAfghanistan
Projektsumme: 11.200,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.ifnis.org

Sprache und Gesundheit – Bildung für Jugendliche und Frauen in Kabul, Afghanistan

Das Projekt Sprache und Gesundheit – Bildung für Jugendliche und Frauen in Kabul verfolgt zwei Hauptziele. Erstens, wollen wir Frauen und Jugendliche die grundlegenden Fähigkeiten des Lesens und Schreibens vermitteln, da diese Fähigkeiten eine solide Grundlage für persönliches Wachstum und Entwicklung bieten. Durch das Erlernen des Lesens und Schreibens können Frauen und Mädchen nicht nur Zugang zu Bildung und Information erhalten, sondern auch ihre Fähigkeiten verbessern, um aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und ihre Rechte zu verteidigen. Zweitens wollen wir Frauen nachhaltig stärken, indem wir Informationsveranstaltungen und Workshops zu wichtigen Gesundheitsthemen anbieten. Die Themen der Kurse sind z.B. Erste-Hilfe-Kurse für Frauen an Kindern, und Frauen Gesundheit. Die Workshops zur Gesundheit von Frauen und Jugendliche zielen darauf ab, das Bewusstsein für wichtige Gesundheitsthemen zu schärfen und Frauen und Kindern die Werkzeuge zur Förderung eines gesunden Lebensstils zu geben. Unsere Workshops bieten nicht nur Informationen, sondern auch praktische Fähigkeiten und Ressourcen, die Frauen und Kindern helfen, gesunde Entscheidungen zu treffen und ihre Gesundheit aktiv zu fördern. Wir arbeiten eng mit lokalen Gesundheitsexperten und Pädagoginnen zusammen, um qualitativ hochwertige und relevante Schulungen anzubieten, die den Bedürfnissen der Mädchen und Frauen entsprechen. Das Projekt soll zunächst 6 Monate umgesetzt werden. In diesem Zeitraum wollen wir die Bedürfnisse und Herausforderungen der Mädchen und Frauen besser kennenlernen und verstehen. Auf dieser Grundlage wollen wir dann anschließend weitere Maßnahmen und Kurse für die Zielgruppe anbieten.

2026streets e. V., BerlinBau eines Multifunktionsgebäudes zur Betreuung junger Menschen in KeniaKenia
Projektsumme: 39.041,00 €
Fördersumme: 25.000,00 €
www.streets.de

Bau eines Multifunktionsgebäudes zur Betreuung junger Menschen in Kenia

In dem Projekt soll ein Multifunktions-Gebäude nach dem Vorbild eines early childhood education centres gebaut werden. Das Dorf sowie das aktuelle Betreuungsgebäude befinden sich in einem defizitären Zustand. Das Gebäude wird primär für Waisen, gefährdete Kinder (2-5 Jahre), Kinder mit Behinderungen und Schulkindern bzw. Jugendliche gebaut. Übergeordnetes Ziel ist es, gleiche Bildungs- und Entwicklungschance für alle Kinder zu ermöglichen. Darüber hinaus soll durch die Betreuungsarbeit die Stärkung der Gesundheit, des Selbstbewusstseins und das soziale Miteinander gefördert werden. Der Projektstandort mit dem neuen Gebäude soll ein Ort sein, an dem Kinder Schutz, Förderung und Gemeinschaft erleben und langfristig bessere Zukunftsperspektiven durch Bildung, Gesundheit und digitale Kompetenzen erlangen können.

2026DOZ e. V., LeipzigTamkeen - Berufliche Qualifizierung für junge Frauen und Männer in Hasaka, Syrien: Hautpflege und Friseurhandwerk als Weg zur Selbstständigkeit, SyrienSyrien
Projektsumme: 24.745,00 €
Fördersumme: 22.260,00 €
www.doz.international

Tamkeen - Berufliche Qualifizierung für junge Frauen und Männer in Hasaka, Syrien: Hautpflege und Friseurhandwerk als Weg zur Selbstständigkeit, Syrien

Das Projekt zielt darauf ab, die beruflichen Perspektiven und die wirtschaftliche Selbstständigkeit von jungen Frauen und Männern im Gouvernement Hasaka in Nordostsyrien zu stärken. Insgesamt werden 72 junge Erwachsene (36 Frauen und 36 Männer) im Alter von 18 bis 35 Jahren direkt erreicht. Die Teilnehmenden werden in drei Gruppen pro Geschlecht aufgeteilt und durchlaufen jeweils drei theoretische Workshops (12 Tage)

Die Frauen erhalten Schulungen in hautschonender Reinigung, Haarentfernung und Grundlagen der Geschäftsgründung im Bereich Schönheitspflege. Die Männer werden im Bereich Herrenfriseurhandwerk ausgebildet. Die theoretischen Einheiten werden durch ein zweiwöchiges Praktikum in lokalen Betrieben ergänzt, um praktische Erfahrungen zu sammeln und die Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern. Eine indivituelle Beratung/ Begleitung sowie eine Abschlussveranstaltung mit Zertifikatsübergabe zur Vernetzung mit lokalen wirtschaftlichen Akteuren unterstützt die Jobsuche/ Selbständigkeit.

