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Mehr Mittel für entwicklungspolitische Projekte

2010 und 2011 stehen jeweils 500 Tsd. Euro zur Verfügung

Die rot-rote Regierungskoalition hat mit der Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2010/11 auch eine Erhöhung der Mittel für entwicklungspolitische Projekte auf 500.000 EUR jährlich beschlossen.

Die Erhöhung der Landesmittel ist vor allem das Ergebnis einer kontinuierlichen Lobbyarbeit des "Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlages". In einer Presseerklärung schreibt der BER:

„Berlin hat eine lebendige entwicklungspolitische Szene: Sie prägt maßgeblich den weltoffenen Charakter Berlins – mit Bildungs- und Kulturveranstaltungen füllen die NRO das Image Berlins als Weltmetropole mit Leben. Umgekehrt tragen sie mit Städtepartnerschaften, Entwicklungsprojekten und Kooperationen den „Berliner spirit“ in die weite Welt. Diese Arbeit  wird jedoch überwiegend ehrenamtlich geleistet.
Dass es so nicht weiter gehen könne, habe nun auch der Senat verstanden, sagt Alexander Schudy, Geschäftsführer des BER: „Zahlreiche NRO sind mit Angeboten des Globalen Lernens an Berliner Schulen. Wer Qualität erwarte, muss auch die nötigen Mittel dafür bereitstellen.“
Mit den Mitteln werden Projekte gefördert, eine kontinuierliche Personalförderung bleibt aber weiterhin unmöglich. „Das kann der Senat in einem weiteren Schritt ändern. Berlin sollte sich an dem Eine-Welt-Promotoren-Programm beteiligen“, so Schudy. Der Verband Entwicklungspolitik deutscher NRO (VENRO) und die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetze (agl), in denen der BER Mitglied ist, koordinieren das bundesweite Programm nach dem Vorbild Nordrhein-Westfalens. Bund und Länder finanzieren dabei anteilig ein flächendeckendes Netz von Eine-Welt-Promotoren, die die entwicklungspolitischen Aktivitäten thematisch bündeln und vernetzen. Ein Promotor für den Fairen Handel zum Beispiel wäre auch für den Senat zentraler Ansprechpartner in Sachen fairer öffentlicher Beschaffung. Auch diese Beratungsleistung wird momentan fast ausschließlich ehrenamtlich geleistet.

 
 
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