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Vermögensverwaltung 2007

Gesamteinschätzung

Die Vermögensverwaltung 2007 war durch viele Umschichtungen und einen volatilen Aktien- und Rentenmarkt geprägt.
In der ersten Vorstandssitzung im März beschloss der Vorstand drei Rentenfonds zu verkaufen und die Mittel in verschiedene Anleihen sowie einen kleinen Teil in Misch- bzw. Aktienfonds bzw. das CCW-Modell zu investieren. Rückblickend muss man feststellen, dass der Verkauf der Rentenfonds eine gute Entscheidung war, da alle drei Fonds am Jahresende (selbst nach Berücksichtigung der Ausschüttung) unter ihren Jahresanfangswerten notierten. Die Verluste lagen dabei zwischen -0,5 bis -2,5% bzw. über -5% beim W&W Internationaler Rentenfonds, wenn man die Ausschüttung unberücksichtigt lässt. Ein kleiner Teil der freiwerdenden Mittel wurde in zwei ökologische Aktienfonds investiert, von denen einer (Pioneer Global Ecology) allerdings am Jahresende um 3,7% abgeschrieben werden musste. Der Sarasin New Energy konnte dagegen einen Wertzuwachs von rund 15% verbuchen.
Im 2. Halbjahr stand dann die Reinvestition von drei Anleihen im Gesamtwert von 800 TEUR auf der Tagesordnung des Vorstandes. Insgesamt wurden Fragen der Vermögensverwaltung in fast allen Sitzungen behandelt.
Wie im Vorjahr wurde die Zusammenarbeit mit den „Kritischen AktionärInnen" fortgesetzt und Stimmrechte von Commerzbank, SAP, Altana, Deutsche Bank, RWE, Bayer, E.ON, Continental, BASF, Deutsche Telekom, Allianz AG und Münchner Rück AG zur Verfügung gestellt. Auch das INKOTA-netzwerk nutzte Stimmrechte der Stiftung für Aktien von Puma und Adidas, um im Rahmen der „Kampagne für ‚Saubere' Kleidung" in den Hauptversammlungen aufzutreten. Ein kurzer Bericht findet sich dazu im Geschäftsbericht des Jahres 2007 im Kapitel „Lobbyarbeit der Stiftung".

Finanzielle Ergebnisse der Vermögensverwaltung

Das Ergebnis der Vermögensverwaltung 2007 liegt im Durchschnitt der Vorjahre (außer 2005). Der Überschuss betrug 660.367,66 EUR und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um rund 15.310 EUR. Dabei erhöhten sich sowohl die Erträge als auch die Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr erheblich. Es wurden Erträge in Höhe von 950 TEUR erzielt (+164 TEUR im Vgl. zum Vorjahr) und Aufwendungen in Höhe von 290 TEUR (+149 TEUR).
Die wesentlichen Kosten fielen für Abschreibungen an. Es wurden Abschreibungen auf Wertpapiere, insbesondere Einzelaktien (152 TEUR) in Höhe von insgesamt 207 TEUR notwendig.
Den größten Ergebnisbeitrag lieferten die Anleihen (312 TEUR), gefolgt von den Mischfonds (244 TEUR). Zu berücksichtigen ist bei den Mischfonds die Umschichtung des Fair-Invest-Universal in den Fair-Invest-Universal plus, eine lediglich höher ausschüttende Tranche des gleichen Fonds. Dabei fiel ein Kursgewinn von rund 76 TEUR an. Die Stiftung hat diesen Kursgewinn daher nicht in die freie Rücklage eingestellt, sondern in eine sonstige Rücklage zur Abdeckung von Kursverlusten. Mittelfristig soll diese Rücklage aufgebaut werden, um Wertschwankungen, die aus den Entwicklungen am Kapitalmarkt entstehen, ausgleichen zu können, ohne die Fördertätigkeit zu gefährden.
Es wurden Wertpapiere in Höhe von 6.633 TEUR gekauft und im Wert von 6.763 TEUR verkauft. Insgesamt wurde damit mehr als 1/3 des Vermögens im Jahresverlauf umgeschichtet, was auch im Vergleich zu den Vorjahren einen sehr hohen Betrag darstellt. Wesentlich zu dieser Summe hat die Entscheidung des Vorstands im Frühjahr 2007 beigetragen, drei Rentenfonds zu verkaufen und in Anleihen umzuschichten. Diese Umschichtung belief sich bereits auf 1.749 TEUR. Außerdem wurden Anleihen in Höhe von 1.500 TEUR Nominalbetrag fällig.
Unter Berücksichtigung aller Kosten der Vermögensverwaltung verbleibt eine Rendite des Stiftungskapitals von 3,6%. Dies liegt unter der Umlaufrendite, die im Jahresverlauf zwischen 3,9 und 4,7% schwankte. Ein besseres Ergebnis wurde durch die steigenden Zinsen bei Rentenpapieren und die hohen Abschreibungen auf Aktien verhindert. Die Aktienquote schwankte im Jahresverlauf zwischen 17 und knapp über 20%. Zum Jahresende betrug die Aktienquote 17,5%. Allerdings waren zum Jahresende nicht alle für Aktien zur Verfügung stehenden Mittel investiert, ansonsten hätte die Quote 19,6% betragen.
Das Finanzanlagevermögen (inkl. Liquidität) nach Kurswerten verminderte sich im Jahresverlauf
um 157.618 EUR. Ebenso sanken die stillen Reserven auf 434.585 EUR (-138 TEUR). Das zu erhaltende Stiftungsvermögen in Höhe von 16.854.512,96 EUR ist mit einem Finanzanlagevermögen (inkl. Liquidität) per 31.12.2007 in Höhe von 17.943.581,34 EUR abgesichert.

 

 
 
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