Begleitende Maßnahmen wie Monitoring, Feedbackrunden und die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen sichern die Qualität und Wirkung des Projekts. Die Maßnahme trägt zur sozialen Stabilisierung, zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und zur Stärkung lokaler Kleinunternehmen bei.

Durch die praxisnahe Qualifizierung und die Förderung unternehmerischer Kompetenzen leistet das Projekt einen Beitrag zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG 5 und SDG 8).

2026Eine-Welt-Haus e. V. Jena, JenaPädagogisch und ökologisch nachhaltige Dorfschulen (Comunidad educativa sostenible), NicaraguaNicaragua
Projektsumme: 48.000,00 €
Fördersumme: 43.200,00 €
www.einewelt-jena.de

Pädagogisch und ökologisch nachhaltige Dorfschulen (Comunidad educativa sostenible), Nicaragua

1 - # 4 Bildungsarbeit: Sowohl unterrichtsbezogene als auch außerschulische Aktivitäten haben das Ziel, den Schülern Lerninhalte in Bezug auf Gesundheit, inklusive Erziehung, Nachhaltigkeit und Resilienz angesichts des Klimawandels zu vermitteln. Weitere Themen sind die Förderung der Kreativität, des bürgerschaftlichen Engagements und des kritischen Denkens.

Mittel -und langfristiges Ziel ist dabei eine qualitativ bessere Bildung der Kinder und Jugendlichen, vor allem zu den Themen, die üblicherweise im Unterricht nicht behandelt werden (Inklusion, ökologisches und gemeinschaftsdienliches Verhalten im Alltag).

5 und # 6 Infrastrukturmaßnahmen: Beide Bildungseinrichtungen verfügen auf ihrem Gelände über betonierte Freiflächen für Versammlungen, Feiern, Projekttage und Sportunterricht, die während der Trockenzeit (Sonneneinstrahlung) und der Regenzeit nur eingeschränkt nutzbar sind. Neben schulischen Aktivitäten werden die Areale für kommunale Veranstaltungen (Dorfversammlungen, Durchführung von Wahlen usw.) genutzt.

Um eine ganzjährige und wetterunabhängige Nutzung der Flächen zu ermöglichen, sollen sie im Zuge des vorliegenden Projektes überdacht werden. Dazu hat sich in anderen Schulen eine landestypische Konstruktion mit Zinkplatten auf Metallpfosten bewährt. Dabei wird die Konstruktion so ausgeführt, dass das von den Dachflächen abfließende Regenwasser in Sammelbecken geleitet wird. So kann es für Gärten und Beete in den Schulen, für Reinigungszwecke usw. genutzt werden. So wird neben den pädagogischen und sozialen Effekten des Projektes ein anschauliches und für jeden nachvollziehbares Beispiel zur Einsparung natürlicher Ressourcen und zum nachhaltigen Wirtschaften erbracht.

https://maps.app.goo.gl/AZHai7wSMLzXQ47r6 (Büro von APRODIM) https://maps.app.goo.gl/p7U9aNMrSV2mGDxY7 (Schule in Fatima) https://maps.app.goo.gl/4CQKZuiCb4BDGpt18 (Schule in Dulce Nombre)

2026Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinTrägertagung im EZ-KPF für OstdeutschlandBRD
Projektsumme: 20.000,00 €
Fördersumme: 20.000,00 €

Trägertagung im EZ-KPF für Ostdeutschland

2026mwagni e. V., BerlinErweiterung der Grundschule L’École Catholique de Konvé in Bameka durch den Bau von zwei Klassenräumen, KamerunKamerun
Projektsumme: 33.610,00 €
Fördersumme: 25.000,00 €
www.mwagni.com

Erweiterung der Grundschule L’École Catholique de Konvé in Bameka durch den Bau von zwei Klassenräumen, Kamerun

