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Jahresveranstaltung 2014

Noch solidarisch oder schon engagiert?
Von internationaler Solidarität zu entwicklungspolitischem Engagement. Was wollen wir fördern?

20 Jahre Stiftung Nord-Süd-Brücken

20.06.2014, 14.00 – 18.00 Uhr,
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Berlin

Als vor zwanzig Jahren die Stiftung Nord-Süd-Brücken gegründet wurde, war Solidarität ein bestimmender Wert. Immerhin verdankte die Stiftung ihr Kapital der Solidarität von Bürgerinnen und Bürgern der DDR. Den an der Gründung der Stiftung beteiligten Menschen ging es darum, ein solidarisches Engagement fortzusetzen, nicht mehr staatlich, sondern zivilgesellschaftlich organisiert. Die ersten Projekte, die nach 1994 gefördert wurden, waren klassische Solidaritätsprojekte: Die Ausstattung eines Krankenhauses im Bürgerkriegsland Angola, die Sanierung einer Schule in Nicaragua oder Bildungsprogramme für burmesische Flüchtlinge in Thailand.

In den 90er Jahren – in Ost und West – ging die internationale Solidaritätsbewegung aus unterschiedlichen Gründen zurück. An ihre Stelle traten entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen. Zugespitzt formuliert: Statt zu Spenden für “Waffen für El Salvador“ zu mobilisieren, forderte man nun die Finanzierung der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit, um hierzulande Strukturen, die weltweit ungerechte Verhältnisse zementieren, zu verändern. Weitere entwicklungspolitische Trends kamen im neuen Millennium hinzu. Heute wird selten von internationaler Solidarität geredet, aber mehr vom bürgerschaftlichen, entwicklungspolitischen Engagement.

Im Rahmen der Jahres- und Jubiläumsveranstaltung wollen wir fragen: Was ist dieses entwicklungspolitische Engagement? Um was geht es hierbei: Darum, was der Engagierte gemeinsam mit anderen tatsächlich bewegt oder darum, dass er sich – im Sinne eines lebendigen Gemeinwesens – überhaupt engagiert? War früher alles besser und politischer? Müssen wir wieder mehr Solidarität und weniger Engagement fördern? Waren die Solidaritätsbewegungen nicht oft auch unkritisch, romantisierend und paternalistisch? Sind Engagierte heute nicht viel klarer, eindeutiger und weniger verfangen in Projektionen? Andererseits: Kann schon ein schnöder Mausklick mit dem Flugblatt verteilen, eine Flash-Mob-Teilnahme mit Jahre langem Früchteboykott gleichgesetzt werden?

Zu unserem 20. Geburtstag wollen wir auf diese und weitere Fragen ein paar Antworten, Orientierungen und Hilfestellungen für die nächsten fünf Jahre finden – gemeinsam mit Vereinen, Gruppen, Verbündeten, staatlichen und nicht-staatlichen Partnern und auch mit Mahnern und Kritikern.

Seien Sie dabei, wenn es heißt: solidarisch oder engagiert? Oder ist das vielleicht gar nicht die Frage?

Programm
14.00 Begrüßung
Walter Hättig, Geschäftsführer der Stiftung Nord-Süd-Brücken

14.15 Grußwort zum 20. Geburtstag der Stiftung Nord-Süd-Brücken:
MinDir’in Ursula Müller, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Abteilung 1

14.45 Gespräch: Was hatte die Gründung der Stiftung Nord-Süd-Brücken mit Solidarität zu tun?
Krista Nowak (Baobab-Infoladen), Peter Stobinski (Solidaritätsdienst international) und Eberhard Bauer (Stiftung Nord-Süd-Brücken)

15.15 Vortrag & Diskussion: Noch solidarisch oder schon engagiert? Von internationaler Solidarität zu entwicklungspolitischem Engagement:  
Prof. Claudia von Braunmühl

16.00 Pause  

16.30 Gespräch: Warum engagieren wir uns und wofür?
Antonia Mertsching (Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen), Erbín Dikongue (Orientierungszentrum für Miranten und Flüchtlinge) und Ursula Pattberg (Stiftung Nord-Süd-Brücken)

17.00 Von der Stiftung wünschen wir uns in den nächsten fünf Jahren folgende Beiträge zu Solidarität und Engagement:
Sieben Wünsche, Perspektiven, Forderungen und Herausforderungen:
- Rubén Cárdenas, Migra-Net Mecklenburg-Vorpommern
- Detlev Groß, Land Brandenburg, Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten
- Berndt Hinzmann, INKOTA-netzwerk
- Stephan Lockl, BMZ
- Juliane Markov, Eine Welt Leipzig e.V. (angefragt)
- Jana Rosenboom, VENRO
- Alexander Schudy, Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)

18.00 Fingerfood & Football

Moderation: Harald Hahn und Andreas Rosen

Download des Veranstaltungsflyers hier

 
 
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Kontakt

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Greifswalder Str. 33a
10405 Berlin
Tel: +49 30 42 85 13 85
Fax: +49 30 42 85 13 86
info@nord-sued-bruecken.de
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