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Glossar Projektmanagement

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Aktivitäten

DurchgeführteTätigkeiten oder Aktionen, die durch Einsatz von Ressourcen zur Erbringung bestimmter Leistungen eines Projektes führen. Aktivitäten sind die Grundelemente eines Projekts.

Direkte Wirkung (s.a. Projektziel)

Kurz- und mittelfristige, direkt mit den Projektleistungen im Zusammenhang stehende Veränderung bei den Zielgruppen. Die direkte Wirkung ergibt sich durch die Nutzung der Leistungen, woraus sich ein Nutzen für die Zielgruppe ergibt.

Ergebnisse (s.a. Leistungen)

Die konkreten qualitativen und quantitativen, zähl- und messbaren Resultate des Projekts; kein Prozess, sondern ein konkret zu erreichender (und erreichbarer) Zustand, z.B. Fachgespräch mit 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Initiierung von 5 kommunalen Nord-Süd-Partnerschaften innerhalb von 12 Monaten.

Evaluierung

Evaluation heißt übersetzt Bestimmung eines Wertes, Bewertung oder Beurteilung. Im Rahmen einer entwicklungspolitischen Maßnahme werden mit einer Evaluation spontan vorgenommene Bewertungen sichtbar gemacht und objektiviert. Ziel einer Evaluation ist der Vergleich der mit einer Maßnahme verbundenen Absichten mit dem bisher Erreichten. Evaluation leistet einen Beitrag zur Weitentwicklung der bestehenden Praxis. Sie bietet hierfür eine Planungs- und Entscheidungshilfe. Es wird unterschieden zwischen wissenschaftlichen Evaluationen, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügen und verallgemeinerbar sind und praxisbezogenen Evaluationen, die ein Instrument de Qualitätsmanagements sind und primär der Verbesserung der eigenen Arbeit dienen. (in Anlehnung an Scheunpflug et al)

Gender-Aspekt

bezeichnet den Grad und die Teilhabe von Frauen und Männern im Projekt, z.B. den Anteil von männlichen und weiblichen Teilnehmer/innen, den Anteil der Frauen und Männer im Vorbereitungs-/Leitungsteam des Projektes.

Indikator

In der Entwicklungszusammenarbeit sind Indikatoren Kenngrößen, die zur Abbildung eines bestimmten, oftmals nicht direkt messbaren und komplexen Sachverhalts ausgewählt werden. Sie sagen aus, woran eine Veränderung beobachtet oder angezeigt werden kann. Sie können qualitativ oder quantitativ sein. Ein nachprüfbarer Indikator hat fünf wesentliche Informationen:

  • Subjektbezug: Wer? (z.B. Zielgruppe)
  • Quantität: Wieviel / wie viele?
  • Qualität: Wie gut / Welches Kriterium verändert sich?
  • Zeitbezug: Wann / Wie lange?
  • Räumlicher Bezug: Wo? (z.B. Region)

Indikatoren ermöglichen es, die Erreichung der Projektziele zu messen. Die Benennung realistischer und aussagekräftiger Indikatoren im Projektantrag ist Voraussetzung, um nach Abschluss des Projektes überprüfen zu können, inwiefern die geplanten Ziele tatsächlich erreicht wurden.

Indirekte Wirkung (s.a. Oberziel)

Langfristige, beabsichtigte und nicht beabsichtigte, positive und negative Veränderungen bei verschiedenen Projektbeteiligten (Zielgruppen, Partnerorganisationen, lokalen Organisationen etc.) und im Projektumfeld. Diese Wirkungen können infolge von Interventionen während der Projektdurchführung und/oder nach Projektende auftreten.

Inputs (s.a. Mittel/Ressourcen)

Die tatsächlich eingesetzten technischen, materiellen und finanziellen Ressourcen eines Projektes

Kooperationen/Vernetzungen

(lat. cooperatio - „Zusammenwirkung“, „Mitwirkung“) ist das Zusammenwirken von Handlungen zweier oder mehrerer Lebewesen, Personen oder Systeme. Kooperieren Dienste, Projekte, Behörden oder Personengruppen, die einander kennen, so spricht man von Vernetzung.

Leistungen (s.a. Ergebnisse)

Produkte und Dienstleistungen, die vom Projekt erstellt bzw. zur Verfügung gestellt werden. Die Leistungen werden zur Erreichung einer direkten Wirkung erbracht.

Methoden

umfassen u.a. pädagogische Konzepte, den „Unterrichtsstil“ eines Lehrers/Bildungsreferenten und die Aufteilung von Sozial- und Arbeitsformen in einer Bildungseinheit. Lernmethoden beschäftigen sich damit, wie ein Lernender sein eigenes Lernen gestaltet. Erfolgreiche Lehrmethoden basieren auf den Erkenntnissen über die Lernvorgänge, also auf der Lernpsychologie, der Didaktik bzw. der Pädagogik.