Ziel des Projekts ist die Verbesserung des Zugangs zu qualitativ hochwertiger Grundbildung im Ortsteil Konvé der Gemeinde Bameka. Die öffentliche Grundschule L’École Catholique de Konvé ist auf eine Kapazität von bis zu 180 Schülerinnen und Schülern ausgelegt. Aufgrund steigender Schülerzahlen und fehlender Klassenräume ist ein regulärer Unterrichtsbetrieb derzeit nur eingeschränkt möglich. Zum Zeitpunkt der Antragstellung besuchen rund 120 Schülerinnen und Schüler die Schule in 4 Klassenräumen. Um Überbelegung zu vermeiden und mittelfristig weitere Kinder aufnehmen zu können, ist für das Jahr 2026 der Bau von zwei zusätzlichen Klassenräumen geplant. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner Connectica.cmr. Die Planungs- und Vorbereitungsphase beginnt nach Projektbewilligung. Bauzeichnungen werden finalisiert, Kostenvoranschläge geprüft und erforderliche Genehmigungen eingeholt. Der Baubeginn ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Mit Abschluss der Baumaßnahme werden die neuen Klassenräume der Schulgemeinschaft offiziell übergeben. Das Projekt leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Bildungsinfrastruktur im ländlichen Raum und verbessert die Lernbedingungen für Kinder langfristig.

2026afro-talents e. V. Pangea Haus, BerlinBildung braucht Räume (Sanierung und Ausstattung der Klassenzimmer der St. James’ United School), NigeriaNigeria
Projektsumme: 55.650,00 €
Fördersumme: 41.740,00 €
www.afro-talents.de

Bildung braucht Räume (Sanierung und Ausstattung der Klassenzimmer der St. James’ United School), Nigeria

Die St. James’ United School in Mobalufon, Ijebu-Ode (Nigeria) wurde 1909 gegründet und ist bis heute eine zentrale Bildungseinrichtung für Kinder aus einkommensschwachen Familien. Der aktuelle Zustand der Schule ist jedoch kritisch: fünf Klassenzimmer und ein Lehrerzimmer sind stark beschädigt, Dächer und Böden sind defekt, Fenster und Türen fehlen. Viele Kinder sitzen während des Unterrichts auf dem Boden, da stabile Möbel nicht ausreichen. Lehrkräfte arbeiten unter schwierigen Bedingungen mit alten, unbrauchbaren Tafeln. Diese Situation beeinträchtigt die Bildungsqualität massiv und demotiviert sowohl SchülerInnen als auch Lehrkräfte. Das Projekt von afro-talents e.V. in enger Zusammenarbeit mit der Patnoch Rockless Foundation setzt genau hier an. Ziel ist die Verbesserung des Zugangs zu qualitativem und sicherem Unterricht durch die Sanierung von Sechs Klassenzimmern und deren Ausstattung mit haltbaren Möbeln und neuen Tafeln. Die geplanten Maßnahmen umfassen: • Reparatur der Dächer, Böden, Fenster, Türen und Wände in 2 Schulräume, • Anschaffung und Aufstellung von Schulbänken, Lehrertischen und Stühlen 2 Schulräume, • Installation neuer, funktionsfähiger Tafeln 2 Schulräume, • aktive Einbindung der Elternschaft und Dorfgemeinschaft in Hilfstätigkeiten und Nachsorge. Von dem Projekt profitieren unmittelbar rund 250 SchülerInnen und 10 Lehrkräfte. Indirekt werden etwa 800–1.000 Familienangehörige sowie die gesamte Dorfgemeinschaft mit ca. 2.500 Personen erreicht. Darüber hinaus stärken die Aufträge für lokale Bau- und Möbelbetriebe die regionale Wirtschaft. Das Projekt trägt zu SDG 4 (Hochwertige Bildung) bei, indem es sichere Lernräume schafft, die Unterrichtsqualität verbessert und Chancengleichheit für Kinder aus benachteiligten Familien fördert. Durch die Verankerung von Instandhaltungsstrukturen bei Schulleitung und Elternvertretung ist die Zukunftsfähigkeit der Investition gesichert.

2026Myanmar Initiative e. V., StuttgartBau und Ausstattung eines Gebäudes für das Gesundheitszentrum in Dimzaang in der ThaangKaai Area im Chin State, MyanmarMyanmar
Projektsumme: 23.180,00 €
Fördersumme: 20.860,00 €
www.myanmar-initiative.de

Bau und Ausstattung eines Gebäudes für das Gesundheitszentrum in Dimzaang in der ThaangKaai Area im Chin State, Myanmar

Die Myanmar Initiative unterstützt seit 2011 die Dorfentwicklung in einer extrem armen und von staatlichen Infrastrukturmaßnahmen vernachlässigten Region in der ThaangKaai Area im Chin State in Myanmar. In Vordergrund der Entwicklungszusammenarbeit mit unserem NGO Partner Myanmar Initiative Association, Kalaymyo standen zunächst Infrastrukturmaßnahmen zur Sicherstellung der Wasserversorgung, der Aufbau von Kindergärten sowie Einkommen schaffende Maßnahmen. Dazu gehören Ausbildungsmaßnahmen für Frauen als Weberinnen und die Unterstützung beim Aufbau einer gemeinsamen Produktionsstätte, die Bildung von Frauengruppen und Gemeinwesenarbeit sowie der Aufbau von zwei Gesundheitszentren in Kimlai und Dimzang. Seit dem Militärputsch am 01.02.2021 und den Kämpfen der Regierungstruppen gegen die Widerstandsgruppen hat sich die politische Lage und die unmittelbaren Lebensbedingungen der Bevölkerung in den von uns unterstützten Dörfern dramatisch verschlechtert. Die Region des Chin Staats wurde inzwischen von einer Allianz der ethnischen Gruppen befreit und wird nicht mehr von der Regierung kontrolliert. Die nächst gelegene Provinzhauptstadt Kalaymyo ist noch unter der Kontrolle der Regierung und wird immer wieder umkämpft. Wichtige Versorgungslieferungen für die Dörfer und auch für unsere Gesundheitsstationen sind nur unter Schwierigkeiten und Gefahren aufrechtzuerhalten. Unsere lokale Partnerorganisation Myanmar Initiative Association betreibt seit 10 Jahren das Thomas Clinic Center in Kimlai und seit fünf Jahren das Dimzaang Clinic Center. In beiden Gesundheitszentren arbeiten insgesamt 5 erfahrene Krankenpflegekräfte, die mit Mitteln der Myanmar Initiative im Provinzkrankenhaus in Kalaymyo ausgebildet wurden. Die beiden Zentren versorgen fast 6000 Menschen aus dieser Region. In den Jahren 2018/2019 wurde aus Mitteln des EZ-Kleinprojektefonds des BMZ über die Stiftung Nord-Süd-Brücken ein neues Holzgebäude für die Thomas Clinic in Kimlai errichtet. Das seit 5 Jahren bestehende Gesundheitszentrum in Dimzaang ist in einer einfachen Holzhütte untergebracht, die für die Anforderungen des klinischen Gesundheitszentrums auch unter diesen schwierigen Bedingungen völlig ungeeignet ist. Unsere Partnerorganisation plant in Absprache mit den Vertretern der Dorfgemeinschaften den Neubau eines Holzgebäudes, das die notwendigen Anforderungen erfüllt. Die manuellen Bauarbeiten sollen von den Bewohner*innen der Dörfer ausgeführt werden. Die Baumaterialien, die Erschließung die Stromversorgung sowie die Grundausstattung der Klinik können aus den Mitteln der Dorfgemeinschaft nicht finanziert werden.

2026mwagni e. V., BerlinVerbesserung der Sanitärinfrastruktur an der Grundschule L’École Catholique de Konvé, Bameka, KamerunKamerun
Projektsumme: 13.350,00 €
Fördersumme: 10.000,00 €
www.mwagni.com

Verbesserung der Sanitärinfrastruktur an der Grundschule L’École Catholique de Konvé, Bameka, Kamerun

Die Grundschule L’École Catholique de Konvé in der Gemeinde Bameka (Westkamerun) verfügt derzeit über drei Toilettenanlagen für rund 120 Schülerinnen und Schüler. Diese Kapazität entspricht nicht den empfohlenen Standards für schulische Sanitärversorgung und wird bei steigenden Schülerzahlen weiter unzureichend sein. Ziel des Projekts ist die Verbesserung der hygienischen Bedingungen an der Schule durch den Bau von 5 zusätzlichen, geschlechtergetrennten Toilettenanlagen. Damit soll die Sanitärversorgung an die empfohlenen Standards angenähert und insbesondere für Mädchen ein sicherer und würdevoller Zugang zu hygienischen Einrichtungen gewährleistet werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Schaffung sicherer und hygienischer Bedingungen für Mädchen, um einen kontinuierlichen Schulbesuch auch während der Menstruation zu gewährleisten. Das Projekt umfasst den Bau von 5 zusätzlichen Latrinenanlagen sowie begleitende Maßnahmen zur Sensibilisierung der Schulgemeinschaft für Hygiene und nachhaltige Nutzung der Infrastruktur. Das Projekt trägt zur Verbesserung der Gesundheit, der Schulattendance und der Bildungsbedingungen bei und ist eine wichtige Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung der Schule.