Mittel/Ressourcen (s.a. Inputs)

Oberziel

Das Oberziel bezieht sich auf große, globale Zielsetzungen, die mit dem Projekt angestrebt werden. Man verwendet bei der Benennung des Oberziels meist die Formulierung „... leistet einen Beitrag zu ...“. Hierdurch wird klar, dass man mit dem geplanten Projekt nur einen kleinen Beitrag zu einem viel größeren Ziel (z.B. Beitrag zur Verbesserung der gesunden Ernährung ...) leistet, dessen Realisierung man niemals alleine mit dem eigenen kleinen Projekt erreichen würde.

Problem

Als „Problem“ wird ein real existierender Zustand bezeichnet, der als negativ betrachtet wird und eine Veränderung erfordert.

Programme (Ausland)

Mehrere Projekte können aufgrund inhaltlicher, organisatorischer oder räumlicher Gemeinsamkeiten zu Programmen gebündelt werden. Programme zeichnen sich (laut BMZ) durch folgende Merkmale aus: Sie haben eine gemeinsame, Instrumente und Programmkomponenten umfassende strategische Zielsetzung; sie lösen durch den gekoppelten Instrumenteneinsatz Synergieeffekte aus und erhöhen die Signifikanz des Beitrages; sie verknüpfen verschiedene Interventionsebenen; sie beziehen staatliche oder nichtstaatliche Träger und Durchführungsorganisationen ein; sie wirken regions- und sektorübergreifend.

Auf die Inlandsarbeit lässt sich dieses Verständnis nur bedingt übertragen. In der Praxis werden hier Programme eher als „thematische oder Jahresprogramme" verstanden, die aufeinander abgestimmte oder auch sehr unterschiedliche Aktivitäten eines Vereines innerhalb eines definierten Zeitraums (meist ein bis drei Jahre) beschreiben. Natürlich schließt das nicht aus, dass auch in der Inlandsarbeit Programme einer umfassenden strategischen Zielsetzung unterworfen sein bzw. Synergien und Signifikanz erhöhen können.

Projekt (DIN Norm)

Unter Projekt wird ein Vorhaben bezeichnet, das im wesentlichen gekennzeichnet ist durch:

  • Die Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit,
  • Eine Zielvorgabe,
  • Begrenzungen zeitlicher, örtlicher, finanzieller, personeller oder anderer Art,
  • Abgrenzungen gegenüber anderen Vorhaben
  • Eine projektspezifische Organisation.

 

Projektlogiken im Vergleich

ZOPP-Logik Wirkungsorientierung Indikatorenebene
Oberziel Indirekte Wirkung  
Projektziel  Direkte Wirkung qualitativer Indikator
Nutzung der Leistung quantitativ und qualitativ
Unterziel Leistung  zähl- und messbar 
Ergebnisse und Resultate
Aktivitäten / Maßnahmen / Vorhaben Aktivitäten  
Mittel / Ressourcen Inputs Mittel / Ressourcen

Projektziel (s.a. Direkte Wirkung)

Das Projektziel beschreibt jenen Zustand, der durch die Durchführung des Projektes erreicht werden soll. Die Erreichung des Projektzieles ergibt sich aus der Erreichung sämtlicher Projektresultatate (Ergebnisse/Leistungen). Es sollte immer nur ein Ziel geben, da es für die Planung eines Projektes wesentlich ist, sich auf ein Ziel mit all seinen Kräften zu fokussieren.

Wirkung

Wirkungen in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit sind u.a. Veränderungen in der Wahrnehmung, dem Denken und Handeln, dem Alltag, den Lebenswelten und Rahmenbedingungen der Zielgruppen, die durch eine Intervention auf Basis einer Situationsanalyse hervorgerufen werden. Wirkungen können beabsichtigt oder unbeabsichtigt, erwartet oder unerwartet, positiv oder negativ, direkt oder indirekt, vorübergehend oder nachhaltig sein.

Ziel

Grundlegende Zielstellungen und Begründungen im Sinne einesethischen Kontextes oder eines ideal vorgestellten anzustrebenden Zustandes,denen das Projekt verpflichtet ist. Beispiele: Frieden, Beseitigung der Armut, Gesundheit, Geschlechtergerechtigkeit, Nachhaltigkeit, globale Gerechtigkeit, kulturelleVielfalt, gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen etc. Wird oft nicht abgegrenzt von bzw. synonym verwendet zu „Ergebnissen" oder „Erwarteten Ergebnissen";

Zielgruppe

DerBegriff „Zielgruppe" kommt aus dem Bereich „Marketing". Im übertragenden Sinne bezeichnet er eine homogene, gleichartige Gruppe von Personen, an die sich das Projekt des Vereins richtet. Projektanträge sollen Auskunft geben über bestimmte Charakteristiken der Zielgruppen, die im Zusammenhang des Projektantrages relevant sind. Mögliche Merkmale von Zielgruppen sind

  • Alter, Geschlecht, Wohnort usw.
  • Qualifikation usw.
  • Einstellung, Motivation, Meinung usw.
  • Zugehörigkeit zu oder Mitglieder von Organisationen

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