2026Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinWochenendseminar zu PME-Themen: „Begleitung von Auslandsprojekten“, Qualifizierungsseminare inkl. Kurzseminare + Digitalisierung/Digitale Formate im EZ-KleinprojektfondsBRD
Projektsumme: 25.000,00 €
Fördersumme: 25.000,00 €

Wochenendseminar zu PME-Themen: „Begleitung von Auslandsprojekten“, Qualifizierungsseminare inkl. Kurzseminare + Digitalisierung/Digitale Formate im EZ-Kleinprojektfonds

2026Stiftung Nord-Süd-Brücken, BerlinProjektreise zu Projekten im EZ-KleinprojektfondsBRD
Projektsumme: 4.500,00 €
Fördersumme: 4.500,00 €

Projektreise zu Projekten im EZ-Kleinprojektfonds

2026Ostafrika-Projekt e. V., Oberharz am Brocken / OT Elbingerode„Werkstatt der zweiten Chance“ – Maschinen, Equipment, Werkzeuge und Toilettenanlage für die berufsbildende Werkstatt des Eisenring-Empowerment Centre, KeniaKenia
Projektsumme: 36.940,00 €
Fördersumme: 25.000,00 €
ostafrika-projekt.org

„Werkstatt der zweiten Chance“ – Maschinen, Equipment, Werkzeuge und Toilettenanlage für die berufsbildende Werkstatt des Eisenring-Empowerment Centre, Kenia

Das Eisenring (Orkataar) Empowerment Center ist eine gemeindebasierte Initiative an den ruhigen Hängen der Ngong Hills, mit Blick auf den Magadisee, im Herzen des Massai-Gebiets. Das Zentrum engagiert sich für die Stärkung ehemaliger Häftlinge und der lokalen Gemeinschaft durch Berufsausbildung, psychosoziale Unterstützung und Lebenssinn bildende Entwicklung. Es bietet eine zweite Chance und eine Plattform für nachhaltigen Wandel. In Kenia werden jedes Jahr Tausende ehemaliger Häftlinge in Gemeinschaften entlassen, die sie oft stigmatisieren und ablehnen. Ohne Unterstützung fallen viele aufgrund mangelnder Chancen, Fähigkeiten und Akzeptanz in die Kriminalität zurück. Eisenring (Orkataar) ändert dieses Bild durch verschiedenartige Angebote, wie z.B. Berufsausbildung und Reintegrationsprogramme. Ausbildungen in Metallbearbeitung sowie in Holzbearbeitung ermöglichen den Begünstigten, Arbeit zu finden oder eine Selbstständigkeit anzustreben. Reintegrationsprogramme bauen Brücken zwischen ehemaligen Häftlingen und den Gemeinschaften, in die sie zurückkehren. Beratung und auf Wunsch Seelsorge fördern Heilung, moralische Entwicklung und neue Lebensziele. Die Auswahl von potenziellen Auszubildenden erfolgt bei vorhandenem Interesse, unabhängig vom Geschlecht und der Konfession.

Wirkungsbereiche Rehabilitation – Durchbrechen des Teufelskreises der Kriminalität durch Wiedereingliederung und Verantwortung. Empowerment – Vermittlung berufsrelevanter Fähigkeiten an ehemalige Häftlinge. Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts – Förderung von Versöhnung und gegenseitigem Wachstum. Nachhaltige Lebensgrundlagen – Förderung von Unternehmertum und Eigenständigkeit. Hauptziele: Ehemalige Häftlinge erhalten in einer voll ausgestatteten Werkstatt marktfähige Fähigkeiten in Handwerksberufen. Psychosoziale Unterstützung hilft ehemaligen Häftlingen bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft und der Wiederherstellung von Würde und Selbstwertgefühl. Geistiges Wachstum wird gefördert, indem individuelle Bedürfnisse berücksichtigt, Hoffnung und positive Werte vermittelt werden. Die Rückfallquote wird gesenkt, indem Wege zu einer nachhaltigen Lebensgrundlage und einer stabilen Wiedereingliederung in die Gemeinschaft geschaffen werden. Auch die umliegende Massai-Gemeinschaft wird durch Weiterbildung und wirtschaftliche Chancen eine Stärkung erfahren. Die Vision von Eisenring Empowerment Center lautet – „Wir wollen ein Leuchtfeuer der Hoffnung und Ermächtigung für marginalisierte Einzelpersonen und Gemeinschaften sein und durch ganzheitliche Unterstützung die Ketten von Armut, Stigmatisierung und Kriminalität durchbrechen. Wir wollen Leben wiederherstellen und Gemeinschaften wiederaufbauen, indem wir Berufsausbildung und emotionale Betreuung sowie Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Ermächtigung anbieten.“

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